Posts mit dem Label NCAA werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label NCAA werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
19. März 2009
Madness und Anwälte: Die NCAA fährt einen harten Kurs
Das kommt dabei heraus, wenn eine Institution, die dem Allgemeinwohl verpflichtet ist, sich geistig zu einer Cash-Maschine entwickelt. Nein, wir reden diesmal nicht vom IOC und nicht vom Württembergischen Fußballverband, sondern von der NCAA und jenem Theater, das heute offiziell beginnt und ein paar Wochen lang die meisten Sportfans in den USA in Bann schlagen wird. Die National Collegiate Athletic Association ist derart angetan von der Begeisterung, dass sie jetzt die Anwälte losschickt, um jene Leute zu Schadensersatzzahlungen heranzuziehen, die einfach warenzeichenrechtlich geschützten Begriffe wie "March Madness," "Elite Eight" oder "Final Four" benutzen. Angeblich bringt die schwierige wirtschaftliche Lage immer mehr Leute auf die Idee, sich per Huckepack-Marketing an der Euphorie zu beteiligen.
Labels:
College-Basketball,
Final Four,
March Madness,
NCAA
22. Juli 2008
Benzing bekommt in Michigan kein Stipendium
Was genau passiert ist, wurde aus der Presseerklärung und einer AP-Meldung vor ein Tagen nicht deutlich. Eine Andeutung in der Chicago Tribune weist auf ein neues Problem hin: Hatte Benzing womöglich nicht die Noten, die man braucht, um ein Stipendium zu bekommen? Staiger und Böke wurden das Opfer einer verschärften Auslegung der Amateurregeln seitens der NCAA.
Für Staiger wurde sogar eine Online-Petition angeschoben, die mehr als 3000 Sympathisanten fand, und eine eigene Webseite gestartet: FreeLucca.com. In der Zwischenzeit wurde er auch noch das Opfer einer eigenartigen Politik: Im Staat Iowa können Menschen unter 21 nicht einfach in jede Kneipe gehen. Und wenn sie dabei ihr Alter nach oben lügen und erwischt werden, müssen sie sogar noch eine Busse bezahlen. Staiger ist 19 Jahre alt und damit auch in den USA voll geschäftsfähig. Aber amerikanische Alkoholgesetze berücksichtigen solche Sachverhalte nicht.Die erste Hürde betreffend der rein schulischen Seite hat ein weiterer Spieler, Christopher Niemann, inzwischen genommen. Er wurde von der Universität Nebraska verpflichtet. Aber vor September wird in Lincoln niemand wissen, ob die NCAA eine ähnliche Strafaktion vorhat wie im Fall von Staiger und Böke. Auch Niemann hat an der Urspring-Schule Abitur gemacht, einem Internat, an dem Trainer Ralph Junge den talentierten Nachwuchs parallel in der Zweiten Bundesliga spielen lässt – bei Ehingen. Und darin besteht der Knackpunkt. Die NCAA betrachtet die Tatsache, dass diese Mannschaft auch Profis einsetzt, als Verstoß des Amateuerstatus für Spieler wie Junges Internatszöglinge, die überhaupt kein Geld erhalten. Der Coach hat vor Monaten auf einer Reihe in den USA versucht, die Probleme ganz grundsätztich in Gesprächen mit der Collegeaufsicht abzuklären. Der Fall Niemann wird zeigen, wie sehr das gefruchtet hat.
22. März 2007
Bei Mayo droht Ketchup von oben
Wer am Rande des March-Madness-Turniers (über das man bei allesaussersport aktuell hervorragend informiert wird) noch ein paar Schmankerl aus der College-Szene erfahren will, sollte an dieser Geschichte dran bleiben: O. J. Mayo, das vielgepriesene Basketballtalent, das soeben seine High-School-Karriere beendete, und sein guter Freund, der den Kontakt zu Tim Floyd und USC in Los Angeles strickte, könnten gemeinsam noch in einen tiefen Topf Tinte geraten. Das liegt daran, dass die Amateurregeln der National Collegiate Athletic Association (NCAA) zwar uralt und kurios sind, aber immer noch gelten und in prominenten Fällen auch strikt angewandt werden.
Mayo kann das egal sein, denn der will - aus Altersgründen - nur ein Jahr lang irgendwo günstig unterkommen, an seinem technischen Können arbeiten und sich dann bei der NBA zum Dienst melden. Seinem Kumpel, dessen schattiges Treiben schon bei zwei anderen jungen Basketballern zu Sperren führte, könnte das allerdings das Geschäft verderben. Sein Ziel ist schließlich, junge Basketballer einem Agenten seiner Wahl zuzutreiben. Doch bei dem kann der gute O. J. erst unterschreiben, wenn er sich offiziell zum Profi erklärt (womit dann die Collegelaufbahn zu Ende wäre).
Je mehr man hier und hier über die Angelegenheit liest, desto mehr beschleicht einen das Gefühl, dass USC-Trainer Tim Floyd vielleicht aus taktischen Gründen der New York Times erzählt hat, auf welche Weise ihm Mayo zugelaufen ist. Dann kommen hinterher keine Verdächtigungen auf. Vielleicht will er sich auf diese Weise auch von einer moralischen Last befreien. Denn sein Kollege von der USC-Football-Abteilung hat gerade genau solche Sorgen wegen eines ehemaligen Studenten, der sich parallel zum Stipendium noch an andere Futtertrögen bediente und die Einnahmen über seine Eltern laufen ließ. Sollte die NCAA diese Verstöße als erwiesen ansehen, muss USC mit dem Verlust des Meistertitels von 2004 rechnen. Der Spieler, um den es geht, spielt längst in der NFL und muss sich keine Sorgen machen (was wird es ihn schon kümmern, dass ihm nachträglich die Heisman Trophy aberkannt würde). Er heißt Reggie Bush und hat in dieser Saison gezeigt, das er sein Geld wert ist.
