Posts mit dem Label Giselle Bündchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Giselle Bündchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

3. Januar 2008

Tom, bist du's?

Dieser Mann sah damals nicht aus wie der Quarterback der Zukunft. Und wie ein Spieler, der eines Tages die Erinnerung an Figuren wie Joe Montana (vier Super Bowl-Erfolge) verblassen lassen wird, schon gar nicht. Aber den Eindruck müssen viele NFL-Clubs gehabt haben. Denn Tom Brady wurde erst als 199. gedraftet. Den hätte jeder haben können, und zwar ein paar Mal, ehe ihn die New England Patriots im Jahr 2000 unter Vertrag nahmen. Das Bild entstand in jenem Jahr bei der sogenannten Scouting Combine, wo junge NFL-Aspiranten auf ihre athletischen Fähigkeiten durchleuchtet werden und gegen die Uhr sprinten. Heute sieht er nicht nur etwas besser aus. Er hat auch den Erfolg, den ihm niemand zugetraut hat. Und wir reden nicht von dem Techtelmechtel mit Giselle Bündchen. Denn die kann ihm immer jemand wieder weg nehmen. Die drei Super-Bowl-Erfolge allerdings nicht. Und die Saison-Bestleistungen, die er in diesem Jahr aufgestellt hat, auch nicht (via towleroad und The Big Lead).

2. Oktober 2007

Der Klingelbeutel: Wer sieht schon gerne seine Ex im Kino?

Nachdem die acht Kandidaten ausgesiebt sind, wird Baseball in den nächsten Wochen in den USA Partygesprächsstoff sein. Das verursacht vor allem jenen Leuten Probleme, die die monatelange dahinplätschernde Saison nicht verfolgt haben und sich jetzt überhaupt keine Ahnung haben, worin der Kitzel der Neuauflage 2007 dieses Herbstklassikers besteht. Zum Glück gibt es Autoren, die so etwas kommen sehen. Und die setzen sich dann hin und schreiben kleine Spickzettel wie diesen: "How to fake your way through the 2007 postseason". Man sollte die Links benutzen. Dahinter verbergen sich reizvolle kleine Dinge wie in einem Adventskalender. Übrigens: Major League Baseball hat erneut einen Zuschauerrekord für die reguläre Saison aufgestellt. Fast 80 Millionen Besucher haben die Spiele gesehen. Wenn man bedenkt, wie schwach der Zuspruch in Washington und Florida ist, wirkt der Zuwachs noch verblüffender. Genauso beachtlich wie der Schnitt der New York Yankees von 52.729 pro Heimspiel - eine neue Bestmarke in der American League.

Quarterback Tom Brady hat Macht mit dem Exponenten n. Zumindest im Mannschaftsflugzeug. Dort ließ er auf dem Trip zum Spiel gegen die Cinicinnati Bengals einen Film vom Fernsehschirm verbannen (The Recruit, 2003), weil seine Ex-Freundin Bridget Moynahan in dem Streifen eine Rolle neben Al Pacino spielt. Die Dame kam soeben mit dem Sohn der beiden nieder (Foto). Brady mag es wohl nicht, wenn ihn seine Vergangenheit einholt. Es reicht ja schon, dass ihm ständig irgendwelche Fotografen auf den Socken stehen, wenn er mit Giselle Bündchen spazieren geht.

Der nächste Open-Wheeler sucht sein Heil in der NASCAR-Serie um den Nextel-Cup (ab nächstem Jahr heißt er Sprint-Cup). Nach Juan Pablo Montoya nun Jacques Villeneuve. Der erste Auftritt vor großem Publikum des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters findet am kommenden Sonntag in Talladega statt. Ein paar Leute sind nölig. Villeneuve eher vorsichtig. Der übliche Tanz um die entscheidenden Fragen - warum vollzieht einer den Wechsel und hat er's drauf? - kann man hier nachlesen. Villeneuves Wagen? Ein Toyota. Die Musik aus dessen Auspuff wird anders klingen als die, der Kanadier in diesem Jahr auf einer CD veröffentlicht hat.

9. August 2007

Wasserkocher ohne Geschmack

Ich würde für keine fünf Cents Leuten in New York glauben, dass sie wissen, ob jemand gut gekleidet ist oder nicht. Nicht mal denen, die in den angesehensten Mode- und Style-Magazinen der Stadt die Entscheidungen darüber treffen, wer bei welchem photo shoot wie angezogen wird und anschließend wochenlang überall im Land am Kiosk hängt. Die Medienmacher von Manhattan kochen wirklich nur mit Wasser, während Menschen mit Geschmack in Mailand und Paris herausfiltern, was attraktiv ist und was nicht. Aber diese Umstände halten die Redaktionen von Blättern wie Vanity Fair oder Esquire nicht davon ab, sich trotzdem mit ihrem Urteil über die sogenannten bestangezogenen Prominenten zu Wort zu melden. Solche Meinungsäußerungen produzieren Vorankündigungspresse. Und das ist alles, was wirklich zählt. Nicht Kompetenz. Den Rest darf der geflissentliche Leser selbst erledigen. Zum Beispiel die Frage beantworten: Wieso ist in diesem Monat Tom Brady, der Quarterback der New England Patriots, bei Esquire der "best dressed man"? Und Weshalb schaffte er es bei Vanity Fair zusammen mit seiner Freundin Giselle Bündchen nicht mal auf die Liste der "best dressed couples"? Weil Giselle, das Supermodel, nicht weiß, wie man sich am besten anzieht? Oder weil ihre Bemühungen im Vergleich zu denen von David Beckham und seiner Frau Victoria (sind auf der Liste) einfach abfällt?

