Der Schweizer Nationaltorhüter Martin Gerber, der vor einer Weile von den Ottawa Senators an die Toronto Maple Leafs abgegeben wurde, kommt mit seiner NHL-Karriere nicht so richtig weiter. Bei seinem ersten Club in Anaheim saß er meistens auf der Bank. Bei seinem zweiten nahm ihm ein jüngerer Kollege den Stammplatz weg – ausgerechnet in dem Jahr, in dem die Carolina Hurricanes den Stanley Cup gewannen. Der Wechsel nach Ottawa lohnte sich zumindest finanziell. Aber sportlich ging es immer wieder rauf und runter. Die Senators entließen ihn in diesem Frühjahr aus dem Anstellungsverhältnis (über einen sogenannten Waiver). Und so landete er in Toronto. Jetzt hat er dort einen Schiedsrichter angemacht. Und auch das wirkt nicht wie heilende Medizin. Im Gegenteil. Die ehrpusseligen Kanadier betrachten so etwas eher als schlechtes Benehmen. Man beschwert sich nicht über Fehlentscheidungen. Man nimmt sie hin.
Die Maple Leafs haben übrigens kaum noch eine Chance auf die Playoffs und können sich allenfalls über eines freuen: Sie stehen derzeit einen Punkt besser als Ottawa, wo es rund um die Trade-Deadline neulich einige Geräusche um den Münchner Christoph Schubert gab. Er wurde jedoch nicht abgegeben. Sein Gehalt ist so niedrig, dass man ihn lieber behalten wollte. Der Verzicht auf Gerber war hingegen eine erhebliche Sparmaßnahme.
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26. März 2009
22. September 2007
Der Klingelbeutel: Trikottausch? Nicht möglich
Jemand, der die Philadelphia Eagles so sehr verehrt, dass er sich das Trikot auf die Haut pinseln lässt und nicht im Fanartikel-Laden kauft, wird es akzeptieren, dass die Mannschaft so schlecht ist wie schon lange nicht mehr. Am Sonntag geht es nach zwei Auftaktniederlagen gegen die Detroit Lions, die ein ganzes Jahrzehnt total Banane waren, aber derzeit mit zwei Siegen aus zwei Begegnungen ziemlich gut aussehen. Dieses Trikot kann man nicht gegen das der Lions tauschen, höchstens abwaschen (via The 700 Level).Christoph Schubert ist zu gut für die Ottawa Senators. Nein, wirklich. Erst geben sie ihm einen Vertrag über drei Jahre und 2,65 Millionen Dollar, was lächerlich anmutet, wenn man sieht, was andere bekommen (und wofür). Jetzt schieben sie ihn einfach nur herum. Am liebsten würde er in der Verteidigung spielen. Aber er muss meistens erneut im Sturm ran. Im ersten Spiel der Vorsaison gegen die Montreal Canadiens hatte er zwei Vorlagen.
Dafür scheinen sie in Ottawa endlich einen Club gefunden zu haben, bei dem sie den Emmentaler Torwart Martin Gerber los werden können. Der Schweizer sitzt seit Monaten auf einem finanziell gut gepolsterten Stuhl und wartet darauf, wohin die Reise geht. Er hatte die ihm zugedachte Position des Torhüters Nummer eins verloren und ist mit 4,75 Millionen Dollar Gehalt pro Jahr als Ersatzmann zu teuer für die Senators, die an allen Ecken und Enden sparen müssen, um die Salary Cap nicht zu überschreiten. Das neue Team? Unbestätigt, aber wahrscheinlich die Los Angeles Kings. Damit wäre Gerber wieder ziemlich genau dort, wo er mal angefangen hat - als Nummer zwei bei den Anaheim Mighty Ducks (inzwischen nur noch Ducks genannt).
Krisenfall Notre Dame stürzt im College-Football weiter ins Nichts. Nach drei erbärmlichen Niederlagen in Folge zu Beginn der Saison (ohne einen von der Offensive produzierten Touchdown), folgte heute gegen Michigan State Lektion Nummer vier (14:34). Was kommt als nächstes? Purdue, UCLA, Boston College und USC, ehe die Marineoffiziersanwärter der Navy aus Annapolis anreisen. Was wird passieren? Notre Dame wäscht Trainer Charlie Weis, weißer geht' nicht.
