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25. Dezember 2008

Jingle Bells: Vanek, Mets und Lomong

Ein paar neue FAZ-Geschichten aus dem amerikanischen Sport, auf die ich gerne in eigener Sache hinweisen möchte:

1. Thomas Vanek von den Buffalo Sabres hat sich ins Scheinwerferlicht gespielt. Er ist der Topscorer der NHL.

2. Die Finanzkrise und der New Yorker Super-Schwindler Bernie L. Madoff, der zugegeben hat, 50 Milliarden Dollar verknallt zu haben, sorgen bei den New York Mets für Fragen nach dem wirtschaftlichen Fundament.

3. Für die Ausgabe vom 27. Dezember geplant: ein ausführliches Interview mit dem aus dem Sudan stammenden Mittelstreckler Lopez Lomong, der in Peking bei der Eröffnungsfeier die Flagge der USA getragen hatte.

11. August 2008

Cullen wer?

Die 4-mal-100-Meter-Freistilstaffel der Amerikaner, die heute mit ein paar Hundertstel Vorsprung die etwas zu vorlauten Franzosen absaufen ließ, besteht – wie der Wettbewerb schon sagt – aus vier Leuten. Wird allerdings gerne vergessen. Phelps und seine Goldmedaillen-Ambitionen: Das interessiert die Leute. Schlussschwimmer Jason Lezak und sein unglaubliches Finish: Darüber schreiben jetzt alle. Aber was ist eigentlich mit Cullen Jones, der sich mannschaftsintern im Vorlauf für das Finale qualifizierte? Will eigentlich niemand etwas über den ersten schwarzen US-Weltrekordler im Schwimmen wissen? Falls doch – hier wäre der passende Fernsehbeitrag:

8. August 2008

Am Nasenring durch die Manege

Ah, schöne neue Welt des verwalteten, exklusiven Senderechts. Während sich der Rest der Erdbevölkerung entweder interessiert oder grimmig oder auch nur ganz ambivalent die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking anschaut, warten wir in den USA auf den heutigen Abend. NBC hat zwar Reporter vor Ort, darunter die Pappnasen, die jeden Morgen (unserer Zeit) stundenlang die Today Show moderieren. Die reden live und vor ausgewähltem Pekinger Hintergrund über alles mögliche, aber zu zeigen haben sie nichts.

Warum ist das bizarr? Weil nach jedem Unglück an einer Kohlengrube in West Virginia oder Utah stundenlang auf allen News-Kanälen Reporter vor Ort vor der Kamera stehen und jedes bisschen Information, jedes Gerücht, jede Menschenseele, die sich entäußern möchte, über die Sender jagen. Und zwar stundenlang, unterbrochen von Werbung und Interviews mit zugeschalteten Experten. Jede Polizeiverfolgung auf der Autobahn in Los Angeles wird aus dem Hubschrauber ausgedehnt live gezeigt. Bei O. J. Simpsons Fahrt damals wären sich die Helikopter fast gegenseitig ins Gehege gekommen. Beim Tsunami im Indischen Ozean haben sich alle überschlagen, Amateur-Videos aufzutreiben, um das Unglück so schnell und so illustrativ wie möglich nachzeichnen zu können. Bei jedem Krieg der Amerikaner sind die Reporter dabei, ob eingebettet oder solo. Sie liefern Bilder, Eindrücke, O-Töne. Sie liefern das Abbild von Ereignissen.

Auf diese Weise ist die Medien-Arbeitsphilosophie der digitalen Welt entstanden: schneller, lauter, permanenter und zwar auf mindestens drei Kanälen (CNN, MSNBC, Fox News) gleichzeitig. Oder wie im Fall der rauchenden und wenig später kollabierenden World Trade Center Türme im September 2001 in New York auf mindestens zehn Kanälen. Natürlich hat diese Informationskultur längst den Medienverbraucher geprägt. Der weiß inzwischen ganz genau: Was wirklich wichtig ist, läuft auf allen Kanälen, gleichzeitig und wird mit einer besonderen Darstellungsenergie präsentiert. Auf diese Weise wurde Amerika darüber informiert, dass die Regierung die armseligen Menschen im überfluteten New Orleans ignoriert hatte. Die Reporter und ihre Kameras waren da. Die Hilfsorganisationen waren sonstwo.

