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29. Oktober 2008
NBA: Kaufen Ausländer die Nets?
Das ging aber schnell: Nur ein paar Wochen nach dem Abschmelzen der Knete-Kappen an Wall Street tauchen die ersten ausländischen Bieter an den Stränden Amerikas auf. Geld aus Russland und Geld aus Arabien soll angeblich bereit stehen, um die New Jersey Nets und das Immobilienprojekt in Brooklyn zu übernehmen, in dem das Team eine neue Heimstatt finden soll. Die Spekulationen klingen noch etwas dünn. Aber hinter der Meldungen dürfte sich mehr verbergen. Nicht nur weil David Stern Interesse aus Russland, dem Nahen Osten und China bestätigt hat. Der Dollar-Kurs befindet sich seit mehreren Wochen auf einem steilen Marsch nach oben. Das bedeutet, dass die Bewegung flight to safety eingesetzt hat: Menschen mit sehr viel Geld haben sehr viele Dollars gekauft und suchen als Nächstes voraussichtlich vielversprechende Investitionsmöglichkeiten. Auch Ende der achtziger Jahre, als das ausländische Geld vor allem aus Japan kam, gehörten Entertainment-Firmen (damals Schallplattenfirmen und Hollywood-Studios) zu den begehrten Besitztümern. Das Aufsichtsreglement der einzelnen Ligen in Bezug auf Clubbesitzer ist unterschiedlich.
22. Juli 2008
Nets: LeBron James im Visier
Manche Clubs in der NBA spielen für die Galerie. Andere für die Meisterschaft. Es gibt welche, die spielen aus Spaß an der Freude (siehe unter TrailBlazers) oder um den letzten Platz, damit sie die statistisch gesehen besten Aussichten auf die Draft-Lotterie haben. Und dann gibt es noch die New Jersey Nets. Die spielen Casino und setzen auf die schnöde Hoffnung, in zwei Jahren LeBron James verpflichten zu können. Sollte das Projekt um diesen Über-Star funktionieren (genauso wie der geplante Umzug nach Brooklyn), muss/wird man die visionäre Kraft von Clubeigentümer Jay-Z und Chef-Manager Rod Thorn bewundern dürfen. Falls nicht, wird James vermutlich an der Westküste landen. Dort hat man ein gutes Händchen, wenn es darum geht, gute Leute zu verpflichten. Dass James in Cleveland bleibt, darf man wirklich nicht annehmen.
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26. Juni 2008
Draft-Tag mit vielen Querpässen
Brook Lopez ging mit dem zehnten Pick zu den New Jersey Nets, sein Zwillingsbruder Robin als Nummer 15 zu den Phoenix Suns. Und beide waren zufrieden. Wer in der ersten Runde der NBA-Draft gezogen wird, hat erst mal ausgesorgt. Ob die Golferin Michelle Wie ebenso gut gelaunt war, ließ sich in der Eile nicht ermitteln. Anzunehmen ist es nicht. Nach ihrem respektablen Resultat bei den Ladies German Open außerhalb von München produzierte sie heute bei den US Open eine häßliche Kennziffer. Dank eines Super-Dooper-Fünffach-Bogeys am vierten Loch (eine neun an einem Par 4) kam sie mit einer 81 ins Clubhaus. Sie liegt auf Platz 146 von 156 Teilnehmern (Bettina Hauert liegt drei Schläge besser auf Platz 124 und hat zumindest theoretisch noch eine Chance auf den Cut).
Was hat Wie mit der NBA zu tun? In den USA nennt man das Dating. Was viel und wenig heißen kann, solange keiner der beiden - weder Michelle noch Robin - offiziell zum Stand der Dinge Stellung nimmt. Das Foto in diesem Blog aus dem März kann man nur als Scheinbeweis bezeichnen. Wo soll ein so langer Lulatsch wie der ehemalige Center von Stanford seinen Arm hintun, wenn er neben einer nicht gerade kleinen Frau bei einer Veranstaltung sitzt und sie sich an ihn lehnt? Aber, der fleißige espn.com-Kolumnist Andy Katz hat neulich Robin gefragt und herausgefunden, dass zumindest mal etwas an der Klatschgeschichte dran gewesen sein muss. Derzeit befinde sich die Beziehung in einem Schwebezustand.
