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10. September 2009

Was Caster Semenya alles fehlt

Eine Frau ohne Uterus und ohne Eierstöcke und eingewachsenen Hoden ist – eine Frau? DAS hier meldet der Daily Telegraph in Australien (via Deadspin) über die 800-Meter-Weltmeisterin Caster Semenya aus Südafrika:

"Untersuchungen, die während der Weltmeisterschaft in Berlin im letzten Monat durchgeführt wurden, wo Semenyas Geschlecht nach ihrem Sieg über 800 Meter das Thema einer aufgeheizten Debatte wurde, haben ergeben, dass sie ein Hermaphrodit ist. Jemand mit männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmalen. Semenya, 18, produziert das Dreifache an Testosteron, was eine "normale" Frau erzeugen würde. Nach Angaben einer Person, die in die Untersuchungen der IAAF involviert ist, ergaben unterschiedliche Prüfungen, dass sie in ihrem Bauchraum über Hoden verfügt, männliche Geschlechtsorgane, die Testosteron produzieren."

Der Verband wird sich schwer tun, den Fall auf eine kluge Weise zu lösen. Es gibt offensichtlich nicht mal klare Regeln wie etwa beim Doping, die festlegen könnten, wo die Grenze zu einem unfairen Vorteil für einen sogenannten Intersex-Athleten erreicht ist. Seit 2005 wurden wohl – meistens in aller Stille – acht Leichtathleten abgehandelt, vier von ihnen wurden vom Verband gebeten, ihre Karriere zu beenden.

Blick zurück: Mit Windeln wedeln

28. September 2007

Marta macht's


Das ist der Schnipsel, den sich nolookpass gestern beim Mitbloggen erhofft hatte:
"Marta spuckt ihrer Gegenspielerin, deren Namen ich nach Bitten ihrer Familie lieber nicht nenne, fußballerisch ins Gesicht, legt den Ball am Strafraumrand per Hacke rechts an ihr vorbei, sprintet links vorbei, noch ein Haken, Schuss - 4:0."
Die Szene ab 1:05 Minuten im Video. Davor aber auch noch sehenswert: eine tänzerische Einlage (0:48) von Marta. Fortsetzung folgt...am Sonntag im Finale gegen Deutschland.

4. September 2007

O, sakra

Man möchte sich noch nachträglich bei den Sportlern entschuldigen, die in die unerträgliche japanische Schwüle fliegen mussten, um das zu erleben:
"Die zweitwichtigste Leichtathletikveranstaltung der Welt war nicht in der Lage, ein Stadion mit einem Fassungsvermögen von 36.000 Sitzen zu füllen, das in einer wohlhabenden Gegend einer Stadt mit fast 9 Millionen Einwohnern liegt, die hervorragende öffentliche Transportmittel besitzt."
(Christopher Clarey in der New York Times).
O, sakra.

Aber für einige war es das wert. Zum Beispiel für den Amerikaner David Payne, der kurzfristig nachnominiert wurde und von seinem Manager um 5.30 Uhr morgens zuhause in Virginia geweckt wurde, um ihn zu fragen, ob er denn den Trip überhaupt noch auf sich nehmen würde. Der 110-Meter-Hürden-Läufer stieg am Nachmittag in den Flieger, kam nach 13 Stunden Holzklasse am Dienstagabend in Japan an. Am Mittwoch gewann er seinen Vorlauf. Am Donnerstag qualifizierte er sich für den Endlauf. Am Freitag gewann er Bronze.

29. August 2007

Ein junger Hüpfer macht Karriere - vom Basketballer zum Hochsprung-Weltmeister


Er ist 23 Jahre alt und wollte eigentlich eine Karriere als Basketballer auf die langen Beine stellen. Deshalb verließ er die Bahamas und schrieb sich bei einer Universität im amerikanischen Bundesstaat Missouri ein, wo er seine Qualitäten beim Dunk demonstrierte. Aber er mochte das Trainingsprogramm und das Team nicht und ließ sich überreden, es mal mit Hochsprung zu versuchen. Bei seinem ersten Sprung im Januar des vergangenen Jahres - in Basketballschuhen - schaffte er 2,22 Meter. Jetzt wurde Donald Thomas in Osaka Weltmeister mit 2,35 Meter und dürfte noch ein paar Zentimeter drin haben. Seine Technik ist noch immer ziemlich ungeschliffen. Dieses Video zeigt ihn als Basketballer und seinen ersten Hochsprung. Ein erstaunliches Dokument, das womöglich anderen Basketballern zu denken geben wird. In der Leichtathletik kann man Millionen verdienen, wenn man gut ist.

