Beobachtung am Rande: Warum Commissioner Bettman den Cup überreicht, ist mir ein Rätsel. Der ist einen halben Kopf kleiner als der auf einem Tisch aufgebaute Pott. Das sieht immer so aus, als sei er im falschen Film.
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13. Juni 2009
Penguins holen den Pott
Die Pittsburgh Penguins holen den Pott. In Detroit. Mit 2:1 im siebten Spiel. Das war zwar relativ ausgeglichen und rechtschaffen spannend. Aber es zeigte auch, dass die im Schnitt jüngere Mannschaft mit Spielern angereist war, die meistens einen kleinen Tick schneller waren. Sidney Crosby fehlte ab der Mitte des zweiten Drittels wegen einer Knieverletzung, die er sich bei einem Body Check an der Bande eingefangen hatte. Aber das brachte die Penguins, die zu dem Zeitpunkt mit 2:0 1:0 führten, nicht aus dem Schema. Mit dem Erfolg rundet Pittsburgh ein erstaunliches Comeback ab, das vor ein paar Jahren niemand für möglich gehalten hatte. Crosby, der mit 21 jüngste Stanley-Cup-Sieg-Captain, war nur ein Baustein in der Entwicklung. Die Verpflichtung von Jewgeni Malkin, der als MVP der Playoffs ausgezeichnet wurde, war ein weiterer Coup. Denn tatsächlich wollte ihn der russische Verband nicht ziehen lassen, weil es Streit über die Ablöse gab. In diesem Jahr – nach der Niederlage in der Finalserie vor zwölf Monaten ebenfalls gegen Detroit – sah vieles danach aus, als ob man das Team abschreiben müsste. Erst wurde der Trainer ausgewechselt, dann qualifizierte sich die Mannschaft doch noch für die Playoffs. Und dort gewann sie zweimal in einem siebten Match auf dem Eis des Gegners (zuerst gegen die Washington Capitals, am Freitag gegen die Red Wings).
Beobachtung am Rande: Warum Commissioner Bettman den Cup überreicht, ist mir ein Rätsel. Der ist einen halben Kopf kleiner als der auf einem Tisch aufgebaute Pott. Das sieht immer so aus, als sei er im falschen Film.
Beobachtung am Rande: Warum Commissioner Bettman den Cup überreicht, ist mir ein Rätsel. Der ist einen halben Kopf kleiner als der auf einem Tisch aufgebaute Pott. Das sieht immer so aus, als sei er im falschen Film.
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9. Juni 2009
Auf eigenem dünnen Eis
Wenn man durch dieses ständige Psycho-Gerede von Motivation und Emotion und Willenskraft pieksen will, durch das in Mannschaftssportarten dank der Trainer, der Medien und über Eck auch dank der geistig oft ziemlich ausgelaugten Spieler dauernd ein Nebel aus Erklärungsmustern erzeugt wird, die gar nichts erklären, schon gar nicht den Erfolg einer Mannschaft, steht man bei den Analyseversuchen rasch ziemlich allein da. Statistische Informationen können bei der Auswertung einzelner Aspekte durchaus helfen, besonders wenn sie mit jener Akribie betrieben wird wie das in Amerika von Professoren wie David Berri angegangen wird. Aber spätestens in einer Playoff-Serie sind solche Betrachtungen nicht mehr besonders hilfreich, weil sie nur funktionieren und Trendaussagen erlauben, wenn man möglichst viele Zahlen einspeist. In einer Best-of-Seven-Serie ist das Fundament eher dünn. Und selbst wenn man eine gesamte Playoff-Leistung zu Rate zieht, wie sich das in diesen Tagen aus Anlass des Stanley-Cup-Finales anbietet, bleibt man auf dünnem Eis. Die Basisdaten aus fünfzehn, sechzehn, siebzehn Spielen können nicht so einfach verallgemeinert werden. Trotzdem verdienen sie Beachtung. Und deshalb ist diese aktuelle Geschichte auf der Webseite des kanadischen Fernsehsenders TSN empfehlenswert. Sie deutet an, dass bei Eishockey auf dem derzeitigen sehr hohen Niveau wie zwischen den Detroit Red Wings und den Pittsburgh Penguins und mit einer geringeren Zahl an Unterbrechungen eine Auffälligkeit nicht vom Tisch zu fegen ist: Zuhause spielen sie besser, auswärts hingegen schlechter. Wer das mit den üblichen Fisimatenten erklären will – Stimmung und Lautstärke des Publikums, Reisestress der Auswärtsmannschaft – der ignoriert auf eigene Gefahr wie lakonisch Profis heutzutage ihrer Arbeit nachgehen und wie unbeeindruckt sie von Dingen sind, mit denen sie jeden Tag umgehen. Ich muss da immer an die beknackten Zuschauer bei Basketballspielen denken, die bei Freiwürfen des angereisten Gegners in der Blickachse des betreffendern Spielers hinter dem Korb sitzen und herumturnen und mit Gegenständen wedeln. Nichts von dem beeinflusst den Werfer, aber kein Zuschauer würde die Hoffnung aufgeben, dass es etwas bringt.
Im Eishockey dagegen gibt es eine Besonderheit, die sich auswirken kann: Die Heimmannschaft hat das Recht bei einer Unterbrechung des Spiels ihre fünf Spieler erst dann aufs Eis zu schicken, wenn das Auswärtsteam komplett ausgewechselt hat. Mit anderen Worten: Anders als in anderen Sportarten, kann der Trainer ganz konkret auf sogenannte Match-Ups achten und sich ständig Gedanken darüber machen, wen er gegen wen bringen will. Ein guter Trainer wird diese Regel konsequent und mit Nachhaltigkeit für sich ausschlachten. Aber er wird natürlich nicht während einer Meisterschaft öffentlich zugeben, wie gut (oder wie schlecht) es ihm gelingt. Statt dessen wird er das Ganze eher vernebeln wollen. So wie Penguins-Coach Dan Bylsma, der am Montag sagte: "Ich glaube nicht, dass es die Match-Ups sind. Ich denke, wir reden über zwei Mannschaften, die hart und mit talentierten Spielern arbeiten. Das ist ausgeglichen genug, um einen Heim-Eis-Vorteil zu produzieren."
Wenn wir das Thema etwas klarer und bewusst versimpelt anpacken wollen, kommen wir zu folgendem Resultat: Spiel sechs heute abend geht an Pittsburgh. Spiel sieben (wieder in der Joe Louis Arena in Detroit) an die Red Wings. Es sei denn Bylsma findet bei Sydney Crosby endlich den Knopf zum Einschalten.
Im Eishockey dagegen gibt es eine Besonderheit, die sich auswirken kann: Die Heimmannschaft hat das Recht bei einer Unterbrechung des Spiels ihre fünf Spieler erst dann aufs Eis zu schicken, wenn das Auswärtsteam komplett ausgewechselt hat. Mit anderen Worten: Anders als in anderen Sportarten, kann der Trainer ganz konkret auf sogenannte Match-Ups achten und sich ständig Gedanken darüber machen, wen er gegen wen bringen will. Ein guter Trainer wird diese Regel konsequent und mit Nachhaltigkeit für sich ausschlachten. Aber er wird natürlich nicht während einer Meisterschaft öffentlich zugeben, wie gut (oder wie schlecht) es ihm gelingt. Statt dessen wird er das Ganze eher vernebeln wollen. So wie Penguins-Coach Dan Bylsma, der am Montag sagte: "Ich glaube nicht, dass es die Match-Ups sind. Ich denke, wir reden über zwei Mannschaften, die hart und mit talentierten Spielern arbeiten. Das ist ausgeglichen genug, um einen Heim-Eis-Vorteil zu produzieren."
Wenn wir das Thema etwas klarer und bewusst versimpelt anpacken wollen, kommen wir zu folgendem Resultat: Spiel sechs heute abend geht an Pittsburgh. Spiel sieben (wieder in der Joe Louis Arena in Detroit) an die Red Wings. Es sei denn Bylsma findet bei Sydney Crosby endlich den Knopf zum Einschalten.
