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15. Januar 2010
Agent Zero geht mindestens sechs Monate ins Gefängnis
Gilbert Arenas wird ins Gefängnis gehen müssen. Das ist die Konsequenz eines Schuldgeständnisses, das er am Freitag vor Gericht in Washington abgelegt hat. Zum Strafmaß wird noch spekuliert. Aber unter sechs Monaten Freiheitszentzug gibt's für diese Verstöße gegen das Waffengesetz nichts. Das ist die Unterkante. Täter in schwereren Fällen erhalten bis zu fünf Jahren. Die nächste Frage: Werden sich die Wizards auf den Rahmentarifvertrag berufen und den mit insgesamt 111 Millionen Dollar bestens dotierten Vertrag aufkündigen? Ein Experte in einem Online-Chat der Washington Post wusste zu diesem Thema zumindest so viel: "Obwohl der Text auf Arenas Handlungsweise anwendbar scheint, hat noch keine Mannschaft die Klausel 16 [des Vertrags] erfolgreich umsetzen können. Zwei kleine Beispiele: Die Warriores habe das mit Latrell Srrewell versucht, nachdem er seinen Trainer gewürgt hatte. Ein Schiedsgericht entschied, dass das Verhalten war schrecklich sei, aber nicht notwendigerweise schwer genug, um seinen Vertrag aufzulösen. Das andere Beispiel war Vin Baker und die Celtics. Die Celtics haben ihm am Ende zu einem Buyout überredet, bei dem er ungefähr die Hälfte des Geldes erhielt, das ihm andernfalls im Rahmen seines Vertrages zustand. "
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25. Oktober 2009
Jetzt redet Trevor Graham
Die Weißwaschkampagne des ehemaligen Trainers von Marion Jones, Tim Montgomery und Justin Gatlin hat begonnen. New-York-Times-Reporter Duff Wilson durfte Trevor Graham in seinem Haus in Raleigh/North Carolina besuchen, wo er bis zum letzten Freitag als Teil seiner Strafe unter Hausarrest stand. Graham hatte eines die Kanüle mit jenem Stoff an ein Dopinglabor in Los Angeles geschickt, die das Ausmaß der bestens verschleierten Dopingaktivitäten der Firma BALCO dokumentierten. Der amerikanische Leichtathletikverband hat Graham auf Lebzeiten gesperrt. Angeblich trainiert er jedoch wieder Sportler. Welche das sind, wollte er der Zeitung nicht verraten. Nur soviel wollte er sagen: Natürlich hat er niemals niemandem Dopingmittel gegeben. Wer etwas anderes im Prozess gegen ihn gesagt hat, der habe gelogen. Graham gegen den Rest der Welt...
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2. Januar 2008
Gatlin muss weiter aussitzen
Der amerikanische Sprinter Justin Gatlin wollte eigentlich noch in diesem Jahr wieder seine Spikes anziehen und in Peking seine Goldmedaille von Athen über 100 Meter verteidigen. Daraus wird nichts. Das von ihm angerufene Schiedsgericht reduzierte zwar seine ursprüngliche Sperre von acht auf vier Jahre. Aber das bedeutet, dass er erst 2010 wieder einsteigen kann. Dann ist er 27 Jahre alt. Und bis dahin muss er sich irgendwie finanziell über Wasser halten. Wie teuer es werden kann, wenn man in die Aufklärung von Dopingfällen verwickelt wird und angehalten wird, die Wahrheit zu sagen, muss gerade Gatlins ehemaliger Trainer Trevor Graham feststellen. Der wartet noch immer auf seinen Prozess wegen uneidlicher Falschaussage - ein Kollateralfall der BALCO-Ermittlungen. Aber Grund für die letzte Verzögerung waren seine wirtschaftlichen Verhältnisse. Graham muss auf einen Pflichtverteidiger zurückgreifen, der sich erst noch in den Fall einarbeiten muss.
Mehr zum Entwicklungsstand in Sachen Gatlin, Graham, Marion Jones (wir warten auf das Strafmaß) und einen Namen, den wir bislang noch gar nicht auf dem Radarschirm hatten, findet man bei faz.net. Überschrift: "Ich bin meiner Chance beraubt worden". Der Text wird morgen in der Printausgabe erscheinen.
Blick zurück: Die Akte Marion Jones
Blick zurück: Justin Gatlin probierte es mit Football - vergeblich
Blick zurück: Trevor Graham angeklagt
Mehr zum Entwicklungsstand in Sachen Gatlin, Graham, Marion Jones (wir warten auf das Strafmaß) und einen Namen, den wir bislang noch gar nicht auf dem Radarschirm hatten, findet man bei faz.net. Überschrift: "Ich bin meiner Chance beraubt worden". Der Text wird morgen in der Printausgabe erscheinen.
