Es ist sicher unfair darauf hinzuweisen, dass Lance Armstrong einst auch Metastasen im Hirn hatte, die im Rahmen seiner Krebsbehandlung herausoperiert wurden. Denn der Typ war schon vorher ziemlich unerträglich. Außer vielleicht, um darauf hinzuweisen, dass die Ärzte damals eine Form der Metastisierung nicht in den Griff bekommen haben: die langsame, aber unaufhaltsame Transformation zum Velo-Jesus, der alles und jeden instrumentalisiert, um sich zu mehr als nur zu einem Helden der Landstraße aufzubrezeln. Natürlich hat so ein Jesus auch seine Apostel. Die mit dem lautesten Megaphon sind die von Nike. Die verstehen viel vom Zuschnitt von Marketing-Botschaften und der Außendarstellung von Kotzbrocken jeder Preisklasse. Das war einst Teil des gesamten Markenauftritts.
Mit Armstrong kann man allerdings noch einen Schritt weiter gehen. Der Mann hat schließlich einen Verfolgungskomplex allererster Güte und sieht hinter jedem Baum einen Gegner, den es aus dem Weg zu rempeln gilt. Und so kommen Werbespots zustande, die den Eindruck erzeugen, als sei er der einzige Mensch auf der Welt, der wirklich etwas für die Krebsbekämpfung und gegen eine Krankheit tut, deren Ursachen, Auslöser und Mechanismen das wissenschaftliche Establishment auch nach hundert Jahren Forschung nicht versteht. Der einzige, dessen Methoden man nicht kritisch hinterfragen darf. Denn, merke, wer Lance Armstrong angreift, bedroht das Wohlergehen von Millionen....
Dies ist der neueste Werbespot:
Und dies sind Stimmen aus den USA von Leuten, die sich mit den Augen reiben, wenn sie so etwas sehen – hier und hier. Deadspin sieht in dem Werbespot die Arbeitsweise aus der amerikanischen Politik, wo Republikaner seit Jahren einen trickreiche Methode kultivieren und sich als Opfer der Medien, der gesellschaftlichen Elite und anderer Bösewichter darstellen und sich auf Schritt ins Sternenbanner hüllen, um im gleichen Atemzug die wildesten Politikprojekte durchzusetzen oder den Fortschritt zu torpedieren. Das nennt man auf gut Englisch resentment politics. Der Hinweis auf Sarah Palin wirkt allerdings eher daneben. Armstrong wäre auch ohne Dope ein ziemlich guter Radrennfahrer. Sarah Palin ist wirklich nur ein Schwätzer.
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9. Juli 2009
31. Mai 2009
Kobe vs. LeBron: Schön wär's gewesen
Beim Schuhhersteller Nike haben sie darauf gesetzt, dass LeBron James und die Cleveland Cavaliers und Kobe Bryant und die Los Angeles Lakers in den nächsten zehn Tagen den neuen NBA-Meister ausspielen. Während der gestrigen Übertragung aus Orlando, wo die Cavaliers im sechsten Spiel aus dem Rennen geworfen wurden, wurde ein Teil dieser Werbespots ausgestrahlt und wirkte ein wenig deplatziert. Cleveland hatte das ganze Match über keine Schnitte, und LeBron konnte nichts dran ändern. Aber weil die Umsetzung der Idee – LeBron und Kobe als Muppet-Puppen, die zusammen wohnen - sehr gelungen ist, wollen wir sie dem werten Publikum nicht vorenthalten. Wer weiß, ob die beiden noch mal in einer Finalserie aufeinandertreffen?
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15. Mai 2009
Der Klingelbeutel: Game Set Match-Fix
• Es handelt sich nicht um eine Enthüllungsgeschichte der ersten Kategorie. Aber um einen sehr illustrativen Einblick in das Hirn von Menschen, die professionell auf den Ausgang von Tennisspielen wetten und darüber nachdenken, Spieler zum Manipulieren zu bewegen. Hauptfigur: ein Russe, der sich aufs Frauentennis spezialisiert hat (via the Big Lead).
• Michael Phelps war wegen der Marihuana-Posse ein paar Monate offiziell gesperrt. Jetzt ist er wieder da. Er sieht fit aus, sagen die Experten.
• Dreh dich nicht um, denn der Plumpsack geht rum: Nike streicht massiv Stellen. adidas nicht.
