"...aber die Mavs gegen Ende des Spiels brauchten, konnte er nicht liefern. Seine letzten fünf Würfe verfehlten das Ziel. Sein letzten Korbtreffer aus dem Feld erzielte er 7 Minuten 17 Sekunden vor Schluss. Seinen letzten Punkt, ein zweiter Freiwurf, nachdem er den ersten nicht verwandelt, erzielte er 5:06 Minuten vor dem Ende." So beschreibt Kevin Sherrington in den Dallas Morning News die Leistung von Dirk Nowitzki im dritten Spiel der Play-off-Serie gegen die Denver Nuggets. Das kannten wir doch. So ist das meistens mit dem Dirkster, selbst in Zeiten, wenn er keine Schwierigkeiten mit seinem Privatleben hat. Die Beobachtung ist auch deshalb von Belang, weil sich am Ende alles mit den nicht gegebenen absichtlichen Fouls beschäftigte. Als seien die letzten Sekunden in einem Basketballspiel mit seinen hunderten von Treffern die entscheidenden. Die Ausgangslage: Dallas lag kurz vor Schluss mit zwei Punkten vorne. Denver hatte den Ball. Pfeift man die Fouls, erhalten die Nuggets zwei Freiwürfe und können maximal gleichziehen. Doch weil der Pfiff ausbleibt, ist Carmelo Anthony in der Lage einen gewagten Dreier zu probieren, der trifft. Denver gewinnt mit einem Punkt Vorsprung. Diesen Ausgang hat die NBA-Spitze anschließend ausdrücklich bedauert, wofür man sich in Dallas aber nichts kaufen kann. Der 0:3-Rückstand in der Best-of-Seven-Serie ist so gut wie unaufholbar. Mehr über Carmelo Anthony in diesem Text für die Montagausgabe der FAZ.
Über Nowitzkis Freundin gibt es nichts Neues. Dafür hat sein Oberschenkel gelitten. Er brauchte Eis nach dem Match und humpelte leicht vom Platz.
Nachtrag: Florian hat einen Kommentar geschrieben, der meine Einschätzung des (Nicht-)Fouls korrigiert. Hier ist die fragliche Szene:
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10. Mai 2009
31. März 2009
Der Klingelbeutel: Plaxico muss rein, Vick kommt raus
Mr. Plaxico Burress hat eine Frist bekommen, in der er die frische Luft da draußen in New Jersey noch ein bisschen genießen kann. Der Wide Receiver der New York Giants, der sich neulich mit einer illegal herumtransportierten Schusswaffe in einer Kneipe ins eigene Fleisch schoß, muss mit Gefängnis rechnen. Alles sieht nach einem Geständnis und einer Vereinbarung mir der Staatsanwaltschaft aus (plea bargaining). Einen Prozess will der Footballprofi wohl nicht riskieren.
• Mr. Michael Vick wird demnächst (im Mai) das Gefängnis verlassen können, weil er seine Strafe wegen Tierqäulerei abgesessen hat. Heute lief die Meldung über eine Einigung zwischen ihm und seinem alten Team, den Atlanta Falcons, über den Ticker. Der Club erhält Geld von ihm. Viel Geld: 6,5 Millionen Dollar. Auf diese Weise kommt der Quarterback aus seinem alten Vertrag heraus und kann seine Dienste anderen Mannschaften in der NFL anbieten. Für diese Dienste rechnet er mit einem Salär von 10 Millionen Dollar pro Jahr. Davon müsste er allerdings einen erheblichen Teil bei seinen Schuldnern abliefern. Er hatte vor einer Weile privat Konkurs angemeldet, weil er zahlungsunfähig wurde.