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23. Mai 2009
Ein Vollstrecker zu wenig
Während die beiden Mannschaften im Westen der NHL – die Detroit Red Wings und die Chicago Blackhawks – einander noch mächtig zusetzen und wir auf jeden Fall fünf Spiele erleben werden, kommt im Osten das Gefühl hoch: Pittsburgh ist einfach diesen elementaren Hauch besser als die Carolina Hurricanes. Heute abend gab es ein 2:5 2:6 im dritten Match der Serie. Die Niederlage war breits die dritte und rückt den Pott für die Cardiac Canes so gut wie außerhalb der Reichweite. Es sieht so aus, als habe Dennis Seidenbergs Mannschaft einfach einen Vollstrecker zu wenig. Besonders in den Überzahl-Situationen fehlt dem Team die zündende, schnelle Hand. Theoretisch kann man in Raleigh das Blatt natürlich noch wenden....wenn man die nächste vier Spiele allesamt gewinnt.
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22. Mai 2009
Die Reise der Pinguine
Es ist etwas früh, eine Einschätzung der Playoff-Serie zwischen den Carolina Hurricanes und den Pittsburgh Penguins zu geben. In den ersten beiden Begegnungen waren die Mannschaften gleichwertig und die Penguins gewannen nur knapp (das 7:4 im zweiten Spiel spiegelt diesen Umstand leider nicht wieder). Das ist anders, als in den ersten Serien der Hurricanes gegen die New Jersey Devils und die Boston Bruins, wo die Mannschaft mehrfach regelrechte Aussetzer hatte und dann klar und deutlich abgefertigt wurde. Die zweimal 60 Minuten Hochspannung in den letzten beiden Begegnungen lassen den Schluss zu – zumindest auf den ersten Blick – dass das Team in Spielen, die unter etwas anderen Umständen ablaufen, durchaus gewinnen kann. Torwart Cam Ward hat keine sogenannten soft goals auf dem Gewissen. Die Energie und das Tempo im Angriff überzeugen. Und man sollte nicht von der kufen- und stocktechnische Genialität von Sydney Crosby und Jewgeni Malkin aufs Ganze schließen. Die Tore, die Malkin gestern bei seinem Hat-Trick produziert hat, macht er nicht jeden Abend.
Auf der anderen Seite gibt es Anzeichen dafür, dass die Hurricanes das nur hinbekommen, wenn die Penguins überheblich oder müde oder beides werden. Das gestrige Spiel war ein interessantes Beispiel dafür, das manche Mannschaften und einzelne Spieler in bestimmten Kombinationen manchmal noch einen Reservetank an mentaler und körperlicher Kraft haben und den noch anzapfen können, selbst wenn alles danach aussieht, als gehe ihnen gleich der Strom aus. Ich habe den Eindruck, dass hier der Pluspunkt bei den Penguins liegt und dass sie in einer Best-of-Seven-Serie das hinreichend in die Waagschale werfen können.
Solche Spiele, in denen mit enormem Tempo gearbeitet wird und der Puck ständig unterwegs ist, verdanken wir der Einsicht der Ligaführung, den Zerstörern und Kaputtmachern Grenzen zu setzen. Andere mögen das bedauern, dass die versteckten Ringkämpfe, das ständige Klammern und Halten vorbei ist und dass es nur selten zu Schlägereien kommt. Aber dabei kann es sich nicht um Liebhaber und Connaisseure des Spiels handeln. Das Schöne an dieser Art von aufgeheiztem Playoff-Eishockey ist, dass die Spieler die Grenze zwischen fair und foul ganz gut kapiert haben. Es gibt nur sehr wenige Strafen.
Im ersten Match gab es aber eine Szene, die zeigt, dass der neue Geist bisweilen klare Fehlentscheidungen produziert. Da wurde ein – in diesem Fall sehr wichtiges – Tor der Hurricanes abgepfiffen, weil Erik Cole vor dem Tor den Verteidiger mit einem harmlosen und regelgerechten Check zu Fall gebracht hatte. Ihm wurde angerechnet, dass der Verteidiger seinen Torwart umriss (der halb außerhalb seines Torraums geparkt war). Die Frage lautet: Wieso ist das strafbar, wenn der unmittelbare Gegenüber beim Körperkontakt das Gleichgewicht verliert? Hat der nicht gefälligst ebenfalls darauf zu achten, nicht seinen eigenen Torwart umzurempeln? Zu dem konkrete Fall gibt es eine Videoaufzeichnung (ab 4:37).
Noch eine Bemerkung zu Dennis Seidenberg. Der Mann zeigt in jedem Spiel seine Qualitäten (gestern schoss er ansatzlos ein hübsches Tor von der Blauen Linie), und immer weniger von jenen Sekundenbruchteilen, in denen er in der Defensive kleine Fehl- oder Spätreaktion produziert. Es wäre deshalb völlig unfair, darauf herumzuhacken. Niemand ist perfekt. Aber leider wird er auf ewig in den Videoaufzeichnungen des wirklich wahnsinnigen Malkin-Tores auftauchen. Er ist der Mann, der engagiert hinter dem Russen herfährt und ihn zu stören versucht. Niemand wird ihm ankreiden, was dann passiert: diese überraschende Drehung des Stürmers und seine Fähigkeit, dabei den Puck hochzuhebeln und aus extremem Winkel durch die Ritze zwischen Pfosten und Torwart Cam Wards linker Schulter zu ballern. Aber das wird den Deutschen nicht trösten. Es fehlte schließlich nicht viel, und er hätte Malkin diese Chance vermasselt.
Nachtrag: Das Video mit dem Malkin-Tor. Ein Backhander, mit dem er den Hat Trick vollendete
Auf der anderen Seite gibt es Anzeichen dafür, dass die Hurricanes das nur hinbekommen, wenn die Penguins überheblich oder müde oder beides werden. Das gestrige Spiel war ein interessantes Beispiel dafür, das manche Mannschaften und einzelne Spieler in bestimmten Kombinationen manchmal noch einen Reservetank an mentaler und körperlicher Kraft haben und den noch anzapfen können, selbst wenn alles danach aussieht, als gehe ihnen gleich der Strom aus. Ich habe den Eindruck, dass hier der Pluspunkt bei den Penguins liegt und dass sie in einer Best-of-Seven-Serie das hinreichend in die Waagschale werfen können.
Solche Spiele, in denen mit enormem Tempo gearbeitet wird und der Puck ständig unterwegs ist, verdanken wir der Einsicht der Ligaführung, den Zerstörern und Kaputtmachern Grenzen zu setzen. Andere mögen das bedauern, dass die versteckten Ringkämpfe, das ständige Klammern und Halten vorbei ist und dass es nur selten zu Schlägereien kommt. Aber dabei kann es sich nicht um Liebhaber und Connaisseure des Spiels handeln. Das Schöne an dieser Art von aufgeheiztem Playoff-Eishockey ist, dass die Spieler die Grenze zwischen fair und foul ganz gut kapiert haben. Es gibt nur sehr wenige Strafen.
Im ersten Match gab es aber eine Szene, die zeigt, dass der neue Geist bisweilen klare Fehlentscheidungen produziert. Da wurde ein – in diesem Fall sehr wichtiges – Tor der Hurricanes abgepfiffen, weil Erik Cole vor dem Tor den Verteidiger mit einem harmlosen und regelgerechten Check zu Fall gebracht hatte. Ihm wurde angerechnet, dass der Verteidiger seinen Torwart umriss (der halb außerhalb seines Torraums geparkt war). Die Frage lautet: Wieso ist das strafbar, wenn der unmittelbare Gegenüber beim Körperkontakt das Gleichgewicht verliert? Hat der nicht gefälligst ebenfalls darauf zu achten, nicht seinen eigenen Torwart umzurempeln? Zu dem konkrete Fall gibt es eine Videoaufzeichnung (ab 4:37).
