Erste Einstimmung auf heute abend: Ein Text in der FAZ über das Partyprogramm der Fans der New Orleans Saints, die zum ersten Mal in der Geschichte des Clubs den Super Bowl erreicht haben und wenn es nach den Simulationen einer Reihe von Videospielen auch das Spiel gegen die Indianapolis Colts gewinnen wird. Zu dem ausführlichen Bericht von dieser Stelle noch ein paar Links zu einer wichtigen Figur: dem vor ein paar Jahren verstorbenen Sportreporter Bernard Diliberto, genannt Buddy D., der das alles nicht mehr erlebt hat:
• sein Wikipedia-Eintrag
• die Seite von Buddy's Broads, die sein Gedenken hochhalten
Go Saints:
Die Idee, ein derart altes Videospiel mit den Informationen von Anfang der Saison zu füttern, wurde von pwncastpodcast.com umgesetzt.Wer den Ausgang der Begegnung wissen will, sollte sie sich bis zum Schluß anschauen.
Nachtrag: Eine weitere Einstimmung auf das Match zwischen den Colts und den Saints: eine Geschichte über Peyton Manning, der nach einem Sieg heute in Miami voraussichtlich von den den meisten Football-Experten in den USA zum besten Quarterback aller Zeiten ernannt wird. (Der Text aus der FAS wurde vor kurzem online gestellt). Seine Qualitäten sind unbestritten. Was ihm an Charisma auf dem Platz fehlt, macht er in seinen Auftritten in den Werbespots wett. Hier ist eine Seite mit einer wirklich guten Auswahl. Darunter solchen, die beweisen, dass der Mann nicht nur Humor hat, sondern bereit ist, auf die sanfte Tour die gesamte Fankultur rund um die NFL zu karikieren. In der Kollektion fehlt übrigens der ESPN-Sportscenter-Spot, in dem die beiden Manning-Söhne so tun, als seien sie sieben Jahre alt und mit ihren Eltern auf einer Besichtigung des Senders unterwegs. Das Video darüber, was bei dem Projekt hinter den Kulissen ablief:
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7. Februar 2010
10. Dezember 2008
Smells like team spirit
Vasco da Gama muss absteigen. Ein Vorgang, der außerhalb der USA so alltäglich zum Ligasport dazu gehört, dass man darüber gar kein Wort verlieren muss (außer sich zu fragen: Wann wird das endlich abgeschafft und mit einem System ersetzt, das den wirtschaftlichen Gegebenheiten Rechnung trägt?) Aber so lange wollte dieser Fan der brasilianischen Mannschaft nicht warten. Er wollte mit abstürzen. Vom Dach des Stadions. Zum Glück gab es ein paar schnelle Helfer, die ihn von seinem Tun abbringen konnten. Dies sind die Fernsehbilder von den entscheidenden Minuten.
via Deadspin
via Deadspin
12. November 2008
Wenn der Archetyp mal muss
In der Evolutionsgeschichte des Sportfans gibt es eine neue Stufe zu vermelden: Nach dem Hooligan nun der Archetyp des betrunkenen weiblichen Zuschauers, den man nirgendwo so authentisch erlebt wie in den Kavernen des Stadions. Beleg? Dieses Video von einem College-Football-Match, das User waneils 1 bei YouTube abgeliefert hat. Die entscheidende Stelle: 1:13 Min und bitte genau hinsehen – eine wichtige Rolle wird von einer Tür gespielt (via Deadspin).
20. August 2008
Die Fans in Toronto haben die besten Papierschlangen
Major League Soccer hat in Toronto ganz deutlich Fuß gefasst. Nirgendwo in der Liga sind die Fans so animiert wie in der kanadischen Metropole. Ein schönes Beispiel neulich vom Heimspiel gegen Red Bull New York: eine Attacke mit Papierschlangen, die den ausführenden Schützen beim Eckstoß stört. Wenn das so weiter geht, kommt vielleicht sogar in den anderen Stadien Stimmung auf...
