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11. Februar 2011

Der Vorhang fällt

Es ist an der Zeit – nach langer Stille – wieder einmal geräuschvoll zu klappern und ein paar Worte zum guten Schluss zu schreiben. Obwohl: viel ist dem, was ich in diesem etwas älteren Eintrag ausgebreitet habe, nicht hinzuzufügen. Außer dass sich inzwischen dieser Punkt ("Ich bin noch immer nicht sicher, was als nächstes anliegt. Und Ungewissheit lähmt.") erledigt hat (Zu dem, was anliegt, steht weiter unten im Text etwas mehr).

Ich danke allen, die sich vier Jahre lang die Mühe gemacht haben, sich hierherzubewegen, zu lesen, zu kommentieren, zu zitieren, zu empfehlen, zu verlinken. Es war eine sehr, sehr gute Erfahrung, nicht nur einfach ständig in den Online-Wald hineinzurufen, sondern auch Echomeldungen zu empfangen. Der Zählerstand: 2010 Einträge (ja wirklich: zweitausendzehn). Kaum zu glauben, aber wahr. Vielleicht waren sogar ein paar Highlights dabei. Oder auch die eine oder andere witzige Überschrift.

Ich habe von dieser Art der täglichen Beschäftigung mit den Ereignissen aus dem Sport profitiert. Ein Beispiel: Nachdem mir Martin Kaymer aus der Ferne bereits in seinem ersten Profijahr aufgefallen war, habe ich ihn beständig verfolgt und ihm schon früh genau das prophezeit, was er wenig später tatächlich erreicht hat. Ohne dieses intensives Interesse hätte ich ihn nie getroffen und in zwei Printgeschichten (für Capital und im letzten Herbst für die Zeit) sowie in einem Radiobeitrag für den Deutschlandfunk porträtiert. Das hätte sich einfach nicht ergeben. So aber haben wir im Laufe der Zeit zweimal zu längeren Gesprächen zusammengesessen. Zuletzt im Oktober auf der Insel Bermuda nach seinem sensationellen Erfolg bei der PGA Championship und dem Sieg der europäischen Mannschaft im Ryder Cup.

Es gab da noch ein anderes Thema, das mich stark beschäftigt hat: der Versuch eines steuerbefreiten Fußballverbandes, eine ganz hervorragende Idee zur Förderung des Amateurfußballs zu killen. Die Hartplatzhelden waren mutig und stark genug, den Weg bis nach Karlsruhe vor den Bundesgerichtshof zu gehen, wo sie exakt das bestätigt bekamen, was ich und andere schon früh deutlich genug skizziert hatten: Der Verband hatte sich etwas herausgenommen, wozu er kein Recht hatte.

Die Hartplatzhelden haben uns dadurch allen geholfen. Nicht nur den Bloggern. Während ich Oliver Fritsch vor allem mit vollbackigem publizistischen Rückenwind zu unterstützen versuchte (verspottet vom Justiziar des fraglichen Verbandes, aber schließlich sogar von der Deutschen Presse-Agentur nach dem denkwürdigen Grundsatzurteil zitiert) war in anderen Fällen (ich rede von den juristischen Tritten des DFB gegen Jens Weinreich und der Abmahnung einer Klamottenfirma an die Adresse von Trainer Baade) auch mal eine kleine Geldspende angesagt. Die Solidarität auf dem kleinen Dienstweg von vielen, die war gut. Und sie half, in beiden Fällen die Übergriffe zu stoppen.

Ich konnte von so weit weg noch eine weitere Initiative unterstützen, die ich für vielversprechend hielt, die aber dann leider wieder eingeschlafen ist: Der Podcast der Fußball-Blogger, der 2009 in einer Münchner Küche aus der Taufe gehoben wurde.

Weil man in diesem Milieu nicht nur Einzeltäter, sondern auch Gruppentier ist, habe ich gerne immer wieder einen Teil der Talente der Sportblogger-Zunft persönlich kennengelernt. Eine Erfahrung, die mich enorm bereichert hat. Es ist gut, in ganz persönlichen Gesprächen herauszufinden, dass diese kleine Pflanze des ganz anderen, persönlichen Schreibens über Sport von vielen guten Händen gepflegt und behutsam groß gezogen wird. Einige stellen irgendwann ihre Bemühungen wieder ein. Andere kehren nach einer Pause wieder zurück. Das ist der Lauf der Dinge.