• Es gab den Pferdeflüsterer in Buchform und dann mit Robert Redford im Kino (nicht zu vergessen mit einer gewissen Scarlett Johansson, deren riesiger Schmollmund quasi über allem schwebte). Dann kam der Dog Whisperer, der Hundebesitzern hilft und auf einem Kabelkanal tief hinten im Sendergestrüpp einen Köter nach dem anderen an die Kandarre nimmt. Die nächste Flüstertüte ist ein ehemaliger Anwalt ohne brauchbare sportliche Erfahrung, dem einige NBA-Profis trauen, wenn sie ihr Spiel verbessern wollen. Ihn nennt man den Hoops Whisperer. Seine Methoden sind noch unkonventioneller als die des Nowitzki-Mentors Holger Geschwindner. Und das will was heißen. Ausgegraben hat ihn das Wall Street Journal. Zu seinen Kunden gehören: Carmelo Anthony (Denver Nuggets), Jason Richardson (Phoenix Suns) und Gilbert Arenas (Washington Wizards), um den es zuletzt etwas sehr still geworden ist. Idan Ravin heißt der Zauberer.
• Im Internet sind noch Stellen frei. Auch für Sportschreiber, die bei den Printerzeugnissen keine Zukunft mehr sehen. AOL Fanhouse hat gerade sechs Leute angestellt.
• Mr. Michael Vick wird demnächst (im Mai) das Gefängnis verlassen können, weil er seine Strafe wegen Tierqäulerei abgesessen hat. Heute lief die Meldung über eine Einigung zwischen ihm und seinem alten Team, den Atlanta Falcons, über den Ticker. Der Club erhält Geld von ihm. Viel Geld: 6,5 Millionen Dollar. Auf diese Weise kommt der Quarterback aus seinem alten Vertrag heraus und kann seine Dienste anderen Mannschaften in der NFL anbieten. Für diese Dienste rechnet er mit einem Salär von 10 Millionen Dollar pro Jahr. Davon müsste er allerdings einen erheblichen Teil bei seinen Schuldnern abliefern. Er hatte vor einer Weile privat Konkurs angemeldet, weil er zahlungsunfähig wurde.
• Es gab den Pferdeflüsterer in Buchform und dann mit Robert Redford im Kino (nicht zu vergessen mit einer gewissen Scarlett Johansson, deren riesiger Schmollmund quasi über allem schwebte). Dann kam der Dog Whisperer, der Hundebesitzern hilft und auf einem Kabelkanal tief hinten im Sendergestrüpp einen Köter nach dem anderen an die Kandarre nimmt. Die nächste Flüstertüte ist ein ehemaliger Anwalt ohne brauchbare sportliche Erfahrung, dem einige NBA-Profis trauen, wenn sie ihr Spiel verbessern wollen. Ihn nennt man den Hoops Whisperer. Seine Methoden sind noch unkonventioneller als die des Nowitzki-Mentors Holger Geschwindner. Und das will was heißen. Ausgegraben hat ihn das Wall Street Journal. Zu seinen Kunden gehören: Carmelo Anthony (Denver Nuggets), Jason Richardson (Phoenix Suns) und Gilbert Arenas (Washington Wizards), um den es zuletzt etwas sehr still geworden ist. Idan Ravin heißt der Zauberer.
• Im Internet sind noch Stellen frei. Auch für Sportschreiber, die bei den Printerzeugnissen keine Zukunft mehr sehen. AOL Fanhouse hat gerade sechs Leute angestellt.
25. Juni 2008
Der Klingelbeutel: Die etwas anderen Spielchen
• Wir haben Fußball in New York. Gleich nach dem Match zwischen Deutschland und der Türkei.
• Carmelo Anthony wurde von den Denver Nuggets für zwei Spiele gesperrt, weil er neulich nachts von der Polizei angehalten wurde – mit zuviel Promille in der Birne. Das hat keinen Einfluss auf seine Mitwirkung bei den Olympischen Spielen. In China gelten sowieso andere moralische Prinzipien. Natürlich wird die Sperre nur dann wirksam, wenn die Nuggets ihn behalten. Die Trade-Gerüchte allerdings sind unüberhörbar. Mehr über die US-Olympiamannschaft (mit einer phantastisch fiesen Überschrift: "Die beste Bronzemedaille, die man für Geld kaufen kann").
