6. März 2008

22,86 Zentimeter lange Nägel aus keinem besonderen Grund

Warum man eigentlich immer erst einen Anlass braucht, um so etwas Markantes und Ausgefallenes in seinen Blog zu stellen wie das Video vom Auftritt von Nine Inch Nails beim Woodstock-Aufguss anno 1994 in Saugerties? Schwer zu sagen. Aber ich habe einen gefunden. Und niemand möge fragen, wie das zusammenpasst. Also hier die Meldung: Aus der Idee, eine neue Football-Liga auf die Beine zu stellen, die sich hauptsächlich aus Spielern rekrutiert, die bei der Draft durchgefallen sind, wird wohl nichts. Die All American Football League ist nach einem Bericht im Orlando Sentinel kurz davor, den Geist auszuhauchen. Noch ehe richtig Leben in die Sache kam. Dass so etwas in der Planung war, hatten wir gemeldet. Danach war es lange still.

Und nun die Musik und dazu noch ein paar Reminiszenzen. Denn ich habe das Konzert an dem Abend im Sommer 1994 erlebt und war von der Energie und der Musikalität einfach nur geplättet. Notizen zu dem Auftritt habe ich keine mehr. Denn mein eigentlicher Job bei diesem Festival war es, über ein paar andere Bands zu schreiben. Und über die brauchen wir heute kein großes Wort mehr zu verlieren. Genausowenig wie über das Interview mit Sheryl Crow im Tour-Bus, die zu jener Zeit gerade ihre erste CD herausgebracht hatte und sich als eine der Frauen mit Gitarre vorm Bauch profilierte, wie es sie damals zu hunderten gab. Und über die Nails brauchen wir eigentlich auch nicht zu reden. Die sprachen damals eindeutig eine so ausdrucksstarke Sprache, dass eigentlich nur eine Frage bleibt? Ganz aufdrehen oder noch lauter?

In einem Jahr wird es womöglich wieder Woodstock-Nostalgie geben. Wegen vierzig Jahre Jubiläum und so. Dann wird hier vielleicht die Geschichte über diese kleine Stadt ausgepackt. Und über die Konzert-Wiese (die ganz woanders war). Und über den Gedenkstein in jener Wiese, auf dem so mancher, der nicht bei dem Festival dabei war, später saß und gedankenverloren ins Nichts schaute.

5. März 2008

NBA-Expansion nach Europa: Nicht in den nächsten zehn Jahren

Image: http://etchasketchist.blogspot.com (used by permission)

Vor ein paar Wochen rotierte ein Gerücht, wonach NBA-Commissioner David Stern während des All-Star-Weekend in New Orleans seine Pläne für eine Expansion nach Europa enthüllt. Als ich am selben Wochenende in Deutschland von einer Kollegin gefragt wurde, was denn wohl an dem Gerücht dran sei, musste ich gestehen, dass ich das auch nicht weiß. Daß der amerikanische Schreiber, der das Thema lanciert hatte, aber in der Branche als unzuverlässig gilt. Und dann habe ich eine ganze Liste von Dingen heruntergerattert, weshalb die Liga KEINEN Ableger in Europa auf die Beine stellen wird.

Der wichtigste ist eine Kombination von zwei Dingen: Ohne Fernsehgelder von amerikanischem Zuschnitt (wo sollen die herkommen bei dieser dünnen Zuschauerdecke?) und ohne sogenannte expansion fees, die neue Clubs aufbringen müssen, damit sie zugelassen werden (inzwischen sicher mehr als 200 Millionen Dollar pro Team) - also ohne richtig viel Kohle ist es piepegal, ob man irgendwann in Europa große Hallen hat.

Nun gut. Der Commissioner hat in New Orleans nichts erzählt, aber dafür jetzt bei einem Abstecher nach Portland gesprochen. Hier der Dialog, der im Rahmen einer improvisierten Pressekonferenz stattfand - ausnahmsweise auf Deutsch übersetzt, um zu dokumentieren, wie vage das alles geblieben ist:

"Frage: Sie haben über die Expansion nach Europa in der Vergangenheit gesprochen. Was ist der Zeitrahmen dafür und für die Zukunftsaussichten?