• Michael Phelps war wegen der Marihuana-Posse ein paar Monate offiziell gesperrt. Jetzt ist er wieder da. Er sieht fit aus, sagen die Experten.
• Dreh dich nicht um, denn der Plumpsack geht rum: Nike streicht massiv Stellen. adidas nicht.
11. September 2008
Die Hier-Bin-Ich-Strategie
Für alle, die sich etwas unter einem soft launch vorstellen können und die sich für das Wohl und Wehe des größten Sportausrüsters der Welt interessieren: Der alte Slogan Just Do It wird wohl allmählich wirklich zu alt. Der neue ist im Anmarsch. Vorerst nur für die Zielgruppe "Frauen in Europa", von denen vermutlich sehr viele an den schicken Puma-Sachen hängen oder vielleicht auch an Adidas oder deren Tochterfirma Reebok. Die neue Aussage heißt Here I Am und wird in New York schon jetzt verspottet. Dort denkt man bei der Zeile an schlechten Sex. Unsereins denkt an die Scorpions. Aber wahrscheinlich war das die Idee: Jeder soll an etwas anderes denken und trotzdem immer auch an Nike.
25. August 2008
Witze beim Tennis: Wer lacht am letzten?
Wenn man liest, was sie in diesem Jahr aufgeboten haben, um eines der bedeutendsten Tennisturniere der Welt zu lancieren, fällt einem nichts mehr ein: Box-Promoter Don King bei einer Art von Wiegen mit Roger Federer und Rafael Nadal und eine Wrestling-Parodie für einen Werbespot, den man sich bei YouTube reinziehen kann. Was kommt als nächstes?
Hatten wir neulich nicht in Wimbledon eines der besten und spannendsten Tennisfinale aller Zeiten? Ach so, die allgegenwärtige Firma Nike ist verwickelt und bezahlt diesen Spaß – Titel Grapple in the Apple – mit dem einstigen Knacki Don King, der seine Boxer regelmäßig wirtschaftlich über den Tisch gezogen hat und berühmt ist für ein kreatives Idioten-Englisch und seine Beziehung zu Mike Tyson. Die Rolle der Ausrüsterfirma erklärt die Sache natürlich schon sehr viel besser. Denn die Marketing-Leute dieser Firma interessieren sich nicht für Tennis, sondern nur für den Verkauf von Paraphernalia. Das angesprochene Turnier, die US Open, hat übrigens heute angefangen.
via Awful Announcing
Hatten wir neulich nicht in Wimbledon eines der besten und spannendsten Tennisfinale aller Zeiten? Ach so, die allgegenwärtige Firma Nike ist verwickelt und bezahlt diesen Spaß – Titel Grapple in the Apple – mit dem einstigen Knacki Don King, der seine Boxer regelmäßig wirtschaftlich über den Tisch gezogen hat und berühmt ist für ein kreatives Idioten-Englisch und seine Beziehung zu Mike Tyson. Die Rolle der Ausrüsterfirma erklärt die Sache natürlich schon sehr viel besser. Denn die Marketing-Leute dieser Firma interessieren sich nicht für Tennis, sondern nur für den Verkauf von Paraphernalia. Das angesprochene Turnier, die US Open, hat übrigens heute angefangen.
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10. August 2008
Hymne aus dem Schrank
Nicht genug, dass der Präsident überall in Peking herumeiert und die amerikanische Fahne schwenkt. Jetzt hat auch noch Nike ausgepackt, um das Nationalbewusstsein zu kitzeln. Marvin Gaye singt die Nationalhymne (Aufnahme aus dem Archiv vom NBA-All-Star-Spiel anno 1983), um die US-Basketballer ins patriotische Licht zu setzen. Wenn sie wenigstens ein bisschen mehr von dem Geld für den Entwurf der Trikots verwendet hätten. Irgendjemand muss da wie einst Jackson Pollock Farbe ausgekippt und gedacht haben: Das isses. Nein, Nike, das isses nicht.
Marvin Gaye, der 1984 von seinem Vater erschossen wurde, hat übrigens bessere Aufnahmen hinterlassen. Verwaltet wird sein künstlerisches Erbe von der Pullman Group, die im Auftrag der Erben arbeiten und Künstlern und Angehörigen Millionen zuschaufeln. Marvin Gaye war ein Musiker mit einem politischen Kopf, der mit einer unglaublichen Stimme und einem Gefühl für gedämpften Soul zum Motown-Musiker mit der größten Nachhaltigkeit wurde. Sein Vater starb 1998.