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4. Oktober 2007
Got steroids?
Wie sie aussieht, hatten wir schon vorher geahnt und nannten sie deshalb hier:
"die hinreichend belastete Sprinterin Marion Jones" und zitierten hier vor einem Jahr den Sprinter Ato Bolton, der gesagt hatte: Es sei doch „jedem mit Verstand“ klar gewesen, daß Jones „im Grunde ihre ganze Laufbahn gedopt war“.
Nachtrag vom Freitag: Es kam wie von den Zeitungen prophezeit. Marion Jones traf in White Plains im Gerichtsgebäude ein, wo Fotografen und Fernsehkameras auf sie warteten. Der Rest wird sich in den nächsten Tagen entwickeln. Erstaunlich wie gering das Interesse in den Sportpublikationen in den USA an der Entwicklung ist. Während die großen Tageszeitungen das Thema ausführlich abgehandelt haben, betrachten es die Online-News-Portale offensichtlich eher als Petitesse. Kein Wunder, bei den vielen Kriminalfällen, in die Sportler in wachsendem Maße verwickelt sind. Dazu kommt: Leichtathletik ist tatsächlich eine Randsportart. Eine Extrem-Randsportart. Meinen Bericht in der FAZ vom Samstag gibt es online, wenn auch ohne die Nennung des Autorennamens.
Nachtrag vom Samstag: Ein weiterer Beitrag - für die Samstagausgabe des Züricher Tages-Anzeiger - wurde ebenfalls hochgeschaltet.
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30. September 2007
Nowitzki und der "Tractor": Tuckern in den Knast
Die Akte Robert "Tractor" Traylor wird sich Dirk Nowitzki bestimmt nicht en detail anschauen. Wahrscheinlich hat er den Mann noch nie in seinem Leben bewusst wahr genommen. Auch wenn er gegen ihn gespielt haben dürfte, in den wenigen Jahren, in denen der der an Nummer 6 gedraftete schwarze Forward in Milwaukee unter Vertrag war, in Cleveland und in Charlotte. Denn für Nowitzki war Traylor keine bemerkenswerte Figur, sondern einfach nur der Mann, gegen den er bei der Draft 1998 eingetauscht wurde, weil Don Nelson von den Dallas Mavericks einen Plan hatte. Und getauscht wird in der NBA viel und am laufenden Band.
Also wollen wir es kurz machen, nachdem wir bereits vor ein paar Monaten den Fall skizziert hatten. Traylor hat nach Angaben des amerikanischen Justizministeriums folgende Strafe erhalten, weil er die Steuerbehörden an der Nase herum führte, um einem Freund zu helfen, der massiv in Drogengeschäften verwickelt war und Einnahmen von 4 Millionen Dollar waschen wollte: drei Monate in einem sogenannten half-way house, was in Deutschland einer offenen Justizvollzugsanstalt entspräche. Danach sind noch drei Monate Hausarrest an der Reihe. Und das Ganze wurde mit drei Jahren Bewährung dekoriert, damit der 30jährige nicht so rasch wieder auf dumme Gedanken kommt. Traylor spielt zur Zeit in Puerto Rico und darf mit dem Antritt der Strafe so lange warten, bis die Saison vorbei ist. Er hatte die ihm zur Last gelegten Taten zugegeben und wurde deshalb etwas entgegenkommender behandelt.
Also wollen wir es kurz machen, nachdem wir bereits vor ein paar Monaten den Fall skizziert hatten. Traylor hat nach Angaben des amerikanischen Justizministeriums folgende Strafe erhalten, weil er die Steuerbehörden an der Nase herum führte, um einem Freund zu helfen, der massiv in Drogengeschäften verwickelt war und Einnahmen von 4 Millionen Dollar waschen wollte: drei Monate in einem sogenannten half-way house, was in Deutschland einer offenen Justizvollzugsanstalt entspräche. Danach sind noch drei Monate Hausarrest an der Reihe. Und das Ganze wurde mit drei Jahren Bewährung dekoriert, damit der 30jährige nicht so rasch wieder auf dumme Gedanken kommt. Traylor spielt zur Zeit in Puerto Rico und darf mit dem Antritt der Strafe so lange warten, bis die Saison vorbei ist. Er hatte die ihm zur Last gelegten Taten zugegeben und wurde deshalb etwas entgegenkommender behandelt.
