2. Januar 2008
Gatlin muss weiter aussitzen
Mehr zum Entwicklungsstand in Sachen Gatlin, Graham, Marion Jones (wir warten auf das Strafmaß) und einen Namen, den wir bislang noch gar nicht auf dem Radarschirm hatten, findet man bei faz.net. Überschrift: "Ich bin meiner Chance beraubt worden". Der Text wird morgen in der Printausgabe erscheinen.
Blick zurück: Die Akte Marion Jones
Blick zurück: Justin Gatlin probierte es mit Football - vergeblich
Blick zurück: Trevor Graham angeklagt
9. Mai 2007
Gatlin probiert's mit Football
Blick zurück: Den Plan gab es schon länger
Blick zurück: Acht Jahre sind kein Pappenstiel
29. November 2006
Gatlin in die NFL?
22. August 2006
Happige Sperre für Gatlin: Acht Jahre
Der amerikanische Sprinter Justin Gatlin hat eine achtjährige Sperre der US-Anti-Doping-Agentur Usada akzeptiert und will ihr helfen, weiteren Sündern auf die Schliche zu kommen. Das meldet soeben die Nachrichtenagentur AP. Der 24jährige Goldmedaillengewinner von Athen war bei einer Urinprobe im April aufgefallen und war im Mai in Doha über 100 Meter die Weltrekordzeit von 9,77 Sekunden gelaufen. Die Hoffnungen der Dopingfahnder dürften darauf abzielen, Gatlins Trainer Trevor Graham zu bestrafen, der im Laufe der letzten Jahre eine ganze Reihe von überführten amerikanischen Leichtathleten betreut hat. Das Arrangement mit der Dopingaufsicht lässt Gatlin die Tür offen, im Rahmen weiterer Verhandlungen auf eine kürzere Sperre hinzuarbeiten.
Blick zurück: Die Nike-Connection - Prügel für den Masseur
Blick zurück: Der Nachtwächter ist aufgewacht - Hausverbot für Graham
Blick zurück: Je schneller desto Do(ha)ping - das Zielfoto vom Weltrekordlauf
3. August 2006
Die Nike-Connection
Und gib uns unsere tägliche Doping-Meldung heute und vergib uns unsere Schuld: Der von Justin Gatlin und seinem Trainer Trevor Graham bezichtigte Masseur sagt, er habe saubere Hände. Das ist wichtig. Denn angeblich soll er mit diesen Händen dem der illegalen Manipulation überführten Sprinter - ganz heimlich und in fiesester Absicht - das Testosteron in die Haut gerieben haben. Der Masseur heißt Christopher Whetstine und arbeitet für Nike. Diese Information ist vielleicht auch wichtig. Denn Gatlin arbeitet für Nike (wahrscheinlich bald nicht mehr). Der Schuhhersteller stellte übrigens dem Therapeuten, der vor ein paar Jahren wegen Marihuana-Besitz bestraft wurde, und früher auch schon die harten Muskeln von Marion Jones geknetet hatte, ein gutes Führungszeugnis aus.Aber jetzt kommt's: Wie jede gute Geschichte hat auch diese einen interessanten Dreh. Der 42-jährige erholt sich zur Zeit von Verletzungen, die er sich am 22. Juni während der amerikanischen Leichtathletikmeisterschaften zugezogen hatte. Er wurde vor einem Hotel in Indianapolis von jemandem attackiert. Der Verdächtige: Der ehemalige Weitspringer Llewellyn Starks, der ebenfalls für Nike arbeitet und als Berater von Marion Jones und Tim Montgomery gearbeitet hat. So steht es heute in der New York Times.
Blick zurück: Hier die erste Gatlin-Geschichte von vor ein paar Tagen
Blick zurück Teil 2: Hier der Rekordlauf von Doha im Fernsehen
31. Juli 2006
Justin Gatlin flog nach Qatar, um der Welt zu zeigen, was in ihm steckt. Die Scheichs waren zufrieden. Solche Rekorde sehen sie nicht alle Tage. Dieser Clip aus dem YouTube-Fundus stammt aus einem Land mit einer schwer verständlichen Sprache. Wir tippen auf Norwegisch. Hat jemand eine bessere Idee?
30. Juli 2006
Je schneller desto Do(ha)ping
Kaum schläft man mal einen Tag länger, verpaßt man einen richtig dicken Doping-Fall. Und wer wurde erwischt? Ein Amerikaner. Der schnellste von allen - Justin Gatlin sein Name (Bild oben bei seinem Rekordlauf in Doha). Das heißt, der Ordnung halber sei gesagt: Wir warten noch auf die Aufdeckung einer spektakulären Konspirationstheorie, die von seinem Trainer Trevor Graham in die Welt gesetzt wurde: Er kennt angeblich den wahren Täter. Der hat Gatlin das Zeug heimlich verabreicht: um ihn in Schwierigkeiten zu bringen.Warum ist das so interessant? Graham sitzt selber in der Tinte. Er hat zwar die berühmte Spritze aus dem BALCO-Labor herausgerückt und auf diese Weise dazu beigetragen, den massiven amerikanischen Drogenmissbrauch aufzudecken. Aber er hat vor der Staatsanwaltschaft, die den BALCO-Fall untersuchte, behauptet, er habe nichts gewusst und nichts getan - auch nicht seiner ehemaligen Sprinterin Marion Jones den leistungssteigernden Stoff besorgt. Diese Aussage wird von dem Mann bestritten, der als Schlepper sehr viel Zeug illegal aus Mexiko über die Grenze gebracht hat und Blutproben dem Graham-Stall nach Mexiko, wo sie unauffällig überprüft werden konnte. Grahams Problem: Er könnte wegen uneidlicher Falschaussage angeklagt werden. Wir reden - im Falle eines Schuldspruchs - von einer Gefängnisstrafe.
Das hübscheste Nugget heben wir uns für den Schluss auf: Gatlins Name stand schon vor Jahren in einem Memo, das BALCO-Chef Viktor Conte an Athleten schicken wollte. Darin erklärte er, dass es ein Mittel gäbe - "Testosteron Undeconat" - das dafür sorgt, dass man nach einer Woche keine Dopingspuren mehr im Körper habe. Diese Info von den beiden investigativ arbeitenden Kollegen vom San Francisco Chronicle. Siehe Ihre Geschichte vom Sonntag. Der Hinweis auf Ihr Buch steht hier