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11. Juli 2008
Nike-Fußball-Werbespot: Die lange Fassung
Eine ziemlich späte Verbeugung von dieser Stelle aus vor der Arbeit von Nike und Regisseur Guy Ritchie. Man muss dazu nicht viel erklären. Es ist ein Point-of-View-Film. Niemand weiß, wer der Spieler ist, der mit der Kamera unterwegs war. Diese Version ist der Director's Cut. Was vermutlich heißt, dass es in den Entwicklungsschritten der Kampagne mal eine lange Fassung gab, die so lange heruntergeschreddert wurde, bis sie in das Format kurzer Werbefenster passte. Wer nach diesem Video Lust auf mehr hat, kann sich diesen etwas älteren BMW-Spot anschauen. Die Pointe ganz am Schluss geht auf Kosten der Hauptdarstellerin, die aber im echten Leben vermutlich zuletzt lacht. Grinsen wird sie bereits über die jüngste Behauptung von Ex-Baseball-Profi Jose Canseco, wonach sie vor ein paar Jahren ein Kind von ihm haben wollte. Das erzählte er einem US-Magazin, nachdem er gelesen hatte, dass die Dame etwas mit seinem Erzfeind Alex Rodriguez gehabt haben soll.
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13. April 2008
Wer baut eigentlich bei Nike die Schläger und Bälle?
Es gehört zu meinen liebsten Nebenbeschäftigungen, wenigstens mit einem Auge die scheinbar abseitigen Entwicklungslinien beim Sport zu verfolgen. Warum? Ganz einfach. Wer möchte schon aufgrund eines irgendwo im Hirn verankerten Autopiloten, der einen ständig auf den Konsum von Live-Ereignissen, Resultatsinformationen, Aufsteigerkarrieren und Promi-Geschichten zusteuert, die Hintergründe aus dem Blick verlieren?
Bei manchen Sportarten ist das schwieriger, weil ihre innere Dynamik und Betriebsamkeit auf derartigen Touren dreht, dass man einmal Luft holt und hat schon den entscheidenden Moment verpasst. Das ist zum Beispiel ein zentraler Aspekt der Leichtathletik, der auch auf Dauer ihren medialen Untergang besorgen wird. 100 Meter in Neunkommairgendwas. Wusch und das war's. Wer soll sich dafür begeistern, außer es fallen Weltrekorde am laufenden Band? Vermutlich wurde gerade deshalb das Doping-Thema in der Leichtathletik zu einem Dauerton im Medientheater (ehe der Radsport in Europa aus eine Reihe von Gründen diese Rolle übernahm). Da war einfach zu wenig Eigentliches, während die Muskulatur der Top-Athleten immer massiver und die Zeiten immer besser wurden. Morgen dazu in der FAZ ein neuer Name. Und danach sicher noch mehr.
Im Vergleich zu den Rasanz-Sportarten befindet man sich bei Golf eher im entgegengesetzten Extrembereich. Man könnte einschlafen. So langsam geht da die Post ab. Obwohl für den Zuschauer bei einem Turnier, der fleißig mit einem Spieler mitwandert, kommt am Ende eine hübsche Bilanz heraus. Man läuft da gut und gerne seine fünf bis sechs Kilometer und hat das Gefühl, etwas für seine Gesundheit getan zu haben.
Golf ist ein Strategiespiel. Dies und das Tempo verleitet die Berichterstatter dazu, sich auf den Aspekt zu konzentrieren, wieso ein Spieler an einer bestimmten Stelle einen bestimmten Schlag versucht hat und wieso der gelungen (oder nicht gelungen) ist. Das führt auf eine paar Umwegen zu der Ikonografie eines Tiger Woods, dem offensichtlich häufiger als der Konkurrenz bei fast jedem Schlag das gelingt, was er sich vorgenommen hat. Der Mann zeigt in solchen Momenten Kompetenz. Und Nerven. Und Kampfgeist. Und darüber will man alles wissen.