Noch eine Bemerkung zu Dennis Seidenberg. Der Mann zeigt in jedem Spiel seine Qualitäten (gestern schoss er ansatzlos ein hübsches Tor von der Blauen Linie), und immer weniger von jenen Sekundenbruchteilen, in denen er in der Defensive kleine Fehl- oder Spätreaktion produziert. Es wäre deshalb völlig unfair, darauf herumzuhacken. Niemand ist perfekt. Aber leider wird er auf ewig in den Videoaufzeichnungen des wirklich wahnsinnigen Malkin-Tores auftauchen. Er ist der Mann, der engagiert hinter dem Russen herfährt und ihn zu stören versucht. Niemand wird ihm ankreiden, was dann passiert: diese überraschende Drehung des Stürmers und seine Fähigkeit, dabei den Puck hochzuhebeln und aus extremem Winkel durch die Ritze zwischen Pfosten und Torwart Cam Wards linker Schulter zu ballern. Aber das wird den Deutschen nicht trösten. Es fehlte schließlich nicht viel, und er hätte Malkin diese Chance vermasselt.
Nachtrag: Das Video mit dem Malkin-Tor. Ein Backhander, mit dem er den Hat Trick vollendete
4. Oktober 2008
NHL-Saisonauftakt in Europa: Das Ego reist mit
Die NHL-Saison hat offiziell begonnen. In Stockholm und Prag. Das Konzept sieht jeweils zwei Begegnungen vor. In Schweden sind es die Pittsburgh Penguins und die Ottawa Senators, die sich beharken. In Tschechien die New York Rangers und Tampa Bay Lightning. Was die Kernfrage angeht – Was soll das, was bringt der Trip nach Europa? – halten sich die Gazetten und Internetseiten hierzulande eher zurück und haben sich entschieden, vor allem über die Action auf dem Eis zu berichten (Auftakt-Siege für New York und Pittsburgh). Und wenn sie mal etwas weiter ausholen, dann greifen sie wiederum nur in die Kiste mit den vielen Klischees. Wie meinte doch noch der Schwede Daniel Alfredsson, der bei den Senators den Captain gibt, über die Reise nach Göteborg und Stockholm? "Es ist unglaublich. Das wird vermutlich erst in Ottawa nächste Woche so richtig sacken, wenn ich ein bisschen entspannen und es genießen kann. Es war bisher eine großartige Erfahrung, ein enormer Ego-Trip für mich." Na, wie erhellend.Auch Tampas Tscheche Vaclav Prospal schwärmt: "Das ist ein besonderes Gefühl, ein NHL-Spiel in meinem Heimatland und vor meinen Familienmitgliedern und allen Freunden auszutragen." Ja, prima. Gut für dich, Vaclav. Zumal es für ihn das Größte an der Reise sei, dass seine Mannschaftskollegen "eine Gelegenheit erhalten, um sehen zu können, woher wir kommen, und ein bisschen die Tschechische Republik kennenzulernen". Ja, stehen denn auch Ausflüge nach Theresienstadt, Lidice und Pilsen auf dem Programm? Werden Nachfahren des Prager Frühlings den Profis einen Vortrag über die Zeit damals halten? Oder hat sich vielleicht sogar ein Verwandter von Jan Palach gemeldet?
Unwahrscheinlich. Unwahrscheinlicher jedenfalls als die Ausdehnung der NHL nach Europa, worüber seit ein paar Tagen mal wieder gemurmelt wird. Die Verlockungen und Visionen sind ähnlich wie bei der NBA, die wirtschaftlich sehr viel stärker ist, aber im Vergleich einen geringeren Zufluss von Spielern aus Europa hat. Die Argumente gegen und für werden in beiden Fällen durch den gleichen Leierkasten gedreht.
Tatsächlich basieren die Wunschvorstellungen auf null Basisrecherchen. So bieten die denkbaren Landeplätze für beiden Ligen nicht annähernd die Ertragsaussichten, wie man sie in den amerikanischen Metropolen hat. 7 Millionen Schweden, 7 Millionen Schweizer, 10 Millionen Tschechen (wenn wir mal nur von den virustechnisch am stärksten angestochenen Ländern ausgehen), sollen die Fernsehgelder auftreiben, die man braucht, um solche Pläne zu finanzieren? Wer baut die modernen riesigen Hallen? Wie kann man verhindern, dass der Abzug/die Heimkehr von europäischen Talenten nicht gleichzeitig das Niveau der Mannschaften in Nordamerika reduziert? Fragen über Fragen. Schon jetzt fehlen der NHL der Nachschub der jungen Russen, die keinen Grund mehr sehen, ihre Heimat zu verlassen.
27. Januar 2008
NHL-Gruppenreise nach Europa: Das Programm steht
Auf dogfood bei allesaussersport (wo wir uns die Infos geholt haben) wirkt das Programm für den nächsten Abstecher der NHL relativ rund. Die Kernansetzungen stehen: Pittsburgh Penguins gegen die Ottawa Senators in Stockholm und die New York Rangers gegen Tampa Bay Lightning in Prag (am 4. und 5. Oktober) und davor noch das erste Spiel um den neuen Victoria Cup zwischen den Rangers und Metallurg Magnitogorsk in der Schweizer Hauptstadt Bern (wo vorher noch ein Freundschaftsspiel zwischen den Rangers und dem SC Bern stattfinden soll). Im Gespräch ist wohl auch noch ein Match von einem Mitglied der Reisegruppe in Berlin. Mal sehen.
Was die Auswahl der Teams und der Spielstandorte angeht, wurden erstmals ganz vernünftige Kriterien berücksichtigt. Jagr und seine Landsleute bei den Rangers dürfen vor ihrem alten Heimpublikum spielen. Und zum ersten Mal wurd eauch die Schweizer Eishockeyleidenschaft belohnt. Die hat zwar bislang nur Torleute von nennenswertem Format für die NHL produziert, dürfte aber trotz mangelnder Durchsetzungskraft ihrer Abgesandten in der besten Liga der Welt dank ihrer Fans die ideale Zwischenstation für durchreisende Eishockeyclubs jedweder Art sein.
Ein Match (in der Schweiz ist das Match übrigens maskulin und heißt der Match) wie das gegen Bern wird allerdings auch einen ungeheueren optischen Kontrast produzieren. Europäische Eishockeyspieler wie die in Bern sind mit Werbeaufdrucken geradezu zugekleistert. Die Rangers tragen nur ein Logo: das der Rangers.
Zur Zeit wird das Problem: "Was hält die Spielergewerkschaft von den extracuriccularen Aktivitäten?" besonders in Kanada hochgespielt. Angeblich wurde bisher noch nicht mal der Victoria Cup von der Gewerkschaft abgesegnet. Kein Wunder, dass die Liga da erst mal vorgeprescht ist und nun die peinliche interne Kritik an ihrem Verhalten über sich ergehen lassen muss. Vernünftige Argumente, um das Projekt aufzuhalten, haben die Arbeitnehmervertreter nicht. Aber Klappern gehört zum Handwerk.
Was die Auswahl der Teams und der Spielstandorte angeht, wurden erstmals ganz vernünftige Kriterien berücksichtigt. Jagr und seine Landsleute bei den Rangers dürfen vor ihrem alten Heimpublikum spielen. Und zum ersten Mal wurd eauch die Schweizer Eishockeyleidenschaft belohnt. Die hat zwar bislang nur Torleute von nennenswertem Format für die NHL produziert, dürfte aber trotz mangelnder Durchsetzungskraft ihrer Abgesandten in der besten Liga der Welt dank ihrer Fans die ideale Zwischenstation für durchreisende Eishockeyclubs jedweder Art sein.
Ein Match (in der Schweiz ist das Match übrigens maskulin und heißt der Match) wie das gegen Bern wird allerdings auch einen ungeheueren optischen Kontrast produzieren. Europäische Eishockeyspieler wie die in Bern sind mit Werbeaufdrucken geradezu zugekleistert. Die Rangers tragen nur ein Logo: das der Rangers.
