Hinter den Kulissen regt sich wieder mehr bei Arsenal. Der amerikanische Anteilseigner Stan Kroenke, dem die Colorado Avalanche (NHL), Denver Nuggets (NBA) und Colorado Rapids (MLS) gehören hat sich in aller Stille 28,9 Prozent der Aktien des Clubs gesichert und ist damit der größte Mitbesitzer und nur noch einen Prozentpunkt von der Macht im Laden entfernt. Sein Appetit ist beachtlich. Da ihm 40 Prozent der St. Louis Rams gehören, käme er natürlich gegenwärtig auch für eine stärkere Rolle in der NFL in Frage. Es gibt da nur ein Problem. Die Football-Liga hat strenge Regeln, die besagen, dass jemand der in der NFL am Ruder eines Clubs sitzt, woanders nicht mitmischen darf.
Blick zurück: Es gab mal eine Zeit, da tat Kroenke so, als interessiere ihn England nicht
Blick zurück: St. Louis und Limbaugh – Don't mix politics with sports
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22. Oktober 2009
31. Mai 2009
NFL: Wann verlassen die Rams St. Louis?
Das Wanderlust-Virus war in den letzten Jahren in der National Football League als ansteckende Krankheit im Grunde besiegt. Mal abgesehen von der Ödnis in Los Angeles hat die Liga wirklich alle Fernsehmärkte in den USA mit Teams besprenkelt, die sich ein solches Aushängeschild leisten können. Obendrein hat die konsequente Verteilung der enormen Fernseheinnahmen an alle Clubs und die härteste Salary Cap im amerikanischen Mannschaftssport etwaige Begehrlichkeiten weitgehend gedämpft. Die Sache läge anders, wenn die Politiker in Los Angeles und Umgebung mit attraktiven Stadienbauplänen winken würden. Dann kämen sicher eine ganze Reihe von Club-Eignern angerannt. Die New Orleans Saints vorneweg, die Oakland Raiders gleich hinterher. Aber dem ist nicht so.
Umso überraschender sind die lauten Geräusche in St. Louis, wo die Rams 1995 andockten, nachdem sie vorher in LA und dann in Anaheim gleich nebenan zuhause waren. Die Rams füllten eine Lücke, die mit dem Abschied der Cardinals 1987 nach Arizona entstanden war. Der eigentliche Grund für den Umzug der Rams war ein unwiderstehlicher Vertrag, der dem Club so gute wie alle Mietkosten in einem neuen Hallenstadion erließ. Aber solche Zückerli finden die Erben der vor einem Jahr verstorbenen Besitzerin Georgia Frontiere längst nicht ausreichend. Sie müssen auf die Hinterlassenschaft nämlich jede Menge Steuern bezahlen und sind weder flüssig, um dem Fiskus das Geld aus eigener Tasche zu bezahlen noch scheint ihnen derzeit irgendeine Bank die notwendigen Beträge leihen zu wollen.
Nachdem sie den Verkauf der Rams an einen Interessenten in St. Louis ohne Erfolg ventiliert hatten, soll nun die Investmenbank Goldman Sachs nach einem Käufer Ausschau halten. Und das könnte gut und gerne jemand sein, der mit dem Team nach Westen umziehen will. Denn die einst so attraktive Halle mit jenem Kunstrasen, auf dem die von Kurt Warner angetriebenen Rams Tempo-Football der allerschnellsten Kategorie inszenierten, wirkt längst alt und angeschrammt. 30 Millionen Dollar werden zur Zeit hineingesteckt. Aber das könnte sich als verlorene Liebesmüh erweisen. Der Club hat einen Mietvertrag, der es ihm erlaubt, spätestens 2014 mit dem Hinweis auf eine unzureichende Ausstattung das Weite zu suchen.
