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18. Dezember 2008
Wie man den Spurs heimleuchtet
Steve Nash gehört zu wenigen Profis in den USA, die hin und wieder eine politische Stellungnahme abgeben. Diesmal geht es um Stromsparen und also auch um Umweltschutz. Das heißt, eigentlich geht es darum, den San Antonio Spurs heimzuleuchten. Mit einem Jux auf deren Kosten. Die Mannschaft ist berühmt für ihre Schwalben-Künstler wie Tony Parker und Manu Ginobili, die bei jedem Windhauch zu Boden gehen. (Englisch: flops).
via With Leather
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27. Juni 2008
Nash macht's möglich
Mehr als man jemals über das Fußball-Spiel von NBA-Spieler Steve Nash und seinen Freunden und Gästen hätte herausfinden wollen: Die Blogger von Unprofessional Foul waren da (in Chinatown in Manhattan), haben Text und Fotos und fanden es "absolutely fucking wonderful". Ein Kommentator schickte das Link zum Video, das CNN produziert hat. Übrigens: Thierry Henry kam tatsächlich.
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Thierry Henry
25. Juni 2008
Der Klingelbeutel: Die etwas anderen Spielchen
• Wir haben Fußball in New York. Gleich nach dem Match zwischen Deutschland und der Türkei.
• Carmelo Anthony wurde von den Denver Nuggets für zwei Spiele gesperrt, weil er neulich nachts von der Polizei angehalten wurde – mit zuviel Promille in der Birne. Das hat keinen Einfluss auf seine Mitwirkung bei den Olympischen Spielen. In China gelten sowieso andere moralische Prinzipien. Natürlich wird die Sperre nur dann wirksam, wenn die Nuggets ihn behalten. Die Trade-Gerüchte allerdings sind unüberhörbar. Mehr über die US-Olympiamannschaft (mit einer phantastisch fiesen Überschrift: "Die beste Bronzemedaille, die man für Geld kaufen kann").
• Das Leben in Alabama kann so langweilig sein. Da schafft man sich sein eigenes Entertainment, in dem man sich zu Beispiel als Lehrerin intensiv um die Jungs von der Baseballmannschaft kümmert. Ob sie nicht gewusst hat, dass auf so etwas eine hohe Gefängnisstrafe steht? Wir reden von 20 Jahren.
• Carmelo Anthony wurde von den Denver Nuggets für zwei Spiele gesperrt, weil er neulich nachts von der Polizei angehalten wurde – mit zuviel Promille in der Birne. Das hat keinen Einfluss auf seine Mitwirkung bei den Olympischen Spielen. In China gelten sowieso andere moralische Prinzipien. Natürlich wird die Sperre nur dann wirksam, wenn die Nuggets ihn behalten. Die Trade-Gerüchte allerdings sind unüberhörbar. Mehr über die US-Olympiamannschaft (mit einer phantastisch fiesen Überschrift: "Die beste Bronzemedaille, die man für Geld kaufen kann").
• Das Leben in Alabama kann so langweilig sein. Da schafft man sich sein eigenes Entertainment, in dem man sich zu Beispiel als Lehrerin intensiv um die Jungs von der Baseballmannschaft kümmert. Ob sie nicht gewusst hat, dass auf so etwas eine hohe Gefängnisstrafe steht? Wir reden von 20 Jahren.
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17. März 2008
Ziemlich klamottig
Irgendwann muss in der NBA die alte, devote Haltung gegenüber den Vertretern des Fernsehens im Mülleimer gelandet sein. Der Grad an Respektlosigkeit ist unterschiedlich. Besonders, wenn es um TNT-Reporter Craig Sager geht, der den Eindruck erweckt, als er seine Garderobe im Fundus von alten Theatern zusammensucht. Aber der jüngste Fall von Lakers-Trainer Phil Jackson, der mitten in eine Antwort auf die Frage nach seinen taktischen Plänen ein Kompliment in Sachen Bekleidung einbaut. ESPN-Reporterin Michele Tafoya nahm es ohne mit der Wimper zu zucken. Löst das Reden über Klamotten demnächst jedes ernsthafte Gespräch über Basketball ab? Oder geht es schon gar nicht mehr um Basketball, sondern nur noch um Stil und schönen Schein?