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18. August 2008
Zirkus auf den Rängen
Ein bisschen Englisch-Unterricht für Fußball-Fans. Deuce of Davenport hat ein Bild von einem Match aus England zwischen Wellington United und Maidstone aufgespürt. Mit vier Jungs, die ihr Missfallen über ein ganz schlappes Tor, das ihr Torwart kassiert hatte, wie Zirkusartisten artikulieren. Der erste ganz links verbeugt sich zum C. Der Zweite liegt auf dem Rücken und formt ein U. Der Dritte kniet und schafft so zumindest ein stilisiertes N. Und der Typ ganz rechts breitet die Arme aus und sieht aus wie ein T. Um mit Country Joe in Woodstock zu brüllen? "What's that spelled?
7. Juli 2008
Wortmann mal nicht am Stück, sondern ganz fein geschnitten
Die ersten 5 Minuten des neuen Wortmann-Œuvres sind draußen. Diesmal nicht im Kino und nicht für Geld, sondern als Klickfänger bei bild.de. Weshalb man sich eine Kritik ersparen kann. Zu dieser Arbeit kann sich schließlich jeder selbst in Nullkommanichts eine Meinung bilden. Nur so viel vorab: Der extrem einfallsreiche Titel Sommermärchen 2008 verrät schon, wie zukunftsweisend die Klebearbeit ausgefallen ist. Und das Ende des ersten Teils (zwei weitere werden folgen) macht so richtig neugierig auf die Fortsetzungen. Es klingt mit einem Satz aus dem Off aus, der wohl insgeheim das enorme Engagement des Produzenten preis gibt. "Mehr ist dazu nicht zu sagen", lautet er. Das sehen wir auch so.
Blick zurück: Wortmann und ein Herz, das erblüht
Blick zurück: Wortmann und ein Herz, das erblüht
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26. Juni 2008
Beruf: Super Fan
Es gibt im amerikanischen Mannschaftssport einen neuen Job: Super Fan oder auch Stimmungskanone. Eine Position für Leute mit schauspielerischen Ambitionen, geringem Selbstwertgefühl und Lust auf ganz viel Red Bull, um damit vor jedem Auftritt das Hirn unter Strom zu setzen. Die Aufgabe wird momentan noch sehr gut bezahlt. Mit 2000 Dollar pro Spiel. Mal sehen, wie sich die Honorare nach unten entwickeln, wenn sich mehr Leute melden, nachdem sie diese Geschichte über Cameron Hughes gelesen haben (via withleather).
6. Februar 2008
Kopfweh
Was wurde eigentlich aus dem Mann, der sich vor dem Super Bowl den Kopf tätowieren ließ, weil er dachte, dass sei eine prima Idee, seine Solidarität mit den New England Patriots zu demonstrieren? Er hatte einen neuerlichen Auftritt - in der Ortszeitung in New Hampshire, wo man wahrscheinlich nicht genug bekommt von Leuten, die im Rahmen ihrer ausgeprägten Zuneigung zum Football eine Deformation des Hirns erleben. Nach der Super-Bowl-Niederlage hatte er sich erst mal temporär den Rest des Verstands matt gesoffen. Aber Leute wie er schauen nicht Casablanca ("We'll always have Paris..."), sondern die schauen nach vorn.
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16. Januar 2008
Vor dem großen Spiel: Nicht duschen, bitte
Es gibt im kalten Norden der USA eine Theorie, die jeden Winter aufs Neue auf die Probe gestellt wird. Dann marschieren tausende von Fans der Green Bay Packers in das von kanadisch-arktischen Winden heruntergekühlte Stadion namens Lambeau Field, bewaffnet mit allem, was sie haben, vor allem mit den auf ihrer Haut sitzenden Abbauprodukten ihrer Körper. Denn die Theorie lautet: Wer vorher aus Gründen der Hygiene oder um der Umwelt den unangenehmen Geruch zu ersparen, unter die Dusche geht, hält die Temperaturen nicht aus. Angeblich haben die alten Partikel eine wärmedämmende Wirkung. Vielleicht ist es auch nur ein Ritual, wie das viele Urvölker pflegen. Denn eines ist klar: In der NFL sind die Packers-Fans so etwas wie das Urvolk schlechthin.Über solche Ratschläge allerdings hat man sich in dieser Woche in New York blendend amüsiert. Fördern sie doch den hinreichend gepflegten Hochmut in dieser unserer Stadt, dass der Rest der USA von einer unglaublichen großen Zahl von Dummköpfen bevölkert wird, deren Verhaltensmuster und Überlebensmechanismen man immer wieder gerne belächelt. Selbst in solchen Situationen, in denen Eli Manning und die New York Giants nach Wisconsin fliegen müssen und ein paar Zuschauer mitbringen, die auf dem Schwarzen Markt bis zu 2500 Dollar ausgeben, um ein Ticket zu ergattern. Ein Ticket für das Vergnügen, sich durch die Kälte zu zittern.