Das ist sicher auch das beste Wort für Mannschaften wie die New Jersey Nets, die nach Jason Kidd (jetzt in Dallas) heute Richard Jefferson abgaben, um sich den Chinesen Yi Jianlian aus Milwaukee zu holen, der damit endlich in die Nähe einer ordentlichen Chinatown zieht – in Lower Manhattan. Sein neuer Kollege, Robins Zwillingsbruder Brook, ebenfalls ein Center, gilt übrigens als der bessere und fleißigere der beiden Lopez-Burschen. Das Wort Schwebezustand könnte man auch auf die New York Knicks anwenden, die das Kunststück fertig brachten, den Sohn eines ehemaligen Mannschaftskameraden des neuen Trainers zu verpflichten. Das liegt daran, dass Coach Mike D'Antoni einst in Mailand spielte, wo ein gewisser Vittorio Gallinari sein Nebenmann war. Der Trainer denkt europäisch und will Tempo spielen, etwas was die New York Daily News heute schon vorausgeahnt hatte. Und so kam's Danilo Gallinari, ein 19-jähriger Small Forward, ging an Nummer sechs weg.
Aber die Michelle-Wie und die Italian Connection waren nicht mal hübscheste Verbindung der NBA in andere Bereiche. Das Attribut repräsentierte gestern Kevin Love. Sein Vater Stan spielte vier Jahre in Baltimore und bei den Lakers in der Liga. Sein Onkel Mike Love ist der Sänger der Beach Boys.
Was hat Wie mit der NBA zu tun? In den USA nennt man das Dating. Was viel und wenig heißen kann, solange keiner der beiden - weder Michelle noch Robin - offiziell zum Stand der Dinge Stellung nimmt. Das Foto in diesem Blog aus dem März kann man nur als Scheinbeweis bezeichnen. Wo soll ein so langer Lulatsch wie der ehemalige Center von Stanford seinen Arm hintun, wenn er neben einer nicht gerade kleinen Frau bei einer Veranstaltung sitzt und sie sich an ihn lehnt? Aber, der fleißige espn.com-Kolumnist Andy Katz hat neulich Robin gefragt und herausgefunden, dass zumindest mal etwas an der Klatschgeschichte dran gewesen sein muss. Derzeit befinde sich die Beziehung in einem Schwebezustand.
Das ist sicher auch das beste Wort für Mannschaften wie die New Jersey Nets, die nach Jason Kidd (jetzt in Dallas) heute Richard Jefferson abgaben, um sich den Chinesen Yi Jianlian aus Milwaukee zu holen, der damit endlich in die Nähe einer ordentlichen Chinatown zieht – in Lower Manhattan. Sein neuer Kollege, Robins Zwillingsbruder Brook, ebenfalls ein Center, gilt übrigens als der bessere und fleißigere der beiden Lopez-Burschen. Das Wort Schwebezustand könnte man auch auf die New York Knicks anwenden, die das Kunststück fertig brachten, den Sohn eines ehemaligen Mannschaftskameraden des neuen Trainers zu verpflichten. Das liegt daran, dass Coach Mike D'Antoni einst in Mailand spielte, wo ein gewisser Vittorio Gallinari sein Nebenmann war. Der Trainer denkt europäisch und will Tempo spielen, etwas was die New York Daily News heute schon vorausgeahnt hatte. Und so kam's Danilo Gallinari, ein 19-jähriger Small Forward, ging an Nummer sechs weg.
Aber die Michelle-Wie und die Italian Connection waren nicht mal hübscheste Verbindung der NBA in andere Bereiche. Das Attribut repräsentierte gestern Kevin Love. Sein Vater Stan spielte vier Jahre in Baltimore und bei den Lakers in der Liga. Sein Onkel Mike Love ist der Sänger der Beach Boys.
