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26. November 2009

Happy-Gilmore-Golfschwung vor Gericht


Adam Sandler hat in seiner Komödie Happy Gilmore einen Abschlag beim Golf vorgeführt, der verheerend aussieht, aber dem Ball durchaus mehr Fahrt mit auf den Weg geben kann. Getestet wurde diese Hypothese schon vor einer Weile von einem Team der amerikanischen Fernsehsendung Sports Sciene, die dafür den Iren Padraig Harrington gewinnen konnte. Sein Fazit: Ja. Mit dem Anlauf steigt das Schwungtempo. Der Distanzgewinn liegt bei etwa zehn Prozent. Harrington will die Technik trotzdem nicht in sein Spiel einarbeiten. Er macht sich Sorgen vor einem Verlust an Präzision. Die Fairways bei den Profi sind schließlich gertenschlank.

Und was ist mit den Amateuren? Zu der Frage hat sich ein kanadischer Richter in der Provinz Nova Scotia zu Wort gemeldet, der einen Fall zu verhandeln hatte, bei dem es um die Verletzung eines Mitspielers und Schadenersatz ging. Die Antwort: Amateure sollten, besonders dann, wenn sie auf dem Platz auch noch sehr dem Alkohol zusprechen wollen, es lieber beim klassischen Schwung belassen, weil sie andernfalls das Risiko für andere größer wird. Verboten ist der Gilmore-Schlag übrigens nicht. In den Regeln des Golfspiels wird nur festgelegt, dass sich der Ball vor dem Kontakt mit dem Schläger nicht bewegen darf. Wie sich der Spieler bewegt, um den Ball zu bewegen, ist ihm freigestellt (via Huffington Post)

18. August 2009

Der Klingelbeutel: Magazine zu verschenken

Die Kanadier hatten enorme Schwierigkeiten, ein Trikot für ihre Olympia-Eishockeynationalmannschaft zu entwerfen. Es gab fünf Versuche. Und das obwohl man in Kanada normalerweise nur mit zwei Farben und einem Symbol (dem Ahornblatt) arbeitet. Das IOC will außen drauf keine Logos der Hersteller mehr sehen. Da will man als Veranstalterland natürlich nicht unangenehm auffallen. Trotzdem wird in Geschichten über solche Dinge gerne der Name der Firma genannt, die die Produkte herstellt. Das muss an Werbung reichen.

• Schwer zu sagen, ob solche Methoden die Moral im Trainerstab der Los Angeles Raiders kurz vor Beginn der neuen NFL-Saison verbessert. Aber ernsthaften Gerüchten zufolge hat der neue Cheftrainer Tom Cable einem Assistenten eine gesemmelt. Der musste daraufhin ins Krankenhaus. Im Club tut man so, als seien solche Dinge reine Privatangelegenheit. Mal sehen...

ESPN The Magazine schien lange auf einem unwiderstehlich erfolgreichen Weg und zu einem gewissen Teil verantwortlich für den langsamen Abstieg von Sports Illustrated. Das Cross-Branding und der knapper und und frischer anmutender journalistischer Auftritt kamen zwar sehr koffeinhaltig rüber, aber im letzten Jahr kletterte man auf eine Auflage von stattlichen 2 Millionen verkauften Exemplaren. Seitdem muss das Blatt die Grenze des Wachstums erreicht haben. Die neuesten Supersonderangebote an die Abonnenten klingen so, als habe man keine Angst die Postille wie ein Postwurfsendung zu verschleudern. Für einen Dollar für ein ganzes Jahr – mithin über 120 Dollar weniger als der nominelle Preis für alle 26 Ausgaben zusammen, der pro Ausgabe behi 5 Dollar liegt – ist man dabei. Zwar werden in den USA die Zeitschriftenabonnements traditionell sehr billig abgegeben, um auf diese Weise die Auflage nach oben zu bringen und so das Anzeigengeschäft anzukurbeln. Aber solch eine ruinöse Preispolitik kann sich kein Verlag leisten. Das sieht so aus, als ob man bei ESPN Geld aus anderen Abteilungen nehmen würde und das Magazin subventionieren. Finanziell möglich ist das durchaus. Die Disney-Tochter erwirtschaftet pro Jahr mehr als zwei Milliarden Dollar Gewinn. Ob solche Dumpingaktionen überhaupt vom amerikanischen Wettbewerbsrecht her erlaubt sind, kann ich nicht beurteilen. In Deutschland ginge das jedenfalls nicht (via The Big Lead).