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20. Februar 2008
Der Magier ist da
Den Kidd-Trade und den Dallas Mavericks werden die meisten wohl mittlerweile im Blickwinkel der Frage abgehandelt haben: Macht der Neue Nowitzki und Co. besser? Die Antwort darauf haben wir schon vor mehreren Tagen versucht, als sich die Transaktion abzeichnete. Der Artikel in der morgigen Printausgabe der FAZ dröselt das Thema aus einer Perspektive auf, die vor allem den Nichtfachleuten und den Leuten mit einem Elephantengedächtnis etwas bietet: Wir erinnern an das katastrophale Versagen von Mark Cuban, einen der besten Playmaker der NBA zu halten. Was die Hälfte des Geldes gekostet hätte, das er jetzt Jason Kidd und über die Luxury Tax an die anderen Clubs bezahlt. Der Artikel ist nicht online gestellt (Nachtrag einen Tag später: Es gibt ihn jetzt bei faz.net). Hier der Einstieg in den Text:
"Als Mark Cuban vor vier Jahren einen der besten Spielmacher der National Basketball Association ziehen ließ, setzte er sich an den Computer und schrieb einen langen Sermon von mehr als 4000 Worten für sein Internet-Tagebuch “Blogmaverick”. Die ellenlange Rechtfertigung dafür, weshalb er Steve Nash nicht einen Vertrag mit einer angemessenen Gage angeboten hatte, vernebelte die eigentlichen Gründe für seine Entscheidung: Der Eigentümer der Dallas Mavericks hielt den damals 30-jährigen Kanadier einfach für zu alt, um ihm eine Entlohnung zu garantieren, wie er er sie Nashs bestem Freund Dirk Nowitzki ohne weiteres zahlen wollte.Und weil's so schön war: Hier noch mal die Szene mit Avery Johnson und Jason Kidd in jener Zeit, als der Spielmacher zum ersten Mal in Dallas spielte:
Für seinen damaligen Geiz zahlt Cuban noch heute. Nicht nur weil Nash bei den Phoenix Suns zweimal in Folge zum wertvollsten Spieler der NBA avancierte und er im entscheidenden Moment in Dallas fehlte, um dem Team im Frühjahr 2006 zu einer Meisterschaft zu verhelfen. Seit Dienstag dieser Woche kippt der selbstbewusste Basketballunternehmer das Geld förmlich mit beiden Händen aus, um das Leistungsloch zu stopfen, das damals entstand. Der Empfänger: Jason Kidd, der seine Profikarriere 1994 in Dallas begonnen hatte. Sein Alter: Er wird in einem Monat 35. Seine Entlohnung: 19,4 Millionen Dollar pro Saison und damit der viertteuerste Profi in der NBA...."
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23. Dezember 2007
Nichts zu Weihnachten
Kurz vor Weihnachten schenkte Dirk Nowitzki seinem Freund Steve Nash eine Kleinigkeit, über die er sich nicht so richtig freuen wird: eine Niederlage. Hinterher musste der Sieger mal wieder dumme Fragen zum Thema Kumpeltum beantworten. Von wegen Weihnachtsgeschenke und so. Antwort? Niemand bekommt welche. Eine solche Einstellung gegenüber dem Rummel und Gedöns können wir gut verstehen. Geschenke sind so was von overrated. (via Can't Stop the Bleeding)
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26. November 2007
Wenn bei Agent Zero etwas kaputt geht, dann gleich richtig
Wer schon immer mal wissen wollte, wie ein Mann, der sein Leben von innen nach außen gedreht hat, mit der Trennung von seiner Freundin fertig wird, sollte sich mal den Blog von Gilbert Arenas anschauen. Nur wenig Gesülze. Nur wenig Herzschmerz und dies und das. Einfach nur eine - fast- sachliche Abarbeitung einer Krise. Jetzt fehlt eigentlich nur der Standpunkt der Gegenseite (und die Erinnerung an diese Äußerung über Sex mit Halle Berry).
Bei Arenas läuft's nicht gut dieser Tage. Agent Zero, zwischendurch wegen seines Humors und seiner Präsenz auf dem Spielfeld eine Art Jim Knopf der NBA (neben David Stern, der Lukas, den Lokomotivführer gibt) fällt nach einem erneuten Eingriff am Knie auf jeden Fall drei Monate aus. Es gibt Kommunikationsprobleme mit dem Club in Sachen Vertragsverlängerung. Und eine unglaublich schreckliche Ansammlung an neuen adidas-Werbespots, die zeigen, wie man einen verwundeten Krieger mit Hang zum Clown NICHT veräppeln sollte.