30. Januar 2008
Kidd nach Dallas: Tauschmasse gesucht
Eine Person wird in diesen Tagen immer wieder als nützliche Verstärkung ins Gespräch gebracht: Jason Kidd von den New Jersey Nets, der selbst im relativ hohen Alter von fast 35 Jahren noch immer in jedem Spiel Chancen auf einen Triple Double hat, weil er einfach schneller denkt und handelt, als die meisten Basketballer neben ihm. Dass man in Dallas darüber nachdenkt, Tauschmasse ins Fenster zu stellen, um Kidd zu bekommen, ist kein Geheimnis. Da die Mannschaft ohnehin überdurchschnittlich gut bezahlt, kann man sich auch ausmalen, wie rasch man die 19 Millionen Dollar, die Kidd in dieser Saison verdient, ausbalanciert. Man steckt nur die Herren Terry und Stackhousein eine Tüte und legt einen Draft-Pick obendrauf und hat schon alles beieinander, was man braucht.
Die Crux sind die Wünsche der Nets, die sich dem Vernehmen nach auf Josh Howard kapriziert haben, der sich zum All-Star gemausert hat und noch gar nicht mal so teuer ist. Das Tauziehen könnte so weit gehen, dass man einen dritten Club als Katalysator braucht, um die Aktion durchzuziehen. Zumal die Mavericks nicht nur jemanden wie Kidd brauchen, sondern dringend die Verbindungen zu dem teuren Nichtsnutz Erick Dampier kappen sollten. Den scheinen die Nets aber nicht zu wollen (kann man verstehen).
Was hat sich geändert, als das Thema erstmals für größere Schlagzeilen sorgte? Kidd hat sich deutlich genug geoutet und verlangt nach Luftveränderung. In Dallas kennt er sich aus. Dort hat seine NBA-Karriere begonnen.
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10. Dezember 2007
Abra-Kidd-Abra: Dallas sucht Magier
Nun wollen die Spekulationen nicht abreißen, dass derselbe Jason Kidd, der sich einst als Schmollmeister betätigte und dann über Phoenix bei den New Jersey Nets landete und das Team zweimal ins Finale führte, seine Karriere dort beenden wird, wo sie anfing: in Dallas. Daran scheint der Fort Worth Star-Telegram zu glauben. Und auch die Chicago Tribune, deren Trade-Gerüchte man aber schon seit langem mit Vorsicht genießen muss. Und die Salt Lake Tribune, auch wenn es andere Quellen gibt, die das Ganze für eine Ente halten.
So viel steht fest: Die Mavericks können nicht mehr länger so tun, als sei die Mannschaft, die man derzeit beeinander hat, in der Lage, sich selbst aus dem Mittelmaß herauszumanövrieren. Die schon vor langer Zeit monierte Vor-Saison-Propaganda von Leuten wie Dirk Nowitzki wirkt im Nachhinein nur noch bräsig. Oder warum sind die Jungs nicht in der Lage, das zu beweisen, was der amtierende MVP behauptet hatte, der noch nie in seinem Leben irgendetwas in Frage gestellt hat: "Wir haben auch so eine gute Mannschaft, die stark genug ist"?
Aber zurück zu den Gedankenspielen: Was soll der 34jährige Kidd in Dallas ausrichten, wenn sich sonst nichts ändert? Und wenn man dafür mehr abgeben muss als Jason Terry und Erick Dampier? Eine solche Maßnahme macht nur Sinn, wenn man im gleichen Atemzug weiter umbaut und sich einen Spieler holt, der unterm Korb etwas ausrichtet.
Hier der Videoschnipsel für wahre Nostalgiker passend zu diesem Post: Kidd für Dallas gegen Avery Johnson für die San Antonio Spurs.
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21. Februar 2007
Tauschbörse NBA: Wer will noch mal, wer hat noch nicht?
Foto: flickr/creativecommons/Zac-AttackDonnerstag, 22. Februar, 15 Uhr Eastern Standard Time, ertönt der Gong. Dann sind entweder alle kleinen und großen Tauschspielchen der Manager in der NBA unter Dach und Fach. Oder sie finden nicht statt. Wer bis dahin keine Vereinbarung hinbekommen hat, muss bis zum Ende der Saison warten, ehe er wieder im großen Stil an seinem Kader herumbasteln kann. Ein paar bekannte Namen werden zur Zeit immer wieder gehandelt: Jason Kidd und Vince Carter von den New Jersey Nets und Pau Gasol von den Memphis Grizzlies. Für die Spekulationen gibt es viele Gründe. Auf sie im einzelnen einzugehen, ist ziemlich müßig. Denn man müsste zuerst in jedem Einzelfall erklären, weshalb sich ein Team von einem Leistungsträger und Publikumsfavoriten trennen sollte (und das, obwohl nicht mal klar ist, ob das überhaupt die Intention des Clubs ist.)