Was aber ist mit der Fabrik, die die Schläger herstellt? Und die Bälle? Spielt die keine Rolle? Offensichtlich nicht. Das interessiert die wenigsten. Selbst an einem Tag, an dem beim Masters in Augusta vor der entscheidenden Runde ein Nike-Spieler auf Platz eins liegt (Trevor Immelman, Südafrika), ein Nike-Spieler auf Platz vier (Paul Casey, England), ein Nike-Spieler auf Platz fünf (Tiger Woods, USA), ein Nike-Spieler auf Platz sechs (Stewart Cink, USA). Nike gehört zu den relativen Newcomern im Equipment-Segment und hat nur mit sehr wenigen Spielern Verträge. Haben die nicht nur den besten Golfer der Welt, sondern auch den besten Ingenieur? Wer erklärt mir so etwas? (Einschub: Ein kompletter Schlägersatz wie ihn die Profis spielen, kostet wohl 3600 Dollar, weit mehr als die Ausstattung, wie sie im Laden den Amateuren angeboten wird.)
Dabei sind es doch gerade solche Geschichten, die einem die Bedingungen des professionellen Sports von heute so viel näher bringen. Genauso wie jener Artikel über die relativ schlechten Resultate von professionellen Golfern, wenn Tiger Woods im Teilnehmerfeld ist. Der Beitrag für die FAZ war vor ein paar Tagen bereits in der gedruckten Ausgabe erschienen. Man kann ihn jetzt online nachlesen.
Bei manchen Sportarten ist das schwieriger, weil ihre innere Dynamik und Betriebsamkeit auf derartigen Touren dreht, dass man einmal Luft holt und hat schon den entscheidenden Moment verpasst. Das ist zum Beispiel ein zentraler Aspekt der Leichtathletik, der auch auf Dauer ihren medialen Untergang besorgen wird. 100 Meter in Neunkommairgendwas. Wusch und das war's. Wer soll sich dafür begeistern, außer es fallen Weltrekorde am laufenden Band? Vermutlich wurde gerade deshalb das Doping-Thema in der Leichtathletik zu einem Dauerton im Medientheater (ehe der Radsport in Europa aus eine Reihe von Gründen diese Rolle übernahm). Da war einfach zu wenig Eigentliches, während die Muskulatur der Top-Athleten immer massiver und die Zeiten immer besser wurden. Morgen dazu in der FAZ ein neuer Name. Und danach sicher noch mehr.
Im Vergleich zu den Rasanz-Sportarten befindet man sich bei Golf eher im entgegengesetzten Extrembereich. Man könnte einschlafen. So langsam geht da die Post ab. Obwohl für den Zuschauer bei einem Turnier, der fleißig mit einem Spieler mitwandert, kommt am Ende eine hübsche Bilanz heraus. Man läuft da gut und gerne seine fünf bis sechs Kilometer und hat das Gefühl, etwas für seine Gesundheit getan zu haben.
Golf ist ein Strategiespiel. Dies und das Tempo verleitet die Berichterstatter dazu, sich auf den Aspekt zu konzentrieren, wieso ein Spieler an einer bestimmten Stelle einen bestimmten Schlag versucht hat und wieso der gelungen (oder nicht gelungen) ist. Das führt auf eine paar Umwegen zu der Ikonografie eines Tiger Woods, dem offensichtlich häufiger als der Konkurrenz bei fast jedem Schlag das gelingt, was er sich vorgenommen hat. Der Mann zeigt in solchen Momenten Kompetenz. Und Nerven. Und Kampfgeist. Und darüber will man alles wissen.
Was aber ist mit der Fabrik, die die Schläger herstellt? Und die Bälle? Spielt die keine Rolle? Offensichtlich nicht. Das interessiert die wenigsten. Selbst an einem Tag, an dem beim Masters in Augusta vor der entscheidenden Runde ein Nike-Spieler auf Platz eins liegt (Trevor Immelman, Südafrika), ein Nike-Spieler auf Platz vier (Paul Casey, England), ein Nike-Spieler auf Platz fünf (Tiger Woods, USA), ein Nike-Spieler auf Platz sechs (Stewart Cink, USA). Nike gehört zu den relativen Newcomern im Equipment-Segment und hat nur mit sehr wenigen Spielern Verträge. Haben die nicht nur den besten Golfer der Welt, sondern auch den besten Ingenieur? Wer erklärt mir so etwas? (Einschub: Ein kompletter Schlägersatz wie ihn die Profis spielen, kostet wohl 3600 Dollar, weit mehr als die Ausstattung, wie sie im Laden den Amateuren angeboten wird.)
Dabei sind es doch gerade solche Geschichten, die einem die Bedingungen des professionellen Sports von heute so viel näher bringen. Genauso wie jener Artikel über die relativ schlechten Resultate von professionellen Golfern, wenn Tiger Woods im Teilnehmerfeld ist. Der Beitrag für die FAZ war vor ein paar Tagen bereits in der gedruckten Ausgabe erschienen. Man kann ihn jetzt online nachlesen.