Was hat das mit den Olympischen Spielen zu tun? Ganz einfach. Die sind dabei, sich angesichts einer veränderten Medienlandschaft zumindest in den USA ihr eigenes Grab zu schaufeln. Es mag zwar rechnerisch und wirtschaftlich für NBC noch immer aufgehen, dem IOC 800 Millionen Dollar zu überweisen, um exklusiv senden zu können. Aber NBC wird auf diese Weise und trotz der aktuellen Strategie, auf vielen Kabelkanälen des Konzerns Live-Bilder auszustrahlen, nicht mehr dem Anspruch der Veranstaltung gerecht, etwas Besonderes zu sein. Das kommt davon, wenn man andere Sender aussperrt und ihnen nicht gestattet, das Ereignis mit hochzuhypen.

Ein Beispiel: Als Football-Quarterback Brett Favre vor ein paar Tagen durch die Lande tingelte und niemand wusste, bei welchem Club er landen würde, hatte ESPN eine ganze Handvoll von Leuten im Einsatz. Foxsports schaffte den Scoop: Favre zu den New York Jets. Natürlich war der Aufwand trotzdem gerechtfertigt, denn die ganze gossip-verwöhnte Sportnation USA wollte diese Soap Opera genüsslich auflecken. Live-Bilder von der Ankunft des Favre-Flugzeugs in New York wurden bei MSNBC als "Breaking News" ausgetrahlt. MSNBC ist ein News-Kanal im NBC-Verbund. Ja, auch der spielte mit bei diesem Spiel. So absurd es sein mag: Favre ist unter News-Gesichtspunkten betrachtet wichtiger als die kompletten Olympischen Spiele. Letzter Beleg für diese These: Was machte Comedy Central in der Daily Show? Es beschäftigt sich mit dem Overkill im Fall Favre, nicht mit Olympia.

Selbst die PGA Championship in Bloomfield Township bekommt im Fernsehen (auch dank des Golf Channel) mehr Aufmerksamkeit als die Olympische Spiele. All das absorbiert Neugier und Interesse und wird ganz bestimmt nicht von der Arbeit der Zeitungen und ihren Korrespondenten aufgewogen. Die wirken vor dieser medialen Kulisse bestenfalls wie die unentwegten Artisten und Dompteure mit ihren Tieren, die der Zirkus immer vorschickt und durch die Straßen der Stadt laufen lässt, ehe er sein Zelt aufbaut. Natürlich werden in den kommenden Wochen ein paar Millionen in den USA die Olympischen Spiele im Fernsehen einschalten. Aber die werden nichts spüren von der behaupteten Magie und dem angeblichen Geist der Spiele, auch wenn sie von den Programmmachern von NBC am Nasenring durch die Manege geführt und mit der Vorstellung gefüttert werden, dass Jacques Rogges Festival ein Spektakel von Belang sein soll. Es mögen ja 10.000 Sportler in Peking sein und 25.000 Journalisten und 2 Millionen Sicherheitskräfte. Aber diese Dimension kann man heutzutage nur dann vermitteln. wenn man die geballte Macht der Bilder inszeniert, mit Hubschraubern, Zuschaltungen von Reportern über News-Kanäle und dem ständigen Geräusch aus der Gerüchtekammer von ESPN und seinen fleißigen Rechercheuren. Das Monopol ist tot. Nur der Termin für seine Beerdigung steht noch nicht fest.