Interessant allerdings ein Artikel von Statistik-Guru John Hollinger in der New York Sun von heute, der sich mit der Frage beschäftigt, weshalb die Manager für die Trades immer bis auf den letzten Drücker warten: die kurze Antwort: Weil die Teams, die sich einen Star angeln wollen, nicht schon früh ihre Karten auf den Tisch legen wollen. Denn der Club, der einen großen Namen zu bieten hat, kann natürlich pokern und einzelne Interessenten gegeneinander ausspielen - immer auf der Suche nach dem attraktivsten Gegenwert. Wenn die Uhr laut und vernehmlich tickt, werden die Gespräche kürzer. Die Vorschläge, die hin und her kommuniziert werden, werden konkreter. Hollinger nennt ein paar Namen von Spielern für denjenigen, der sich etwas mehr mit der Materie beschäftigen will.
Die meisten Spekulationen drehen sich um simple Tauschkonstellationen zwischen zwei Teams. In der NBA gibt es allerdings immer wieder regelrechte Monster-Trades, bei denen drei oder mehr Teams eine gemeinsame Vereinbarung treffen. Die Liga hat eine Webseite mit den umfassendsten Trades aller Zeiten. Der Rekord steht bei 13 Spielern und fünf Clubs bei einem Deal im Jahr 2005. Niemand, der damals herumspekulierte, sah eine solche Kettenreaktion voraus.
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17. Oktober 2006
Mr. Big Pimpin' in Monaco
Der New Yorker Rapper Jay-Z hat gleich zwei Rennfahrer aus Amerika nach Moncao mitgenommen, um sein neuestes Video zu drehen: Danica Patrick (Indy Racing League) und Dale Earnhardt jr. (NASCAR Nextel-Cup). Der Song Show Me What You Got ist der Anreißer für sein Album Kingdom Come, das im November herauskommen wird. Das erste seit drei Jahren. Die Autos: ein schwarzer Ferrari F430 und ein silberner Pagani Zonda (in dem ein 12-Zylinder-Mercedes-Motor sitzt) zeugen von Geschmack. Und davon, dass Mr. Big Pimpin' kein bisschen Aufwand scheut, um seinen Fans etwas zu bieten, wovon sie nur träumen können.
Jay-Z lässt überall den Rubel rollen. Zusammen mit der Sportfirma Reebok hat er eine Schuhkollektion mit dem Namen S. Carter bzw Sean Carter herausgegeben. Außerdem ist er Mitbesitzer der NBA-Basketballmannschaft New Jersey Nets. Der Club versucht seitdem in Brooklyn ein Wohngebiet zu kaufen und abzureißen, um dort eine neue Halle mitsamt Shopping-Zentrum hinzupflanzen. Die Anwohner sind entsetzt. Das Leben von Jay-Z können sie sich nämlich nicht leisten. Brooklyn ist in vielen Teilen die Zuflucht für die Mittelklasse, der Manhattan zu teuer geworden ist.
Blick zurück: Danica Patrick bei ihrem ersten Auftritt in der Arena
Jay-Z lässt überall den Rubel rollen. Zusammen mit der Sportfirma Reebok hat er eine Schuhkollektion mit dem Namen S. Carter bzw Sean Carter herausgegeben. Außerdem ist er Mitbesitzer der NBA-Basketballmannschaft New Jersey Nets. Der Club versucht seitdem in Brooklyn ein Wohngebiet zu kaufen und abzureißen, um dort eine neue Halle mitsamt Shopping-Zentrum hinzupflanzen. Die Anwohner sind entsetzt. Das Leben von Jay-Z können sie sich nämlich nicht leisten. Brooklyn ist in vielen Teilen die Zuflucht für die Mittelklasse, der Manhattan zu teuer geworden ist.
Blick zurück: Danica Patrick bei ihrem ersten Auftritt in der Arena
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