In Green Bay tut man allerdings mehr, um die Eindringlinge aus New York auf dem Feld der Ehre zu besiegen und die Anhängerschar bei Laune zu halten. Die Madison Church of Christ verlegt die Messe am Sonntag auf 16 Uhr vor, damit die Gläubigen auch alle kommen und beten - und zwar auch für den Sieg. Wie das in der Kirche riechen könnte, kann man sich vorstellen. Wie in einer schlecht gelüfteten Umkleidekabine. Es sei denn, die Messdiener geben gehörig mit Weihrauch Gas.
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3. Januar 2008
Das Millionengrab Fünfte Liga
Ebbsfleet United sollte schon bald jedem im kicker-Leser-Land und darüberhinaus zum Begriff werden. Ebbsfleet United? Ja. Oder wenn nicht, dann wenigstens dieser Name: myfootballclub.co.uk, eine Webadresse für mittlerweile 26.000 Fußballanhänger, die den Gegenwert von rund 70 Dollar bezahlt haben, um ein echtes Team in der unteren Etage des englischen Ligaalltags zu erwerben.An dem Projekt ist vieles bemerkenswert. Nicht zuletzt, dass 1.500 Anteilseigner in den USA sitzen, wie das Wall Street Journal gestern berichtete. Aber vor allem, dass diese Schar in Zukunft mit Hilfe von Online-Abstimmungen aus der Ferne das Schicksal des Clubs bestimmen will. Das ist nicht nur neu. Das ist auf eine faszinierende Weise nichts anderes als die Urform des Vereinskonzepts mit seinen Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen. Wenn auch mit einem etwas anderen Dreh. Denn die Urdemokratie der Aktionäre wird so weit gehen, über die Anschaffung von Spielern (und logischerweise auch den Rauswurf) abzustimmen. Wahrscheinlich wird auch die jeweilige Aufstellung einem Votum unterworfen. Das nennt man Micro-Management. Und da sträuben sich jedem graduierten und nicht graduierten Absolventen der Betriebswirtschaft die Haare. Oder sie kichern leise. Was vermutlich die Reaktion der Leser des Journals ist, dem besten Wirtschaftsblatt weltweit.
Reporter Max Colchester hat viele interessante Details ausgegraben, die einem die Dimension der Unternehmung verdeutlichen: Der Club aus der Grafschaft Kent, der 2005 komplett auf "professional" umgestellt wurde, frisst pro Jahr umgerechnet rund 3 Millionen Dollar auf. Davon gehen zwischen 600.000 und 800.000 für Spielergehälter drauf. Wenn man aber nur 1.000 Zuschauer pro Spiel auf die Beine bekommt und kaum Sponsorenhilfe, dann rutscht man damit unweigerlich ins Minus. Anders gesagt: In einer solchen Konstellation ist es auch egal, wer bestimmt, welche Kicker eingekauft werden und wer spielt. Das Projekt kann wirtschaftlich gar nicht funktionieren.
Die Geldinfusion der Webinvestorengruppe wird bei umgerechnet rund 1,1 Millionen Dollar liegen, wie der Daily Telegraph berichtet, der ebenfalls Mini-Mitaktionär bei der Webaktion ist. Wenn nicht in Ebbsfleet, das regional unter anderem gegen Teams aus Oxford und Cambridge spielt, dann woanders. In Kent, derzeit Platz 9 in der Blue Square Premier Division, was die fünfte Klasse im englischen Spielbetrieb ist, träumt man derweil noch vom Aufstieg in die League 2, die nach den merkwürdigen euphemistischen Gebräuchen der Engländer nur die vierte Liga darstellt.
Nur eines allerdings ist wirklich sicher: Dass demnächst der Eurostar auf dem Weg zwischen London und Paris auf dem neuen Bahnhof in Ebbsfleet hält. Das Zugunternehmen ist der Sponsor des Clubs.
29. Mai 2007
Alle im selben Hemd
Der neue Beitrag für die NBA Blog Squad dreht sich um die seltsame Bereitschaft von Anhängern amerikanischer Basketballteams, beim Spiel alle in dieselben T-Shirts zu schlüpfen. Man denkt unweigerlich an Orwell, an Leni Riefenstahl und irgendwie auch an Kindergarten.
