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2. Juli 2009
Ron Artest sagt: Er geht zu den Lakers
Ron Artest sagt, er wechselt von den Houston Rockets zu den Los Angeles Lakers. Die offizielle Bestätigung steht noch aus. Wenn es sich bewahrheitet, ist das ein erstaunlicher Schachzug des amtierenden Meisters, der dem Team die Chance gibt, die eigene Position in der Liga zu konsolidieren. Die Rockets hätten beinahe die Lakers in den Playoffs aus dem Rennen geworfen. Die Auswirkungen der vielen Rochaden, die zur Zeit in der NBA ablaufen, sind nicht ganz leicht zu prophezeien. Nicht jede Mannschaft, die sich neue Leute holt, wird durch die Anschaffung besser. Hauptaugenmerk von dieser Stelle aus: Was machen die Portland TrailBlazers, das beste Nachwuchsteam der Liga? Basteln die auch? Oder setzen sie auf Kontinuität? Aktionismus prägt das Bild in Detroit und Milwaukee, wobei man den Pistons zutrauen kann, dass sie durch die Bewegungen besser werden. Die Bucks sind und bleiben ein Lottery-Team.
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25. November 2007
Keiner sieht den freien Mann
Das Spiel zwischen den New York Knicks und den Chicago Bulls am Samstag war nicht zum Anschauen. Während man in Manhattan darauf wartet, dass entweder Isiah Thomas endlich gefeuert wird oder Stephon Marbury abgegeben (oder beides) - immer nach dem Motto: je lauter das Theater, desto lieber - muss man sich in Chicago fragen, wieso eine ziemlich eingespielte Mannschaft nicht besser kombiniert und harmoniert. Man muss sich fragen: Was macht Coach Scott Skiles im Training mit seinen Leuten? Probiert er jeden Tag irgendetwas Neues aus, was dann im Match gegen einigermaßen motivierte Gegner nicht funktioniert? Oder sieht er etwas, was wir nicht sehen? Grotesk, wie oft und unbelehrbar einzelne Spieler am Ende vieler Spielzüge die Übersicht verlieren und den freien Mann nicht sehen, sondern im Alleingang auf den Korb zusteuern (und ihn nicht treffen). Vielleicht wollen die Bulls aber auch einfach nur den Herrn Hollinger blamieren, die vor der Saison das Team zum besten in der Eastern Conference hochschrieb und, ohne auch nur mit der Wimper zu zu zucken, eine Niederlagenprojektion von 27 anbot. Die Bulls stehen nur Zeit bei 2:9, haben also nach elf Begegnungen schon ein Drittel dessen eingefahren, was ihnen Hollinger zugetraut hatte.
Den gleichen Stand haben übrigens auch die Houston Rockets erreicht: Hollinger kalkulierte eine Saisonbilanz von 61:21. Der Zwischenstand derzeit: 7:7 (also bei den Niederlagen ebenfalls ein Drittel).
Zurück zu den Bulls: Es kann nicht an Luol Deng alleine liegen, dass die Mannschaft derartig aus den Fugen geraten ist. Der saß am Samstag mit Rückenproblemen auf der Bank. Und es kann auch nicht an den Diskussionen rund um Kobe Bryant und einen möglichen Tausch mit den Los Angeles Lakers liegen, der lange Zeit die Diskussionen beherrschte und dann verstummte. Damals konnte man noch behaupten: Ein Trade würde die Chemie eines guten jungen Teams belasten. Angesichts der gegenwärtigen Schieflage, kann man eigentlich nur eines sagen: ein Bryant-Trade wäre mehr als eine Hilfe. Er wäre eine Offenbarung.
Den gleichen Stand haben übrigens auch die Houston Rockets erreicht: Hollinger kalkulierte eine Saisonbilanz von 61:21. Der Zwischenstand derzeit: 7:7 (also bei den Niederlagen ebenfalls ein Drittel).
Zurück zu den Bulls: Es kann nicht an Luol Deng alleine liegen, dass die Mannschaft derartig aus den Fugen geraten ist. Der saß am Samstag mit Rückenproblemen auf der Bank. Und es kann auch nicht an den Diskussionen rund um Kobe Bryant und einen möglichen Tausch mit den Los Angeles Lakers liegen, der lange Zeit die Diskussionen beherrschte und dann verstummte. Damals konnte man noch behaupten: Ein Trade würde die Chemie eines guten jungen Teams belasten. Angesichts der gegenwärtigen Schieflage, kann man eigentlich nur eines sagen: ein Bryant-Trade wäre mehr als eine Hilfe. Er wäre eine Offenbarung.
9. November 2007
NBA: Hunderte von Millionen Chinesen können nicht irren
Wenn Dirk Nowitzki spielt und Premiere die Begegnung nachts überträgt, dann versammeln sich etwa 7500 Menschen in Deutschland vor ihren Fernsehapparaten. Wenn heute Yao Ming mit den Houston Rockets zum ersten Mal auf Yi Jianlian und die Milwaukee Bucks trifft, darf man mit folgenden Größenordnungen rechnen: Mit einem neuen Rekord von mehr als 220 Millionen Fernsehzuschauern, der seit dem ersten Match von Yao gegen Shaquille O'Neal bei dieser Marke steht. Yi's erster Auftritt in dieser Saison verfolgten rund 100 Millionen Chinesen. Warum nur so wenige? Weil zur gleichen Zeit ein Rockets-Spiel auf einem anderen Kanal ausgestrahlt wurde. Mehr über das Massenphänomen im Houston Chronicle. Anders als in den USA, wo das Spiel in Freitagabend in der Prime-Time läuft, muss man in China am Samstagvormittag die Zeit finden, die NBA-Partie zu verfolgen.
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6. Mai 2007
Wenn Männern nach Weinen zu Mute ist...
Und wir dachten schon, Dirk Nowitzki hätte es hart getroffen. Aber dann kam das: Tracy McGrady am Samstagabend nach der Niederlage der Houston Rockets im siebten Spiel gegen Utah Jazz bei der Pressekonferenz. Er setzte sich auf den Stuhl und brachte kein Wort heraus. Zur Erklärung: McGrady hat bislang in seiner Karriere nicht die Bohne von den großen Stücken eingelöst, die er auf sich hält. Er kam noch kein einziges Mal weiter als bis in die erste Runde der Playoffs. Und dass obwohl er bereits zum dritten Mal in einem siebten Spiel die Chance dazu hatte.
Der Ordnung halber hier das Ergebnis: 103:99 für Utah, das als nächstes mit der Anarcho-Truppe von Don Nelson zu tun bekommt. Für die Golden State Warriors bedeutet das die gleiche Ausgangsposition wie gegen die Mavericks: Spiel 7 (wenn es dazu kommt) findet in Salt Lake City statt, wo das weißeste Publikum des Landes die weißeste Mannschaft der Liga anfeuert. Die Serie beginnt am Montagabend. Pluspunkt für das Team aus Kalifornien: Sie konnten sich zwei Tage länger ausruhen.
Der Ordnung halber hier das Ergebnis: 103:99 für Utah, das als nächstes mit der Anarcho-Truppe von Don Nelson zu tun bekommt. Für die Golden State Warriors bedeutet das die gleiche Ausgangsposition wie gegen die Mavericks: Spiel 7 (wenn es dazu kommt) findet in Salt Lake City statt, wo das weißeste Publikum des Landes die weißeste Mannschaft der Liga anfeuert. Die Serie beginnt am Montagabend. Pluspunkt für das Team aus Kalifornien: Sie konnten sich zwei Tage länger ausruhen.
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