• Die Zahl der Ausländer in den Baseball Minor Leagues ist gewaltig angeschwollen. Der Hintergrund ist ein Gesetz, das unter Präsident Bush verabschiedet wurde und die Visa-Restriktionen aufhob, die einst für ein ziemlich knappes Kontingent an Zuwanderern gesorgt hatte. Über die jungen deutschen Spieler, die davon profitieren, demnächst mehr.

13. Juli 2009

Grüße aus Vancouver: Ski unheil

Die arme Richterin, die in Kanada über die Aufnahme der Skispringerinnen in das Olympiaprogramm entscheiden sollte, hat sich so salomonisch wie möglich aus der Sache herauslaviert. Ja, sagte sie, wenn Frauen in Sportarten nicht zu den Spielen zugelassen werden, die Männer aber doch, sei das durchaus Diskriminierung. Aber nein, sagte sie, daran könne sie nichts ändern. Das sei die Angelegenheit des IOC.

Wie nicht anders zu erwarten, hat diese Entscheidung den üblichen Mitleidseffekt gehabt. "Enttäuschung pur und Angst um die erhoffte große Zukunft des Frauen-Skispringens" lautete die Einstiegszeile im dpa-Bericht über die Entscheidung, in dem dann bequemerweise nur zwei Seiten zu Wort kamen: die betroffene Sportlergruppe und die gute Lauri Ann Fenlon. So als hätten die Gegner eines solchen Zwangseingriffs von außen überhaupt keine Argumente. Oder als handele es sich bei den Planern von Olympischen Winterspielen um "eine rückständige Herrenrunde", wie Benedikt Voigt im Tagesspiegel und auf Zeit Online schreibt, der damit jedweden Einwand gegen das Begehr der Frauentruppe grosso modo diskreditiert. Das Spektrum der herbeigeredeten Political correctness ist weit gefächert. So befand die österreichischen Zeitung Die Presse, dass Frauen schon allein deshalb auf Olympianiveau mitmachen sollen dürfen: "Sie trainieren so hart wie ihre männlichen Kollegen". Da fängt man dann doch an zu schmunzeln und denkt: Ja, wenn das so ist, dass Leistung nicht zählt, sondern Eifer, warum werden dann nicht die Dartwerfer und Murmelmeister zugelassen? Die trainieren vermutlich auch ganz hart.

Es war zu erwarten, dass bei einem solchen Thema erst mal alle alten Faltenröcke laut rascheln und anders als damals in der Blechtrommel von Günter Grass auf dem kaschubischen Kartoffelacker nichts Bedeutendes herauskommt. Zumal die Fokussierung auf "Mann gegen Frau" (so die Überschrift in Die Presse) einfacher ist als die Auseinandersetzung mit einer viel wichtigeren Frage: Wie kommt es, dass ein ordentliches kanadisches Gericht erklärt, keine rechtliche Entscheidungshoheit zu besitzen, um auf der Basis kanadischen Rechts die Veranstalterorganisation von Olympischen Spielen zu rechtsverbindlichem Verhalten zu zwingen? Wenn das Schule macht, dann ist das ein Armutszeugnis erster Güte für das Rechtsempfinden in Kanada und dem Rest der Welt. Wo steht geschrieben, dass der IOC so etwas wie eine diplomatische Vertretung mit exterritorialen Rechten ist? Darf der IOC also auch gegen die Korruptions- und Steuergesetze des Ausrichterlandes verstoßen, ohne mit Sanktionen rechnen zu müssen? Können jetzt Sportler aus fremden Ländern ohne Pass einreisen? Können sich Sportler dopen und das unter Meineid abstreiten, ohne dass sich dafür der Staatsanwalt in Vancouver interessiert?