David Stern: Ich habe einen Zeitrahmen von einem Jahrzehnt gesetzt, weil ich nicht denke, dass es morgen passiert. Aber es ist eine Tatsache, dass es AEG [Anschutz Entertainment Group] gibt, die das Staples Center [in Los Angeles] gebaut haben. Sie haben eine Arena in London gebaut. Sie bauen in Berlin. Sie gießen die Fundamente für eine Arena in Rom. Real Madrid und FC Barcelona haben Pläne für neue Arenen. Deshalb sehe ich eine Zeit, in der es Hallen im NBA-Stil geben wird. Ist das genug? Nein. Wir müssen dafür sorgen, dass die Zuneigung der Fans zu unserem Sport etwas wert ist, dass sie sich wirklich hinreichend dafür interessieren und dass die Einnahmesituation an den Punkt kommt, dass sie eine NBA-Mannschaft tragen kann. Sollte das alles passieren, und ich denke, ein Jahrzehnt ist im Moment der richtige Zeitrahmen, kann ich mir eine Division mit fünf Mannschaften in Europa ausmalen. Und ich meine eine Division, die spielt....das ist nicht meine Idee. Das wurde mit von einem Spanier vorgeschlagen, der gesagt hat, die Division sollte in einem Jahr im Osten spielen und im nächsten im Westen. Das macht das Reisen einfacher. Was weiß ich? Aber es eine interessante Idee. Und es ist keine große Sache von Boston nach Paris zu reisen. Ich sage dass zu einer Gruppe von Reportern, die weiß, wie weit es ist von Portland nach Orlando oder Boston ist. Das ist ziemlich interessant und anregend, darüber zu reden, über etwas, das noch ein Jahrzehnt weit weg ist, wenn man 65 ist."

Alles klar? Stern macht AEG keine Zusagen, nicht mal Versprechungen. Wenn man in Europa nicht hunderttausende von Basketballanhängern motivieren kann, wird man die Finger von der Expansion lassen. Und: Wir sollten jetzt zehn Jahre lang einfach nicht mehr spekulieren, was die NBA macht. Nicht mal in unseren Träumen...

4. März 2008

Blogs mit dem gewissen Etwas machen manche Leute einfach nervös

Amerikanische Sport-Blogger sind entweder
a) witzig
b) schlagfertig
c) respektlos
d) neugierig
e) kommunikativ
f) nervtötend
oder alles zusammen oder kommen in irgendeiner Kombination dieser Eigenschaften daher.

Sie sind NICHT
a) einflussreich
b) wohlhabend
c) wirtschaftlich abhängig von ihrer Schreiberei
d) leicht einzuschüchtern.

Und sie freuen sich, wenn ihre kleinen Stichelein und Provokationen ihre eigentlichen Zielpersonen aus der Sport- und Medienwelt aus der Ruhe bringt. Neulich äußerte sich Paul (korrigiert: Tony) Kornheiser (Washington Post, Pardon The Interruption, Monday Night Football) lang und breit und ziemlich genervt darüber, wie er mit den neuen Aufpassern und Nörglern aus dem Internet umgeht. Aber er behielt die Fassung und wie wir hier sagen: He staid in character.

Schon weit weniger cool scheint der Anwalt von George Karl, Trainer der Denver Nuggets, drauf zu sein, wenn es darum geht, die lästige Publizität abzuwehren, die seinem Klienten durch den Blog Fire George Karl blüht. Vor ein paar Tagen bekam der Blogger eine Email in einem ziemlich aggressiven Ton und mit einer Klageandrohung für den Fall, dass der aufmützige Schreiber die Grenzen der freien Meinungsäußerung überschreitet. Man könnte das auch als einen Einschüchterungsversuch bezeichnen.

Typisch Denver. Die Stadt hat zwar zwei Zeitungen, die Denver Post und die Rocky Mountain News. Aber dabei handelt es sich um Blätter mit Schreibern, die ihre Sportfiguren devot verehren und vor jeder Konfrontation zurückschrecken. Diese subalterne Haltung verführt natürlich die Spieler und Trainer dazu zu glauben, sie seien mächtig und im Zweifel stärker als die veröffentlichte Meinung.