27. August 2007

Der Sturzweltmeister

Es lebe der Sport. Er ist gesund und macht uns hart: Drei Österreicher sind nach Osaka geflogen, um bei der Leichtathletik-WM das Banner der Alpenrepublik hochzuhalten. Einer wird in die Heimat zurückkehren, ohne sich an das Ereignis zu erinnern: Günther Weidlinger. Der hatte bei einem Crash mit einer Hürde das Bewusstsein verloren. Hier die entscheidende Szene aus dem 3000-Meter-Hindernis-Rennen mit einem Kommentar, der schwer nach Schwedisch klingt.


Der Standard in Wien kletterte ins Archiv und hackte ruckzuck eine riesenlange Geschichte zusammen, die zeigt, dass Weidlinger, der mit Platzwunden davon kam, die genäht wurden, die Hindernisstrecke eher meiden sollte:
"Mit Unfällen hat Günther Weidlinger jedenfalls Erfahrung. So auch in der finalen WM-Vorbereitung am 28. Juli. Fünf Sekunden nach dem Start musste er mit einer blutenden Wunde am Knöchel, die ein Mitläufer ihm zugefügt hatte, aufgeben. Einige Male hat es ihn noch schlimmer erwischt. Am 17. Juni 2001 riss er sich bei einem Sturz beim Wassergraben die rechte Achillessehne und musste die WM in Edmonton sowie die Hallen-EM 2002 in Wien auslassen. Schon 1998 bei der WM in Budapest hatte er im Vorlauf vor einem Hindernis einen Rempler bekommen, war gestürzt und hatte sich Muskelfaserrisse im Knie und eine Gehirnerschütterung zugezogen. 2002 in München stieg ihm im Finale ein Konkurrent auf den Fuß, Weidlinger krachte in ein Hindernis und kämpfte sich als Zwölfter und Letzter ins Ziel. Diagnose: Teilabriss im Quadrizeps des linken Oberschenkels. 2003 war dann diesbezüglich ein einziges Desaster: Bei der Hallen-WM in Birmingham stolperte der HSZ-Soldat im Finale über 3000 Meter über einen Gegner und verletzte sich die linke Schulter. Auf der Gugl ging er mit einem Kreislaufkollaps zu Boden, den Lauf bei der WM in Paris beendete er ebenfalls vorzeitig nach einem Sturz.

13. Juli 2007

WM in Japan: Amerikaner machen deutsches Footballteam flach

Was soll man sagen? Außer dass Defensive End Jason Hoffschneider das alles bereits vorausgesehen und folgendermaßen formuliert hatte:"Wir sind so viel größer, so viel schneller, und wir verstehen Football sehr viel besser. Deshalb glaube ich, dass wir total dominieren werden." Und so nahmen die Amerikaner mit Hoffschneider (in diesem Sommer bei den Hamburg Blue Devils, siehe Kommentar) ihre deutschen Gegner bei der Football-WM am Donnerstag in Japan denn auch auseinander. Sicher, wenn Quarterback Joachim Ullrich nicht so oft gepatzt und Punter Steffen Dölger keinen Fehler gemacht hätte, wäre das Match vielleicht noch spannend geworden. So aber kassierten die Deutschen im Vorrundenspiel gegen die USA eine klar 7:33-Niederlage und dürfen nun um den dritten Platz gegen Schweden spielen. Die Vereinigten Staaten haben es bei ihrem ersten Auftritt bei einer WM mit Titelverteidiger Japan zu tun.