22. Februar 2008
Die unheilige Allianz
Wenn in der NBA eine ganze Mannschaft umgebaut wird, um einem Talent wie LeBron James neue Hilfskräfte zuzuführen, taucht als erstes immer die Frage auf: Wird die Maßnahme wirklich halten, was sich der Team-Manager von ihr verspricht? Aber dies ist vor allem eine Frage der Perspektive. Würde die Mannschaft noch so spielen, wie vor ein paar Monaten, als sie die Finalserie gegen die San Antonio Spurs erreichte, wäre die Aktion nicht so einschneidend ausgefallen. Aber die Cleveland Cavaliers haben irgendwann danach ganz viel Dampf gelassen (ähnlich wie die Chicago Bulls). Da macht es Sinn, sich neu zu orientieren, egal, ob die Umrüstung noch vor den Playoffs den erhofften Aufschwung bringt oder nicht. Denn man muss in Cleveland permanent zumindest einen Menschen davon überzeugen, dass man sich für sein Wohlergehen interessiert: den besagten LeBron James. Denn der könnte andernfalls eines baldigen Tages dem Club und der Stadt den Rücken zu drehen. Sportstars zieht es meistens unweigerlich in die Metropolen.
Die Dimension der inszenierten Sportlerpersönlichkeit LeBron James werden übrigens immer bizarrer. Das jedenfalls wird einem klar, wenn man sich zu dieser Seite durchklickt, wo die überzogenen und nicht immer bibelfesten Anspielungen seitens der Firma Nike analysiert werden. Die Firma hat offensichtlich beschlossen, den Status ihres neuen Aushängeschilds zu einer quasi-religiösen Figur bis zum Exzess zu betreiben. In China scheint man damit auf die Nase zu fallen. Der Blog Moderately Cerebral Bias spricht davon, dass der gezeigte Werbespot sogar verboten wurde.
Blick zurück: Sport in Cleveland
Die Dimension der inszenierten Sportlerpersönlichkeit LeBron James werden übrigens immer bizarrer. Das jedenfalls wird einem klar, wenn man sich zu dieser Seite durchklickt, wo die überzogenen und nicht immer bibelfesten Anspielungen seitens der Firma Nike analysiert werden. Die Firma hat offensichtlich beschlossen, den Status ihres neuen Aushängeschilds zu einer quasi-religiösen Figur bis zum Exzess zu betreiben. In China scheint man damit auf die Nase zu fallen. Der Blog Moderately Cerebral Bias spricht davon, dass der gezeigte Werbespot sogar verboten wurde.
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6. Dezember 2007
Nike monopolisiert den Markt für Basketballschuhe
Die Marke Jordan bietet längst mehr auf als den Altmeister, der nicht mehr spielt und deshalb auch nur halb so wirksam sein kann wie einst. Inzwischen werden die Produkte von Sportlern wie Carmelo Anthony (Denver Nuggets), Chris Paul (New Orleans Hornets), Ray Allen (Boston Celtics), Richard Hamilton (Detroit Pistons) und Derek Jeter (New York Yankees) vertreten. Man arbeitet mittlerweile sogar mit der Jeansfirma Levi's zusammen.
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3. Dezember 2007
In manchem Unternehmer steckt ein verkappter Schriftsteller
Als ich das las, fiel mir der vergebliche Versuch ein, einst für eine umfangreiche Geschichte über ihn und seine Firma ein Interview zu bekommen. Bei der Reise damals an den Sitz des Unternehmens in Oregon gab es dafür allerdings auch die üblichen Gratifikationen: ein Besuch in dem Laden auf der sogenannten Campus, in dem die Angestellten zum halben Preis einkaufen dürfen. Es war ein seltsamer Nachweis dafür, wie manche Leute die Prioritäten falsch setzen. Sie vermuten, dass Journalisten lieber Produkte wollen anstatt brauchbare Informationen (via Gawker).
26. November 2007
Wenn bei Agent Zero etwas kaputt geht, dann gleich richtig
Wer schon immer mal wissen wollte, wie ein Mann, der sein Leben von innen nach außen gedreht hat, mit der Trennung von seiner Freundin fertig wird, sollte sich mal den Blog von Gilbert Arenas anschauen. Nur wenig Gesülze. Nur wenig Herzschmerz und dies und das. Einfach nur eine - fast- sachliche Abarbeitung einer Krise. Jetzt fehlt eigentlich nur der Standpunkt der Gegenseite (und die Erinnerung an diese Äußerung über Sex mit Halle Berry).