Es wäre gut, wenn die Skispringerinnen Berufung gegen dieses Urteil einlegen würden. Denn tatsächlich ist Frau Fenlons Supreme Court nicht die höchste gerichtliche Instanz in der Provinz, wie das bedauerlicherweise aus den Berichten in den deutschsprachigen Organen herausklingt, wo man von "Oberstes Gericht" spricht. Es gibt im Instanzenzug des Rechtsstaats noch eine höhere Stufe: den Appeals Court. Die Causa könnte also noch eine Runde lang weiter ausgefochten werden und dann auch ganz anders ausgehen. Für die Sportler und für das Recht des Veranstalterlandes, das bei Olympischen Spielen seine Gesetze gelten und keine anderen.

3. Juli 2009

Eishockey-Soldaten für Vancouver in Marsch gesetzt

Mitten im Sommer beginnt man in Kanada bereits an den nächsten Winter zu denken. Genauer an die Eishockeymannschaft, die bei den Olympischen Spielen in Vancouver zum Gewinnen der Goldmedaille vergattert ist. Heute wurden die Namen der Spieler bekannt gegeben, die ins erste Trainingslager eingeladen wurden. Es ist eine riesige Liste, die sicher nur solche Leute interessiert, die sich fragen, weshalb bestimmte Namen fehlen (zum Beispiel Red-Wings-Torwart Chris Osgood). Wer sich noch mehr damit beschäftigen will: hier geht's lang.

15. Mai 2009

Wo das mit dem ohne Grenzen seine Grenzen hat

Die Kanadier mögen zwar keine Mannschaft in der NHL haben, die das Zeug zu einem Stanley-Cup-Sieger hat (anstelle dessen sind die US-Clubs mit kanadischen Spielern gespickt). Aber das Land ist voller sportbegeisterter Menschen. 1,9 Millionen haben neulich eingeschaltet, um die Vancouver Canucks (Kanada) und die Chicago Blackhawks zu sehen. Und immerhin eine halbe Million saßen bei Detroit Red Wings gegen Anaheim Ducks an den Bildschirmen. Das heißt: sportbegeistert muss man vielleicht dann doch relativieren. Für eine NBA-Playoff-Begegnung zwischen den Denver Nuggets und den Dallas Mavericks wurden von der Quotenmessfirma 17.000 Zuschauer ermittelt. Die Zahl erreicht man bereits, wenn Leute aus Versehen ihre Apparate nicht ausschalten und ins Bett gehen. Sie zeigt, dass der ehrenwerte Versuch der Basketball-Liga, in den Norden zuexpandieren und dort einen vernünftigen Eindruck zu hinterlassen, nicht gefruchtet hat. Die Toronto Raptors sind nie über den Status einer lokalen Größe hinausgekommen. Und die Vancouver Grizzlies spielen schon seit ein paar Jahren in Memphis. Dort – und das liegt nicht an der fehlenden Begeisterung in Kanada – sieht alles verschärft danach aus, dass bald die Lichter ausgemacht werden. Erstes Indiz: die Merchandisingfirma hat keine Lust mehr. Kein Wunder. Wenn man sieht, wie leer die Halle ist. Mit einem Schnitt von etwas mehr als 12.000 Zuschauern pro Heimspiel liegen die Grizzlies abgeschlagen an letzter Stelle der Besucherstatistik.

26. Juli 2008

Comeback für den Arschbomben-Meister

The Hurtin' Albertan Fails To Win Canada's Cannonball TitleWatchVideo News DirectorWatch

Sein Spitzname ist The Hurtin Albertan, weil es weh tut, wenn er bei einem Wettbewerb vom Fünf-Meter-Brett ins Becken springt. Aber auch in Kanada lautet der Grundsatz: no pain no gain. Also quält sich Brian Utley durch manchen Arschbomben-Wettbewerb. Die Sportart klingt auf Englisch übrigens etwas eleganter. Man nennt den plumpen Satz mit angezogenen Knien einen Cannonball. Für ein Video geht man auf diese Seite.

