In diesem Land sagt man oft: You win some, you lose some. Den Spruch kennt auch Martin Brodeur, der Eishockeytorwart, über den wir vor ein paar Tagen berichtet haben. Er besagt nichts anderes als: Man kann nicht alles haben. In seinem Fall heißt das: Man kann nicht eine Frau haben und zur gleichen Zeit mit deren Schwester ein Verhältnis. Oder zumindest nicht, wenn die Frau etwas dagegegen hat und die Scheidung einreicht. Die Rechnung hat Brodeur jetzt bekommen. Sie lautet auf: 500.000 Dollar Unterhalt jedes Jahr bis 2020 für die Ex. Dazu 132.000 Dollar Unterhalt pro Jahr für das gemeinsame Kind, plus 9 Millionen Dollar an Werten aus dem Zugewinntopf. Der Goalie hätte gerne weniger geblutet. Nun muss er vielleicht doch noch etwas länger zwischen den Pfosten stehen als geplant. Was jene Statistik, in der er den ersten Platz übernommen hat, hinterher auf ewig sein machen wird.
Ansonsten: Nun muss aber bald mit den Beiträgen über NHL-Goalies Schluss sein. Sie sind zwar sicher die interessanteren Persönlichkeiten in diesem wilden Spiel. Aber es gibt ja auch noch andere. Die Playoffs fangen in ein paar Tagen an. Leider ohne Marco Sturm, der einst nach Boston getradet wurde und eine hundsmiserable Leistungsebene vorfand. Inzwischen ist das Team die Nummer eins im Osten. Aber er wurde neulich so schwer verletzt, dass er den Rest der Saison ausfällt. Allerdings: Sollten die Bruins den Pott holen, ist das auch sein Verdienst. Und so wäre es nur gerecht, wenn der Stanley Cup Bayern Station macht (getreu der Tradition, dass jeder Spieler ihn für kurze Zeit mit nach Hause nehmen darf).
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26. März 2009
24. Februar 2007
Marco Sturm unterschreibt in Boston
Der deutsche Eishockey-Nationalspieler Marco Sturm hat in Boston einen neuen Vertrag über vier Jahre und insgesamt 14 Millionen Dollar unterschrieben. Das hat am Mittag (Ortszeit) die kanadische Presseagentur Canadian Press gemeldet. Der Angriffsspieler aus Dingolfing, der im November bei einem Spielertausch von den San Jose Sharks zu den Bruins gewechselt war, hatte schon in den letzten Tagen angedeutet, dass er sich an der Ostküste sportlich und privat wohl fühlt und bleiben wollte. Allerdings wurde über die Vereinbarung bislang nicht bekannt, ob sie eine Klausel enthält, wonach Sturm für den Fall eines neuerlichen Trades ein Mitspracherecht hat. Viele erfahrene Spieler in der NHL, denen daran liegt, nicht wie ein Sack Kartoffeln achtlos durch die Ligalandschaft geschleudert zu werden, bedingen sich solche Konditionen ausdrücklich aus. Falls Sturm auf diese Bedingung verzichtet hat, könnte er selbstverständlich jeder Zeit von den Bruins an ein anderes Team abgegeben werden (sogar noch in der kommenden Woche, ehe die offizielle Frist abläuft. Der einzige Unterschied: Das Geld, das er mit Boston ausgehandelt hat, ist ihm sicher. Egal, wo er landet.
Blick zurück: Sturm und Bruins signalisieren Unterschriftsreife
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23. Februar 2007
Sturm: Boston hat ein gutes Angebot gemacht
Irgendwo in der Region von 3 Millionen Dollar pro Jahr und drei Jahre Laufzeit liegt der neue Vertrag, den die Boston Bruins dem deutschen Nationalspieler Marco Sturm angeboten haben. Der ließ am Donnerstag gegenüber dem Boston Herald durchblicken, dass er dazu neigt, die auf dem Tisch liegende Offerte anzunehmen: "Die haben mir schließlich das angeboten, was ich wollte," sagte er. Aber er wolle alles noch einmal mit seiner Famlie durchsprechen und sich dann entscheiden. Nach dem Tausch, der ihn vor einem Jahr ohne seinen Einfluss aus San Jose in Kalifornien nach Boston katapultierte, fand er Stück für Stuck heraus, dass es sich an der Ostküste gar nicht so schlecht lebt. Abgesehen von der Mannschaft ("Es gibt großartige Jungs hier und das Team hat etwas Spezielles") dürfte auch die relative Nähe zu Deutschland eine Rolle spielen (nur sechs Stunden Zeitunterschied, da kann man viel leichter Telefonkontakt halten als von Kalifornien mit seinen neun Stunden Zeitunterschied). Dazu kommt, dass Westküstenteams aufgrund der enormen Entfernungen zu anderen Spielorten mehr als 20 Tage länger in einer Saison unterwegs sind als Ostküsten-Teams, die bei mehr als der Hälfte der Auswärtsspiele innerhalb eines Flugradiuses von einer Stunde bleiben und von solchen Trips jede Nacht wieder nach Hause fliegen.