Ich denke, ich werde – als Solist und ohne Aussicht auf wirtschaftliche Erträge – keinen Sport-Blog mehr betreiben. Das war ein Experiment. Es wäre dumm gewesen, es nicht zu probieren. Aber das Experiment ist vorbei.

Weil ich die Marke American Arena allerdings nicht einfach aufgeben möchte, läuft das nächste Experiment ebenfalls unter diesem Namen. Um was handelt es sich?

Es ist eine komplett andere Baustelle. Wer mehr darüber wissen möchte, der findet eine ausführliche Visitenkarte unter americanarena.net. Einen Blog gibt es auch – als Teil der Strategie, mit der ich mich als hauptberuflicher freier Journalist mit einem ziemlich breiten Themenspektrum in der kommenden Zeit gründlich beschäftigen werde. Es gibt noch keine griffigen Wörter für diese Art der Arbeit. Ich halte mich an ein paar hier in den USA, die es New Media Journalism nennen, und meine damit eine neue Arbeitsleistung im Medienmix, in der man als klassischer Reporter für Print und Radio bei seinen Reisen und Recherchen eine Videokamera mitnimmt und die Resultate zusätzlich zum konventionellen Arbeitsergebnis online bereitstellt. Wir reden nicht von hastig zusammengefummelten, verwackelten Interviews mit der kleinen flip-Kiste, sondern von ansprechenden Filmen, die mit den Ansprüchen mithalten, die man an Fernsehproduktionen stellt.

Manchmal heißt das, dass man bei einem Job wirklich alles alleine bestreitet – wieder so ein Sololauf wie das Bloggen. Man ist Kameramann und Tonmann in einem, führt die Interviews, dreht B-Roll-Szenen und führt das Ganze am Schluss in FinalCut Pro zusammen. Das wird hoffentlich die Ausnahme bleiben. Denn wenn man zu zweit loszieht, sorgt das einfach für viel bessere Resultate. Da ist der Fotograf für die Textstrecke gleichzeitig Kameraperson und nimmt die Bewegtbilder auf), und der Autor nimmt den Ton auf, stellt die Produktion fertig und schreibt das Lesestück für die Printversion.

American Arena
soll in Zukunft als Markenname für diese reichhaltigere und eindrucksintensivere Form des Journalismus stehen. Das zumindest ist der Plan.

Also fällt hier der Vorhang. Macht's gut. Wir sehen uns. Ganz bestimmt. Die Welt ist klein. Ciao und herzlichen Dank fürs Lesen.

P.S.: Die hier archivierten Texte und der gesamte Auftritt (mit der mutmaßlich längsten Tag-Liste der Blog-Welt) werden nicht gelöscht. Schon aus Eigennutz: Ich würde selbst gerne hier vorbeikommen können, um das eine oder andere nachzulesen.

29. Juni 2010

Ein Zustandsbericht

Wie so oft bei solchen Dingen schleicht sich das ganz langsam ein: das Bedürfnis, nur noch auszuatmen und zu pausieren. Und dass man sich mit anderen Dingen beschäftigen möchte. Irgendwann gibt es keine richtige Erklärung mehr dafür, was einen eigentlich Monate vorher in eine andere Richtung gelockt hat. Und was einen davon abgehalten hat, sich mit der Fortsetzung einer scheinbar unendlichen Geschichte zu beschäftigen. Wahrscheinlich gehen so viele Beziehungen kaputt. With a whimper, not with a bang.

Ich schulde sicher allen Besuchern, Lesern, Feedreader-Abonnenten und Interessenten noch einen Beitrag über diesen Zustand. Auch wenn der nichts Besonderes ist, weil ihn jeder – Blogger oder nicht – irgendwann mal erlebt. Ich wurde daran heute erinnert, weil mich einer dieser sehr geschätzten Leser auf Facebook ganz direkt danach gefragt hat. Ich habe ihm eine kurze Antwort geschrieben, die ich aus diesem Anlass gerne etwas ausführlicher formulieren möchte.