21. Mai 2007
Wir kaufen uns einen Fußball-Club - auf englische Art
Als früher Leser von Wallrafs Unerwünschten Reportagen habe ich mich lange gefragt, weshalb Arbeitnehmer nicht den berichteten Missbrauch abschütteln und ihr Unternehmen übernehmen. Besonders wenn ein schlecht wirtschaftender Besitzer dabei noch ein gutes Geschäft machen würde. Das müssen sich in zunehmendem Maße auch die Fans englischer Teams fragen, die erleben, wie sich Männer mit ganz viel Geld aus fernen Ländern ihre Clubs unter den Nagel reißen und anschließend mit Ihnen, den Fans, Monopoly spielen. Im Fall von Manchester United war die Abwehrhaltung zwar besonders stark, aber auch besonders vergeblich. Die Glazer-Familie aus Florida sitzt heute am Drücker. Und wer ihnen das nicht gönnt hat nur eine Möglichkeit: seine Loyalität an eine andere Mannschaft verschenken. Ich würde mich nicht wundern, wenn just aus dieser Abwendung von ManU eine neue Initiative hervorgeht, bei der sich tausende von Fans mit kleinsten Beiträgen zusammentun und sich ihren Club kaufen. Das Fundament ist bereits gelegt und nennt sich My Football Club, eine Organisation auf der Suche nach 50.000 Menschen, die jeder 35 Pfund einzahlen, um eine Kaufkraft von mehr als 1 Million Pfund an den Start zu bringen. Hochglanz kann man dafür nicht kaufen. Tradition allerdings schon. Angeblich hatte die Gruppe 15 Clubs im Auge, darunter Leeds United, das gerade aus der Premier League abgestiegen ist und im Herzen der englischen Fußballgeschichte sitzt - der Industriezone Manchester-Sheffield-Leeds. Ich weiß nicht, was Wallraf dieser Tage treibt. Er geht ja gerne in den Untergrund. Aber wäre das nicht mal eine Reportage wert? Ziemlich erwünscht wäre es auf alle Fälle (via Sportsbiz).
4. April 2007
Pilgerstätten für eine banale Sehnsucht: Einmal dabei sein
Ich habe nicht die Absicht, das Geld für das neue Buch von Jim Gorant auszugeben, das bereits in seinem Titel verrät, um was es geht: Fanatic: Ten Things All Sports Fans Should Do Before They Die. Erstens, weil ich gar nicht in die Verlegenheit kommen möchte, seine Liste von Veranstaltungen, die man allesamt einmal im Leben besucht haben sollte, mit meinen eigenen Eindrücken abzugleichen. Zweitens, weil ich etwas gegen das Konzept habe, alles und jedes auf eine übersichtliche Zehn-Punkte-Liste zu reduzieren. Drittens weil die amerikanische Sicht der Welt einfach sehr beschränkt ist und nur bedingt als Vorlage für Handlunganweisungen jedweder Art taugt. So hat Gorant als einzigen Ort außerhalb der USA, der vor ihm bestehen kann, die Anlage der All-England-Championships in Wimbledon für sein Kompendium berücksichtigt. Und viertens weil der Erlebniswert des Besuchs einer Prestige-Sportveranstaltung zum Besuch eines Rummelplatzes ausgeartet ist. Überall wird gehökert - T-Shirts. Kappen. Hot Dogs. Bier. Man kann sonntags mit ebenso viel Vergnügen seine Hartplatzhelden genießen und erlebt dort viel unmittelbarer, was Sportbegeisterung ist.Gorants Buch-Idee entspringt einer typisch amerikanischen Vorliebe für die Überhöhung des Banalen, verbunden mit einer heimlichen Sehnsucht nach Pilgerstätten, wie sie etwa im Islam verankert ist. Das kommt davon, wenn man Profiligen organisiert, in denen Mannschaften achtzigmal pro Saison spielen (Basketball und Eishockey) oder 160mal (Baseball). Und wenn man dauernd Hallen und Stadien abreißt und neue luxuriöse Entertainment-Schuppen baut, die wieder gesprengt werden, ehe sie auch nur Patina ansetzen können.