Blick zurück: Marco Sturm - einen Tag zuvor sah alles noch so ungewiss aus
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22. Februar 2007
Dallas angelt sich Draft-Platz, Sturm hängt noch in der Luft
Die Frist für NBA-Teams, die Spieler tauschen wollten, ist abgelaufen. Wirkliche Neuigkeiten gibt es nicht zu vermelden. Die Dallas Mavericks nutzten die Gelegenheit, um einen Spieler abzugeben, den sie ganz offensichtlich nicht brauchen - Anthony Johnson ging an die Atlanta Hawks. Johnson hatte man im Sommer in einem Trade mit den Indiana Pacers erhalten. Für ihn bekam der Club, wovon er nie genug haben wird: eine weitere Draft-Option für die zweite Runde im kommenden Frühsommer, die nach dem gegenwärtigen Tabellenstand der Hawks als ziemlich lukrativ einzustufen ist. Mark Cuban spart den Rest von Johnsons Gehalt, das mit 2,6 Millionen Dollar nicht exorbitant war.
Der letzte Trade-Termin für die Clubs der National Hockey League rückt inzwischen immer näher. Das hat in Boston für ein wenig Unruhe gesorgt. Das Management der Bruins muss sich bis nächste Woche entscheiden, ob sie Marco Sturm einen neuen Vertrag geben wollen, der dem Vernehmen nach eine Laufzeit von vier Jahren haben würde und deutlich über seinem bisherigen Salär von 2,1 Millionen Dollar pro Saison liegen würde. Oder ob sie ihn und seinen Vertrag einem anderen Club überlassen wollen. Sturms gegenwärtiger Kontrakt läuft am Ende der Saison aus. Sollte ihn niemand bis dahin neu verpflichten, fällt er unter die Unrestricted Free-Agent-Klassel des Tarifvertrags und kann sich seinen Arbeitgeber selbst aussuchen und verhandeln, mit wem er will. Die Chancen, dabei auch noch ein besseres Gehalt herauszuhandeln, sind gut. Sturm gehört nicht zu den Starstürmern der Liga, aber hat einen guten Namen. Was er kann, kommt in Boston nicht besonders gut zur Geltung.
Die Mannschaft hatte ihn vor einem Jahr bei einem Tausch von den San Jose Sharks erhalten. Der einzige Grund für den Dingolfinger, schon jetzt zu unterschreiben, wäre das Motiv wirtschaftliche Absicherung. Eishockeyprofis werden häufig und auch schon mal karrieregefährdend verletzt. Mit einem neuen Vertrag hätte er die Einkünfte garantiert - egal, was passiert.
Blick zurück: Die Gehälter der NHL-Spieler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
Foto: Marco Sturm Stiftung (http://www.marco-sturm-stiftung.de)
Der letzte Trade-Termin für die Clubs der National Hockey League rückt inzwischen immer näher. Das hat in Boston für ein wenig Unruhe gesorgt. Das Management der Bruins muss sich bis nächste Woche entscheiden, ob sie Marco Sturm einen neuen Vertrag geben wollen, der dem Vernehmen nach eine Laufzeit von vier Jahren haben würde und deutlich über seinem bisherigen Salär von 2,1 Millionen Dollar pro Saison liegen würde. Oder ob sie ihn und seinen Vertrag einem anderen Club überlassen wollen. Sturms gegenwärtiger Kontrakt läuft am Ende der Saison aus. Sollte ihn niemand bis dahin neu verpflichten, fällt er unter die Unrestricted Free-Agent-Klassel des Tarifvertrags und kann sich seinen Arbeitgeber selbst aussuchen und verhandeln, mit wem er will. Die Chancen, dabei auch noch ein besseres Gehalt herauszuhandeln, sind gut. Sturm gehört nicht zu den Starstürmern der Liga, aber hat einen guten Namen. Was er kann, kommt in Boston nicht besonders gut zur Geltung.
Die Mannschaft hatte ihn vor einem Jahr bei einem Tausch von den San Jose Sharks erhalten. Der einzige Grund für den Dingolfinger, schon jetzt zu unterschreiben, wäre das Motiv wirtschaftliche Absicherung. Eishockeyprofis werden häufig und auch schon mal karrieregefährdend verletzt. Mit einem neuen Vertrag hätte er die Einkünfte garantiert - egal, was passiert.Blick zurück: Die Gehälter der NHL-Spieler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
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