Wieviel besser geht da Nike mit Steve Nash um. Der darf zeigen, wie er mit dem Fußball umgeht. Die meisten Bilder wurden im Sommer in New York gedreht, als Nash auch sein Interview für die große Geschichte in der New York Times gab.
Bei Arenas läuft's nicht gut dieser Tage. Agent Zero, zwischendurch wegen seines Humors und seiner Präsenz auf dem Spielfeld eine Art Jim Knopf der NBA (neben David Stern, der Lukas, den Lokomotivführer gibt) fällt nach einem erneuten Eingriff am Knie auf jeden Fall drei Monate aus. Es gibt Kommunikationsprobleme mit dem Club in Sachen Vertragsverlängerung. Und eine unglaublich schreckliche Ansammlung an neuen adidas-Werbespots, die zeigen, wie man einen verwundeten Krieger mit Hang zum Clown NICHT veräppeln sollte.
Wieviel besser geht da Nike mit Steve Nash um. Der darf zeigen, wie er mit dem Fußball umgeht. Die meisten Bilder wurden im Sommer in New York gedreht, als Nash auch sein Interview für die große Geschichte in der New York Times gab.
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2. Oktober 2007
Eine Fratze im Maisfeld
Manchmal sind Ähnlichkeiten mit lebenden Personen durchaus beabsichtigt. Wie hier in einem Maisfeld unweit von Phoenix, wo die Familie Schnepf eine Farm betreibt und sich seit ein paar Jahren in so 'ner Art Land Art versucht. Der Mann, der auf diese Weise porträtiert wurde, hatte nur wenig dazu zu sagen, als er die Farmer-Familie besuchte: "Es ist bizarr", sagte Steve Nash, der zweifache MVP der NBA und Spielmacher der Suns. "Ich weiß wirklich nicht, was ich davo halten soll. Es ist ziemlich cool." Besucher, die das Ganze natürlich nicht aus der Vogelperspektive sehen können, haben aber immerhin die Gelegenheit, auf den herausgemähten Linien durchs Feld zu wandern, und dürfen versuchen, sich dabei nicht zu verlaufen. Familie Schnepf hat natürlich eine Webseite, weiß, wie man Pressemitteilungen verfasst, hat das Lokalblatt da gehabt und einen Kameramann für ein Video aus Anlass derSteve-Nash-Visite. Nicht schlecht für eine riesige Fratze, die noch vor Beginn der neuen Saison abgeerntet sein wird (via Deadspin und 100 Percent Injury Rate)
Blick zurück: Steve Nash versteht Spaß
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15. Mai 2007
Nun auch offiziell: Dirk ist wertvoller als alle anderen
Eine satte Mehrheit der 129 stimmberechtigten Medienvertreter hat für Dirk Nowitzki als MVP gestimmt. Das geht aus der Meldung hervor, die AP vor wenigen Minuten in die Welt hinausposaunt hat. 83 setzten ihn auf Platz eins. Sein Freund Steve Nash kam auf 44 Stimmen. Die Wahl zum Most Valuable Player wird allerdings im Rahmen eines Punktesystems abgewickelt, bei dem auch Namen auf den unteren Rängen des Stimmzettels ins Gewicht fallen. Deshalb hier das Resultat, das zählt: 1 138 Punkte für Nowitzki. 1 013 Punkte für Nash. Dritter wurde Kobe Bryant, gefolgt von Tim Duncan und LeBron James.
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7. Mai 2007
Blutzoll in den NBA-Playoffs: Steve Nash nach dem Zusammenprall mit Tony Parker
Das erste Spiel gegen die San Antonio Spurs ging für Steve Nash nicht besonders gut aus. Abgesehen von der Niederlage erlitt er kurz vor Schluss bei einem Zusammenprall mit Tony Parker eine tiefe, massiv blutende Risswunde auf dem Nasenrücken. Die Verletzung behinderte seinen Einsatz und musste mit mehreren Stichen genäht werden. Nach der Notfalloperation saß er etwas gedrückt bei der Pressekonferenz, schilderte seine Eindrücke und beklagte sich über den Mangel an Einsatzwillen und Hunger seiner Nebenleute. Mehr über Steve Nash kann man aus diesem längeren Fernsehbeitrag erfahren.