Bei Arenas läuft's nicht gut dieser Tage. Agent Zero, zwischendurch wegen seines Humors und seiner Präsenz auf dem Spielfeld eine Art Jim Knopf der NBA (neben David Stern, der Lukas, den Lokomotivführer gibt) fällt nach einem erneuten Eingriff am Knie auf jeden Fall drei Monate aus. Es gibt Kommunikationsprobleme mit dem Club in Sachen Vertragsverlängerung. Und eine unglaublich schreckliche Ansammlung an neuen adidas-Werbespots, die zeigen, wie man einen verwundeten Krieger mit Hang zum Clown NICHT veräppeln sollte.
Wieviel besser geht da Nike mit Steve Nash um. Der darf zeigen, wie er mit dem Fußball umgeht. Die meisten Bilder wurden im Sommer in New York gedreht, als Nash auch sein Interview für die große Geschichte in der New York Times gab.
Bei Arenas läuft's nicht gut dieser Tage. Agent Zero, zwischendurch wegen seines Humors und seiner Präsenz auf dem Spielfeld eine Art Jim Knopf der NBA (neben David Stern, der Lukas, den Lokomotivführer gibt) fällt nach einem erneuten Eingriff am Knie auf jeden Fall drei Monate aus. Es gibt Kommunikationsprobleme mit dem Club in Sachen Vertragsverlängerung. Und eine unglaublich schreckliche Ansammlung an neuen adidas-Werbespots, die zeigen, wie man einen verwundeten Krieger mit Hang zum Clown NICHT veräppeln sollte.
Wieviel besser geht da Nike mit Steve Nash um. Der darf zeigen, wie er mit dem Fußball umgeht. Die meisten Bilder wurden im Sommer in New York gedreht, als Nash auch sein Interview für die große Geschichte in der New York Times gab.
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22. September 2007
Die Nike-Goalies haben ausgedient
Sportausrüster Nike zieht sich aus dem Eishockeygeschäft zurück. Und damit auch aus dem Produzieren von völlig verrückten Torwart-Werbespots. YouTube hat sie alle. Hier ein Vorgeschmack. Oder muss man jetzt eigentlich Nachgeschmack sagen?
30. August 2007
Das Nike-lodeon spielt komische Töne
Wir haben damit einen Tiefpunkt in der Werbung für Fußballschuhe und Trikots erreicht: ein PR-Manager, der einen Text abliest und nicht mal das gut hinbekommt, nimmt sich selbst mit einer Kamera auf und stellt das Video ins Internet. Solchen Humor muss man erstmal haben, um von dort aus nicht auf die Qualität des Projekts selbst zu schließen - den Reisebus, der für die amerikanische Frauennationalmannschaft werblich unterwegs ist. Jener Teil der Kampagne, den Trainer Baade ausgelotet und gelobt hatte ("Warum sehe ich so etwas Gelungenes... nie von deutschen (National-)Mannschaften?") finde ich auch gut. Aber das hier? Das soll adidas Angst machen?
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19. Juli 2007
"Kastriert Vick"
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5. Januar 2007
Super-Bowl-Weisheiten: Folge 6
Die Nachricht, dass LaDainian Tomlinson von den San Diego Chargers zum Most Valuable Player in der NFL-Saison ausgerufen wurde, macht dieses Video-Fundstück - rechtzeitig vor dem Super Bowl, in dem er vermutlich glänzen wird - noch ein bisschen zeitgemäßer: Ein ausführliches Hintergrundtraktat zu den Dreharbeiten einer Kampagne des Sportausrüsters Nike, der seit geraumer Zeit nach Mitteln und Wegen suchen muss, sich mit seinen Produkten in den Köpfen der Footballfans festzusetzen. Titel der Kampagne: Football Is Everything. Wenn das keine Super-Bowl-Weisheit ist? Was dann?