Zur Zeit wird das Problem: "Was hält die Spielergewerkschaft von den extracuriccularen Aktivitäten?" besonders in Kanada hochgespielt. Angeblich wurde bisher noch nicht mal der Victoria Cup von der Gewerkschaft abgesegnet. Kein Wunder, dass die Liga da erst mal vorgeprescht ist und nun die peinliche interne Kritik an ihrem Verhalten über sich ergehen lassen muss. Vernünftige Argumente, um das Projekt aufzuhalten, haben die Arbeitnehmervertreter nicht. Aber Klappern gehört zum Handwerk.
2. Januar 2008
Quoten-Plus für Winter Classic
Die National Hockey League und NBC hatten den richtigen Instinkt, als sie sich dafür entschieden, am Neujahrstag ein Eishockeyspiel unter freiem Himmel auszutragen. Das sogenannte Winter Classic produzierte die besten Einschaltquoten der regulären Saison in den letzten zehn Jahren. Die Zahlen werden den wenigsten etwas sagen: die Quote von 2,6 rechnet sich auf rund 2 Millionen Haushalte hoch. Die Konkurrenz war formidabel. Der 1. Januar ist in Amerika aus Tradition College-Football-Endspiel-Tag mit zahllosen Begegnungen von morgens bis abends, wofür Millionen von Männer vor der Kiste hocken.
1. Januar 2008
Das Fest der 70.000 in Buffalo
Um die besondere Atmosphäre des Eishockeyspiels in Buffalo nachzuzeichnen, gibt es jetzt noch ein paar Hinweise auf Geschichten rund um das Ereignis:
• Dies war die Stimmung auf dem Parkplatz: Fressen und Saufen mit Barbeque und scharfen Drinks wie vor einem Football-Spiel. Auf gut Englisch auch Tailgate-Party genannt.
• Obwohl es eine Veranstaltung in den USA mit zwei amerikanischen Teams war, hatte Kanada natürlich eingeschaltet. Ist schließlich Eishockey. Und Sidney Crosby, der neue Nationalheld , war dabei. Der Schreiber wagte sich bis in die oberste Reihe des Stadions vor, um ein paar Zitate einzufangen. Er traf auch dort nur auf Eishockey-Verrückte. Das sei der beste Platz im ganzen Laden meinte einer.
• Wie das Eis alles aus der Perspektive von unten, vom Eis, aussah, sieht man auf diesem Getty-Foto mit Thomas Vanek und dem am Tor vorbeifliegenden Puck.
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Live-Blog: NHL Winter Classic
16:36 h
Das war der erste Live-Blog in der American Arena. Hat Spaß gemacht. Vielleicht machen wir das bei anderer Gelegenheit mal wieder. Es muss ja nicht immer Eishockey sein.
16:35 h
Nach einem weiteren Fehlschuss der Sabres macht Crosby die Sache klar. Er spielt Ryan Miller den Puck durch die Beine. 2:1 im Shootout. Irgendwie antiklimaktisch.
16:33 h
Christensen verhaspelt für Penguins, Der nächste Sabres-Schütze trifft Conklin. Letang trifft für die Penguins zum Ausgleich.
16:31 h
Kotalik als erster für Buffalo: zieht flach in die rechte Ecke ab und trifft. Vorteil Sabres.
16:30 h
Die Penguins haben schon sechs Shootouts in dieser Saison absolviert und fünf gewonnen. Die Sabres-Statistik steht bei 1:1.
16:28 h
1:1 nach Sudden-Death-Verlängerung. Also dann: Penalties bis die Entscheidung feststeht. Auf diesem Eis ist der Torwart, der sowieso schon die besseren Karten hat, erst recht im Vorteil.
16:27 h
Befreiungsschlag der Penguins mit 50,7 Sekunden auf der Uhr. Aber die Sabfres können sich nach dem Wiederanpfiff nicht bei den Penguins einigeln.
16:23 h
Auch in der Verlängerung werden noch mal die Seiten gewechselt. Wie unnütz. Kaum kommt mal Schwung in den Laden, wird unterbrochen.
16:22 h
Die Sabres bauen ein gutes Powerplay auf, aber keine gefährlichen Spielzüge. Noch drei Minuten auf der Uhr in der Verlängerung. Armstrong-Strafe ist abgesessen. Gibt es einen Shootout?
16:18 h
Verlängerung. Sabres haben einen Mann mehr. Und wir reden von Sudden Death...
16:12 h
Wer will noch mehr Eishockey? Die Leute im Stadion. Also bitte: Hier kommt die Verlängerung. Vanek hatte kurz vor Schluss noch zwei Chancen auf der Kelle. Wacht der Österreicher jetzt wieder auf? Eine Sekunde vor Schluss wird Armstrong von den
Penguins noch wegen Haken auf die Strafbank geschickt.
16:06 h
Jetzt muss Lindy Ruff auch noch eine Auszeit nehmen, weil seine Leute nach einer langen Schicht nur einen Befreiungsschlag fertig brachten und nach dem Pfiff nicht auswechseln dürfen. Noch 2:26 auf der Uhr. Abseits auf Kosten der Penguins.
16:02 h
Man wird müde, die ganzen Unterbrechungen zu erwähnen. Schön, wenn zwischendurch mal gespielt wird. Und Sidney Crosby ein Solo einlegt. Als er vor Ryan Miller auftaucht, wird er bedrängt und fällt auf den Bauch. Sein Blick Richtung Schiri bringt nichts.
Noch 4:12 auf der Uhr. Flutlicht ist an.
15:53 h
Dann sollten wir noch erzählen, dass die Ersatzbänke für beide Teams geheizt sind. Genauso wie die Football-Bänke in Buffalo.
15:52 h
"Sweet Caroline" von Neil Diamond aus der Lautsprecheranlage und alle johlen mit. Wer die Anspielung versteht, ist König von Buffalo.
15:51 h
Ein neues Loch im Eis im Buffalo-Verteidigungsdrittel rechts von Goalie Ryan Miller. Also haben wir eine neue Pause. Etwas mehr als sieben Minuten auf der Uhr.
15:49 h
Jetzt lassen sich die Sabres etwas schlapp zurückfallen. Befreiung ist wichtiger als Spielaufbau. Kein gutes Zeichen. "Let's Go Buffalo" von den Rängen in der vollen Dröhnung. Wenn's denn hilft.
15:45 h
Anpfiff zum Rest. Werden wir eine Verlängerung erleben?
15:44 h
Der Radiomann aus Buffalo erklärt gerade: Das Eis sei im Prinzip durchweg im guten Zustand gewesen. Es gibt nur eine kleine Schadenszone. Die Veranstalter haben Glück gehabt. Es fehlt nicht viel und der Niederschlag käme als Regen herunter. Das wäre eine Superpanne geworden.
15:36 h
Die Hälfte des letzten Spielabschnitts ist vorbei. Die Penguins hatten klare Vorteile. Mal sehen, was sie auf dem sauberen Eis noch entkorken.
15:31 h
Der Schnee kommt stärker herunter. Zum Glück wird fehlendes Tageslicht nicht zu einem Problem. Dieses Spiel wird vor Einbrechen der Dunkelheit zu Ende sein.
15:29 h
Die eigentliche Enttäuschung ist Sidney Crosby, der das erste Tor vorbereitet hatte und soeben seinen zweiten Schuss aufs Sabres-Tor produzierte. Jochen Hecht arbeitet wie immer eher still, aber effektiv. Jetzt müsste nur noch jemand die Chancen verwerten.
15:27 h
Die Sabres bleiben druckvoll. Ein Fall von Athletik. Denn auf diesem Eis ist mit Kufentänzen nichts zu reißen. Wir warten schon wieder auf die Zambonis. Und darauf, dass die Mannschaften wie in der guten alten Zeit, zur Hälfte des dritten Drittels noch einmal die Seiten wechseln.
15:25 h
Fanhouse hat einen Shoutout Richtung American Arena gebracht. Thank you very much.
15:21 h
Drittes Drittel läuft. Das mit den Pausen dehnt sich. Die Spieler haben einen weiten Weg zu den Umkleidekabinen in den Katakomben des Stadions und zurück.