Wie so viele TV-Interviews gehen die Fragen nicht besonders tief. Was ungerecht gegenüber Nash ist, der klüger ist als die meisten Sportler und theoretisch sehr viel zu sagen hätte. Der Zusammenschnitt enthält aber einige optische Highlights: Nash in der Schulmannschaft in Victoria/British Columbia und mit einer bescheuerten Frisur am College in Santa Clara. Die Szene, in der Don Nelson Dirk Nowitzki und Nash ihre neuen Dallas-Trikots aushändigt und die Aufnahme von einem Ringkampf zwischen Mavericks-Besitzer Mark Cuban und einem NBA-Schiedsrichter.
Wie so viele TV-Interviews gehen die Fragen nicht besonders tief. Was ungerecht gegenüber Nash ist, der klüger ist als die meisten Sportler und theoretisch sehr viel zu sagen hätte. Der Zusammenschnitt enthält aber einige optische Highlights: Nash in der Schulmannschaft in Victoria/British Columbia und mit einer bescheuerten Frisur am College in Santa Clara. Die Szene, in der Don Nelson Dirk Nowitzki und Nash ihre neuen Dallas-Trikots aushändigt und die Aufnahme von einem Ringkampf zwischen Mavericks-Besitzer Mark Cuban und einem NBA-Schiedsrichter.
16. März 2007
Dirk und Steve - warum haben sie keine lukrativen Werbeauftritte?
Der sehr lesenswerte amerikanische Blog sports media watch hat eine Frage aufgeworfen, die sich nicht erst seit dem brillanten NBA-Spiel zwischen den Dallas Mavericks und den Phoenix Suns am Mittwoch aufdrängt, das die beste Einschaltquote der laufenden Saison erzielte. Wieso haben Steve Nash und Dirk Nowitzki eigentlich keine Werbeverträge mit Firmen, die die Basketballprofis in Werbespots einsetzen? LeBron James hat es, und der ist nicht mal ein MVP-Kandidat. Dwayne Wade hat es, dabei kann seine Mannschaft froh sein, wenn sie in die Playoffs kommt. Allen Iverson hat es, und der ist nicht mal der beste Mann in seiner neuen Mannschaft am Fuß der Rocky Mountains. Eigentlich hat man nur bei Shaquille O'Neal das Gefühl, das alles passt: die Erfolge der Vergangenheit, der Bekanntheitsgrad, seine humorvollen Sprüche und seine Reklame für Produkthersteller.
Bei der Antwort auf die Frage stößt man zu erst einmal auf ein paar offensichtliche Aspekte: Nash und Nowitzki sind Ausländer. Gegen die wird zwar in den USA nicht diskriminiert. Aber einen Beliebtheitswettbewerb gewinnen Zugereiste nur ganz selten (von Ausnahmen wie dem Chinesen Yao Ming abgesehen - siehe sein Werbeauftritt für eine Kreditkartenfirma hier). Obendrein sind Nash und Nowitzki zwei ernsthafte Menschen, die sich schwer tun in einer Rolle als Werbefiguren. Man denke nur Nowitzkis NBA-Spot vor zwei Jahren, als er einen Mann spielte, der seiner großen Liebe - der Meisterschaftstrophäe - permanent Nachrichten auf dem Anrufbeantworter hinterlässt.
Nash hat außerdem einen ausgeprägten politischen Sinn und ganz offensichtlich das Gefühl, dass er als Basketballer bereits hinreichend Geld verdient.
Was sports media watch geflissentlich vernachlässigt, ist, dass die beiden ein anderes Merkmal gemeinsam haben: die weiße Hautfarbe. Das heißt: Sie entsprechen nicht dem Klischeebild des Basketballprofis von heute, das von Michael Jordan mit Hilfe von Nike und Spike Lee in eine neue Ikonographie umgetütet wurde. Den genialsten Werbespruch von allen entwickelte die Getränkemarke Gatorade mit ihm: "Be Like Mike". Wie Mike kann aber nur sein, wer so aussieht wie er, so spielt wie er und so erfolgreich ist wie er.