Ganz abgesehen davon: Zu einer Veranstaltung wie dem Masters in Augusta haben Normalsterbliche (pardon the pun) gar keinen Zugang (Es sei denn sie bezahlen auf dem Schwarzen Markt ein horrendes Geld, was die Erwartungen auf das Erlebnis zwar steigert, aber nicht vor der einsetzenden Enttäuschung angesichts der Realität schützen kann.) Das Masters besuchen tausende von Dauerkartenbesitzer, die sich wie eine besondere privilegierte Kaste fühlen. Leider wird das in dem Ausschnitt aus seinem Buch, das golf.com publiziert hat, nicht mal erwähnt (danke an foremenblog für den Hinweis auf die Fundstelle)
Übrigens: Das Turnier beginnt morgen. Tiger Woods ist Favorit. Phil Mickelson hat wieder zwei Driver im Bag. Und der neue Mann an der Spitze des ausrichtenden Clubs, der berühmt dafür ist, keine Frauen als Mitglieder aufzunehmen, ist ein bekanntes Gesicht. Billy Payne hat übernommen. Das ist der Mann, der die Olympischen Spiele 1996 nach Atlanta geholt und geleitet hatte. Eine Jubiläumsveranstaltung, gewiss. Aber wenn man heute nach Atlanta kommt, findet man in den Straßen der Stadt nicht mal Spuren von ihr (abgesehen von einer Freifläche mit einem Springbrunnen).
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3. Februar 2007
Super Bowl: Frauen ja, Latinos nein
Football findet Jahr für Jahr in den USA größere Akzeptanz bei einer Zuschauergruppe, mit der man angesichts des brutalen Charakters der Sportart kaum rechnen durfte: Frauen. Ihr Anteil wird nach Schätzungen, wie sie die Chicago Tribune auf den Markt warf, bei 40 Millionen der rund 90 Millionen Zuschauer liegen, die die CBS-Übertragung am Sonntag voraussichtlich verfolgen werden. Die Liga tut alles, was in ihren Kräften steht, um das weibliche Publikum zu versorgen. Und das nicht nur, damit die eine Hälfte von Familie Couch Potato jeden Sonntag ungenervt die Spiele anschauen kann. Die NFL bietet Einführungsseminare, um intereressierten Frauen die Regeln des Spiels nahe zu bringen. Ein Angebot, von dem im letzten Jahr rund 10.000 Gebrauch gemacht haben. Es gibt darüberhinaus einen speziellen Blog - The Female Fan - in dem sich eine Dame namens Betzy Berns ins Zeug legt. Man wird dort keine Anhaltspunkte darüber finden, welche Mannschaft am Sonntag in Miami gewinnen wird - die Colts oder die Bears. Aber dafür gibt es Tips, wie man eine grandiose Super-Bowl-Party auf die Beine stellt. Da kann man nicht meckern...
Wenn die NFL jetzt auch noch herausfinden würde, wie sie die spanischsprachige Minderheit der Einwanderer aus Mexiko und anderen Ländern Lateinamerikas für sich gewinnen kann, wäre die Welt völlig in Ordnung. Aber das verhindert mehr als bloß eine enorme Sprachbarriere. Die Hispanics sind Amerikas größte Fußballfanatiker. Die interessieren sich nicht für elliptische Sportgeräte und Machos in Helmen und mit Schulterpolstern. Das könnte erhebliche Konsequenzen für die Wachstumsvorstellungen der Ligaverantwortlichen haben., meint die New York Times. Denn jeder zwei zweite Neueinwanderer und Neugeborene im Land hat lateinamerikanische Wurzeln.
Wenn die NFL jetzt auch noch herausfinden würde, wie sie die spanischsprachige Minderheit der Einwanderer aus Mexiko und anderen Ländern Lateinamerikas für sich gewinnen kann, wäre die Welt völlig in Ordnung. Aber das verhindert mehr als bloß eine enorme Sprachbarriere. Die Hispanics sind Amerikas größte Fußballfanatiker. Die interessieren sich nicht für elliptische Sportgeräte und Machos in Helmen und mit Schulterpolstern. Das könnte erhebliche Konsequenzen für die Wachstumsvorstellungen der Ligaverantwortlichen haben., meint die New York Times. Denn jeder zwei zweite Neueinwanderer und Neugeborene im Land hat lateinamerikanische Wurzeln.
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