15:20 h
Memo: NHL-Hallen, in denen ich schon NHL-Spiele gesehen habe: Denver (Colorado Avalanche, Geschichte über David Aebischer) Edmonton (Oilers, Geschichte über Michael Riesen), Raleigh (Carolina Hurricanes, Geschichte über Martin Gerber), Buffalo (Sabres (Geschichte über Thomas Vanek), Uniondale, Nassau Coliseum (New York Islanders, Geschichte über Uwe Krupp und Jochen Hecht), Manhattan, Madison Square Garden (New York Rangers), Trainingshalle der Boston Bruins (Geschichte über Marco Sturm).
15:15 h
Jetzt habe ich das Video auf YouTube entdeckt:
15:08 h
Überbrückung zur Pause, ein Video aus dem Bestand der NHL via Fanhouse, das die Vorbereitungen zeigt:
http://sabres.nhl.tv/team/launch.htm?type=fvod&id=9659&catid=23
Leider klappt der Einbau nicht. Und es gibt nicht genug Zeit, das Problem zu fixen.
14:59 h
Ende des zweiten Drittels. Spielstand 1:1.
14:55 h
Noch drei Minuten im zweiten Drittel. Penguins haben noch immer keinen Torschuss produziert, aber das Unentschieden gehalten.
14:52 h
Endlich macht auch Thomas Vanek Druck. Roy mit einer Abstauber-Chance nach einem Schuss des Österreichers. Aber nuttin' doin'.
14:49 h
Mit neun Minuten auf der Uhr für das zweite Drittel geht es endlich weiter. Buffalo hat sich Vorteile erarbeitet. Die Bilanz der Torschüsse im zweiten Drittel: 12:0
14:48 h
Warum nicht mal wieder ein bisschen Schnee? Das ist doch gleich viel uriger. Für die Zuschauer gibt's ein bisschen Musik. Ab und zu kommen ein paar Schlachtrufe zustande. Aber von der Stimmung ist es nicht zu vergleichen mit dem Gedröhne in der Halle im Stadtzentrum von Buffalo
14:45 h
Die Zamboni-Delegation ist mal unterwegs. Sie arbeiten auf diesem Eis etwas anders als gewöhnlich, wenn sie einen feine Wasserfilm ausbringen, der dann einfach friert. Hier wird nur gehobelt.
14:34 h
Das beste optische Detail ist die neue Retro-Jacke, die Sabres-Trainer Lindy Ruff trägt - mit dem dem alten Logo riesig auf der linken Seite vorne. Das könnte ein neuer Hit unter den Fans werden.
14:29 h
Ausgleich der Sabres zum 1:1. Torschütze Campbell, Assist Connolly. Jetzt kommt endlich Stimmung auf. Das Volk auf den Rängen hat lange warten müssen.
14:28 h
Beginn des zweiten Drittels. Wer sich ein bisschen einlesen will. Hier Links zum Winter Classic aus den deutschsprachigen Medien:
http://www.kurier.at/sportundmotor/117274.php
http://www.ftd.de/sport/sportmix/us/:Fans%20NHL%20Spiel%20Jochen%20Hecht/297717.html
http://www.sport1.at/397+M5e159dabd50.html
14:08 h
Drittelpause. Das freut die Leute vom Fernsehen. Jetzt hagelt es Werbung. Penguins führen 1:0.
14:07 h
Penguins-Torwart Ty Conklin kommt aus Alaska. Wenn das keine gute Voraussetzung für ein Freiluftmatch ist. Noch zwei Minuten bis zur Drittelpause. Das Spielgeschehen ist typisch NHL. Viel Druck. Viel Kraft. Wenig Linie.
14:02 h
Das Herumstöbern auf der nhl.com Seite in den langen Pausen bringt ein paar Fundsachen zutage. Zum Beispiel zwei Live-Radioübertragungen - eine aus Sicht der Sabres, eine aus Sicht der Penguins. Finden kann man den Service hier.
14:00 h
Das Match läuft endlich wieder. Und die Pudelmütze von Sabres-Torwart Ryan Miller kommt öfter in Nahaufnahme ins Bild. Der Mann dürfte angesichts der ständigen Überzahlattacken der Penguins schön warm bleiben. Wie sich sein Gegenüber vor dem Festfrieren schützt, können wir nicht sehen.
13:55 h
Die Unterbrechung scheint endlos. Die normale Temperatur in einer Eishalle der NHL liegt bei rund 10 Grad. Die Temperatur im Ralph Wilson Stadium liegt knapp über dem Gefrierpunkt.
13:52 h
Jetzt sitzt auch noch Thmoas Vanek auf dem Strafstuhl. So viel Geld er auch verdient. Den Sabres hat er in dieser Saison noch nicht viel gebracht. Neue Unterbrechung: Eine tiefe Kerbe im Drittel der Sabres muss geflickt werden. Der Fernsehkommentator erzählt die Geschichte von Jochen Hecht, der mit fünf zuhause in Deutschland auf einer Freiluftfläche zu spielen begann.
13:48 h
Zwei Zambonis fahren auf. Während die Spieler auf ihren Bänken hinter der Bande kauern, muss das Eis abgefegt werden. In der Pause: Bilder aus dem Hubschrauber. Und ein Interview mit einem Spieler von Buffalo, der darauf hinweist, dass man unter diesen Bedingungen anders spielen muss. Denn die Kommunikation untereinander funktioniert nicht halb so gut. Die "kleinen Dinge" müssen klappen. Die "großen Dinge" kann man mithin vernachlässigen.
13:44 h
Die 1:0-Führung der Penguins noch nur 21 Sekunden geht in Ordnung. Mehr Info über das Match hat die Seite der NHL. Die frühen Strafen für die Sabres sind keine Hilfe.
13:38 h
NBC überträgt seit ein paar Minuten das Open-Air-Eishockey-Match aus Buffalo live. Es fällt leichter Schnee. Das Stadion ist randvoll. Macht also rund 70.000 Zuschauer.
Das war der erste Live-Blog in der American Arena. Hat Spaß gemacht. Vielleicht machen wir das bei anderer Gelegenheit mal wieder. Es muss ja nicht immer Eishockey sein.
16:35 h
Nach einem weiteren Fehlschuss der Sabres macht Crosby die Sache klar. Er spielt Ryan Miller den Puck durch die Beine. 2:1 im Shootout. Irgendwie antiklimaktisch.
16:33 h
Christensen verhaspelt für Penguins, Der nächste Sabres-Schütze trifft Conklin. Letang trifft für die Penguins zum Ausgleich.
16:31 h
Kotalik als erster für Buffalo: zieht flach in die rechte Ecke ab und trifft. Vorteil Sabres.
16:30 h
Die Penguins haben schon sechs Shootouts in dieser Saison absolviert und fünf gewonnen. Die Sabres-Statistik steht bei 1:1.
16:28 h
1:1 nach Sudden-Death-Verlängerung. Also dann: Penalties bis die Entscheidung feststeht. Auf diesem Eis ist der Torwart, der sowieso schon die besseren Karten hat, erst recht im Vorteil.
16:27 h
Befreiungsschlag der Penguins mit 50,7 Sekunden auf der Uhr. Aber die Sabfres können sich nach dem Wiederanpfiff nicht bei den Penguins einigeln.
16:23 h
Auch in der Verlängerung werden noch mal die Seiten gewechselt. Wie unnütz. Kaum kommt mal Schwung in den Laden, wird unterbrochen.
16:22 h
Die Sabres bauen ein gutes Powerplay auf, aber keine gefährlichen Spielzüge. Noch drei Minuten auf der Uhr in der Verlängerung. Armstrong-Strafe ist abgesessen. Gibt es einen Shootout?
16:18 h
Verlängerung. Sabres haben einen Mann mehr. Und wir reden von Sudden Death...
16:12 h
Wer will noch mehr Eishockey? Die Leute im Stadion. Also bitte: Hier kommt die Verlängerung. Vanek hatte kurz vor Schluss noch zwei Chancen auf der Kelle. Wacht der Österreicher jetzt wieder auf? Eine Sekunde vor Schluss wird Armstrong von den
Penguins noch wegen Haken auf die Strafbank geschickt.