8. Juli 2007

Wirtschaften à la NFL: Der deutsche Steuerzahler soll bezahlen

Vielleicht wäre ein Ende mit Gejammer für die deutschen Footballfans besser als ein Gejammer ohne Ende. Denn die National Football League ist wirklich kein guter Partner in Sachen Loyalität. Das abrupte Ende des Unternehmens "NFL Europa" hat gezeigt, wie man in New York das Interesse von tausenden in der einzigen wirklichen Hochburg der Sportart außerhalb der USA bewertet: als unbedeutend. Und wie man den deutschen Steuerzahler einstuft, der die großen Stadien finanziert und mit dem Kauf von Eintrittskarten am Laufen hält, wissen wir jetzt auch: Das ist der nützliche Idiot, der der Liga das Stadion gefälligst kostenlos zu überlassen hat. Immer nach dem Motto: Wir sind der mächtigste und umsatzträchtigste Sportbetrieb der Welt. Wenn wir kommen, wollen wir nicht nur den roten Teppich, sondern auch alle Einnahmen. Und obendrein bitte auch die Reise- und Unterbringungkosten für die anreisenden NFL-Teams und die Repräsentanten der Liga. Das ist uns der deutsche Steuerzahler schuldig, weil wir ihm die Gnade unseres hohen Besuch erweisen.

Nichts anderes als diese imperiale Haltung muss man aus dem Bericht in der Frankfurter Neuen Presse herauslesen (via allesaussersport), der beschreibt, wie man in Frankfurt auf das Aus der Galaxy und die Hoffnungen auf ein NFL-Match in der Stadt reagiert hat. Es kann schon sein, dass man - im Unterschied zu Mainhattan - in anderen deutschen Städten mit Football-Tradition derart unanständige Anträge der NFL nicht gleich und geradewegs zurückweist. Es wird immer wieder Lokalpolitiker mit Profilneurose geben, die das finanzielle Raison d'être eines Stadions (die Refinanzierung durch den Bau entstandener enormer öffentlicher Ausgaben) selbst in Zeiten hoher Staatsverschuldung ignorieren. Aber so viele Städte kommen für ein NFL-Match auf deutschem Boden aufgrund logistischer Fragen gar nicht in Frage. Die Flugverkehrsanbindung von Städten wie Hamburg oder Berlin an die USA ist undiskutabel.

Frankfurt hingegen bleibt deshalb der einzige sinnvolle Austragungsort. Gut, dass man sich dort nicht in die Tasche fassen lässt. Die NFL wird erst dann bereit sein, sich von ihrem hohen Ross abzuseilen, wenn sie erkennt, dass niemand ihre Forderungen akzeptiert. Und wenn nicht, soll sie doch nach China gehen oder nach Japan, in das Land des amtierenden Football-Weltmeisters und Ausrichters der am Samstag begonnenen WM. Dort ist man vielleicht so subaltern drauf und gibt der Liga, was sie will.

A propos: Die Japaner haben im Auftaktspiel der WM die Franzosen mit 48:0 abgeledert. Die Deutschen legten in der anderen Vorrundengruppe ebenfalls vor: mit einem 35:2 über Südkorea. Die USA tritt am Dienstag zu ihrem ersten WM-Spiel überhaupt an und spielt am Donnerstag gegen Deutschland. In der Montagausgabe der FAZ (Print) wird eine Betrachtung von dieser Warte aus zum Thema "Amerikaner erstmals bei der Football-WM" erscheinen. Sollte sie online gehen, wird sie verlinkt.

3. Juli 2007

Exotische Ei(n)lage

Die Amerikaner haben etwas auf die Beine gestellt, was ihnen hundert Jahre lang nicht durch den Kopf gegangen ist: eine Nationalmannschaft im Football. Die Betonung liegt auf eine. Es ist nicht die beste. Es ist nicht mal die zweitbeste. Es ist eine Ansammlung aus ehemaligen Collegespielern, die Zeit und Lust haben, für das Mutterland der Sportart im fernen Japan um den Weltmeistertitel zu kämpfen. Beginn der Veranstaltung: 7. Juli. Wenn wir sagen "Weltmeistertitel" wird es bereits verwirrend. Denn natürlich beanspruchen NFL-Clubs, die den Super Bowl gewinnen, diese Auszeichnung frechweg erst einmal für sich. Das liegt an der eingebauten Hybris von Leuten, die die Welt nicht kennen, nicht verstehen und nicht weiter beachten. Weshalb wir im Boxen schon seit ewigen Zeiten Unmengen von Weltmeistern haben (die Amerikaner waren auch hier die treibenden Kräfte). Und keiner beschwert sich über den Unsinn.