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14. September 2007
Werkspionage: Liga geht Belichick heftig ans Portemonnaie
Bill Belichick ist der beste Coach in der National Football League. Ab jetzt wird diese Aussage mit einem Sternchen versehen werden müssen. Die Liga hat ihm gestern eine Geldstrafe von 500.000 Dollar verpasst, weil man ihn für die Videoaktion verantwortlich macht, die am Sonntag während der Begegnung der New England Patriots und New York Jets aufgeflogen war. Die Patriots dürfen noch 250.ooo Dollar oben drauf legen und müssen auf den Erst-Runden-Draft-Platz im nächsten Jahr verzichten, falls sie die Playoffs erreichen (falls nicht wird ihnen statt dessen auf den Zweit-Runden- und den Dritt-Runden-Pick abgeknöpft). Das Vergehen: Belichick hatte einen Assistenten beauftragt, die verschlüsselten Signale zu filmen, mit denen die Defensive Coaches der Jets an die Spieler auf dem Platz kommunizieren. Wer solche Informationen sammelt, hat unter Umständen einen taktischen Vorteil. Weshalb die Liga solche Art der Werkspionage verboten hat. Die Strafe ist die höchste, die die Liga je gegen einen Trainer verhängt hat.
Blick zurück: Die erste Meldung über den Fall
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12. September 2007
Buffalo und Bill: Extreme in der NFL
Das erste Wochenende der NFL-Saison produzierte zwei extreme Fälle: die Verletzung eines Spielers der Buffallo Bills, dessen erste Prognose der schiere Horror war. Ärzte befürchteten, dass er für den Rest seines Lebens von der Schulter abwärts gelähmt bleiben würde. Seit gestern abend klingen die Aussichten sehr viel besser. Auch weil die Unfallmedizin immer besser wird. So wurde Tight End Kevin Everett innerhalb kurzer Zeit eine gut gekühlte Salzlösung gespritzt, die dafür sorgte, seine Körpertemperatur abzusenken. Der Prozess verhinderte Schwellungen in den kritischen Zonen des Rückenmarks.
Wie man allerdings den für seine cholerischen Anfälle bekannten Trainer der New England Patriots runterkühlen wird, ist noch nicht klar. Denn Bill Belichik und sein Stab wurden erneut dabei erwischt, Handzeichen einer gegnerischen Mannschaft mit Hilfe einer Videokamera aufzuzeichnen. So etwas ist sicher nicht halb so schlimm wie das Ausrichten von Hundekämpfen, zeigt aber wie weit der als großer Taktiker verehrte Coach geht, um sich so viele Vorteil wie möglich zu verschaffen. Was ist das Problem? Die NFL hat Regeln, wonach solches Verhalten schlichtweg verboten ist. Was ist das größere Problem? Belichick kann nicht so tun, als habe da ein kleiner Angestellter in seinem Laden aus freien Stücken ein bisschen Werkspionage betrieben, die ihm persönlich gar keinen Nutzen bringt. Die Sache war einem Offiziellen der New York Jets aufgefallen und wurde an die Liga weiter gemeldet. Die konfiszierte die Kamera und fand eindeutige Belege für das Fehlverhalten. Von den Patriots gab es noch keine Stellungnahme. Aber man kann sich vorstellen, warum: Erst mal wurde der arme Kameramann in Grund und Boden gestampft, weil er er so blöd war, sich erwischen zu lassen. Und als nächstes wird an einer Formulierung gebastelt, die den Eindruck erwecken soll, als habe die Führung keine Ahnung von dem gesetzlosen Treiben ihrer Mitarbeiter.
Sobald sich der von den Patriots geworfene Nebel verzogen hat, wird der Commissioner die Strafe verhängen. Die könnte happig ausfallen. Insider munkeln, dass die Liga für solches Treiben den Verlust von Draftplätzen verhängt.
Blick zurück: Die Rolle von Belichick in einem schmuddeligen Scheidungsprozess
Wie man allerdings den für seine cholerischen Anfälle bekannten Trainer der New England Patriots runterkühlen wird, ist noch nicht klar. Denn Bill Belichik und sein Stab wurden erneut dabei erwischt, Handzeichen einer gegnerischen Mannschaft mit Hilfe einer Videokamera aufzuzeichnen. So etwas ist sicher nicht halb so schlimm wie das Ausrichten von Hundekämpfen, zeigt aber wie weit der als großer Taktiker verehrte Coach geht, um sich so viele Vorteil wie möglich zu verschaffen. Was ist das Problem? Die NFL hat Regeln, wonach solches Verhalten schlichtweg verboten ist. Was ist das größere Problem? Belichick kann nicht so tun, als habe da ein kleiner Angestellter in seinem Laden aus freien Stücken ein bisschen Werkspionage betrieben, die ihm persönlich gar keinen Nutzen bringt. Die Sache war einem Offiziellen der New York Jets aufgefallen und wurde an die Liga weiter gemeldet. Die konfiszierte die Kamera und fand eindeutige Belege für das Fehlverhalten. Von den Patriots gab es noch keine Stellungnahme. Aber man kann sich vorstellen, warum: Erst mal wurde der arme Kameramann in Grund und Boden gestampft, weil er er so blöd war, sich erwischen zu lassen. Und als nächstes wird an einer Formulierung gebastelt, die den Eindruck erwecken soll, als habe die Führung keine Ahnung von dem gesetzlosen Treiben ihrer Mitarbeiter.