27. Mai 2008

Geplänkel und Schönfärberei

Man springt gerne zu irgendwelchen Schlussfolgerungen. Besonders als Konsument von amerikanischen Nachrichtenquellen. Warum auch nicht? Die Meldungen sind fundiert und sachgerecht und die Einschätzungen lassen sich nachvollziehen. Aber dann gibt es solche Dinge wie die NHL, eine länderübergreifende Liga, die aus dem amerikanischen Blickwinkel immer wieder wahre Zerrbilder produziert. Vor allem, was das Interesse der Zuschauer angeht. Jüngtes Beispiel: die Meldung, dass die Einschaltquoten vom Stanley-Cup-Finale beim Kabelsender Versus so auffallend hoch geschnellt sind. Kaum jemand fragt sich, ob das wirklich etwas mit einer flackernden US-Begeisterung für die Sportart zu tun hat oder vielleicht einfach nur mit den beteiligten Mannschaften. Dass die Hockeytown Detroit mehr Fans mobilisiert als Vorjahresmeister Anaheim dürfte wohl jedem klar sein. Und auch Pittsburgh hat Anhänger - amerikanische Anhänger. Im letzten Jahr kamen die Neugierigen des Gegners aus Ottawa. Das ist die Hauptstadt von Kanada. Und dort schaut man CBC. Natürlich werden diese Nasen nicht von Nielsen in den USA gezählt.

Auf der anderen Seite sollte man bei der Beschäftigung mit just diesem Thema (und der über die ganze Saison erkennbaren leichten Quotenverbesserung des amerikanischen Networksenders NBC) nicht vergessen: Wenn die die Zahlen wirklich so gut wären, würde die Liga demnächst bombige Fernsehverträge abschließen können. Tatsächlich schenkt sie die Rechte nachwievor weg. In Kanada hingegen steigt die Lizenz alsbald von 75 Millionen Dollar pro Saison auf 100 Millionen Dollar. Was keine schlechte Kennziffer ist, wenn man bedenkt, wieviele kanadische Clubs in der NHL übers Eis tanzen: sechs. Oder schlappe 20 Prozent. Erst wenn irgendwann die anderen 80 Prozent auch 80 Prozent der Fernseheinnahmen generieren (das wären 400 Millionen Dollar pro Jahr), sollte man jede Diskussion über das Interesse der Amerikaner an Eishockey neu führen. Vorher ist alles nur Geplänkel und Schönfärberei.

14. März 2008

Unfreiwilliger Salto

Niemand weiß, wie riskant und mühsam die Arbeit von kanadischen Fernsehreportern wirklich ist. Meistens ist Winter. Viele Leute schauen US-Programme - also nicht zu. Und jedes Mal, wenn man nach Quebec zum Termin muss, darf man auch noch sein Französisch auspacken. Und dieser Alltag wird dann noch von Mutproben unterbrochen, die auf die Knochen gehen. Und zwar live. Und dann lädt das Ganze auch noch jemand ins Internet. Yikes.

10. November 2007

Der Klingelbeutel: Für Brad ganz bestimmt federerleicht (aktualisiert)

Der Schweizer Tennismatador Roger Federer, der so aussieht, als ob er auf Jahre hinaus nicht mehr vom ersten Platz der Weltrangliste verschwinden wird, hat Hollywood im Visier. Nein, er will nicht selber vor die Kamera à la Elvis. Er malt sich aus, dass mal jemand sein Leben verfilmen könnte. Dann, ja, dann soll Brad Pitt ihn spielen. Der gleiche Pitt, der schon den österreichischen Nazi und Dalai-Lama-Lehrer Heinrich Harrer in Seven Years in Tibet gemimt hatte und der inzwischen 44 Jahre alt ist. Immerhin: Er hat auf der High School Tennis gespielt. Das Buch als Unterlage für einen Film gibt es allerdings bereits: René Stauffers Das Tennisgenie (siehe Randspalte).

Kann mal jemand da draußen, der in letzter Zeit in Spanien war, die wirre Welt dieses Pau-Gasol-Werbespots dechiffrieren? Hat die iberische Halbinsel den Anker eingeholt und schippert ins Nichts?