• Das Leben in Alabama kann so langweilig sein. Da schafft man sich sein eigenes Entertainment, in dem man sich zu Beispiel als Lehrerin intensiv um die Jungs von der Baseballmannschaft kümmert. Ob sie nicht gewusst hat, dass auf so etwas eine hohe Gefängnisstrafe steht? Wir reden von 20 Jahren.
• Carmelo Anthony wurde von den Denver Nuggets für zwei Spiele gesperrt, weil er neulich nachts von der Polizei angehalten wurde – mit zuviel Promille in der Birne. Das hat keinen Einfluss auf seine Mitwirkung bei den Olympischen Spielen. In China gelten sowieso andere moralische Prinzipien. Natürlich wird die Sperre nur dann wirksam, wenn die Nuggets ihn behalten. Die Trade-Gerüchte allerdings sind unüberhörbar. Mehr über die US-Olympiamannschaft (mit einer phantastisch fiesen Überschrift: "Die beste Bronzemedaille, die man für Geld kaufen kann").
• Das Leben in Alabama kann so langweilig sein. Da schafft man sich sein eigenes Entertainment, in dem man sich zu Beispiel als Lehrerin intensiv um die Jungs von der Baseballmannschaft kümmert. Ob sie nicht gewusst hat, dass auf so etwas eine hohe Gefängnisstrafe steht? Wir reden von 20 Jahren.
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Steve Nash
6. Dezember 2007
Nike monopolisiert den Markt für Basketballschuhe
Die Marke Jordan bietet längst mehr auf als den Altmeister, der nicht mehr spielt und deshalb auch nur halb so wirksam sein kann wie einst. Inzwischen werden die Produkte von Sportlern wie Carmelo Anthony (Denver Nuggets), Chris Paul (New Orleans Hornets), Ray Allen (Boston Celtics), Richard Hamilton (Detroit Pistons) und Derek Jeter (New York Yankees) vertreten. Man arbeitet mittlerweile sogar mit der Jeansfirma Levi's zusammen.
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25. Dezember 2006
Die Antwort steckt tief im Zahlensumpf
Der Wechsel von Allen Iverson von den Philadephia 76ers zu den Denver Nuggets hat eigentlich nur eine Gewissheit geschaffen: Die ohnehin schon schwache Eastern Conference ist noch dürftiger, als bereits vor Wochen beklagt. Und die Western Conference bietet jetzt noch mehr Pep. Aber die viel wichtigere Frage bleibt weiterhin unbeantwortet: Haben die Denver Nuggets mit Carmelo Anthony, der dank seiner 15-Spiele-Sperre noch eine Weile zuschauen muss, und Iverson eine Mannschaft, die in den Playoffs gegen solche Teams wie die San Antonio Spurs, Phoenix Suns, Dallas Mavericks und auch die Utah Jazz etwas bewerkstelligen kann? Auf dem Papier sieht die Sache relativ vielversprechend aus. Nicht nur weil Meistermannschaften zwei überragende Spieler brauchen (einer alleine kann im Laufe des brutalen Playoff-Pensums nicht genügend Siege zusammenkratzen). Sondern weil Anthony und Iverson in dieser Saison die Scorer-Liste der Liga anführen (Anthony hat 31,6 Punkte pro Spiel, Iverson 30,6).Wer hinter diese Zahlen zu blicken versucht und sich dabei die statistischen Analysefähigkeiten von Leuten wie die vom Blog The Wages of Win zu eigen macht, wird bereits bei der Betrachtung der Einzelleistungen zu einer sehr viel weniger euphorischen Einschätzung kommen. Beide Spieler brauchen (und verbrauchen) eine Unmenge von Versuchen, um diese Punktsummen zu erreichen. Mit anderen Worten: Sie mögen zwar in ihren Teams den Großteil der Punkte erzielen. Aber das heißt nur, dass das Spiel extrem stark auf sie zugeschnitten ist.