Der Umdenkprozess wird wohl noch eine Weile brauchen. Denn zur Zeit hat eine andere Debatte rund um die Liga begonnen, angeschoben von schwarzen Bloggern, die hinter jeder restriktiven Maßnahme der NBA-Spitze (Stichwort: Bekleidungskodex) Rassismus wähnen. Auch die Invasion ausländischer Spieler, obwohl die keineswegs alle weiß sind, erhält gerne den Stempel Rassismus. Die Kampagne läuft unter anderem auf dem Blog Sports On My Mind, wo eine pseudo-akademische Debattenkultur gepflegt wird, deren Protagonisten so tun, als bräuchten sie für ihre Unterstellungen und Mutmaßungen weder Belege noch konsequentes analytisches Denken. Im Chor singt Scoop Jackson von espn.com mit, der zwar exponiert arbeitet, aber deshalb noch lange nicht die Notwendigkeit sieht, sich sprachlich und intellektuell weiterzuentwickeln. Eine Liga, die womöglich irgendwann durchaus wieder weniger als 80 Prozent schwarze Spieler haben könnte, weil die Ausländer sich sportlich bestens schlagen und mit mehr Mannschaftsgeist spielen, wird in diesen Kreisen auf Schritt und Tritt der Diskriminierung bezichtigt. Eine solche Grundstimmung, die sich auch gegen schwarze Autoren mit Denkkapazität und sozialem Verantwortungsbewusstsein wie Jason Whitlock richtet, entspricht vorerst ganz offensichtlich dem Mainstream. Wahrscheinlich müssen Soziopathen wie Ron Artest oder schießwütige Spieler wie Stephen Jackson erst noch richtig ausrasten, ehe das Gerede von den 40 Million Dollar Slaves ein Ende hat.
Rückblick: Gedanken zum NBA-All-Star-Wochenende in Las Vegas
Rückblick: Schwarze Profis - reich, aber ohne soziales Bewusstsein
Bei der Antwort auf die Frage stößt man zu erst einmal auf ein paar offensichtliche Aspekte: Nash und Nowitzki sind Ausländer. Gegen die wird zwar in den USA nicht diskriminiert. Aber einen Beliebtheitswettbewerb gewinnen Zugereiste nur ganz selten (von Ausnahmen wie dem Chinesen Yao Ming abgesehen - siehe sein Werbeauftritt für eine Kreditkartenfirma hier). Obendrein sind Nash und Nowitzki zwei ernsthafte Menschen, die sich schwer tun in einer Rolle als Werbefiguren. Man denke nur Nowitzkis NBA-Spot vor zwei Jahren, als er einen Mann spielte, der seiner großen Liebe - der Meisterschaftstrophäe - permanent Nachrichten auf dem Anrufbeantworter hinterlässt.
Nash hat außerdem einen ausgeprägten politischen Sinn und ganz offensichtlich das Gefühl, dass er als Basketballer bereits hinreichend Geld verdient.
Was sports media watch geflissentlich vernachlässigt, ist, dass die beiden ein anderes Merkmal gemeinsam haben: die weiße Hautfarbe. Das heißt: Sie entsprechen nicht dem Klischeebild des Basketballprofis von heute, das von Michael Jordan mit Hilfe von Nike und Spike Lee in eine neue Ikonographie umgetütet wurde. Den genialsten Werbespruch von allen entwickelte die Getränkemarke Gatorade mit ihm: "Be Like Mike". Wie Mike kann aber nur sein, wer so aussieht wie er, so spielt wie er und so erfolgreich ist wie er.