4. August 2008

Mit flacher Brust

Zu den von den chinesischen Zensoren in den Medienzentren in Peking blockierten Webseiten gehört ganz offensichtlich auch die Huffington Post, das Ziehkind der amerikanischen Journalistin Ariana Huffington, die als Vorreiterin der Polit-Blogger gilt. Die Seite hat über die letzten Jahre an Bandbreite gewonnen (und sicher auch an Lesern), aber an Profil verloren. Mit Sport kann man dort nur sehr wenig anfangen. Und wenn dann handelt man die Themen auf der vordergründigsten aller Ebenen ab. Hier ein aktuelles Beispiel. Der Eintrag und der Link zu den nackten britischen Olympiateilnehmern, die bislang noch keinem Sportblogger in den USA auch nur ein müdes Lächeln entlockt haben. Ähnlich flachbrüstig: ein Hinweis auf die fünf Geschichten, auf die sich Amerikaner zu Hause vor den Spielen schon mal geistig einstellen sollen:
1. Michael Phelps
2. Die US-Basketballmannschaft
3. Die Zukunft von Softball und Baseball im Olympischen Programm (man wurde vor einer Weile rausgeworfen)
4. Der ältere Athlet, Stichwort Dara Torres
5. Die Frage, ob China mehr Medaillen abschleppt als die USA.

Man sieht an einer solchen Gedankenstruktur, weshalb die Olympischen Spiele allmählich in den Vereinigten Staaten in den Hintergrund rücken. Das Publikum wird nicht auf überraschende und tiefer gehende Themen eingestimmt, sondern auf das Platteste vom Platten. Wer wird sich denn dafür stundenlang vor den Fernsehapparat setzen?

3. August 2008

Konturen im Smog

Im Ringen mit der Olympischen Idee, eine Karikatur, die das Markenzeichen von Olympia aufs Wesentliche reduziert: Entworfen von Beau Bo D'Or/ www.bbdo.co.uk/blog/archives/540

Das richtig Harte an der Tour, die der Deutsche Olympische Sportbund vor einer Weile mit dem Saftblog praktizierte, bestand aus der Vorgehensweise. Da wurde ein ganz kleiner Fisch im großen Teich von einem riesigen Hai attackiert und schamlos in seiner wirtschaftlichen Existenz bedroht. Der Overkill bestand in dem willkürlich angesetzten Streitwert von 150.000 Euro. Es gab eine Solidaritätsaktion und eine gütliche Einigung. So weit so gütlich?

Wohl kaum. Vor allem, wenn man weiß, was der Blogger getan hatte: sich die fünf Ringe auszuleihen, um seine Gedanken zum Thema Sport zu illustrieren. Man hätte dem Blogger vermutlich mit einem netten Brief die weitere Verwendung des geschützten Markenzeichens ganz locker ausreden können. Aber der DOSB hat andere Sorgen als nett und freundlich zu sein. Woher soll denn sonst das viele Sponsoren-Geld kommen, wenn man nicht die Leute einschüchtert, die für eine Nutzung keinen Cent bezahlen wollen? Und abgesehen davon: Es gibt ein Sonder-Gesetz, das den Anspruch zementiert. Aus den Versuchen von neulich das Gesetz abzuschaffen, ist nichts geworden.

In den USA stellt das amerikanische NOK den Leuten nicht minder nach, wenn die Rechtsabteilung – recherchemäßig sehr einfach über das Internet – Verstöße gegen das Markenrecht findet. Hier dreht es sich seltener mal um die fünf Ringe als vielmehr um die Verwendung des Wortes Olympics. Das finden viele Menschen griffig und eindeutig genug, um es im Rahmen von Veranstaltungen aller Art einzusetzen. Zu Unrecht, wie ein höchstrichterliches Urteil zum Thema Gay Olympic Games aus dem Jahr 1987 verbindlich erklärte. Olympics ist ein schützenswertes Spezifikum. Das kann sich nicht einfach jeder unter den Nagel reißen oder verballhornen (Olympigs, Bibleympics). Der Unterschied: Der Brief vom Anwalt ist im amerikanischen Rechtsalltag so etwas wie eine Gelbe Karte im Fußball. Nur wer die ignoriert, muss mit verschärften Forderungen rechnen.