Sobald sich der von den Patriots geworfene Nebel verzogen hat, wird der Commissioner die Strafe verhängen. Die könnte happig ausfallen. Insider munkeln, dass die Liga für solches Treiben den Verlust von Draftplätzen verhängt.
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11. September 2007
Super-Bowl-Nachspiel: Janets Brust vor Gericht
CBS zog gegen die Klatsche vor Gericht, wo das Verfahren inzwischen die zweite Instanz erreicht hat. In den juristisch relevanten Details des Streitfalls geht es um die Frage, ob etwas, das so flüchtig von einer Kamera eingefangen wird und im Kontext der Übertragung jeden überrascht, inklusive den Regisseur, überhaupt ein Verstoß gegen die guten Sitten sein kann, wie sie vom Gesetz definiert werden.
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20. August 2007
Erfolg für die Behörden: Vick wird sich schuldig bekennen
Wer die Vorgeschichte nacharbeiten will: Die wurde auf American Arena im Laufe der letzten Wochen ausführlich abgehandelt und kann mit einem Klick auf dieses Link abgerufen werden.
Nachtrag: Bei Sports By Brooks gab es diesen Hinweis auf einen älteren Fall von Tierquälerei und Hundekämpfen in South Carolina. Da wurde vor drei Jahren ein Pit-Bull-Züchter, der sich für schuldig bekannt hatte, zu 40 (in Worten: vierzig) Jahren Gefängnis verurteilt. Der Mann war damals 57.
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20. Mai 2007
Stallone: Geldstrafe für illegalen Hormonimport
Sylester Stallone ist in Australien noch einmal ganz preiswert davon gekommen. Er bekannte sich in der vergangenen Woche von Ferne schuldig, illegal Wachstumshormone ins Land eingeführt zu haben und wurde mit einer Geldstrafe von 3.000 Dollar belegt und muss die Gerichtskosten von 10.000 Dollar übernehmen. So viel sollte der Film Rocky Balboa allein in Australien eingespielt haben, wohin der 60jährige eigens gereist war, um den Werberummel um den Streifen anzuheizen. Wir haken das Kapitel hiermit ab.
Blick zurück: Die Vorgeschichte aus dem Februar
Blick zurück: Die Vorgeschichte aus dem Februar
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19. April 2007
100.000 Dollar Strafe fürs falsche Käppi
Erst hat einer kein Glück, und dann kommt auch noch Pech dazu. So ist es Brian Urlacher ergangen, der als Linebacker der Chicago Bears den langsamen Leistungsanstieg der Mannschaft bis hin zum Super-Bowl-Niveau personifiziert. Denn zuerst verlor er mit seiner Verteidigung recht sanglos das diesjährige Finale gegen das Laufspiel der Indianapolis Colts. Und nun kam auch noch eine Strafe von 100.000 Dollar dazu. Urlacher hatte am Media Day eine Kappe mit einem Sponsoren-Logo getragen, das nicht von der National Football League autorisiert war. Gatorade ist der offizielle Sponsor. Der Linebacker trat mit "vitaminwater" an (siehe auch den Bären-Werbespot mit Urlacher oben). Die NFL hat eine Preisliste für solche Verfehlungen: Bei einem normalen Spiel kostet das 10.000 Dollar. Beim Pro Bowl 50.000 Dollar. Die NFL wacht so akribisch und eiesenhart wie kaum ein anderes Sportunternehmen in der Welt darauf, dass sich niemand in ihrer Reichweite irgendwelche Freiheiten herausnimmt.