Der Umdenkprozess wird wohl noch eine Weile brauchen. Denn zur Zeit hat eine andere Debatte rund um die Liga begonnen, angeschoben von schwarzen Bloggern, die hinter jeder restriktiven Maßnahme der NBA-Spitze (Stichwort: Bekleidungskodex) Rassismus wähnen. Auch die Invasion ausländischer Spieler, obwohl die keineswegs alle weiß sind, erhält gerne den Stempel Rassismus. Die Kampagne läuft unter anderem auf dem Blog Sports On My Mind, wo eine pseudo-akademische Debattenkultur gepflegt wird, deren Protagonisten so tun, als bräuchten sie für ihre Unterstellungen und Mutmaßungen weder Belege noch konsequentes analytisches Denken. Im Chor singt Scoop Jackson von espn.com mit, der zwar exponiert arbeitet, aber deshalb noch lange nicht die Notwendigkeit sieht, sich sprachlich und intellektuell weiterzuentwickeln. Eine Liga, die womöglich irgendwann durchaus wieder weniger als 80 Prozent schwarze Spieler haben könnte, weil die Ausländer sich sportlich bestens schlagen und mit mehr Mannschaftsgeist spielen, wird in diesen Kreisen auf Schritt und Tritt der Diskriminierung bezichtigt. Eine solche Grundstimmung, die sich auch gegen schwarze Autoren mit Denkkapazität und sozialem Verantwortungsbewusstsein wie Jason Whitlock richtet, entspricht vorerst ganz offensichtlich dem Mainstream. Wahrscheinlich müssen Soziopathen wie Ron Artest oder schießwütige Spieler wie Stephen Jackson erst noch richtig ausrasten, ehe das Gerede von den 40 Million Dollar Slaves ein Ende hat.
Rückblick: Gedanken zum NBA-All-Star-Wochenende in Las Vegas
Rückblick: Schwarze Profis - reich, aber ohne soziales Bewusstsein
15. März 2007
Nash vs. Nowitzki: Eine MVP-Show vom Feinsten
Dies war ein Spiel, das wirklich mehr bot, als es versprach: vor allem spektakuläre, athletische, kluge, einfallsreiche Basketballszenen und ein atemloses Tempo. Und das noch über 58 Minuten. Denn so lange brauchten die Phoenix Suns und die Dallas Mavericks, um auszusortieren, wer an diesem Abend einen Hauch besser war. MVP-Kandidat Dirk Nowitzki hatte es nicht nur einmal, sondern gleich dreimal in der Hand, das Schicksal zu wenden. Die größte Panne unterlief ihm kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit, als er nur einen von zwei Freiwürfen verwandelte und MVP-Kandidat Steve Nash anschließend einen Dreier versenkte und ausglich. Nowitzki hatte den Ball im Gegenzug wieder in der Hand. Doch sein Sprungwurf zum Sieg verfehlte das Ziel. Kurz vor dem Ende der zweite Verlängerung hatte der Würzburger die Chance, auszugleichen und einen dritten Nachschlag zu erzwingen. Aber er traf nur den Ring und ausgerechnet sein Freund Steve Nash schnappte sich den Rebound.
Das Spiel - 129:127 lautete der Endstand - war eine Galavorstellung auf beiden Seiten. Nowitzki zeigte attraktive Pässe und einen mächtigen Dunk, der seinen Anspruch auf die Auszeichnung most valuable player unterstrich. Aber Steve Nash war einfach noch besser. Seine Dribblings und Pässe auf engstem Raum unterstrichen, dass hier ein Einfädler am Werk ist, wie er nur alle zehn bis 20 Jahre in der NBA auftaucht. Von seiner Punktausbeute gar nicht zu reden.
Dallas hatte sich beim Spiel davor gegen Golden State ganz gut ausgeruht und wirkte frisch. Vor allem im dritten und über weite Strecken des vierten Viertels. Aber irgendwann schien die Mannschaft zu glauben, dass sie das Ding lässig als Sieg abbuchen kann und leistete sich zu viele kleine Fehler. Die beiden Mannschaften werden vor den Playoffs noch einmal aufeinander treffen. Das Match könnte nicht nur entscheiden, wer als Nummer eins im Westen rangiert, sondern, wer MVP wird. Steve Nash hat heute viele der stimmberechtigten Journalisten beeindruckt.
Das Spiel - 129:127 lautete der Endstand - war eine Galavorstellung auf beiden Seiten. Nowitzki zeigte attraktive Pässe und einen mächtigen Dunk, der seinen Anspruch auf die Auszeichnung most valuable player unterstrich. Aber Steve Nash war einfach noch besser. Seine Dribblings und Pässe auf engstem Raum unterstrichen, dass hier ein Einfädler am Werk ist, wie er nur alle zehn bis 20 Jahre in der NBA auftaucht. Von seiner Punktausbeute gar nicht zu reden.