16:06 h
Jetzt muss Lindy Ruff auch noch eine Auszeit nehmen, weil seine Leute nach einer langen Schicht nur einen Befreiungsschlag fertig brachten und nach dem Pfiff nicht auswechseln dürfen. Noch 2:26 auf der Uhr. Abseits auf Kosten der Penguins.
16:02 h
Man wird müde, die ganzen Unterbrechungen zu erwähnen. Schön, wenn zwischendurch mal gespielt wird. Und Sidney Crosby ein Solo einlegt. Als er vor Ryan Miller auftaucht, wird er bedrängt und fällt auf den Bauch. Sein Blick Richtung Schiri bringt nichts.
Noch 4:12 auf der Uhr. Flutlicht ist an.
15:53 h
Dann sollten wir noch erzählen, dass die Ersatzbänke für beide Teams geheizt sind. Genauso wie die Football-Bänke in Buffalo.
15:52 h
"Sweet Caroline" von Neil Diamond aus der Lautsprecheranlage und alle johlen mit. Wer die Anspielung versteht, ist König von Buffalo.
15:51 h
Ein neues Loch im Eis im Buffalo-Verteidigungsdrittel rechts von Goalie Ryan Miller. Also haben wir eine neue Pause. Etwas mehr als sieben Minuten auf der Uhr.
15:49 h
Jetzt lassen sich die Sabres etwas schlapp zurückfallen. Befreiung ist wichtiger als Spielaufbau. Kein gutes Zeichen. "Let's Go Buffalo" von den Rängen in der vollen Dröhnung. Wenn's denn hilft.
15:45 h
Anpfiff zum Rest. Werden wir eine Verlängerung erleben?
15:44 h
Der Radiomann aus Buffalo erklärt gerade: Das Eis sei im Prinzip durchweg im guten Zustand gewesen. Es gibt nur eine kleine Schadenszone. Die Veranstalter haben Glück gehabt. Es fehlt nicht viel und der Niederschlag käme als Regen herunter. Das wäre eine Superpanne geworden.
15:36 h
Die Hälfte des letzten Spielabschnitts ist vorbei. Die Penguins hatten klare Vorteile. Mal sehen, was sie auf dem sauberen Eis noch entkorken.
15:31 h
Der Schnee kommt stärker herunter. Zum Glück wird fehlendes Tageslicht nicht zu einem Problem. Dieses Spiel wird vor Einbrechen der Dunkelheit zu Ende sein.
15:29 h
Die eigentliche Enttäuschung ist Sidney Crosby, der das erste Tor vorbereitet hatte und soeben seinen zweiten Schuss aufs Sabres-Tor produzierte. Jochen Hecht arbeitet wie immer eher still, aber effektiv. Jetzt müsste nur noch jemand die Chancen verwerten.
15:27 h
Die Sabres bleiben druckvoll. Ein Fall von Athletik. Denn auf diesem Eis ist mit Kufentänzen nichts zu reißen. Wir warten schon wieder auf die Zambonis. Und darauf, dass die Mannschaften wie in der guten alten Zeit, zur Hälfte des dritten Drittels noch einmal die Seiten wechseln.
15:25 h
Fanhouse hat einen Shoutout Richtung American Arena gebracht. Thank you very much.
15:21 h
Drittes Drittel läuft. Das mit den Pausen dehnt sich. Die Spieler haben einen weiten Weg zu den Umkleidekabinen in den Katakomben des Stadions und zurück.
15:20 h
Memo: NHL-Hallen, in denen ich schon NHL-Spiele gesehen habe: Denver (Colorado Avalanche, Geschichte über David Aebischer) Edmonton (Oilers, Geschichte über Michael Riesen), Raleigh (Carolina Hurricanes, Geschichte über Martin Gerber), Buffalo (Sabres (Geschichte über Thomas Vanek), Uniondale, Nassau Coliseum (New York Islanders, Geschichte über Uwe Krupp und Jochen Hecht), Manhattan, Madison Square Garden (New York Rangers), Trainingshalle der Boston Bruins (Geschichte über Marco Sturm).
15:15 h
Jetzt habe ich das Video auf YouTube entdeckt:
15:08 h
Überbrückung zur Pause, ein Video aus dem Bestand der NHL via Fanhouse, das die Vorbereitungen zeigt:
http://sabres.nhl.tv/team/launch.htm?type=fvod&id=9659&catid=23
Leider klappt der Einbau nicht. Und es gibt nicht genug Zeit, das Problem zu fixen.
14:59 h
Ende des zweiten Drittels. Spielstand 1:1.
14:55 h
Noch drei Minuten im zweiten Drittel. Penguins haben noch immer keinen Torschuss produziert, aber das Unentschieden gehalten.
14:52 h
Endlich macht auch Thomas Vanek Druck. Roy mit einer Abstauber-Chance nach einem Schuss des Österreichers. Aber nuttin' doin'.
14:49 h
Mit neun Minuten auf der Uhr für das zweite Drittel geht es endlich weiter. Buffalo hat sich Vorteile erarbeitet. Die Bilanz der Torschüsse im zweiten Drittel: 12:0
14:48 h
Warum nicht mal wieder ein bisschen Schnee? Das ist doch gleich viel uriger. Für die Zuschauer gibt's ein bisschen Musik. Ab und zu kommen ein paar Schlachtrufe zustande. Aber von der Stimmung ist es nicht zu vergleichen mit dem Gedröhne in der Halle im Stadtzentrum von Buffalo
14:45 h
Die Zamboni-Delegation ist mal unterwegs. Sie arbeiten auf diesem Eis etwas anders als gewöhnlich, wenn sie einen feine Wasserfilm ausbringen, der dann einfach friert. Hier wird nur gehobelt.
14:34 h
Das beste optische Detail ist die neue Retro-Jacke, die Sabres-Trainer Lindy Ruff trägt - mit dem dem alten Logo riesig auf der linken Seite vorne. Das könnte ein neuer Hit unter den Fans werden.
14:29 h
Ausgleich der Sabres zum 1:1. Torschütze Campbell, Assist Connolly. Jetzt kommt endlich Stimmung auf. Das Volk auf den Rängen hat lange warten müssen.
14:28 h
Beginn des zweiten Drittels. Wer sich ein bisschen einlesen will. Hier Links zum Winter Classic aus den deutschsprachigen Medien:
http://www.kurier.at/sportundmotor/117274.php
http://www.ftd.de/sport/sportmix/us/:Fans%20NHL%20Spiel%20Jochen%20Hecht/297717.html
http://www.sport1.at/397+M5e159dabd50.html
14:08 h
Drittelpause. Das freut die Leute vom Fernsehen. Jetzt hagelt es Werbung. Penguins führen 1:0.
14:07 h
Penguins-Torwart Ty Conklin kommt aus Alaska. Wenn das keine gute Voraussetzung für ein Freiluftmatch ist. Noch zwei Minuten bis zur Drittelpause. Das Spielgeschehen ist typisch NHL. Viel Druck. Viel Kraft. Wenig Linie.
14:02 h
Das Herumstöbern auf der nhl.com Seite in den langen Pausen bringt ein paar Fundsachen zutage. Zum Beispiel zwei Live-Radioübertragungen - eine aus Sicht der Sabres, eine aus Sicht der Penguins. Finden kann man den Service hier.
14:00 h
Das Match läuft endlich wieder. Und die Pudelmütze von Sabres-Torwart Ryan Miller kommt öfter in Nahaufnahme ins Bild. Der Mann dürfte angesichts der ständigen Überzahlattacken der Penguins schön warm bleiben. Wie sich sein Gegenüber vor dem Festfrieren schützt, können wir nicht sehen.
13:55 h
Die Unterbrechung scheint endlos. Die normale Temperatur in einer Eishalle der NHL liegt bei rund 10 Grad. Die Temperatur im Ralph Wilson Stadium liegt knapp über dem Gefrierpunkt.