Ausführlich bis zu einem gewissen Punkt. Mein Hauptproblem an diesem besagten Punkt: Ich bin noch immer nicht sicher, was als nächstes anliegt. Und Ungewissheit lähmt.

Ich bin einerseits ein bisschen müde, den täglich durchlaufenden Kram zu verfolgen und dazu immer wieder neue Gedanken abzuliefern. Andererseits liebäugele ich mit einem Neuanfang für American Arena mit einer anderen Domain – americanarena.net – wo ich im Unterschied zum Google-Basis-Programm vom Layout mehr machen könnte (auch was die Kommentare angeht). Ich frage mich, ob ich nicht für eine neue Plattform einfach ambitionierte Mitstreiter rekrutieren sollte, um die Schlagzahl zu erhöhen. Ich bin noch immer unentschlossen, was eventuelle Buchprojekte angeht, die vielleicht auch irgendwie in die Blog-Landschaft passen würden. Ich weiß nur: Ich habe keine Lust, einfach jeden Tag so weiterzumachen wie dereinst.

Es ist eigenartig. Nach mehr als 2000 Beiträgen plus einigen Experimenten in Richtung Video sowie Podcast (in Zusammenarbeit mit sehr talentierten Fußball-Bloggern) empfinde ich zunächst mal nur ein beträchtliches Nichts. Man fühlt sich nicht voll und satt und rundum zufrieden, sondern leer. Das wäre übrigens nicht anders, wenn eine solche Arbeit irgendeinen finanziellen Ertrag abwerfen würde. Obwohl: Ehrlich, natürlich wäre es nicht schlecht, wenn die Online-Arbeit einem die Miete zahlen würde. Denn es wäre ein Beleg dafür, dass man mit seinem publizistischen Angebot einen Gegenwert erzeugen konnte.

Allerdings: Um so weit zu kommen, braucht man tausende von Lesern, ein paar hundert reichen nicht. Und um tausende zu erreichen, muss man sich noch mehr einfallen lassen, und denen etwas bieten, was sie woanders nicht bekommen. Die Installation eines Flattr-Knopfs ist nicht die Lösung.

Nach meinem Eindruck haben die beständig besten deutschen Sport-Blogs vor allem eines gemeinsam: Sie unterscheiden sich deutlich genug voneinander und liefern Kernkompetenz. Ich nenne mal allesaussersport, Indirekter Freistoß, Jens Weinreich und Trainer Baade, um zu illustrieren, was für Türme und Zinnen da inzwischen in der Landschaft stehen und den anspruchsvollen Sportkonsumenten auf der Suche nach hochwertigen Informationen und Meinungen sowie nach Gleichgesinnten als Orientierungspunkte dienen. American Arena hatte selbst in den ergiebigsten Zeiten nie einen solchen Status. Das ist nicht schlimm. Denn New York sorgt automatisch für eine ganz bestimmte Standortprägung. Hier verfolgt man nicht das deutsche Fernsehangebot (und reagiert deshalb auch eher gelassen darauf). Hier liest man nicht den Kicker oder Sportbild. Nicht mal online. Die haben – für Amerika – keine Relevanz.

Unterm Strich ist das sicher ein Nachteil. Allerdings dürfte es auch Vorteile haben, wenn man sich nicht in diesem Strom der konventionellen veröffentlichten Sportinformationen bewegt. Man findet auf diese Weise leichter seine eigene Stimme. Aber man muss als Blogger diese Vorteile in eine Blog-Leistung umsetzen, die Leser interessiert. Tag für Tag. Woche für Woche.

Dazu habe ich im Moment einfach nicht die Energie. Ich werde mir noch ein bisschen Bedenkzeit gönnen. Ich bitte um Verständnis und danke allen ganz herzlich für die Loyalität.

20. September 2009

Podcast-Premiere: "Baseball zieht in den Krieg"


In Europa läuft zur Zeit eine bemerkenswerte Veranstaltung, die in mehreren Ländern parallel stattfindet und in der ersten Phase unter anderem in Regensburg Station machte: Der World Cup 2009 der IBAF – die Baseball-Weltmeisterschaft. Das Kürzel steht für den Internationalen Baseballverband, der gemerkt hat, dass man das stark wachsende Interesse an der Sportart östlich vom Atlantik vor allem dann weiter anschieben kann, wenn man dem Publikum das ganze Spektrum bietet: Spieler aus den Hochburgen und Talentschmieden und aus den aufstrebenden Baseball-Ländern. Angereichert mit einer Prise Nationalstolz.