Die Denver Nuggets spielen nicht gut, nachdem Karl sie in der ersten Phase nach seiner Übernahme der Mannschaft durchaus in Schwung gebracht hatte und durch den Allen-Iverson-Trade ziemliche Erwartungen entstanden waren. Das muss nicht unbedingt an George Karl liegen. Klar ist allerdings, dass er seit seinen relativ erfolgreichen Jahren mit den Seattle SuperSonics in den Neunzigern sicherlich höher eingeschätzt wird, als er es verdient hat.

Hamm und Hambüchen im Garden

Einer der Gründe, warum hier in letzter Zeit nicht so viele neue Beiträge aufgetaucht sind, hat mit Paul Hamm zu tun. Und mit Fabian Hambüchen. Der eine ist der umstrittene Turn-Olympiasieger von Athen, der sich nach einer langen Pause auf die nächsten Spiele in Peking vorbereitet. Und der andere ist der deutsche Reck-Weltmeister, der zwar im Mehrkampf in China nur als Außenseiter auf einen Platz auf dem Treppchen gilt, aber an seinem Paradegerät die schwerste Übung von allen turnen wird. Die hätte ich mir am Samstag im Madison Square Garden gerne von Nahem angeschaut. Aber Hambüchen meldete sich kurzfristig ab, weil ihn noch immer die Nachwehen eines Infekts plagen. Wer möchte schon oben am Reck mitten im Flug gegen Schwindelgefühle ankämpfen oder gar gegen Brechreiz? Und wer möchte sehen, wie der Bursche absteigt und sich verletzt?

Mit Fabian und seinem Vater und Trainer Wolfgang konnte man schon am Vortag ausgiebig reden. Was gut war. Denn wenn man nur alle hundert Jahre über Turnen schreibt, braucht man verlässliche Gesprächspartner, die nicht murren, wenn man sie löchert. Das etwas ausführlichere Resultat der Arbeit erschien heute in der Dienstagausgabe der FAZ und wurde gerade online gestellt. Es geht vor allem um Paul Hamm, von dem man in den kommenden Monaten in den USA sicher noch zum Erbrechen hören wird. Aber es wird nicht Fabian sein, dem es dabei hochkommt. Die beiden sind schon ziemlich gute Freunde, nachdem der Jüngere, der zwar nur eine Zwei im Sport-Abitur schaffte, aber ganz hervorragend Englisch spricht (kein Vergleich mit dem Dummschwätzer), sich mit einer netten Geste beim Älteren gemeldet hatte und ihm seine deutsche wohl erprobte Lederriemen-Marke fürs Reck angetragen hatte. Stände nicht die Gesundheit im Vordergrund, wäre Hambüchen zur Zeit für eine Woche bei Hamm in Columbus/Ohio zum Trainieren. So flog er lieber wieder zurück nach Wetzlar, um sich auszukurieren.

Brett Favre geht in Pension

Weil es ganz frisch über den Ticker gekommen ist und vermutlich die Aufmacher-Meldung auf den Sportseiten der morgigen Zeitungen sein wird, hier ganz schnell: Brett Favre, einer der besten Quarterbacks in der Geschichte der NFL, macht Schluss mit Football. Im Alter von 38 und nach 17 Jahren im Einsatz löst das keine Verwunderung aus. Er hatte schon bei anderen Gelegenheiten mit dem Karriereende geliebäugelt. In der abgelaufenen Saison hatten er und die Green Bay Packers noch einmal gezeigt, dass sie Super-Bowl-Potenzial haben. Aber da waren noch die New York Giants. Und die waren einfach einen Hauch besser.

Dieser Beitrag wird vermutlich noch mal aktualisiert.