Die Entwicklung sieht demnach nicht nach einer baldigen Nacht- und Nebelaktion aus, sondern nach einer, die sich mittelfristig zuspitzen wird. Minderheiteneigner der Rams ist übrigens Stan Kroenke, den wir nicht nur als Besitzer der Denver Nuggets (NBA), Colorad0 Avalanche (NHL), Colorado Rapids (Major League Soccer) kennen, sondern auch als einer der Amerkaner, der in der Premier League seine Finger im Spiel hat (Arsenal). In der NFL kann er nichts mehr werden als ein Minderheitenanteilseigener, solange er in den anderen Ligen mitmischt. So streng sind hier die Statuten. Aber das heißt ja nicht, dass seine Stimme bei einer Entscheidung über die Zukunft der Rams nichts gilt. Es steht ja auch sein Geld auf dem Spiel (via SportsbyBrooks)
Umso überraschender sind die lauten Geräusche in St. Louis, wo die Rams 1995 andockten, nachdem sie vorher in LA und dann in Anaheim gleich nebenan zuhause waren. Die Rams füllten eine Lücke, die mit dem Abschied der Cardinals 1987 nach Arizona entstanden war. Der eigentliche Grund für den Umzug der Rams war ein unwiderstehlicher Vertrag, der dem Club so gute wie alle Mietkosten in einem neuen Hallenstadion erließ. Aber solche Zückerli finden die Erben der vor einem Jahr verstorbenen Besitzerin Georgia Frontiere längst nicht ausreichend. Sie müssen auf die Hinterlassenschaft nämlich jede Menge Steuern bezahlen und sind weder flüssig, um dem Fiskus das Geld aus eigener Tasche zu bezahlen noch scheint ihnen derzeit irgendeine Bank die notwendigen Beträge leihen zu wollen.
Nachdem sie den Verkauf der Rams an einen Interessenten in St. Louis ohne Erfolg ventiliert hatten, soll nun die Investmenbank Goldman Sachs nach einem Käufer Ausschau halten. Und das könnte gut und gerne jemand sein, der mit dem Team nach Westen umziehen will. Denn die einst so attraktive Halle mit jenem Kunstrasen, auf dem die von Kurt Warner angetriebenen Rams Tempo-Football der allerschnellsten Kategorie inszenierten, wirkt längst alt und angeschrammt. 30 Millionen Dollar werden zur Zeit hineingesteckt. Aber das könnte sich als verlorene Liebesmüh erweisen. Der Club hat einen Mietvertrag, der es ihm erlaubt, spätestens 2014 mit dem Hinweis auf eine unzureichende Ausstattung das Weite zu suchen.
Die Entwicklung sieht demnach nicht nach einer baldigen Nacht- und Nebelaktion aus, sondern nach einer, die sich mittelfristig zuspitzen wird. Minderheiteneigner der Rams ist übrigens Stan Kroenke, den wir nicht nur als Besitzer der Denver Nuggets (NBA), Colorad0 Avalanche (NHL), Colorado Rapids (Major League Soccer) kennen, sondern auch als einer der Amerkaner, der in der Premier League seine Finger im Spiel hat (Arsenal). In der NFL kann er nichts mehr werden als ein Minderheitenanteilseigener, solange er in den anderen Ligen mitmischt. So streng sind hier die Statuten. Aber das heißt ja nicht, dass seine Stimme bei einer Entscheidung über die Zukunft der Rams nichts gilt. Es steht ja auch sein Geld auf dem Spiel (via SportsbyBrooks)
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18. September 2008
Arsenal: Kommt der Retter aus Amerika?
Schon kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab es unter den betroffenen Menschen ein unbestimmtes Gefühl, wonach die Zukunft unter der Vorherrschaft amerikanischer Besatzungstruppen etwas angenehmer ausfallen würde als unter den Sowjets. Wer damals konnte, floh noch schnell gen Westen und hat es nicht bereut.