Foto: flickr/creativecommons/bearklektor
24. Juli 2007
Gerber sitzt und wartet. Sparprogramm für Schubert
Die NHL kämpft wirklich um jeden Zuschauer. Ab der kommenden Saison auch im Internet, wo man für eine nicht bekannt gegebene Gebühr die Spiele verfolgen kann und anderen Video-Content anschauen. Nicht jeder kämpft um jeden. Der Schweizer Nationaltorhüter Martin Gerber zum Beispiel, der zur Zeit bei den Ottawa Senators unter Vertrag ist, aber auf der Bank versauert, würde gerne zu einem Team wechseln, das ihn als Nummer eins zwischen die Stangen stellt. Clubs in Kalifornien, wo Gerber bereits als Ersatzmann im Einsatz war, und Arizona wurde er bereits angeboten. Aber man lehnte dankend ab. Das Problem scheint vor allem das Gehalt zu sein. Dem Mann aus dem Emmental stehen für die nächsten zwei Jahre noch insgesamt 7,4 Millionen Dollar zu. So gut und teuer hatte man ihn eingeschätzt, nachdem er vor einem Jahr mit den Carolina Hurricanes (als Ersatzmann) den Stanley-Cup gewonnen hatte. Die unangenehme Situation für die Senators: Sie einigten sich soeben - unter dem Druck eines anberaumten Schiedsgerichtsverfahrens - mit ihrem ihren ersten Mann Ray Emery und garantierten ihm für die nächsten drei Jahre 9,5 Millionen Dollar. Zwei derart teure Goalies kann sich kein Team im Zeitalter der Salary Cap leisten. Weshalb Christoph Schubert auf ein Sparprogramm gesetzt wurde. Sein neuer Drei-Jahres-Vertrag sichert ihm insgesamt nur vergleichsweise läppische 2,65 Millionen Dollar zu. Wie hart Schubert für sein Geld arbeiten muss, zeigt dieses Video:
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5. Juni 2007
Alle, die mit uns auf Kaperfahrt gehen, müssen Männer mit Bärten sein...
Die Ottawa Senators haben nicht das Zeug zum Stanley-Cup-Sieger. Das konnte man in den ersten vier Spielen der Serie deutlich genug erkennen. Am Montag war es ganz besonders grausam. Da fehlte den Anaheim Mighty Ducks wegen einer Spielsperre Chris Pronger, einer ihrer besten Verteidiger, und trotzdem wirkten die Burschen aus der kanadischen Hauptstadt meistens klar schwächer. Körperlich schwächer und aufgrund mangelender Energiereserven auch mental und stocktechnisch schwächer. Das ist schade für den Münchner/Straubinger Christoph Schubert, der eine hervorragende Saison gespielt und die ihm zugeteilte Rolle als umgeschulter Angreifer im vierten Sturm sehr gut gelöst hat. Was den Senators auf gar keinen Fall hilft, sind ihre Playoff-Bärte, die sie natürlich genauso tragen wie die Mighty Ducks. Seit dreißig Jahren machen Eishockey-Profis das schon und hören nach dem Ende der Tabellenrunde mit dem Rasieren auf. Eine Form von Aberglauben, die längst ihren tieferen Sinn eingebüßt hat und nur noch lächerlich wirkt.
Zu den Ottawa Senators gab es am Montag in der Printausgabe er FAZ einen Beitrag von dieser Stelle aus. Kernzitat (mit leicht hellseherischen Andeutungen):
Zu den Ottawa Senators gab es am Montag in der Printausgabe er FAZ einen Beitrag von dieser Stelle aus. Kernzitat (mit leicht hellseherischen Andeutungen):
"Aber selbst eine Zwangspause von einem Match für Pronger wird den Senators nicht genügen, um der ruppigsten Mannschaft der gesamten Saison, die die meisten Strafminuten auf dem Konto hat, den Cup streitig zu machen. Ottawas Probleme manifestieren sich meistens dann, wenn das Team mit einem oder sogar mit zwei Mann mehr auf dem Eis Chancen herausarbeiten soll. Gegen die geschickte Verteidigung der Mighty Ducks findet sich kaum mal für Sekundenbruchteile eine Lücke für einen Schlagschuss aufs Tor."Zum Thema Bärte und vor allem zu dem zunehmenden Angebot an Barbieren in den USA, die einem eine perfekte Nassrasur verabreichen, gab es neulich ebenfalls einen Text. Der lief zuerst in der Zeitschrift Capital und später in der Sonntagsausgabe der Südostschweiz, einer Zeitung, die in Chur herausgegeben wird. Dort kann man die Online-Version zwar auch nur lesen, wenn man sich die pdf-Datei herunterlädt. Aber es soll ja Menschen geben, die sich für ein Thema derart intensiv interessieren, dass sie das in Kauf nehmen.
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