Was da allerdings jenseits der Sprachkultur geschützt werden soll, wird in Peking gerade prima vorgeführt. Die Partner der Veranstaltung: ein Unterdrückungsregime, das als neue Wirtschaftsmacht glänzen will, Fernsehsender, die den Sport als hübsche (legale) Droge einsetzen, um im Milliarden-Maßstab die Werbeflächen der Bewusstseinsindustrie zu verhökern, und die Funktionäre, die das alles willig und brav organisieren. Das kommt kompakt und stromlinienmäßig rüber. Es ist ein fertiges Produkt. Das perfekteste Produkt der Leistungsfabrik "Globalisierung", die auch nachwievor den Konsumenten nicht als Gesprächspartner für gesellschaftliche und andere Fragen betrachtet, sondern als passiven Verbraucher irgendwelcher Sinnesreize.

Das soll so weitergehen? Nach 112 Jahren Endlosschleife, die ohnehin ein ziemlich langer Zeitraum für eine Phantasievorstellung waren, die in einer anderen Epoche entstanden war - in der Zeit vor Kino, vor Fernsehen, vor Videospielen, vor Doping, vor Nike und Adidas und McDonald's und Visa und vor dem Markenrecht?

Man sollte sich nicht wundern, wenn die über hundert Jahre vonstatten gegangene Aushöhlung und Umdeutung der alten Idee, die in diesen Tagen im Smog von Peking als perfekte Vision brutal klar ihre Konturen zeigt, ungewollte Konsequenzen haben wird. Man kann erste Spuren eines Rezeptionswandels in den USA erkennen, wo ein erstaunliches Desinteresse an der Veranstaltung herrscht. Und das ausgerechnet in dem Land, das über den Fernsehsender NBC den größten Teil der TV-Lizenzen bezahlt, ohne die die Mammutveranstaltung nicht durchzuführen wäre.

Der Sender ist bestens präpariert und wird tausende von Stunden live auf mehreren Kanälen und im Internet zeigen. Er hat dafür gesorgt, dass die Schwimmer ihre Endläufe morgens austragen, damit die Zuschauer in den Vereinigten Staaten die Wettbewerbe als Highlights im Abendprogramm serviert werden können. Er geriert sich rechtsmächtig als Monopolist der alten Schule und verhindert mit aller Kraft, dass etwa Webseiten von US-Fachverbänden und deren Booster eigenes Videomaterial mit Interviews von Olympia-Qualifikanten online stellen können.

In dem Bedürfnis nach absoluter Exklusivität und Abschottung und Kanalisierung des kostbarsten Gutes – den bewegten Bildern – steckt jedoch genau das Problem: Wer nicht teilen kann, kann auch nicht mitteilen. Und wer nicht mitteilen kann, verhindert auf Dauer jedwede freudige Erwartung oder gar Euphorie.

Da sollte es gar nicht mehr so lange dauern, bis die Herren der Ringe von einem neuen Gefühl beseelt sein werden: von der Freude darüber, wenn sich nette Blogger überhaupt noch die Mühe machen, sich mit dem Thema Olympia zu beschäftigen. Das Leben geht schließlich weiter. Ob mit Jacques Rogge oder Thomas Bach oder ohne.

Andere Stimmen und Infos zu diesen Spielen (sehr zu empfehlen): allesaussersport, Jens Weinreich, faz.net.

Die NBC Online Arbeit sollte man sich auch mal zu Gemüte führen. Vor allem, wenn man die Infrastruktur einer solchen außerordentlich komplexen Präsentation studieren will. Das Angebot geht nicht nur thematisch in Breite (wo liest man schon ein Interview mit der 16jährigen, die es in die US-Mannschaft im Modernen Fünfkampf geschafft hat), sondern auch in eine regionale Tiefe. Wer seine amerikanische Postleitzahl eingibt und den örtlichen NBC-Sender benennt, bekommt Informationen über Olympia-Teilnehmer aus der jeweiligen Region. Alles wird mit viel Werbung garniert und mit Rubrikenzeilen, die entweder als Markenzeichen registriert sind (®) oder bereits angemeldet (™). Zur Qualität der Darbietungen demnächst ein bisschen mehr.

Nachtrag: Zum Thema wo und wie überall auf der Welt das Interesse an den Olympischen Spielen zurückgeht, sollte man sich dieses Radiointerview im Deutschlandfunk vom Sonntag gönnen. Der Experte: Stephan Schröder von Sport+Markt, einem führenden Sportbusinessberatungsunternehmen in Köln.