Dass eine solche Einstellung mehr als 60 Jahre später in England hochkommen würde, war nicht unbedingt zu erwarten. Es sei denn, die alten Ressentiments, im Kalten Krieg schön gepflegt, sind einfach nicht totzukriegen. So haben wir bei Arsenal dieser Tage folgende Konstellation: die Hoffnungen klammern sich an den Besatzer aus den USA: den Wal-Mart-Schwiegersohn Stan Kroenke. Der soll den Einmarsch des reichen Russen Alischer Usmanow aufhalten. Man erinnere sich: Niemand hatte damals Kroenke mit offenen Armen aufgenommen. Denn der repräsentierte den vehementen Einfall der Heuschrecken aus Amerika, die schon bei Manchester United und dem FC Liverpool die gute alte englische Fankultur auffressen. Das Geld aus dem Osten wird zwar auch in Pound und Penny abgerechnet, also in einer der härtesten Währungen der Welt. Aber es scheint ohne den begehrten Non-olet-Stempel daherzukommen. Ob es der Geruch von Öl ist, der stört? Aus der Ferne vermag man den Tanz eigentlich nur mit Süffisanz zu verfolgen. Und mit einem Hinweis an die Bundesliga: Ehe ihr allen Oligarchen der Welt die Schlüssel in die Hand gebt, denkt doch bitte noch mal gründlich nach. Obwohl: Liest man diesen Eintrag bei allesaussersport, fragt man sich unweigerlich, ob dort das Denken eine Disziplin ist, die man dort gerne betreibt.
Dass eine solche Einstellung mehr als 60 Jahre später in England hochkommen würde, war nicht unbedingt zu erwarten. Es sei denn, die alten Ressentiments, im Kalten Krieg schön gepflegt, sind einfach nicht totzukriegen. So haben wir bei Arsenal dieser Tage folgende Konstellation: die Hoffnungen klammern sich an den Besatzer aus den USA: den Wal-Mart-Schwiegersohn Stan Kroenke. Der soll den Einmarsch des reichen Russen Alischer Usmanow aufhalten. Man erinnere sich: Niemand hatte damals Kroenke mit offenen Armen aufgenommen. Denn der repräsentierte den vehementen Einfall der Heuschrecken aus Amerika, die schon bei Manchester United und dem FC Liverpool die gute alte englische Fankultur auffressen. Das Geld aus dem Osten wird zwar auch in Pound und Penny abgerechnet, also in einer der härtesten Währungen der Welt. Aber es scheint ohne den begehrten Non-olet-Stempel daherzukommen. Ob es der Geruch von Öl ist, der stört? Aus der Ferne vermag man den Tanz eigentlich nur mit Süffisanz zu verfolgen. Und mit einem Hinweis an die Bundesliga: Ehe ihr allen Oligarchen der Welt die Schlüssel in die Hand gebt, denkt doch bitte noch mal gründlich nach. Obwohl: Liest man diesen Eintrag bei allesaussersport, fragt man sich unweigerlich, ob dort das Denken eine Disziplin ist, die man dort gerne betreibt.
9. April 2007
Nachgearbeitet: Ein Arsenal von Attacken unterschiedlicher Art
Wir berichteten:
• (in zwei unterschiedlichen Beiträgen) über einen neuen Ombudsman bei ESPN und die Attacke eines Radiomannes desselben Senders auf einen populären Blog, der 48 Stunden lang lahm gelegt wurde. Wir reichen nach: Der Ombudsman - eine Frau namens Le Anne Schreiber - ging sofort ans Werk, um hausintern eine klare Maßregel seitens des Topmanagments zu erbitten. Jetzt ist klar: Noch mal so'n Ding und der Täter wird suspendiert oder verliert seinen Job.
• über die Geschäfte von Stan Kroenke, dem Besitzer der Denver Nuggets (NBA), Colorado Avalanche (NHL) und Colorado Rapids (Major League Soccer) und seine Dementis in Sachen Arsenal. Seit Sonntag wissen wir, weil es die Sunday Times berichtete: Kroenke ist letzte Woche in England eingestiegen. Für mehr als 42 Millionen Pfund übernahm er das knapp zehnprozentige Aktienpaket, das der Fernsehsender ITV gehalten hatte Was meint Arsène Wenger dazu? "Im Augenblick, so hat Kroenke gesagt, will er den Club nicht kaufen. Er will einfach nur eine Partnerschaft." Wie beruhigend ist das?