Die lustigste Geschichte ist nachwievor der Streit mit einer Jura-Professorin in New York, die in ihrem Blog nichts anderes getan hatte, als das Video vom Copyright-Verweis der Liga aus dem Abspann von Fernsehübertragungen zu zeigen. In dem Schnipsel wird sinngemäß gesagt, dass jeder andere Gebrauch des TV-Materials als zu privaten Zwecken nicht gestattet ist. Das war der NFL bereits zuviel, zumal sich Wendy Seltzer kritisch mit der Frage beschäftigte, ob die Liga mit ihren Copyright-Ansprüchen überhaupt im Recht sei. Denn die Gesetze in den USA besagen, dass man das Urheberrecht nicht total restriktiv anwenden kann. Es gibt eine sogenannte Fair-Use-Klausel, die unter anderem gestattet, dass Akademiker und Lehrer (und natürlich auch die Medien in einem journalistisch definierten, engen Rahmen) das geschützte Material verwenden dürfen, ohne um Erlaubnis zu bitten und ohne Lizenzen zu zahlen. Seltzer wollte im Rahmen ihrer Arbeit klar machen, dass Urheberrechte-Inhaber gerne übertreiben, wenn sie deklarieren, was alles erlaubt ist und was nicht.
Die NFL verlangte von YouTube, dass sie das Belegvideo sperren. Seltzer kennt aber auch die Rechtssituation, so weit sie in den USA für das Internet angewendet wird. Und so berief sie sich in ihrer Gegenwehr auf einen Paragraphen, der Firmen dazu zwingt, das Material wieder zugänglich zu machen, wenn der erste Antragsteller gar kein Recht hat, den Zugang zu verweigern. YouTube reagierte darauf Wochen später wie von Ms. Seltzer gewünscht. Dann kam es zu einer neuen Runde, in der die NFL so tat, als gäbe es die Professorin gar nicht. YouTube knickte wieder ein. Nach einer erneuten Intervention wurde das Video Anfang April wieder freigeschaltet. Wendy Seltzer hatte darauf hingewiesen, dass sich die NFL vor Gericht mit ihr streiten muss, wenn sie sich durchsetzen wollen. Darauf scheint die Liga erst einmal zu verzichten. Den ganzen Vorgang kann man im Blog der Dame nachlesen.
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30. März 2007
Boca-Hooligan-Chef tritt vierjährige Gefängnisstrafe an
Argentiniens berühmtester Hooligan hat sich nach einer dreiwöchigen Flucht vor der Polizei am Donnerstag in Buenes Aires den Behörden gestellt. Auf ihn warten vier Jahre Gefängis wegen eines Zwischenfalls aus dem Jahre 1999. Der Knabe heißt Rafael Di Zeo und ist Chef von La Doce, die sich für Boca Juniors prügeln. Zahlreiche Freunde hatten sich vor dem Polizeigebäude versamelt und applaudierten ihm, meldete Reuters über den Moment, in dem sich Di Zeo zeigte (via The Offside)
Blick zurück: Argentiniens Hools als McKinseys ihrer mexikanischen Kollegen unterwegs
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25. Januar 2007
NFL macht Doping teurer
Die National Football League macht ihren dopenden Athleten das Leben ein bisschen schwerer. Es muss wohl irgendwann jemandem im Liga-Büro in New York aufgefallen sein, dass Spieler der Carolina Panthers munter Anabolika einnehmen konnten (auf Rezept, verschrieben von einem Arzt, der später dafür belangt wurde), aber bei keinem NFL-Test aufflogen. Man will jetzt, so meldet die New York Times, auch nach EPO fahnden und häufiger Urinproben nehmen. Die Spielergewerkschaft akzeptierte einen Katalog mit härteren finanziellen Strafen, bei denen erstmals auch ein Rückgriff auf die in der NFL sehr beliebten Vorabgarantiezahlungen (signing bonus) möglich wird. Außerdem sollen überführte Spieler nicht mehr mit solchen Auszeichungen wie der Teilnahme am Pro Bowl bedacht werden können. Auch das kann bei manchen ins Geld gehen. Denn viele Verträge haben Bonus-Klauseln, die auf Saisonleistungsstatistiken und sogenannten awards beruhen. Ab der kommenden Saison werden damit solche Widersprüche ausgeräumt wie im Fall des Linebackers Shawne Merriman (San Diego Chargers), der für vier Spiele gesperrt worden war, aber nach Honolulu zum Pro Bowl fliegen darf.
9. Oktober 2006
Geschwindner: Ein Jahr auf Bewährung
Laut Bild-Online hatte die Staatsanwaltschaft sogar 22 Monate Haft auf Bewährung gefordert, während die Verteidigung auf eine Verwarnung und 18 000 Euro Geldstrafe plädierte. Das interessanteste Detail der Meldung: Geschwindner hat die Steuerschulden beglichen.
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