Aber zurück zu diesem Wettbewerb, der zwischendurch mal den Namen World Cup trug und bei dem jedes Land einen Kader von 45 Spielern aufbietet (hier die deutsche Mannschaft, die ihr erstes Match am 8. Juli gegen Südkorea austrägt). Ausrichter Japan ist der aktuelle und bislang einzige Weltmeister, nachdem das Team vor vier Jahren in Deutschland den 1999 gewonnen Titel erfolgreich verteidigt hatte.

Mal sehen, ob wir in den nächsten Tagen mehr über die Veranstaltung berichten können. Aus der Perspektive der Amerikaner, versteht sich, die das Ganze als exotische Ei(n)lage betrachten.
Blick zurück: Der erste Hinweis auf die WM an dieser Stelle

25. Juni 2007

Gijon 1982: Erinnerungen an eine Packelei

Ein sehr empfehlenswerter Text von Christian Eichler heute bei faz.net aus Anlass des 25jährigen Jahrestages eines Fußballspiels, an das ich mich leider noch immer sehr gut erinnern kann: Deutschland gegen Österreich bei der WM 1982 in Gijon. Beide Mannschaften hätten damals wegen Unsportlichkeit aus dem Turnier geworfen werden müssen. Ich frage mich immer, wie die Österreicher dieses Ekelspiel verarbeitet haben, das sie in die Zwischenrunde brachte, wo sie in ihrer Dreiergruppe noch ein Unentschieden (gegen Nordirland) auf die Beine stellten, aber mehr auch nicht. Zwar gibt es Andeutungen in diesem Artikel in der Süddeutschen Zeitung, was den Wissensstand der Spieler auf dem Rasen angeht (mit solchen kleinen Schnitzern wie: "Es war jenes Spiel, in dem angeblich 21 Fußballer Bescheid wussten, und der 22. war Walter Schachner." Damals wurden auf deutscher Seite in der zweiten Halbzeit noch Matthäus und Fischer eingewechselt.) Aber ansonsten schwebt eine Wolke über der Sache. Noch vier Jahre vorher hatten die Österreicher den 3:2-Sieg von Cordoba als historische Großtat gefeiert, bei dem ein halbes Jahrhundert an Minderwertigkeitskomplexen und nationaler Schmach abgearbeitet wurden. Wunderbar, diese Parodie:

Dass man heute noch so tut, als sei diese merkwürdige Bereitschaft zur Niederlage einfach so über die österreichische Mannschaft gekommen, ist mehr als kurios. Man denke an dieses Zitat des damaligen Torwarts Koncilia: "Wir hätten die Deutschen gerne aus dem Stadion geschossen und sie wie vier Jahre zuvor aus dem Turnier geworfen. Aber zu diesem Zeitpunkt war die Mannschaft dazu einfach nicht in der Lage." Die Mannschaft hatte vorher zwei Spiele gewonnen und hätte mit einem Unentschieden die Deutschen hinausgekegelt. Am liebsten wird wohl in Wien der besagte Schachner zitiert, weil dessen damalige Leistungsbereitschaft einen positiven Nachgeschmack erzeugt. Nach dem Motto: Da war wenigstens einer, der wirklich gewinnnen wollte und keine Ahnung hatte, dass alles abgekartet war. Immerhin schimmert hier ein wenig mehr aus donaurepublikanischer Sicht durch. Darunter ein neues Wort für den Betrug: Packelei.

