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2. August 2009

In New York ein Thema: die "bayerische Diva" Ribéry

"Nun – Bayern München ist in soweit einzigartig, als die Clubverantwortlichen – Franz Beckenbauer, Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß — ehemalige Spieler sind. Sie sollten wissen, dass, nur eines schlimmer ist als ein missmutiger Spieler im Trainingslager: ein missmutiger, verletzter Spieler."

"Seine Schmerzen werden noch dadurch verstärkt, dass er andere Schlagzeilen in der deutschen Presse lesen muss. Einst war er 'Kaiser Franck', jetzt ist er die 'bayerische Diva'."

"Niemand anderer als Zinédine Zidane ist Berater von Reals wiederernanntem Präsidenten Florentino Pérez. Es ist klar, dass Zidane seinem Präsidenten gesagt hat, dass er ihm Ribéry besorgen kann. Zidane und Ribéry haben während der Transferperiode immer wieder miteinander gesprochen."

"'Die Leute reden über meine Zukunft', sagte er am Wochenende der französischen Sportzeitung L’Équipe. 'Einige stehen unter großem Druck. Und meine Zukunft ist für die ein großes Problem. Das stört mich nicht. Die Offiziellen von Bayern wollen mich nicht gehen lassen. Sie hängen an mir. Sie lieben mich. Ich weiß zu schätzen, dass sie mich verteidigt haben, nachdem Herr Beckenbauer mich kritisiert hat. Wenn ich jemals Bayern verlasse, würde ich das gerne im Einvernehmen tun.'"

Das sind Zitate aus dem aktuellen Artikel von Rob Hughes in der New York Times über die Situation von Franck Ribéry in München. Frisch auf den Tisch. Dazu noch ein Lesetipp – eine nur unwesentlich ältere Geschichte von Hughes über ein Fußball-Küken aus Bolivien, das mit zwölf seinen ersten Auftritt in der ersten bolivianischen Liga hatte (der Vater, ein ehemaliger Nationalspieler ist der Trainer).

Übrigens: Es gibt Leute in den USA, die sich für Fußball interessieren. Los Angeles Galaxy gegen FC Barcelona gestern in der Rose Bowl in Pasadena brachte 93.000 Zuschauer auf die Beine. Ein Hauch mehr als die 90.000 beim Endspiel der Frauen-WM 1999.

2. Juni 2008

Von allen guten Ghostwritern verlassen

Wie wertvoll kann ein Buch sein, dass Zinedine Zidane schreibt? Oder sagen wir besser: Dass Zinedine Zidane mit Hilfe von zahlreichen Ghostwritern verfertigt? So wertvoll, dass Einbrecher die Computer stehlen, auf denen die Ghostwriter die Manuskripte erstellen? Offensichtlich. Sonst gäbe es nicht diese bizarre Geschichte zu erzählen, die uns auf dem Umweg über Italien und SportsbyBrooks erreicht. Das Leben des 35jährigen ist nicht einfach: Eigentlich hatte man fest mit ihm in Australien gerechnet - zusammen mit den Recken der 98er WM, die dieser Tage durch die Gegend tingeln. Bis auf so ferne Inseln wie Neu-Kaledonien. Aber angeblich hat der Franzose die Faxen dick, dass Leute mit seinem Namen Geschäfte machen. Und nun ist er abgetaucht.

1. April 2007

Wenn die Kettenhunde bellen

Mit einer einzigen faustdicken Behauptung bekommt man bei der Bild-Zeitung noch jedes Mal ein Echo. Es gibt die Leute, die's glauben und dann auch noch gerne übernehmen - was in Zeiten des Internets zu einer Kaskade von Nachrichten führt. Und es gibt die Leute, die's dementieren, was den gleichen Effekt hat: Das Bellen der Kettenhunde aus Hamburg wird erhört. Machen wir's kurz: Zinedine Zidane (Bild: "Wahrscheinlich bald wie „Becks“ in Hollywood") wird ganz bestimmt nicht für die Los Angeles Galaxy spielen. Nicht solange nicht die Regeln von Major League Soccer über die Verpflichtung teurer Spieler auf den Müll geworfen werden. Und ehe das passiert, wird man sich an der Spitze der Liga (und nur dort werden solche Sachen entschieden, nicht in Los Angeles oder an den anderen Standorten) überlegen, wie man das Gleichgewicht der Kräfte steuern kann. Niemand in den USA will eine Mannschaft, die alle überragt und den Rest als Kanonenfutter betrachtet. Und noch dies aus amerikanischer Sicht zur Bild-Zeitung: Die hatte auch schon behauptet, dass David Beckham Los Angeles Galaxy aufkauft. Und die sah auch Klinsmann bereits als Trainer der amerikanischen Nationalmannschaft. Mal schauen, was sie noch alles aus der neuen Konstellation mit Beckham in Kalifornien herausholt. Für die eine oder andere Falschmeldung sollte es noch allemal reichen.
Blick zurück: Beckhams Vertrag ist das Problem in Sachen Zidane
Blick zurück: Die ersten Gerüchte rund um Zidane und MLS
Blick zurück: Die Regeländerung, die den Umzug von Beckham möglich machte, besagt: Nur ein teurer Spieler pro Club ist drin