Das Motiv der Werbespots: Veritable Football-Profis als Schüler in einer High-School-Mannschaft, trainiert von Jimmy Johnson (einst Dallas Cowboys, dann Miami Dolphins, derzeit Fernsehkommentator bei Fox). Zu den Spielern gehört auch Brian Urlacher von den Chicago Bears, eine andere herausragende Figur in der Liga, sowie der ziemlich überschätzte Quarterback Michael Vick. Vick hätte durchaus seinen eigenen Post verdient, vor allem angesichts der Spott-Aktion, die unter dem Namen Ron Mexico läuft. Ron Mexico war der Name, unter dem er sich in Hotels einbuchte und unter dem er sich in Kliniken wegen Genitalem Herpes behandeln ließ. Das verriet seine Ex-Freundin im Rahmen einer Schadensersatzklage, die im April gütlich beigelegt wurde. Vick hatte sie angesteckt und ihr nicht von seinem Problem erzählt, ehe er sie in Bett lockte. Mit dem Namen Ron Mexico verbindet sich eine Minikontroverse. Fans können normalerweise auf ganz offiziellem Weg NFL-Trikots mit allen möglichen Namen auf dem Rücken anfertigen lassen. Es gibt eine Liste mit nicht zugelassenen Wörtern. Seit die Vick-Geschichte publik wurde, befindet sich auch das Wort Mexico auf der Liste.
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28. Dezember 2006
Der DFB, die Fußballschuhe und die Mega-Ausbeutung
Natürlich darf man nicht alles glauben, was in der Bild-Zeitung steht. Oder besser gesagt: Eigentlich gar nichts. Deshalb braucht man die Meldung über das angebliche Mega-Angebot des Sportausrüsters Nike an den DFB auch nicht weiter ernst nehmen. Die Latte liegt nicht mehr bei den 16 Millionen Dollar, die der amerikanische Sportausrüster, der unter anderem bereits Michael Jordan, Tiger Woods, Lance Armstrong und Maria Scharapowa sowie Manschester United und den FC Barcelona unter Vertrag hat, dem brasilianischen Fußballverband jedes Jahr überweist. Sondern eher bei der jährlichen Tantieme für Barcelona: etwas mehr als 35 Millionen Dollar im Jahr. Aber was man durchaus glauben sollte, ist die Geschichte, die man auf der Webseite der Hilfsorganisation Oxfam finden kann. Da wird dokumentiert, wie wenig die Menschen verdienen, die in Asien die Produkte herstellen, die dann im Rest der Welt für viel Geld vermarktet und verkauft werden. Die einzelnen Sportausrüsterfirmen und ihr Verhalten werden genauer analysiert. Mehr über die Arbeit von Oxfam in der Dritten Welt gibt es hier.
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12. Dezember 2006
Tiger Woods: Nicht mehr weit bis zur ersten Milliarde
Falls jemand denken sollte, Tiger Woods habe schon genug verdient, sollte er hier nicht weiterlesen. Denn der beste Golfer der Welt bekommt demnächst noch mehr Geld überwiesen. Genaue Zahlen konnte der Nachrichtendienst Bloomberg in seiner gestrigen Meldung über die Vertragsverlängerung mit Nike nicht nennen. Bis das durchsickert, wird wohl noch eine Weile vergehen. Der 30jährige hatte 1996 einen Fünf-Jahres-Kontrakt abgeschlossen, in dem ihm der Sportausrüster 40 Millionen-Dollar garantierte. 2001 wurde ein neues Agrèment getroffen, in dessen Rahmen 100 Millionen Dollar ausgelobt wurden. Also wird die neue Vereinbarung auf einer ähnlichen Steigerungsrate basieren. Nike macht derzeit sieben Prozent seines Umsatzes mit Altvatter Michael Jordan, die Golf-Division kommt auf etwa 500 Millionen Dollar Jahresumsatz, was nur drei Prozent des Kuchens ausmacht.
Seit Woods für Nike arbeitet, ist die Firma intensiver ins Golfgeschäft eingestiegen und hat nacheinander mit viel Erfolg Bälle und Schläger auf den Markt gebracht. Andere Werbepartner sind die Automarke Buick, die Firma Accenture, TAG Heuer und Electronic Arts. Nach Schätzungen beläuft sich das Bruttoeinkommen aus Sponsorenverträgen und Preisgeldern bislang auf rund 500 Millionen Dollar. Bis zur ersten Milliarde ist es nicht mehr weit (via SportsBiz).