So soll es denn also auch sein - Nachtrag vom Dienstagabend: Links zu lesenswerten Geschichten und Fundsachen, die auf Favres Karriere zurückblenden:
Milwaukee Journal Sentinel
Newsday
ESPN
YouTube mit Soundbites

Blick zurück: "Vielleicht haben wir heute Brett Favres letztes Spiel gesehen...."
Blick zurück: Unter den besten Quarterbacks auf Platz zehn

2. März 2008

Dem Barry Bonds sein Protokoll

Man kann ganz bestimmt seine Zeit mit etwas Besserem verbringen als das Prokoll der stundenlangen Vernehmung eines Baseballprofis vor der Staatsanwaltschaft zu lesen. Aber wenn man wissen möchte, wie die Ermittler ticken und welche Details sie bei Ihrer Beschlagnahmeaktion im Doping-Supermarkt BALCO vor ein paar Jahren ausfindig machen konnten, sieht die Sache schon anders aus. Zumal dieses Protokoll bei zwei schwerwiegenden historischen Begleitumständen eine Rolle gespielt hat. Weil sie daraus zitiert hatten, ohne es zu dürfen, standen zwei Journalisten vor etwas mehr als einem Jahr mit einem Bein im Gefängnis. Und weil die Strafverfolgungsbehörden, glauben, dass der Protokollant sie damals im Rahmen der in diesem Papier festgehaltenen Vernehmung mehrfach angelogen hat, steht nun Barry Bonds mit einem Bein im Gefängnis.

Dem bislang offiziell als Verschlusssache eingestuften Dokument wurde übrigens Ende der Woche von der Richterin, die den Prozess gegen Baseball-Profi Bonds leitet, offiziell der Schleier des Geheimnishaften genommen. Was Sinn macht. Denn wie sollte der anhängige Prozess öffentlich geführt werden, wenn das Ausgangsmaterial versiegelt bleibt?

Nachdem Marion Jones vor ein paar Wochen eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten erhielt, weil sie - unter anderem - die gleichen Staatsanwälte in ihren Bemühungen um eine Aufklärung der illegalen BALCO-Aktivitäten angelogen hatte, wartet Football-Profi Dana Stubblefield noch auf das Strafmaß. Er hatte im Januar zugegeben, nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Jedes Lügengebäude ist anders gezimmert. Manches besser, manches schlechter.

Barry Bonds zum Beispiel bestritt bei seiner Vernehmung nicht, Substanzen erhalten und benutzt zu haben. Er erklärte einfach standfest, dass er keine Ahnung hatte, um was es sich dabei handelte und dass er seinem Fitnesstrainer blind vertraute. Die Einlassung wirkt unglaubwürdig, ist aber schwer zu erschüttern, weil der besagte Fitnesstrainer sich weigert, Stellung zu nehmen, und lieber in Beugehaft ging, anstatt auszusagen. Aus diesem Verhalten lassen sich natürlich Schlüsse ziehen, aber keine rechtswirksamen Indizien ableiten, um Bonds zu verurteilen. Welche Beweismittel die Staatsanwaltschaft besitzt, um ihre Anklage wegen Meineid abzustützen, ist noch nicht bekannt. Der Prozess steckt noch in der ersten Phase.

Das Protokoll (als pdf-Datei abzurufen) ist 152 Seiten lang und nicht besonders erhellend. So gelingt es den Staatsanwälten zu keinem Zeitpunkt, den eitlen Bonds auch nur in die Enge zu treiben.

Dem Bode Miller sein Humor


Bode Miller hat beste Aussichten den Gesamt-Welt-Cup gewinnen. Denn nach diesem Wochenende in Norwegen liegt er mit deutlichem Vorsprung an der Spitze der Wertung. Genauso wie in der inoffiziellen Wertung im Videowettbewerb der internationalen Sportgrößen um Selbstdarstellung und Eigenwerbung. So selbstironisch wie der amerikanische Skifahrer, der in diesem Winter erstmals abseits vom verhassten Verband unterwegs ist, ist noch niemand mit seinem eigenen Ruhm umgegangen.
Blick zurück: Die Solo-Tour beginnt
Blick zurück: Mord und Totschlag in der Familie

1. März 2008

Klinsmann-Watch: Baseball für Bayern

Es werden nicht so viele gemerkt haben, dass hier am Freitag für eine kurze Zeit ein Beitrag über Jürgen Klinsmann und seinen Besuch beim Baseball in Arizona stand. Denn er verschwand wieder, als klar war, dass es für das Thema in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hinreichend Platz geben würde. Warum? Ganz einfach. Weil man sich als Blogger keinen Gefallen tut, wenn man eine exklusive, kleine Geschichte im Blog zu früh auf den Markt wirft. Da kann es einem nämlich passieren, dass man damit eventuell mitlesende Konkurrenten von anderen Medienkanälen wach macht und so die Exklusivität des Beitrags in der Zeitung sabotiert.