via Deadspin und AOL Fanhouse

Der Dollar ist nicht jedermanns Freund. Nicht mal, wenn er in dicken Bündeln daher kommt. Denn der Dollar fluktuiert. Im Moment zum Beispiel, da er gegen den Euro so anämisch aussieht wie noch nie, fühlen sich die europäischen Profis in den USA geknickt. Sie werden in Dollar bezahlt, aber wollen einen Teil des Geldes in Euro ausgeben/anlegen. Der Umtausch bringt derzeit vielen einen Verlust. Dann wiederum gibt es die kanadischen Eishockey-Clubs in der NHL. Die dürften sich insgeheim die Hände reiben. Denn die bezahlen aus Paritätsgründen ihre Spieler genauso wie die Teams in den USA in US-Dollar. Das war früher jahrelang eine zusätzliche Strafe für Clubs, die ohnehin schon wirtschaftlich zu kämpfen hatten. Warum? Wegen des Umrechnungskurses zwischen kanadischem und amerikanischem Dollar, der bedeutete, dass die Mannschaften im Norden tief in die Taschen greifen mussten. Neuerdings steht der kanadische Dollar so gut, dass man hoch im Norden ganz anders kalkulieren kann.

Der Absturz des Wechselkurses signalisiert, dass es mit der lange so hoch eingestuften Wirtschaftskraft der Vereinigten Staaten nicht mehr groß bestellt ist. Man darf wohl aus diesem Anlass dann noch einmal an dieses Buch erinnern: Weltmacht USA - ein Nachruf vom Franzosen Emmanuel Todd. Bei Amazon.de sollte man ein bisschen weiterlesen. So gibt es unter anderem diesen erhellenden Kommentar:

"Die Grundthese dieser Studie ist, daß die USA dabei sind, ihren Status als 'letzte verbliebene Supermacht' zu verlieren, weil sie die dafür erforderlichen militärischen, wirtschaftlichen und ideologischen Qualitäten nicht mehr aufbringen können....Die gegenwärtigen USA werden als 'räuberischer Staat' definiert, der selbst massive Industrie- und Außenhandelsdefizite aufweist, aber die Finanzen und Produkte aller anderen Staaten quasi wie ein Schwarzes Loch aufsaugt und seinen Reichtum im eigenen Land zu Lasten der Minderheiten und unteren Schichten ungerecht an eine superreiche antidemokratische Oberschicht umverteilt.

Aufgrund eingehender Analyse verschiedenerlei Daten und Vergleiche mit historischen Weltreichen gelangt Todd zu der Überzeugung, daß sich die Vereinigten Staaten innerhalb der nächsten Jahrzehnte zu einer Regionalmacht zurückbilden werden, während die EU im Bunde mit einem wiedererstarkten, aber zur Gutmütigkeit bekehrten Rußland gemeinsam mit Japan künftig das Weltgeschehen bestimmen wird."

Nachtrag: Das neue Video von Jay-Z macht Leute in den USA seltsam nervös. Er benutzt einen Stapel 500er Euros als Stilmittel. Sicher: Früher hätte man dafür Dollarscheine genommen. Aber wer mehr in solche Ideen hineinliest, als vermutlich drin steckt, hat zuviel Zeit. Beim letzten Video war der Rapper in Monaco und gab Gas in europäischen Autos. Das hat auch niemanden gestört. Warum? Weil jedem Amerikaner klar ist, dass in den USA nur Fischkisten gebaut werden.

3. Mai 2007

Kanadas Politiker mischen sich in die Eishockeynationalmannschaft ein

Hier ist eine Idee für die Hinterbänkler im Bundestag, abgekupfert aus Kanada, wo sich ein Parlamentsausschuss mit einer Personalie der kanadischen Eishockeynationalmannschaft beschäftigt. Ausgelöst von einer angebliche Schimpfkanonade von Shane Doan auf seine französischsprachigen Landsleute müssen nun Vertreter des kanadischen Eishockeyverbandes in Ottawa Rechenschaft darüber abgeben, weshalb sie besagten Doan von den Phoenix Coyotes zum Captain der Nationalmannschaft gemacht haben, die zur Zeit in Moskau an der Weltmeisterschaft teilnimmt. Doan ist ein gläubiger Christ, der nach Angaben des Globe and Mail von seinen Mitspielern verspottet wird, weil er nicht mal flucht. Er wurde von der NHL nach dem fraglichen Spiel aus dem Jahr 2005 von allen Vorwürfen offiziell rehabilitiert. Das interessiert die Politiker jedoch nicht. Sie unterstützen die Nationalmannschaft mit Steuergeldern und verlangen Klarheit.