3. Mai 2007

Kanadas Politiker mischen sich in die Eishockeynationalmannschaft ein

Hier ist eine Idee für die Hinterbänkler im Bundestag, abgekupfert aus Kanada, wo sich ein Parlamentsausschuss mit einer Personalie der kanadischen Eishockeynationalmannschaft beschäftigt. Ausgelöst von einer angebliche Schimpfkanonade von Shane Doan auf seine französischsprachigen Landsleute müssen nun Vertreter des kanadischen Eishockeyverbandes in Ottawa Rechenschaft darüber abgeben, weshalb sie besagten Doan von den Phoenix Coyotes zum Captain der Nationalmannschaft gemacht haben, die zur Zeit in Moskau an der Weltmeisterschaft teilnimmt. Doan ist ein gläubiger Christ, der nach Angaben des Globe and Mail von seinen Mitspielern verspottet wird, weil er nicht mal flucht. Er wurde von der NHL nach dem fraglichen Spiel aus dem Jahr 2005 von allen Vorwürfen offiziell rehabilitiert. Das interessiert die Politiker jedoch nicht. Sie unterstützen die Nationalmannschaft mit Steuergeldern und verlangen Klarheit.

7. April 2007

Auf total verlorenem Posten

Man fragt sich, weshalb gehen zwei so unterschiedlich starke Mannschaften aufs Eis und spielen ernsthaft um Punkte gegeneinander? Kanadas Frauen-Eishockey-Nationalmannschaft war gegen Deutschland so überlegen, dass die Statistiker bei der WM in Winnipeg kaum noch nachkamen. 70 mal ballerten sie den Puck Richtung deutsches Tor. Die Gäste kamen nur fünfmal zum Schuss. Endergebnis: 8:0 für die Gastgeber, die beim Kampf um den Titel jetzt auf Finnland und die USA treffen.

Blick zurück: Eine ausführliche Geschichte in Kanadas bester Zeitung über eine deutsche Spielerin von Format

5. April 2007

Frau Fellner war immer dabei

Wer sich für das deutsche Fraueneishockey interessiert, sollte zur Abwechslung vielleicht mal eine kanadische Zeitung lesen. Nun, nicht irgendeine, sondern die beste des Landes, den Globe & Mail in Toronto. Der hat heute ein ausführliches und informatives Porträt der 33jährigen Christina Fellner im Blatt und auf der Webseite, die bereits die erste WM in Ottawa mitgemacht hatte. Zur Zeit läuft die Neuauflage in Winnipeg. Die Deutschen hatten einen schlechten Start. Sie verloren ihr erstes Spiel gegen die Schweiz mit 0:1 am Mittwoch.

4. April 2007

Frauen-Eishockey: Packung für die Schweiz

Was haben die USA, China, Kasachstan, Kanada, Deutschland, die Schweiz, Schweden, Finnland und Russland zur Zeit gemeinsam? Sie haben Delegationen nach Winnipeg geschickt, um herauszufinden, wer hinter den USA und Kanada Platz drei bis neun der Eishockey-WM der Frauen belegt. Kein Wunder, dass sich außerhalb von Kanada niemand dafür interessiert. Schon das Format - neun Teilnehmer in drei Vorrundengruppen - ist kurios. Konnte man das nicht auf acht reduzieren? Oder auf sechzehn aufstocken? Die Schweizer bekamen jedenfalls im ersten Match am Dienstag gegen die Gastgeberinnen eine Packung - 0:9. Trotzdem glaubt die eisgenössische Torfrau Florence Schelling, dass es heute abend gegen die Deutschen besser läuft. Wir werden sehen.

Übrigens: Zum ersten Mal in der Geschichte der NHL konnten sich die beiden Vorjahresfinalisten im Kampf um den Stanley-Cup nicht für die Playoffs qualifizieren. Edmonton und Carolina haben fertig. Flasche leer.

1. Dezember 2006

Die Welt und das Ei - reine Formsache

In den USA wachen zur Zeit die ersten Blogger auf, weil sie gehoert und gelesen haben, dass im nächsten Jahr eine Weltmeisterschaft im American Football stattfinden wird. Und zwar in Japan und mit einer eher harmlosen Delegation aus dem Mutterland des Sports bestehend aus College-Absolventen, die es nicht in die NFL geschafft haben. Deutschlands Nationalmannschaft ist bereits qualifiziert - dank eines 68:7-Erfolges im August in Flensburg gegen Nachbar Dänemark. Die Begegnung hatte knapp 1500 Zuschauer. Wer mehr wissen will, kann sich auf der Website des Internationalen Verbandes einstimmen. Mehr darüber, wie man in den Vereinigten Staaten das Ereignis antizpiert, gibt es hier und hier.