Es gibt zwar Indizien dafür, dass die meisten Kollegen keine Notiz von American Arena nehmen, weil der Blog als Grundkonzept und das Themenfeld wohl nur eine kleine Gruppe anspricht. Aber diese Prämisse ernsthaft testen möchte man lieber nicht. Nicht bei populären Aufhängern wie Fußball und Klinsmann und Bayern München.

Hier deshalb nur ein Appetithappen - ein Ausschnitt aus dem kurz hochgeschalteten Text vom Freitag. Für den, der mehr wissen will: Die Zeitung gibt's am Sonntag an jeder Tanke.

"Oben über der Isar, unweit der Clubanlage von Bayern München an der Grenze zwischen den beiden Stadtteilen Giesing und Harlaching, gab es mal vor Jahren ein Spielfeld, auf dem eine Handvoll von Menschen jeden Sommer unverdrossen Baseball spielte. Keine Ahnung, ob es das noch gibt. Wenn nicht, sollte man über eine Wiederaufstehung nachdenken. Jürgen Klinsmann kommt. Und weil er ein Mann ist, der in seiner Freizeit unablässig über irgendwelche querdenkenden Arbeitsmethoden räsonniert, und weil er in seiner Zeit in Kalifornien Baseball kennengelernt hat, hat er eine Verbindung zwischen dieser Sportart und ihrem Kronjuwel, genannt Major League Baseball, auf der einen Seite und dem professionellen Fußball entdeckt. Sicher nicht auf dem Spielfeld, wo man einen Knüppel in der Hand hält und sich entweder Anabolika gibt oder Kautabak oder beides. Aber irgendwo in der Chefetage. Dort, wo die Jungs zusammenkommen, die sich Gedanken über den Einkauf von neuen Spielern machen und nach einem System suchen, wie man Talent bewertet....."

Falten im Gesicht

Dem Elend, das sich mit dem Namen New York Knicks verbindet, meißelt die Geschichte regelmäßig neuen Falten ins Gesicht. Die jüngste besteht in der Personalpolitik von General Manager und Trainer Isiah Thomas, der seinem teuersten Spieler den Zutritt zu Heimspielen im Madison Square Garden verwehrt und ihn mit der Auflage belegt hat, nicht mit Journalisten zu sprechen. Stephon Marbury, der seit Januar an einer Knöchelverletzung leidet und zuerst deshalb nicht mehr aufgeboten werden konnte, scheint auch in der Zukunftsplanung der Mannschaft nicht mehr vorzukommen. Das Problem: Marbury ist nur dann etwas wert, wenn man ihn an einen anderen Club abgeben kann, der für den Spielmacher im Tausch ein paar brauchbare Basketballer abgibt. Ansonsten müssten ihn die Knicks aus seinem Vertrag herauskaufen, was ungefähr ebenso teuer ist, wie Isiah Thomas wegen Erfolglosigkeit zu entlassen. Sich von beiden zu trennen, wäre ein Millionengrab in Rekordgröße. Das Thema dürfte als nächstes eher zäh dahinplätschern, denn der Trade-Termin in der NBA ist vor kurzem verstrichen. Aber genausogut kann der keimende Zwist wie ein Feuerwerk explodieren. Die Zeit ist reif.
Blick zurück: Isiah und Starbury - zwei, die einander verdient haben

"Wie jeder andere auch"


Dies ist Dustin Carter. Er ist 18 Jahre alt und Ringer. Die Sportart ist in manchen Regionen der USA eine große Sache. Man ringt in der Schulmannschaft. Man kann Stipendien für Universitäten bekommen, in denen Ringen zum Sportangebot gehört. Dustin Carter lebt in Ohio und ist ein guter Ringer. Nicht nur für einen jemanden, dem im Alter von fünf Jahren die beiden Unterarme und die Beine unterhalb der Oberschenkel amputiert wurden. Wie er mit der Behinderung umgeht, zeigt das Video. "Ich ringe wie jeder andere auch", sagt er. (via sportsbybrooks und AOLFanhouse)