13:52 h
Jetzt sitzt auch noch Thmoas Vanek auf dem Strafstuhl. So viel Geld er auch verdient. Den Sabres hat er in dieser Saison noch nicht viel gebracht. Neue Unterbrechung: Eine tiefe Kerbe im Drittel der Sabres muss geflickt werden. Der Fernsehkommentator erzählt die Geschichte von Jochen Hecht, der mit fünf zuhause in Deutschland auf einer Freiluftfläche zu spielen begann.
13:48 h
Zwei Zambonis fahren auf. Während die Spieler auf ihren Bänken hinter der Bande kauern, muss das Eis abgefegt werden. In der Pause: Bilder aus dem Hubschrauber. Und ein Interview mit einem Spieler von Buffalo, der darauf hinweist, dass man unter diesen Bedingungen anders spielen muss. Denn die Kommunikation untereinander funktioniert nicht halb so gut. Die "kleinen Dinge" müssen klappen. Die "großen Dinge" kann man mithin vernachlässigen.
13:44 h
Die 1:0-Führung der Penguins noch nur 21 Sekunden geht in Ordnung. Mehr Info über das Match hat die Seite der NHL. Die frühen Strafen für die Sabres sind keine Hilfe.
13:38 h
NBC überträgt seit ein paar Minuten das Open-Air-Eishockey-Match aus Buffalo live. Es fällt leichter Schnee. Das Stadion ist randvoll. Macht also rund 70.000 Zuschauer.
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26. Dezember 2007
Puck Neujahr
Weihnachten ist vorbei. Da laufen die Werbeaktivitäten für eine Veranstaltung an, die am 1. Januar über die Bühne gehen soll. Die NHL hat das Match zwischen den Buffalo Sabres und den Pittsburgh Penguins unter freiem Himmel schon mal großspurig als Winter Classic angekündigt. Dabei ist bislang noch gar nichts klassisch an diesem Spiel in einem riesigen Football-Stadion, wo man von den fest eingelassenen Sitzen auf den Tribünen so gut wie gar nichts vom Puck sehen wird. Zuerst einmal muss man allerdings im Ralph Wilson Stadium eine gute Eisfläche auf die Beine stellen. Für hinreichend Kälte ist gesorgt. Die kanadische Winterluft von jenseits der Niagara-Fälle lässt sich nicht lumpen.
Die Karten waren übrigens innerhalb von Stunden ausverkauft, für eine Arena mit einem Fassungsvermögen von 73.000. Das große Geschäft besteht nicht nur aus dem Ticketabsatz und dem Verkauf von speziell produzierten Souvenirs und Hemden und Kappen. Eine enorme Goldmine sind die Parkgebühren (25 Dollar pro Auto), die in der Innenstadt von Buffalo, wo die Sabres normalerweise spielen nachgerade minimal sind. Das Spiel wird von NBC (Vereinigte Staaten) und CBC (Kanada) live übertragen. Anpfiff ist um 13 Uhr Ortszeit (19 Uhr MEZ).
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21. Dezember 2007
Austeilen im Stil des Altmeisters
Es war das erste Mal, dass ich von einem "Gordie-Howe-Hattrick" gehört habe, als die Live-Fernsehkommentatoren den Schlagabtausch zwischen Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins und seinem Widersacher Andrew Ference von den Boston Bruins beschrieben. Was man nicht alles dazu lernt, wenn man die Karriere von Kanadas großer Nachwuchshoffnung verfolgt. Was dieser Begriff beschreibt (ein Tor, eine Vorlage und Prügelei innerhalb eines Matches) und wer Gordie Howe war, kann man bei Wikipedia nachlesen. Was man sich aber merken sollte: Crosby, der im Begriff ist, viele Rekorde von Wayne Gretzky zu pulverisieren, ist auch diesmal ziemlich hurtig gewesen. Für seinen Hattrick brauchte er nur 25 Minuten und nicht etwa ein ganzes Spiel. Vielleicht wird man deshalb diese Leistung alsbald als Sydney-Crosby-Hattrick bezeichnen.
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19. September 2007
Der Klingelbeutel: Boxer, Bierbrauer, Baseball und ein Spiel im Freien
Es war schon länger mal an der Zeit, eine Rubrik einzuführen, die den Kleinkram einfängt, der sonst unter den Tisch fällt. Die Kollekte derselben nennen wir in American Arena den Klingelbeutel. Heute ging er zum ersten Mal herum und fing folgende Themen ein:
EIGENTLICH ist es nur fair, dass in der Coors Arena in Boulder Colorado kein Bier der Brauerei Coors verkauft werden darf (und auch kein anderes Bier). In der Allianz Arena in München werden ja auch keine Versicherungen verkauft.
MAN FRAGT SICH, wieviel Karten hätten die Buffalo Sabres eigentlich losgeschlagen, wenn das Football-Stadion der Buffalo Bills größer wäre? Die Eishockey-Mannschaft spielt am 1. Januar nicht in der eigenen Halle, sondern zieht unter freiem Himmel ihr Spiel gegen die Pittsburgh Penguins auf. Alle 40.000 frei verkäuflichen Eintrittskarten gingen innerhalb weniger als einer Stunde über den Internet-Makler Ticketmaster weg. Die 30.000 Jahreskarten-Besitzer der beiden Teams bekommen den Rest. Alle wollen (durch ihr Fernrohr) Thomas Vanek sehen. Und Sydney Crosby. Und sich dabei das Gesäß abfrieren. Buffalo im Winter ist schweinekalt.
BISLANG LIEF DIE SAISON bei den Dallas Cowboys ganz gut. Terrell Owens hat noch keinen Weg gefunden, den Laden aufzumischen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Der frisch verpflichtete Ex-Sträfling Tank Johnson, der von den Chicago Bears heraus geworfen wurde, wird schon einen Weg finden, die innere Balance des Teams zu kippen. Wenn nicht in diesem Monat, dann im nächsten.

DIE VOR-PLAYOFF-PHASE in Major Leage Baseball ist so spannend wie schon lange nicht mehr. Das liegt auch daran, dass die Chicago Cubs ihrer Tradition zufolge kurz vor Schluss einen Durchhänger haben. Die New York Mets am laufenden Band verlieren und die Boston Red Sox sehr wenig tun, um sich die verhassten New York Yankees vom Hals zu halten. Vor allem die Cubs würden uns mit ihrem Formabtief einen Gefallen tun. Wir wollen sehen, ob die Fans der Milwaukee Brewers ihrem Gelübde folgen und sich in die Hose machen, wenn ihr Team die Division gewinnt.
WER WEISS, auf welche Ideen Leute kommen, der Beruf darin besteht, sich für viel Geld die Birne weich kopfen zu lassen? Im Fall von Oscar de la Hoya war es Cross-Dressing in Netz-Outfit. Und nun - dank x17 online - weiß es auch der Rest der Welt (via SportbyBrooks und Deadspin). Nachtrag: De la Hoyas Manager hat sich gemeldet und gesagt, die Bilder seien eine Fälschung und zusammengedoktert. Dann sind als nächstes wohl die Beschaffer der Fotos am Zug. Denn denen droht eine Klage.
EIGENTLICH ist es nur fair, dass in der Coors Arena in Boulder Colorado kein Bier der Brauerei Coors verkauft werden darf (und auch kein anderes Bier). In der Allianz Arena in München werden ja auch keine Versicherungen verkauft.
MAN FRAGT SICH, wieviel Karten hätten die Buffalo Sabres eigentlich losgeschlagen, wenn das Football-Stadion der Buffalo Bills größer wäre? Die Eishockey-Mannschaft spielt am 1. Januar nicht in der eigenen Halle, sondern zieht unter freiem Himmel ihr Spiel gegen die Pittsburgh Penguins auf. Alle 40.000 frei verkäuflichen Eintrittskarten gingen innerhalb weniger als einer Stunde über den Internet-Makler Ticketmaster weg. Die 30.000 Jahreskarten-Besitzer der beiden Teams bekommen den Rest. Alle wollen (durch ihr Fernrohr) Thomas Vanek sehen. Und Sydney Crosby. Und sich dabei das Gesäß abfrieren. Buffalo im Winter ist schweinekalt.