Bei dem Versuch, den Zuschauern den World Cup schmackhaft zu machen, sind die Produzenten eines Werbevideos in Italien, wo das Finale stattfindet, jedoch weit über das Ziel hinausgeschossen. Sie inszenierten in Anspielung an eine der blutigen Schlachten des Zweiten Weltkriegs in Italien eine Landeoperation für die Kamera. Die Baseballspieler kommen vom Meer und stürmen – nur mit Baseballschlägern bewaffnet – den mit Panzersperren und Stracheldraht übersäten Strand. Vermutlich haben sich die Macher an der Auftaktsequenz des Films Saving Private Ryan (deutscher Titel: Der Soldat James Ryan, spielt in der Normandie) orientiert und fanden das militaristische Sujet irgendwie passend (hergestellt von der italienischen Werbeagentur Link, Regisseur Mauro Mancini).

Tatsächlich ist die Darstellung nichts anderes als eine Verhöhnung all jener, die von ihren Generälen in den Kugelhagel geschickt wurden, um das von den Nazis besetzte Europa zu befreien. Die Webseite The Daily Tube meinte über den Missgriff, bei dem am Ende im Stile der Reality-TV-Serie Survivor ein Baseball-Schläger als Fackel über dem leeren Strand lodert, das Video zeige "eine generelle Unfähigkeit".

Der eingeblendete englische Text am Anfang des Videos lautet:
"Am 22. Januar 1944 landeten 36.000 Soldaten an der italienischen Küste zwischen Anzio und Nettuno südlich von Rom. Sie wurden in eine der berühmtesten Schlachten des Zweiten Weltkriegs verwickelt. In diesem Jahr machen sich Wettkämpfer aus allen Teilen der Welt bereit, über dasselbe Feld der Ehre zu laufen."

Die historischen Fakten: Die Landeoperation, an der auf alliierter Seite Truppen aus den USA, Kanada und Großbritannien beteiligt waren, wurde vor allem deshalb berühmt, weil sie als abschreckendes Beispiel für einen militärischen Fehlschlag gilt. Sie führte zu monatelangen Gefechten auf engstem Raum und kostete auf beiden Seiten knapp 10.000 Soldaten das Leben. Die Zahl der Verwundeten lag bei über 30.000.

Es geht auch anders, wie ein zweiter Werbefilm aus dem gleichen Haus zum gleichen Anlass zeigt: Hier ließ man sich von einem der erfolgreichsten Baseballfilme aller Zeiten inspirieren: Field of Dreams (Feld der Träume, Hauptrolle Kevin Costner), der in den Maisfeldern von Iowa spielt und die Sportart und einen ihrer Traditionsclubs mythologisiert.

Über beide Videos und den Baseball World Cup (der noch bis Ende September läuft) geht es im ersten America-Arena-Podcast. Gesprächspartner ist der deutsche Baseball-Journalist Philipp Würfel, der unter anderem für die Webseite Mister Baseball und den MLB Insider schreibt.

Den Podcast wird es von jetzt ab regelmäßig geben – zu unterschiedlichen Themen und aktuellen Anlässen. Ziel ist nicht, einfach nur geschriebene Texte zu vertonen oder zu bebildern, sondern die vielen technischen Möglichkeiten da zu nutzen, wo sie sich anbieten: um Impressionen und Atmosphären einzufangen, wie man sie sonst nur aus dem Radio oder dem Fernsehen kennt. Der inhaltliche Anspruch? Alles aus dem weiten Feld der Themen, die American Arena seit den Anfängen abdeckt.

Feedback? Sehr willkommen.

P. S. Zu einem gewissen Grad geht die Inspiration zu diesem Podcast auf die ambitionierte und vielversprechende Arbeit einer Gruppe von Fußballbloggern in Deutschland zurück, die soeben – noch immer im Stadium des Experimentierens (deshalb auch der Arbeitstitel Nullnummer) die vierte Ausgabe aufgenommen hat. Diesmal auch mit einem kleinen Beitrag von dieser Stelle aus. Federführend ist probek in München, der am Montag übrigens zum ersten Mal im Alleingang eine Produktion gefahren hat und das hervorragend hinbekommen hat. Zu seinem Live-Mitschnitt in seiner Küche schalten sich regelmäßig Blogger aus anderen Städten über einen parallel laufenden Chat ein. Die Mitstreiter wiederum können die Studioarbeit über Stream live im Netz per Video verfolgen. Auf probeks Blog laufen auch die Kommentare ein. Reinhören lohnt sich.