Dallas hatte sich beim Spiel davor gegen Golden State ganz gut ausgeruht und wirkte frisch. Vor allem im dritten und über weite Strecken des vierten Viertels. Aber irgendwann schien die Mannschaft zu glauben, dass sie das Ding lässig als Sieg abbuchen kann und leistete sich zu viele kleine Fehler. Die beiden Mannschaften werden vor den Playoffs noch einmal aufeinander treffen. Das Match könnte nicht nur entscheiden, wer als Nummer eins im Westen rangiert, sondern, wer MVP wird. Steve Nash hat heute viele der stimmberechtigten Journalisten beeindruckt.
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2. März 2007
Der Mann hinter dem Erfolg von Nash und Nowitzki
Einer der besten Kolumnisten in den USA hat jahrelang seine Talente in einem Format geschult, aus dem es für die meisten Journalisten keinen Ausweg gibt: einmal Yellow Press, immer Yellow Press. Harvey Araton war bei der New York Post und der New York Daily News, ehe er 1991 von der New York Times angestellt wurde, wo er eine Zeitlang als NBA-Spezialist war, ehe er den attraktivsten Job bekam, den die Zeitung im Sportteil vergibt. Araton hat heute - vor dem Match gegen die Golden State Warriors - in einem auf die endlose Malaise der New York Knicks zugeschnittenen Beitrag auf eine hübsche Episode in der Geschichte des Clubs aufmerksam gemacht: die Dreiviertelsaison in den neunziger Jahren als ein gewisser Don Nelson im Madison Square Garden der Cheftrainer war und mit einer Bilanz von 34:25-Siegen den Bettel hinwarf.Das waren noch Zeiten, als solch ein Zwischenstand als Enttäuschung empfunden wurde. Heute ist man in New York froh, wenn die teuerste Mannschaft der Liga so viele Spiele gewinnt, wie sie verliert. Was wurde aus Nelson? Er ging nach Dallas, baute die schlechteste Mannschaft der neunziger Jahre um, draftete Dirk Nowitzki, holte Steve Nash aus Phoenix, wo er hinter Jason Kidd als Ersatzmann nicht viel zu tun hatte. Araton:
"Heute sind Nash und Nowitzki die essentiellen Spieler in den Teams (Dallas und Phoenix) mit dem besten Punktestand in der Liga, mit Nowitzki dem führenden Herausforderer, Nash als most valuable player abzulösen. Nur um es festzuhalten: Nelson erinnert uns daran, dass er auch Josh Howard gedraftet hat, ein Spieler auf dem Weg zum Co-Star neben Nowitzki - mit dem 29. Pick in der ersten Runde. Im Kontrast dazu: Wieviele All-Stars haben die Knicks hervorgebracht, seit sie Ewing 1985 in einer Lotterie gewonnen haben?"Don Nelson verließ auch die Dallas Mavericks, bevor er selbst für jedermann klar ersichtlich die Früchte seiner Arbeit einfahren konnte. Vielleicht hätte er es dabei belassen sollen und nicht noch einmal an seinem alten Arbeitsplatz Golden State anheuern. Der Job ist nicht leichter geworden. Und Nelson ist inzwischen 65 Jahre alt. Aber vielleicht war es auch ein guter Zug. So bleibt er einem wenigstens in Erinnerung. Als ein Visionär, von denen es in der NBA nur sehr wenige gibt.