Anmerkung eins: Das Foto zeigt Brady auf dem Cover der Esquire-Konkurrenz GQ vor zwei Jahren (im Heft gab es damals eine lange Bildstrecke). Das Magazin scheint damals gut verkauft zu haben. Sonst wäre man ganz bestimmt nicht zwölf Straßen weiter auf die Idee gekommen, genau 24 Monate später zur Beginn der neuen NFL-Saison den Football-Profi modemäßig hochzuhypen.

Anmerkung zwei: Es heißt tatsächlich photo shoot und NICHT shooting, wie das seit einer Weile im deutschen Sprachraum so gerne genannt wird. Der Unterschied ist übrigens gravierend. Unter shooting versteht man in den USA etwas völlig anderes: ein Feuergefecht, bei dem Kugeln durch die Luft fliegen. Aber in Deutschland hat man gerne sein eigenes Englisch. Es klingt so kompetent, auch wenn es falsch ist.

22. Februar 2007

Aufgewogen in Gold und ein Top-Model fürs Bett

Egal wie sarkastisch man als Zuschauer des amerikanischen Sportbetriebs auch werden mag, an manchen Tagen ist man hin- und hergerissen von der Fähigkeit der Medienmaschinerie, die Protagonisten zu idolisieren und, je nach Anlass und moralischem Kompass, auf Fingerhutgröße zusammenzustauchen. Das bedeutet im Einzelfall fast immer overkill. Aber es gibt einem auch die Gelegenheit, über die kuriose Projektionsfläche "Profisportler" nachzudenken. Das waren früher mal Figuren wie wir, Leute, die sich hochgearbeitet hatten und es geschafft hatten (und dafür mit ein paar Extra-Dollars belohnt wurden). Sie sind heute nichts anderes als hochbezahlte Gladiatoren, die gar nicht mehr erwarten, dass ihnen diese althergebrachte sentimentale Loyalität entgegengebracht wird, weil sie für unsere Stadt, unsere Region, unser Land spielen. Sie wollen in Gold aufgewogen werden. Und, wenn's geht, ein Top-Model fürs Bett.

Das klingt nach wenig. Ist es auch. Wenn auch nicht für Tom Brady, der Quarterback des dreifachen Super-Bowl-Gewinners New England Patriots, der sich gerade in Europa mit Giselle Bündchen aufhält (sie muss als Mannequin arbeiten, er hat frei). Der Mann hat geschafft, wovon andere nur träumen (und weil sie es tun, auf der Suche nach Nacktfotos die Suchmaschinen der Online-Welt unsicher machen). Wie wenig sein Erfolg in der Frauenabteilung aber in den Augen der Öffentlichkeit zählt, sieht man daran, dass in den meisten Berichten noch von einer anderen Frau die Rede ist. Sie heißt Bridget Moynahan, ist eine kaum bekannte Schauspielerin, war lange Zeit seine Freundin und hat soeben bekanntgegeben, dass sie schwanger ist. Der Vater? Tom Brady.

Die Geschichte könnte damit auch schon zu Ende sein, denn Brady und Moynahan hatten sich vor Weihnachten getrennt. Aber irgendetwas vor allem unter den Fans und den Zeitungen am Patriots-Stammsitz Boston - katholisch, irisch, traditionsbewusst - regt sich, seit die Schwangerschaftsgeschichte hochkam. Ist Brady nicht auch katholisch? Kommen da nicht automatisch gewisse Verhaltensmechanismen zum Tragen, angelernt in hundertfacher Beichte, Absolution, Kommunion, die besagen: Man lässt nicht einfach die Mutter seines Kindes sitzen? Keiner weiß es, denn der Quarterback mit den eiskalten Nerven, hundertfach erprobt in den kitzligsten Situationen in den Stadien der National Football League, lässt sich nicht gerne in solch altväterlichen ethisch-moralischen Fragen in die Enge drängen. Wenn man soviel Geld verdient, kann man das. Man muss nur irgendwann ganz viel Unterhalt bezahlen. Und den bohrenden Reportern klar und deutlich erklären, dass es sich bei dieser Angelegenheit um eine Privatsache handelt.

Und man muss die Verfolgungsjagd der Paparazzi ertragen sowie den Spott einer Firma wie Condom Man, die angekündigt hat, Brady 2000 Verhüterli zu schicken (mit einer Anleitung, wie sie korrekt eingesetzt werden). "Hoffentlich wird ihn das vor weiteren Überraschungen in der Zukunft bewahren."

1. Februar 2007

Das Geheimnis eines Mannes

Heute war ein bedeutendes Ereignis in der deutschen Fernsehgeschichte: Zwei bei Kallwass lief. Die 1000. Ausgabe. Bei Sat1. Thema: "Das Geheimnis eines Mannes". Es gibt Leute, die den Namen der Hauptfigur falsch schreiben und die dann hier landen. Das sind die Zuschauer dieser Sendung. Die wollen es nicht so ganz genau wissen. Nur so ungefähr. Weil dass in Zukunft sicher noch häufiger passieren wird, wurde dieser Post geschrieben. Und von wegen Geheimnis eines Mannes. Geheimnisse haben wir hier keine. Wir heißen ja nicht Tom Brady von den New England Patriots, der vor ein paar Tagen morgens aus Giselle Bündchens New Yorker Apartment kam und erleben musste, dass da gleich jede Menge Fotografen und Amateurvideofilmer auf ihn warteten. Womit diese kleine süffisante Nachricht nun auch noch nachgereicht wurde. Brady war echt sauer und hat sich die Kapuze über den Kopf gezogen. Als ob das was nützt. Fragen Sie Frau Kallwass, die kann Ihnen das ganz genau erklären.