26. März 2007

March Madness: Nur einer kam nicht durch

Wir hatten bislang ein March-Madness-Turnier ohne wirkliche Überraschungen. Es gab zwar Außenseiter und Aschenputtel-Teams, die im Laufe eines Spiels beachtliche Vorsprünge herausspielen konnte. Aber am Ende waren die Favoriten cool und gut genug, um sich jedes Mal an den eigenen Schnürsenkeln aus der sumpfigen Gemengelage herauszuziehen. Die einzige Topmannschaft, die auf unerklärliche Weise verlor, war North Carolina am Sonntag. Den Tar Heels ging zum denkbar falschesten Zeitpunkt das Zielwasser aus. Am Ende der Verlängerungen gegen Georgetown sahen sie wirklich so aus, als gehören sie nicht in die Final Four. Egal, was die T-Shirts sagen, die eilige Produzenten vor dem Wochenende bedrucken ließen (siehe Foto, via deadspin). Nun haben wir also zwei Prominentenkinder am kommenden Samstag in Atlanta im Visier - Floridas Joakim Noah, über den ich in der vergangenen Woche eine ausführliche Geschichte in der Printausgabe der FAZ hatte, und Georgetowns Patrick Ewing jr. Nachdem Noah bereits im letzten Jahr die Tabloidinstinkte von all jenen Medienleuten bediente, die lieber über das Drumherum schreiben als über die temporeichen und risikofreudigen Spiele selbst, und zum MVP der Final Four ausgerufen wurde, wird vermutlich diesmal der Scheinwerfer auf Ewing gerichtet werden. Das werden wir sicherlich auch tun. Denn Vater Patrick war selbst eine College-Basketball-Legende, später Mitglied des Dream Team in Barcelona und jemand, dem die größte sportliche Auszeichnung einer NBA-Karriere versagt blieb. Ihm gelang es mit den New York Knicks nicht, den Titel zu gewinnen.

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