7. Juni 2008

Ankündigung: American-Arena-Umzug geplant

Kleine Vorwarnung an die Adresse von Stammlesern: Demnächst wird American Arena umziehen und eine neue Domain erhalten. Nach fast 1700 Posts bei Blogger (sprich Google) und ein paar Layout-Veränderungen ist einfach die Zeit gekommen, das Blogspot-Laufställchen zu verlassen. Ob bei der Umstellung das Archiv mitwandert, hängt von dem webtechnischen Geschick des Bloggers ab (eher beschränkt) und davon, was WordPress von dem hält, was es verspricht ("Import"). Falls jemand da draußen die Großzügigkeit besitzt, mit kundigem Rat zur Seite zu stehen, bitte melden. Feed-Kunden werden rechtzeitig darüber informiert, wo und wie sie demnächst abonnieren müssen. Das Ziel ist, diesen Unterhaltungsdampfer noch etwas schicker und handhabbarer zu präsentieren. Demnächst mehr...

4. Dezember 2007

Schriftwechsel

Kein technischer Fehler. Die American-Arena-Schrift wurde heute geändert. Es war an der Zeit.
Nachtrag: Und dann fand sich auch noch plötzlich ein simpler Weg, das vor langer Zeit entworfene Logo dorthin zu bringen, wohin es gehört. So stand dann plötzlich aus verschiedenen Designüberlegungsgründen auch der Rest des Layouts in Frage. Deshalb wurde heute zum zweiten Mal in der Geschichte des Blogs die Gestaltung geändert. Der Fortschritt ist eine Schnecke.

22. August 2007

Unfreiwillige Pause wieder zu Ende

Vielleicht haben es einige gemerkt: Google, der Betreiber der Blogger-Software, die American Arena benutzt, hatte zwischendurch eine 90minütige Auszeit. Erklärungen für die Panne gibt es keine. Mittlerweile scheint alles wieder im grünen Bereich.

3. August 2006

"Ein moderner Ben Wett"

Die Blogger-Mannschaft ist noch ziemlich klein, hat der Kollege Kai Pahl vom Blog allesaussersport heute geschrieben.

Blogs von deutschen Sportjournalisten sind eine Angelegenheit, die meines Wissens immer noch zu selten in freier Wildbahn anzutreffen sind.

Mit der WM sind beim KICKER auch alle Blogambitionen zuende gegangen. Bei der ARD klingt die Domain “ARD-Sportblog” vielversprechender als es die Aktualität der Inhalte ist. Auch hier: mit Ende der WM hat offensichtlich aller Sport auf Erden aufgehört.

Blieben eigentlich nur noch die Blogs aus der Fußball-Magazin-Ecke: “11 Freunde” mit ihrem “Block 11“-Blog und das RUND-Magazin mit seinem zwei Monate jungen Blog.

Neu in den Bookmarks kommt nun das Blog von Jürgen Kalwa “American Arena”. Jürgen Kalwa ist ein in Ney York/Conneticut beheimateter Journalist, der u.a. für die FAZ und den Schweizer Tages-Anzeiger schreibt. Wenn man so will: ein moderner Ben Wett.

Ein Gefühl wie auf dem Bolzplatz. Mit einem Unterschied: Alle haben einen Ball mitgebracht. Das Spiel kann also beginnen.

Den legendären Ben Wett (der Fernsehreporter mit diesem leichten Akzent, der einen denken läßt, er sei nicht in Hannover, sondern in den USA groß geworden - nennen wir es mal einen abgeschwächten Howard Carpendale) sah ich übrigens neulich bei Beckenbauers-WM-Termin in New York. Zu Beckenbauer und den Kickern der New York Red Bulls demnächst mehr. Die spielen nächste Woche gegen FC Barcelona. Ein Aufhänger für eine größere Geschichte.