Mayo kann das egal sein, denn der will - aus Altersgründen - nur ein Jahr lang irgendwo günstig unterkommen, an seinem technischen Können arbeiten und sich dann bei der NBA zum Dienst melden. Seinem Kumpel, dessen schattiges Treiben schon bei zwei anderen jungen Basketballern zu Sperren führte, könnte das allerdings das Geschäft verderben. Sein Ziel ist schließlich, junge Basketballer einem Agenten seiner Wahl zuzutreiben. Doch bei dem kann der gute O. J. erst unterschreiben, wenn er sich offiziell zum Profi erklärt (womit dann die Collegelaufbahn zu Ende wäre).
Je mehr man hier und hier über die Angelegenheit liest, desto mehr beschleicht einen das Gefühl, dass USC-Trainer Tim Floyd vielleicht aus taktischen Gründen der New York Times erzählt hat, auf welche Weise ihm Mayo zugelaufen ist. Dann kommen hinterher keine Verdächtigungen auf. Vielleicht will er sich auf diese Weise auch von einer moralischen Last befreien. Denn sein Kollege von der USC-Football-Abteilung hat gerade genau solche Sorgen wegen eines ehemaligen Studenten, der sich parallel zum Stipendium noch an andere Futtertrögen bediente und die Einnahmen über seine Eltern laufen ließ. Sollte die NCAA diese Verstöße als erwiesen ansehen, muss USC mit dem Verlust des Meistertitels von 2004 rechnen. Der Spieler, um den es geht, spielt längst in der NFL und muss sich keine Sorgen machen (was wird es ihn schon kümmern, dass ihm nachträglich die Heisman Trophy aberkannt würde). Er heißt Reggie Bush und hat in dieser Saison gezeigt, das er sein Geld wert ist.
Labels:
March Madness,
NCAA,
O. J. Mayo,
Reggie Bush,
Tim Floyd,
USC
16. März 2007
Darf's ein bisschen mehr sein? Was Coach K verdient
Studentenbasketball in Amerika geht so: die Spieler in der Division I, die zur Zeit ihren Meister ausspielt, bekommen volle Stipendien und hervorragende Sportanlagen. Die Trainer bekommen einen Haufen Geld und können ihre Einnahmen über Werbeverträge und bezahlte Auftritte als Redner weiter aufbohnern. Die Leistungen sind nicht unbedingt finanziell wirksam und das Ganze steht in keinem proportionalen oder auch reziproken Verhältnis zueinander. Sie sind einfach nur Teil von March Madness - auf gut Deutsch: ganz schön meschugge das alles. Ein paar Beispiele hat der Wirtschaftsfernsehkanal CNBC aus aktuellem Anlass auf seiner Weibseite ausgegraben:
Im letzten Jahr hat Duke 8,133 Millionen Dollar für Basketball ausgegeben und dabei einen Überschuss von 4 Millionen Dollar erzielt. Die Universität, die Duke aus dem Weg geräumt hat - Virginia Commonwealth - nahm in der gleichen Zeit 11,97 Millionen Dollar in die Hand, um ein Sportangebot in 14 verschiedenen Disziplinen zu finanzieren. Dabei wurde ein Minus von 1,13 Millionen Dollar im Basketballbereich verbucht. Duke Trainer Mike Krzyzewski ("Coach K") erhält 1,5 Millionen Dollar pro Jahr von der Universität in Form von Gehalt und Leistungsprämien. Sein Kontrahent Anthony Grant, kam in diesem Jahr mal gerade auf etwas mehr als 300.000 Dollar. Er sollte bei der nächsten Gelegenheit Honorarpaket nach oben hieven können. Die Werbewirkung für Virginia Commonwealth nach dem Sieg gegen den traditionellen Favoriten ist beachtlich (via deadspin).
Blick zurück: Der Bericht zur Niederlage von Duke
Im letzten Jahr hat Duke 8,133 Millionen Dollar für Basketball ausgegeben und dabei einen Überschuss von 4 Millionen Dollar erzielt. Die Universität, die Duke aus dem Weg geräumt hat - Virginia Commonwealth - nahm in der gleichen Zeit 11,97 Millionen Dollar in die Hand, um ein Sportangebot in 14 verschiedenen Disziplinen zu finanzieren. Dabei wurde ein Minus von 1,13 Millionen Dollar im Basketballbereich verbucht. Duke Trainer Mike Krzyzewski ("Coach K") erhält 1,5 Millionen Dollar pro Jahr von der Universität in Form von Gehalt und Leistungsprämien. Sein Kontrahent Anthony Grant, kam in diesem Jahr mal gerade auf etwas mehr als 300.000 Dollar. Er sollte bei der nächsten Gelegenheit Honorarpaket nach oben hieven können. Die Werbewirkung für Virginia Commonwealth nach dem Sieg gegen den traditionellen Favoriten ist beachtlich (via deadspin).
Blick zurück: Der Bericht zur Niederlage von Duke
Labels:
Basketball,
Duke,
Mike Krzyzewski,
NCAA,
Virginia Commonwealth
Abonnieren
Posts (Atom)