Bei Wages of Win hat man einen Weg gefunden, den Nutzwert solcher Einzeldarbietungen für den Erfolg einer Mannschaft statistisch herauszufiltern. Die Kennziffer nennt sich win score per minute und spiegelt sehr gut wieder, wie effizient ein Spieler während seiner Einsatzzeit auf dem Spielfeld war. Win score per minute basiert auf der Kernzahl namens win score, die sich folgendermaßen errechnet: Points plus Rebounds plus Steals plus die Hälfte der Blocks plus die Hälfte der Assists minus Zahl der Wurfversuche minus die Hälfte der Freiwurfversuche minus Ballverluste an den Gegner minus die Hälfte der perönlichen Fouls (die halben Werte entsprechen nach der Einschätzung von Statistik-Papst David Berri und seinen Co-Autoren einer realistischen Bewertung dieser Leistungsfaktoren bezogen auf den Ausgang eines Spiels). Der win score wird anschließend durch die Anzahl der gespielten Minuten geteilt, weil dies das genaueste Bild für den Vergleich unterschiedlicher Spieler ergibt.
Die interessante Erkenntnis
aus dieser Betrachtung lautet: die Nuggets haben in Andre Miller einen effizienteren Spieler abgegeben (win score per minute über den Verlauf seiner Karriere: 0,176) und dafür einen schlechteren erhalten: Iversons win score per minute liegt bei 0,122, was schlechter ist als der Liga-Durchschnitt für Guards (0,128). Behalten haben sie Carmelo Anthony, der in den letzten beiden Jahren deutlicher besser geworden ist, aber in dieser Zeit auch nicht besser liegt als 0,169 (zum Vergleich: Michael Jordans Kennziffer bei all seinen Playoff-Auftritten lautet 0,255).So weit die Zahlen. Nun zum Spielsystem, das man mit dem der stärksten Konkurrenz vergleichen muss, gegen die Denver in den Playoffs antreten muss. Kurioserweise hat die Mannschaft, die mal gerade auf Platz sieben der Playoff-Qualifikationsliste im Westen steht, einen sehr ostküstenlastigen Terminplan abgespielt und musste erst ein einziges Mal gegen die Topkonkurrenz aus dem Westen antreten (gegen Dallas). Dallas machte Anthony mit Doppel- und Dreifachdeckung das Leben schwer. Trotzdem ballerte er wie blöd, verfehlte aber meistens den Korb. Effizienz? Eher das Gegenteil.
Das Spiel und die anderen Resultate lassen den Schluss zu, dass das Team gegen Phoenix, San Antonio, die Lakers und Utah kaum Chancen haben dürfte und deshalb um einen Platz in den Playoffs bangen muss. Die Siege über schwache Ost-Teams werden nicht reichen.
Sollte nicht aber die Tatsache, dass man zwei schusskräftige Guards zur gleichen Zeit auf den Platz stellen kann, die Probleme lösen? Sicher, vorausgesetzt allerdings, dass der ballführende Spieler die Defensive auf sich zieht und dann einen klugen Pass fabriziert. Und dass dann der jeweils andere Spieler den Korbwurf nicht versemmelt. Falls doch, dies als Hinweis: die Spitzenmannschaften im Westen haben mit die besten Defensiv-Rebound-Statistiken in dieser Saison. Die freuen sich auf solche Gelegenheiten, um den Ball zu übernehmen und den eigenen Tempogegenstoß einzuleiten.
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17. Dezember 2006
NBA-Massenkeilerei Knicks contra Nuggets: Ein Schauspiel für Hartgesottene
Das ESPN-Video des Knicks-Nuggets-Showdowns gibt es nun hier ohne langes Herumsuchen. Interessante Spekulation aus der amerikanischen Sportblogosphäre: Carmelo Anthony, der nach dem Match lieber nichts zu den Reportern über den Zwischenfall sagen wollte, sollte sich nicht wundern, wenn er 10 Spiele aussitzen muss.
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