26. Februar 2007

US-Fußball: Eigentor in Sachen Zidane

Als das Umfeld der Los Angeles Galaxy und von David Beckham im Januar offiziell den Wechsel des Engländers in die amerikanische Fußballliga bestätigte, haben die Beteiligten vermutlich ein hübsches Eigentor geschossen. Die Nachricht wurde von der sagenhaften Summe gekrönt, die der Spielmacher von Real Madrid angeblich in den USA verdienen würde: 250 Millionen Dollar. Wie hoch das Gehalt tatsächlich ist, sickerte inzwischen durch. Es ist ungefähr ein Zehntel. Zu spät jedoch um die Gespräche wieder anzukurbeln, die es neulich mit Zinedine Zidane gegeben hatte. Denn der Franzose soll, als ihm ein Comeback in Major League Soccer angetragen wurde, seinen Preis mit 15 Millionen Dollar im Jahr angesetzt haben. Auch das eine exorbitante Summe für einen Spielbetrieb, der noch immer mehr Geld kostet, als er abwirft. So viel hat man weder in New York noch in Chicago übrig. Und auch nicht in Los Angeles, wo die inflationierte Beckham-Zahl voller Stolz aufgebracht worden war. Bei einer angemesseneren Nachrichtengebung hätte man Zidane sicher auch für 3 bis 4 Millionen Dollar unter Vertrag nehmen können. Und er wäre es wert gewesen. Mit 34 Jahren ist gut genug, um auf dem Niveau von MLS noch spielerisch zu glänzen. Vom Public-Relations-Effekt gar nicht zu reden (vie espn.soccernet).

17. Februar 2007

Das Gerücht des Tages: Zidane verhandelt mit Chicago Fire

Noch eine Geschichte mit einem Fragezeichen, aber nicht minder signifikant: Die Washington Post meldet auf ihrer Webseite, dass sich Zinedine Zidane nicht mit den New York Red Bulls über ein Comeback unterhält, sondern mit Chicago Fire. Eine Entscheidung könnte eventuell sogar schon Montag bekanntgegeben werden. Chicago gehört so wie dem neuen Beckham-Club Los Angeles Galaxy der Anschutz Entertainment Group, die womöglich weit besser als Getränkehersteller Red Bull in der Lage ist, die finanziellen Wünsche des Franzosen zu bedienen.
Blick zurück: Zidane in New York, wo die Spekulationen begannen

9. Februar 2007

Zidane in New York: Kommt er zu den Red Bulls?

Als der kleine dicke Rooney vor ein paar Wochen in New York war, hat das niemand weiter beschäftigt. Major League Soccer vor Beckham: ein stilles Wasser. Diese Woche taucht Zinedine Zidane in der Stadt auf, und schon geht es los: Kommt er vielleicht zu den New York Red Bulls? Major League mit Beckham: eine Geräuschkulisse von einer gewissen Phonstärke. Dabei war an dem Besuch nichts weiter auffallend: adidas hat eine Y3-Linie. Manhattan hatte Fashion Week. Zidane hatte Zeit. Was sonst? Ja, was sonst?

Jeff Agoos, zur Zeit Technischer Direktor des Clubs, der von Jamie Trecker auf foxsports.com neuerdings liebevoll mit NYRB abgekürzt wird (ein Fimmel aus England, wo man QPR kennt), klang ziemlich dementativ: "Wir haben nicht mit ihm geredet. Und ich habe keine Pläne, ihn in der nahen Zukunft zu sehen." Aber man sei natürlich daran interessiert, ihn zu haben.

Im Liga-Büro herrscht merkwürdige Abneigung, überhaupt etwas zu sagen. Das klingt schon wieder verdächtig nach vielleicht reden sie doch. Demnächst mehr.