Seit Woods für Nike arbeitet, ist die Firma intensiver ins Golfgeschäft eingestiegen und hat nacheinander mit viel Erfolg Bälle und Schläger auf den Markt gebracht. Andere Werbepartner sind die Automarke Buick, die Firma Accenture, TAG Heuer und Electronic Arts. Nach Schätzungen beläuft sich das Bruttoeinkommen aus Sponsorenverträgen und Preisgeldern bislang auf rund 500 Millionen Dollar. Bis zur ersten Milliarde ist es nicht mehr weit (via SportsBiz).
5. Dezember 2006
Klinsmann-Watch: Insider sagen, er macht's
Seit Wochen posaunen wir hier immer nur das gleiche: Jürgen Klinsmann wird der nächste Trainer der amerikanischen Fußballnationalmannschaft. Heute schiebt nun erstmals einer der bestinformierten Insider in den USA, Jamie Trecker von FoxSports, eine ordentliche Schippe Kohlen auf dieses Flämmchen. In seiner ausführlichen Meldung gibt es unter anderem Interna (unter Berufung auf mehrere nicht namentlich genannte Quellen) und eine handfeste Prognose: In zwei Wochen wird der Schwabe offiziell den Posten übernehmen.
Die Details in Kürze:
• Klinsmann gibt seine langjährige Beziehung zu adidas auf, um das Imageproblem vom Tisch zu bekommen, dass er mit einer Mannschaft haben würde, die komplett von Nike eingekleidet und stark finanziell unterstützt wird.
• Es hat eine Einigung über die Macht- und Einflusssphären gegeben. Vorgänger Bruce Arena hatte viel zu sagen, mochte aber nicht hören. So soll die Beziehung zwischen ihm und Generalsekretär Dan Flynn so zerrüttet gewesen sein, dass sie kaum noch miteinander redeten.
• Säuernis scheint es vor allem bei jenen Spielern aus dem Kader zu geben, die nicht in Europa unter Vertrag sind. Denn die lang hinausgezögerte Entscheidung hat dazu geführt, dass die Nationalmannschaft seit der verpatzten WM keine Spiele mehr ausgetragen hat. Damit sind den Aspiranten, die in der US-Liga ohnehin nicht gut bezahlt werden, einige Summen an Antrittsgeldern flöten gegangen.
Trecker wörtlich weiter: "Jetzt wird Klinsmann erst einmal über Weihnachten ein paar Flitterwochen genießen. Er wird wahrscheinlich die nächsten ein, zwei Monate in diesem Starbucks in Orange County verbringen und Spielern Emails schicken und Scouts verpflichten, die die bislang übersehenen Amerikaner in Skandinavien und England beobachten sollen. Wenn er klug ist, wird er eine Reform des Jugendprogramms zu einer Priorität machen, solange er innenpolitisch am meisten Einfluss nehmen kann."
Blick zurück: Holt Klinsmann Buchwald ins Betreuerteam?
Die Details in Kürze:
• Klinsmann gibt seine langjährige Beziehung zu adidas auf, um das Imageproblem vom Tisch zu bekommen, dass er mit einer Mannschaft haben würde, die komplett von Nike eingekleidet und stark finanziell unterstützt wird.
• Es hat eine Einigung über die Macht- und Einflusssphären gegeben. Vorgänger Bruce Arena hatte viel zu sagen, mochte aber nicht hören. So soll die Beziehung zwischen ihm und Generalsekretär Dan Flynn so zerrüttet gewesen sein, dass sie kaum noch miteinander redeten.
• Säuernis scheint es vor allem bei jenen Spielern aus dem Kader zu geben, die nicht in Europa unter Vertrag sind. Denn die lang hinausgezögerte Entscheidung hat dazu geführt, dass die Nationalmannschaft seit der verpatzten WM keine Spiele mehr ausgetragen hat. Damit sind den Aspiranten, die in der US-Liga ohnehin nicht gut bezahlt werden, einige Summen an Antrittsgeldern flöten gegangen.
Trecker wörtlich weiter: "Jetzt wird Klinsmann erst einmal über Weihnachten ein paar Flitterwochen genießen. Er wird wahrscheinlich die nächsten ein, zwei Monate in diesem Starbucks in Orange County verbringen und Spielern Emails schicken und Scouts verpflichten, die die bislang übersehenen Amerikaner in Skandinavien und England beobachten sollen. Wenn er klug ist, wird er eine Reform des Jugendprogramms zu einer Priorität machen, solange er innenpolitisch am meisten Einfluss nehmen kann."
Blick zurück: Holt Klinsmann Buchwald ins Betreuerteam?
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1. November 2006
Der Preis ist heiß: 189 Mio. für Barca
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