Im Leben von Dirk Nowitzki werden seit heute die Karten wieder neu gemischt. Die ehemalige Freundin, die vor kurzem zu einer langen Haftstrafe verurteilt wurde, ist nicht schwanger. Er muss kein Kind im Sololauf aufziehen.
Blick zurück: Fünf Jahre Strafe für Crystal Taylor wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen
• In der Auseinandersetzung zwischen der Firma JAKO und Blogger Trainer Baade hat es eine neue Entwicklung gegeben. Nachdem das Unternehmen tagelang ohne jeden öffentlichen Kommentar dabei zuschaute, wie ein Sturm negativer Public Relations in der deutschen Medienlandschaft aufbrauste und den Namen des Sportausrüsters in Verruf brachte, meldete sich Firmengründer und Chef Rudi Sprügel heute mit einer Stellungnahme. Die Kernaussage lautet, dass Sprügel sich dafür einsetzen will, "dass Baade aus dieser Auseinandersetzung 'keine finanziellen Nachteile erwachsen'". Eine Zusage, die so klingt, als verzichte man auf die Abmahngebühren und anderen Forderungen, die in einer zweiten Runde ins Gigantische gewachsen waren.
Der Trainer hat sich zu dem neuesten Stand der Dinge noch nicht geäußert. Bis kurz vor der Verlautbarung von JAKO schienen sich die Verhandlungen zwischen den beiden Seiten um eine Formalie der Verhaltenskultur zu drehen. Danach sollte Baade um seines lieben Friedens willen einen Text in seinen Blog stellen, der dem Unternehmen gute Führung bescheinigt.
Wer in dem enormen Aufkommen an Reaktionen zu dem Fall den Überblick behalten will, sei an allesaussersport verwiesen, wo der Stein ins Rollen kam, als Blog-Betreiber dogfood die Sachlage und die Pressionen auf Baade en detail schilderte. Das wäre schon jetzt aus meiner Sicht der Blogbeitrag des Jahres, wenn es eine solche Abstimmung noch mal geben sollte. Ebenso hilfreich ist die Arbeit von probek, der die aktualisierte Liste der Blogbeiträge und Zeitungsveröffentlichungen pflegt. Zu den Alpha-Medien, die das Thema aufgegriffen haben, gehören die Süddeutsche Zeitung, die taz, das Handelsblatt und SpOn.
Noch eine Anmerkung zur Medienkompetenz von JAKO-Meister Sprügel und der Süddeutschen Zeitung: Beide scheinen zu glauben, dass es sich beim Blogger um einen Fußballtrainer handelt. Und nicht um die Kunstfigur eines Autors, der die besten Fußball-Glossen in ganz Deutschland schreibt. Vielleicht liegt das auch daran, das seine Webseite gestern zwischendurch aufgrund exorbitanten Leserinteresses nicht zu erreichen war. Inzwischen kann man ihn wieder im Original lesen (minus den gelöschten JAKO-Beitrag). Viele von denen, die nicht durchkamen, trugen sich offensichtlich als Follower seiner Tweats bei Twitter ein. Diese Zahl wuchs um ein paar hundert. Die alle warten geduldig auf ein Wort. Darunter befinden sich übrigens nicht nur neue Fans, sondern auch neugierige Anwalts- und PR-Kanzleien.
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3. September 2009
24. August 2009
Fünf Jahre Gefängnis für Nowitzkis Ex
Die ehemalige Lebensgefährtin von Dirk Nowitzki ist heute in St. Charles im Bundesstaat Missouri zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Und alles nur, weil Cristal A. Taylor, inzwischen 38, seit Jahren gegen die Auflagen einer zu Bewährung ausgesetzten Haftstrafe verstoßen hatte, mit der sie aufgrund einer alten Geschichte zu tun hatte. Wann sie wieder herauskommt, ist noch nicht ganz klar. Ein Teil der neuen Strafe wird ihr angerechnet. Gute Führung hinter Gittern würde ihre eine weitere Ermäßigung bringen. In den Meldungen von der Urteilsverkündung wird erneut nicht verbindlich gesagt, ob Taylor tatsächlich schwanger ist, sondern nur spekuliert. Was Nowitzki und den möglichen Nachwuchs angeht, so hat sein Anwalt bereits für den Fall des Falles das alleinige Sorgerecht beantragt. Dass sich die Mama um den Säugling kümmern wird, ist aufgrund des heutigen Urteils schlichtweg ausgeschlossen.
Blick zurück: Nowitzki redet über seine privaten Probleme
Blick zurück: Kein bisschen Mitleid – Nowitzki kurioser Mangel an Interesse für die Frau, die er fast geheiratet hätte
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22. Februar 2007
Aufgewogen in Gold und ein Top-Model fürs Bett
Egal wie sarkastisch man als Zuschauer des amerikanischen Sportbetriebs auch werden mag, an manchen Tagen ist man hin- und hergerissen von der Fähigkeit der Medienmaschinerie, die Protagonisten zu idolisieren und, je nach Anlass und moralischem Kompass, auf Fingerhutgröße zusammenzustauchen. Das bedeutet im Einzelfall fast immer overkill. Aber es gibt einem auch die Gelegenheit, über die kuriose Projektionsfläche "Profisportler" nachzudenken. Das waren früher mal Figuren wie wir, Leute, die sich hochgearbeitet hatten und es geschafft hatten (und dafür mit ein paar Extra-Dollars belohnt wurden). Sie sind heute nichts anderes als hochbezahlte Gladiatoren, die gar nicht mehr erwarten, dass ihnen diese althergebrachte sentimentale Loyalität entgegengebracht wird, weil sie für unsere Stadt, unsere Region, unser Land spielen. Sie wollen in Gold aufgewogen werden. Und, wenn's geht, ein Top-Model fürs Bett.