16. Juli 2008

Der Klingelbeutel: Wer den Schaden hat

Rund 300 Menschen im Jahr werden in amerikanischen Baseball-Stadien verletzt, wenn die knallharten Bälle in die Tribünen fliegen. Wer allerdings glaubt, er könne aufgrund einer solchen Verletzung in den USA, dem Land der enormen Schadensersatzsummen, die Clubs belangen, muss sich eines Besseren belehren lassen. Das Wall Street Journal weiß mehr.

• Der amerikanische Mountain-Bike-Fahrer Jeremy Horgan-Kobelski hat im letzten September in Peking bei einem Rennen den totalen Kollaps erlebt. Erst kam der Husten, dann das Erbrechen und dann der Abstieg vom Rad. Der Smog muss furchtbar gewesen sein. Nur acht der 50 Teilnehmer erreichten das Ziel. Mehr zum Thema Umweltbelastung im kommenden Monat bei Olympia hat die Medizin-Journalistin Gina Kolata heute in der New York Times.

• Wenn einem der Tanz um Brett Favre auf den Keks geht (und zwar seit die ersten Andeutungen darüber die Runde machten, dass er wieder spielen will), hofft man innerlich darauf, dass mal jemand diesem populären Football-Profi die Meinung geigt. Das ist ja nur fair angesichts einer völlig schrägen Berichterstattung, die sich nicht darum bemüht, jemanden wie den (ehemaligen?) Quarterback der Green Bay Packers daran zu erinnern, dass er da wohl im Frühjahr (bei seinem Abschied?) nicht mehr als eine Kindergarten-Show abgezogen hat. Und dass man Leute nicht ernst nehmen kann, die glauben, dass die Regeln der NFL für sie nicht gelten. Also dann bitte hier – without much further ado – zum Meinungsbeitrag des Orstzeitung, dem Milwaukee Journal.

25. März 2008

An der Wand


Jetzt ist endlich klar, wodurch das Logo der Olympischen Spiele von Peking inspiriert wurde (via Deadspin).

2. April 2007

NFL: Projekt China wird verschoben. Europa ist wichtiger

Die Pläne der National Football League, sich einen Platz auf dem Milliarden-Markt China zu erkämpfen, sind vorläufig wieder auf Eis gelegt. Die Liga gab heute bekannt, das sie das für den 9. August geplante Preseason-Spiel zwischen den Seattle Seahawks und den New England Patriots aus Peking abzieht. Wegen der Olympischen Spiele 2008 wird man auch im kommenden Jahr kein NFL-Spiel in China ansetzen. Der Grund für die Absage heißt London. Genauer: das erste reguläre Meisterschafts-Match der NFL am 28. Oktober im neuen Wembley-Stadion zwischen den Miami Dolphins und den New York Giants. Das Auswärtsspiel wird viele Energien in der Liga binden. Das Peking-Projekt war im letzten August angekündigt worden. Damals stand der Europa-Ausflug noch in den Sternen.

22. Oktober 2006

Nachhilfe bei Benimm-Regeln

Der chinesische Basketballer Yao Ming glaubt, dass seine Landsleute noch einiges tun müssen, wenn sie als Gastgeber der nächsten Olympischen Spiele China’s keinen schlechten Eindruck hinterlassen wollen. Der Center der Houston Rockets bemängelte in einem chinesischen Magazin solche Angewohnheiten wie Vordrängeln, Auf-den-Boden-Spucken und laute Gespräche in Restaurants und meinte: "Ich schlage vor, wir arbeiten daran, höflicher zu werden." Die öffentliche Kritik an seinen Landsleuten kann sich der populärste Sportler des Landes offensichtlich leisten. Die Liste der Beschwerden ist allerdings lang: Autofahrer, die sich nicht um die Verkehrsregeln kümmern und Fußgänger drangsalieren, gehören ebenfalls dazu. Genauso wie das Ausziehen von Schuhen und Socken in aller Öffentlichkeit und Fluchen. Seltsamerweise macht man sich in Peking über einen Umstand überhaupt keine Sorgen: Die dreckige emissionsverseuchte Luft (via can't stop the bleeding)