• über die Mavericks und ihre Neuverpflichtung Kevin Willis, der mit 44 Jahren zur Zeit der älteste Aktive in der NBA ist. Er hatte inzwischen seinen ersten Einsatz. Die spöttischen Anmerkungen im Houston Chronicle stehen am Ende des Spielberichts.
• (in zwei unterschiedlichen Beiträgen) über einen neuen Ombudsman bei ESPN und die Attacke eines Radiomannes desselben Senders auf einen populären Blog, der 48 Stunden lang lahm gelegt wurde. Wir reichen nach: Der Ombudsman - eine Frau namens Le Anne Schreiber - ging sofort ans Werk, um hausintern eine klare Maßregel seitens des Topmanagments zu erbitten. Jetzt ist klar: Noch mal so'n Ding und der Täter wird suspendiert oder verliert seinen Job.
• über die Geschäfte von Stan Kroenke, dem Besitzer der Denver Nuggets (NBA), Colorado Avalanche (NHL) und Colorado Rapids (Major League Soccer) und seine Dementis in Sachen Arsenal. Seit Sonntag wissen wir, weil es die Sunday Times berichtete: Kroenke ist letzte Woche in England eingestiegen. Für mehr als 42 Millionen Pfund übernahm er das knapp zehnprozentige Aktienpaket, das der Fernsehsender ITV gehalten hatte Was meint Arsène Wenger dazu? "Im Augenblick, so hat Kroenke gesagt, will er den Club nicht kaufen. Er will einfach nur eine Partnerschaft." Wie beruhigend ist das?
• über die Mavericks und ihre Neuverpflichtung Kevin Willis, der mit 44 Jahren zur Zeit der älteste Aktive in der NBA ist. Er hatte inzwischen seinen ersten Einsatz. Die spöttischen Anmerkungen im Houston Chronicle stehen am Ende des Spielberichts.
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31. März 2007
US-Unternehmer dementiert weiterhin Einstieg bei Arsenal
Niemand vermag so ganz genau auszumachen, wie man die Dementis von Stan Kroenke deuten soll, wenn es um die Eigentümerschaft von Arsenal geht. Klar ist nur so viel: hinter den Kulissen werden derzeit Anteile hin und hergeschoben. Der Daily Telegraph rechnete am Donnerstag mal hoch, um was es wirtschaftlich geht: Um ein Unternehmen, dessen Aktienpaket zur Zeit mehr als 400 Millionen Pfund wert ist. Die Aktien sind zuletzt ständig gestiegen. Ebenfalls zu berücksichtigen: eine Belastung von 260 Millionen Pfund, die sich der Club durch das neue Stadion aufgehalst hat - eine Ausgabe, die ihr Geld wert scheint. Das Team verzeichnet seitdem ein Zuschauerplus. Kroenke, dem in Denver eigentlich alles an Ligasport gehört und der seine Spendierhosen bei seiner Einheirat in das
riesige Wal-Mart-Familienvermögen erhalten hat, betreibt unter anderem die Colorado Rapids, die unlängst ein Kooperationsabkommen mit Arsenal abgeschlossen hatten. Vor ein paar Tagen wurde das Gerücht bekannt, dass zumindest ein Arsenal-Anteilseigner, das Medienunternehmen ITV, sein Paket losschlagen will und mit Kroenke verhandelt hat. Wie gesagt: Dem folgte ein Dementi aus Colorado des folgenden Wortlauts: "kein Interesse und keine Absicht". Die Grafik rechts aus dem Telegraph illustriert die wirtschaftliche Entwicklung des Clubs.
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