Das klingt nach wenig. Ist es auch. Wenn auch nicht für Tom Brady, der Quarterback des dreifachen Super-Bowl-Gewinners New England Patriots, der sich gerade in Europa mit Giselle Bündchen aufhält (sie muss als Mannequin arbeiten, er hat frei). Der Mann hat geschafft, wovon andere nur träumen (und weil sie es tun, auf der Suche nach Nacktfotos die Suchmaschinen der Online-Welt unsicher machen). Wie wenig sein Erfolg in der Frauenabteilung aber in den Augen der Öffentlichkeit zählt, sieht man daran, dass in den meisten Berichten noch von einer anderen Frau die Rede ist. Sie heißt Bridget Moynahan, ist eine kaum bekannte Schauspielerin, war lange Zeit seine Freundin und hat soeben bekanntgegeben, dass sie schwanger ist. Der Vater? Tom Brady.
Die Geschichte könnte damit auch schon zu Ende sein, denn Brady und Moynahan hatten sich vor Weihnachten getrennt. Aber irgendetwas vor allem unter den Fans und den Zeitungen am Patriots-Stammsitz Boston - katholisch, irisch, traditionsbewusst - regt sich, seit die Schwangerschaftsgeschichte hochkam. Ist Brady nicht auch katholisch? Kommen da nicht automatisch gewisse Verhaltensmechanismen zum Tragen, angelernt in hundertfacher Beichte, Absolution, Kommunion, die besagen: Man lässt nicht einfach die Mutter seines Kindes sitzen? Keiner weiß es, denn der Quarterback mit den eiskalten Nerven, hundertfach erprobt in den kitzligsten Situationen in den Stadien der National Football League, lässt sich nicht gerne in solch altväterlichen ethisch-moralischen Fragen in die Enge drängen. Wenn man soviel Geld verdient, kann man das. Man muss nur irgendwann ganz viel Unterhalt bezahlen. Und den bohrenden Reportern klar und deutlich erklären, dass es sich bei dieser Angelegenheit um eine Privatsache handelt.
Und man muss die Verfolgungsjagd der Paparazzi ertragen sowie den Spott einer Firma wie Condom Man, die angekündigt hat, Brady 2000 Verhüterli zu schicken (mit einer Anleitung, wie sie korrekt eingesetzt werden). "Hoffentlich wird ihn das vor weiteren Überraschungen in der Zukunft bewahren."
Das klingt nach wenig. Ist es auch. Wenn auch nicht für Tom Brady, der Quarterback des dreifachen Super-Bowl-Gewinners New England Patriots, der sich gerade in Europa mit Giselle Bündchen aufhält (sie muss als Mannequin arbeiten, er hat frei). Der Mann hat geschafft, wovon andere nur träumen (und weil sie es tun, auf der Suche nach Nacktfotos die Suchmaschinen der Online-Welt unsicher machen). Wie wenig sein Erfolg in der Frauenabteilung aber in den Augen der Öffentlichkeit zählt, sieht man daran, dass in den meisten Berichten noch von einer anderen Frau die Rede ist. Sie heißt Bridget Moynahan, ist eine kaum bekannte Schauspielerin, war lange Zeit seine Freundin und hat soeben bekanntgegeben, dass sie schwanger ist. Der Vater? Tom Brady.
Die Geschichte könnte damit auch schon zu Ende sein, denn Brady und Moynahan hatten sich vor Weihnachten getrennt. Aber irgendetwas vor allem unter den Fans und den Zeitungen am Patriots-Stammsitz Boston - katholisch, irisch, traditionsbewusst - regt sich, seit die Schwangerschaftsgeschichte hochkam. Ist Brady nicht auch katholisch? Kommen da nicht automatisch gewisse Verhaltensmechanismen zum Tragen, angelernt in hundertfacher Beichte, Absolution, Kommunion, die besagen: Man lässt nicht einfach die Mutter seines Kindes sitzen? Keiner weiß es, denn der Quarterback mit den eiskalten Nerven, hundertfach erprobt in den kitzligsten Situationen in den Stadien der National Football League, lässt sich nicht gerne in solch altväterlichen ethisch-moralischen Fragen in die Enge drängen. Wenn man soviel Geld verdient, kann man das. Man muss nur irgendwann ganz viel Unterhalt bezahlen. Und den bohrenden Reportern klar und deutlich erklären, dass es sich bei dieser Angelegenheit um eine Privatsache handelt.
Und man muss die Verfolgungsjagd der Paparazzi ertragen sowie den Spott einer Firma wie Condom Man, die angekündigt hat, Brady 2000 Verhüterli zu schicken (mit einer Anleitung, wie sie korrekt eingesetzt werden). "Hoffentlich wird ihn das vor weiteren Überraschungen in der Zukunft bewahren."
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