28. Januar 2007
Wenn die Kommunisten wählen: All-Star-Politik in der NBA
Mark Cubans Mavericks müssen bis zum All-Star-Wochenende noch ein bisschen arbeiten, weshalb sie sich noch nicht mit dem Karneval beschäftigen, den die NBA alljährlich veranstaltet. In diesem Jahr geht es übrigens erstmals nach Las Vegas, wo es zwar jede Menge Hotelkapazität gibt, um für die Veranstaltung Besucher aus aller Welt unterzubringen, aber kein NBA-Team. Die anreisenden Basketballprofis veranstalten allerlei Mätzchen, gekrönt von einem Spiel zwischen den Abgesandten der Western Conference gegen die Abgesandten der Eastern Conference (am 18. Februar). Wer in der Startformation antreten darf, das bestimmen die NBA-Fans, und zwar seit ein paar Jahren mit Hilfe einer Abstimmung per Internet. Auf diese Weise kommen auch die Geschmacksvorstellungen von Menschen aus entfernten Ländern zur Geltung. Dass die so wahnsinnnig viel von Basketball verstehen, lässt sich nicht erkennen. Schon eher, dass sie von anderen Vorstellungen gelenkt werden. So machte im Westen kein anderer als Yao Ming von den Houston Rockets das Rennen, weil man zuhause in China schamlos seinen Namen in den Computer füttert. Die Popularität des Spitzenreiters im Osten hat vermutlich auch eher etwas mit einer Form von manipulativem Marketing zu tun: LeBron James ist die Vorzeigefigur von Schuhhersteller Nike geworden, die ihn im Herbst mit einer Reihe von erfolgreichen Werbespots ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gepusht haben. Um wieviele Stimmen geht's da so? LeBron James erhielt nach Angaben der NBA 2 516 049, was knapp hinter dem Rekord von Ming aus dem Jahr 2005 liegt (2 558 278). Der Chinese kam diesmal auf 2 451 718. Das Reglement sieht vor, dass die fünf Positionen auf dem Spielfeld jeweils einzeln ermittelt werden. Hier die Aufstellungen:
Eastern Conference
Forwards: LeBron James (Cleveland), Chris Bosh (Toronto)
Center: Shaquille O’Neal (Miami)
Guards: Dwyane Wade (Miami), Gilbert Arenas (Washington)
Western Conference
Forwards: Kevin Garnett (Minnesota), Tim Duncan (San Antonio)
Center: Yao Ming (Houston)
Guards: Kobe Bryant (L.A. Lakers), Tracy McGrady (Houston)
Was an den Namen in der Western Conference auffällt: Zwei Spieler fehlen, die zur Zeit als potenzielle MVP-Kandidaten gehandelt werden – Steve Nash (Phoenix Suns) und Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks). Ihnen fehlt nicht nur die Unterstützung aus ihren Heimatländern Kanada und Deutschland. Ihnen fehlt ganz offensichtlich das Charisma, um ganz gewöhnliche amerikanische Fans zu beeindrucken.
Das hat Mavericks-Besitzer Mark Cuban aufgebracht ("Es ist eine internationale Abstimmung, und jede Menge Kommunisten haben gewählt. Die wählen immer, was die Partei vorgibt."). Und es hat die Dallas Morning News dazu gebracht, diese verquere Betrachtungsweise auch noch abzudrucken. Nash und Nowitzki werden trotzdem dabei sein. Weil das Trainer-Team der Western Conference (angeführt von Suns-Coach Mike D'Antoni) den Rest der Kaderplätze festlegt.
Eastern Conference
Forwards: LeBron James (Cleveland), Chris Bosh (Toronto)
Center: Shaquille O’Neal (Miami)
Guards: Dwyane Wade (Miami), Gilbert Arenas (Washington)
Western Conference
Forwards: Kevin Garnett (Minnesota), Tim Duncan (San Antonio)
Center: Yao Ming (Houston)
Guards: Kobe Bryant (L.A. Lakers), Tracy McGrady (Houston)
Was an den Namen in der Western Conference auffällt: Zwei Spieler fehlen, die zur Zeit als potenzielle MVP-Kandidaten gehandelt werden – Steve Nash (Phoenix Suns) und Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks). Ihnen fehlt nicht nur die Unterstützung aus ihren Heimatländern Kanada und Deutschland. Ihnen fehlt ganz offensichtlich das Charisma, um ganz gewöhnliche amerikanische Fans zu beeindrucken.
Das hat Mavericks-Besitzer Mark Cuban aufgebracht ("Es ist eine internationale Abstimmung, und jede Menge Kommunisten haben gewählt. Die wählen immer, was die Partei vorgibt."). Und es hat die Dallas Morning News dazu gebracht, diese verquere Betrachtungsweise auch noch abzudrucken. Nash und Nowitzki werden trotzdem dabei sein. Weil das Trainer-Team der Western Conference (angeführt von Suns-Coach Mike D'Antoni) den Rest der Kaderplätze festlegt.
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6. Dezember 2006
Memories are made of this: Der Saitenhieb
Für alle Ewigkeit bestimmt (falls Google das Video nicht aus dem Verkehr zieht): Der ultimative musikalische Auftritt eines deutschen Weltstars aus jenen unschuldigen Tagen, als er noch mit seinem Freund in einer Mannschaft spielte. Das Duo Nash/Nowitzki. Wo ist Peter Bursch, wenn man ihn wirklich braucht?
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