BISLANG LIEF DIE SAISON bei den Dallas Cowboys ganz gut. Terrell Owens hat noch keinen Weg gefunden, den Laden aufzumischen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Der frisch verpflichtete Ex-Sträfling Tank Johnson, der von den Chicago Bears heraus geworfen wurde, wird schon einen Weg finden, die innere Balance des Teams zu kippen. Wenn nicht in diesem Monat, dann im nächsten.

DIE VOR-PLAYOFF-PHASE in Major Leage Baseball ist so spannend wie schon lange nicht mehr. Das liegt auch daran, dass die Chicago Cubs ihrer Tradition zufolge kurz vor Schluss einen Durchhänger haben. Die New York Mets am laufenden Band verlieren und die Boston Red Sox sehr wenig tun, um sich die verhassten New York Yankees vom Hals zu halten. Vor allem die Cubs würden uns mit ihrem Formabtief einen Gefallen tun. Wir wollen sehen, ob die Fans der Milwaukee Brewers ihrem Gelübde folgen und sich in die Hose machen, wenn ihr Team die Division gewinnt.
WER WEISS, auf welche Ideen Leute kommen, der Beruf darin besteht, sich für viel Geld die Birne weich kopfen zu lassen? Im Fall von Oscar de la Hoya war es Cross-Dressing in Netz-Outfit. Und nun - dank x17 online - weiß es auch der Rest der Welt (via SportbyBrooks und Deadspin). Nachtrag: De la Hoyas Manager hat sich gemeldet und gesagt, die Bilder seien eine Fälschung und zusammengedoktert. Dann sind als nächstes wohl die Beschaffer der Fotos am Zug. Denn denen droht eine Klage.
30. März 2007
Meilenstein für Crosby und die Penguins
Die langsame sportliche Erneuerung der Pittsburgh Penguins macht weiter Fortschritte. Dank drei Vorlagen von Sidney Crosby und anderen guten Sachen gewann das junge Team am Donnerstag in Boston gegen die Bruins mit 4:2 und sicherte sich Platz eins der Atlantic Division sowie vorab einen Platz in den Playoffs. "Ein netter kleiner Meilenstein", nannte Crosby das. Mal abgesehen davon, dass früher die meisten Meilensteine klein waren (als es sie noch gab), kann man davon ausgehen, dass da noch Größeres im Busch ist. Dieser Crosby spielt jetzt schon effektiver als Wayne Gretzky in dem Alter. Und das will nun wirklich etwas heißen.
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13. März 2007
Neue Halle für die Penguins
Pech gehabt, Kansas City. Die Penguins bleiben in Pittsburgh. Der Club hat eine Einigung mit der Stadt und dem Bundesstaat Pennsylvania über den Bau einer neuen Halle erzielt. Sie soll 290 Millionen Dollar kosten. Das Team unterschreibt einen Mietvertrag über 30 Jahre und zahlt jedes Jahr 4,2 Millionen Dollar, um sich auf diese Weise an den Baukosten zu beteiligen. Die neue Bleibe soll rechtzeitig zum Beginn der Eishockeysaison 2009/2010 fertig sein (via The Big Lead)
Blick zurück: Spekulationen um das Schicksal der Penguins
Blick zurück: Spekulationen um das Schicksal der Penguins
9. März 2007
Krokodilstränen für drei Flüsse
Man kann so langsam sehen, wie die großen Krokodilstränen in die drei Flüsse kullern, auf die sich Pittsburgh so viel zugute hält. Das muss so ähnlich aussehen wie damals, als das letzte Stahlwerk zugemacht hat. Mit einem Unterschied: Als die einstmalige Kernindustrie der Region den Bach runter ging, hatte das zumindest einen Vorteil: Man konnte überhaupt erstmal wieder etwas sehen. Die Luft war so klar und so gesund wie hundert Jahre lang nicht mehr. In dieser Klarheit ließe sich in Pittsburgh sicher auch noch anderes sehr genau betrachten. Zum Beispiel die Frage: Ob die Stadt und die ausufernden Gemeinden drumherum überhaupt die Wirtschaftskraft haben, drei Major-League-Clubs zu finanzieren. Das Bild täuscht, wenn man sich von der Erfolgsgeschichte der Pittsburgh Steelers leiten lässt. Die Steelers profitieren von einer knallharten Salary Cap in der NFL und einer konsequenten genossenschaftlichen Gewinnverteilung unter den Clubeigentümern, die sie unabhängig macht von örtlichen Gegebenheiten. Die Erosion lässt sich weit besser im Baseball ausmachen, wo die Pittsburgh Pirates (Baseball) seit den Tagen, als der junge Barry Bonds hier spielte, in der National League nicht mehr oben mitgemischt haben. Aber am krassesten sind die Verhältnisse im Eishockey. Denn nicht nur ist die Mannschaft nach Jahren einer sportlichen Baisse dank hochrangiger junger Talente wie Sydney Crosby und Jewgeni Malkin auf dem Weg nach oben. Die Penguins spielen vor einem begeisterten Publikum. Die Eintrittskarten sind begehrt.Das allein genügt Mario Lemieux jedoch nicht, der vor Jahren durch eine Laune des Schicksals zuerst zum größten Gläubiger des Clubs wurde, als der Ende der neunziger Jahre in den Konkurs schlitterte. Es ging um 31 Millionen Dollar, die ihm vertraglich zustanden, owohl er bereits vom Sport zurückgetreten war. Dann wurden im Vergleichsverfahren die Schulden in Anteile umgewandelt, was Lemieux zum Haupteigentümer machte. Der Kanadier, der so gut wie gar kein Englisch sprach, als 1984 aus Montreal als riesiges Talent in die National Hockey League kam, redet heute eine Sprache wie die Leute an Wall Street. Unsentimental. Knallhart. Ohne Umschweife. Entweder die Steuerzahler geben ihm und den Penguins eine neue Halle mit all dem Schnickschnack, aus dem man heutzutage als Clubbesitzer Extra-Einnahmen herausschinden kann. Oder der Club wird in eine andere Stadt verlagert.
Die Auseinandersetzung ist normal (für die Gier von Sportclubbesitzern in den USA und Kanada) und absurd zugleich. Denn die beiden in Frage kommenden Städte - Kansas City, das sein Begehren mehr als deutlich artikuliert hat, und Las Vegas, das anscheinend ebenfalls Interesse hat - haben beide im Laufe der Jahre gezeigt, dass sie auf Dauer kein Eishockey-Team tragen können. Die weitaus klügere Entscheidung wäre demnach, den Club an jemanden mit größeren Taschen zu verkaufen, der unter anderem in der Lage wäre, seine eigene Halle selbst zu finanzieren. Auch solche Gespräche hat es gegeben. Aber nichts klappte: Im Oktober wurde mit Jim Balsillie ein Käufer gefunden, der jedoch von der Zusage zurücktrat, als ihm die NHL die Auflage macht, das Team bis 2013 nicht aus Pittsburgh abzuziehen. Fünf Tage danach kam die Nachricht, dass das Projekt einer Glücksspielfirma gescheitert war, eine neue Arena zu bauen. Der Staat Pennsylvania sah nicht ein, dass er dafür eine Lizenz herausrücken sollte.
Im November hatte Mark Cuban, der aus Pittsburgh stammt, in seinem Blog geweint, dass er sich nicht genug angestrengt hatte, um eine Gruppe von wohlhabenden Interessenten zu formieren, die Lemieux die Penguins und die damit verbundenen Sorgen abnehmen können. Vielleicht findet er in diesen Tagen die Zeit, sich noch einmal um das Thema zu kümmern. Der Eigentümer der Dallas Mavericks stammt aus Pittsburgh und hat eine sentimentale Beziehung zum Club, der 1967 gegründet wurde.
A propos Cuban: Seine Filmproduktionsfirma Magnolia Pictures hat sich dazu entschlossen, zum ersten Mal eine Attacke in Richtung Google und YouTube zu reiten. Das Unternehmen zog vor ein Gericht, um Google dazu zu zwingen, die Namen der Nutzer herauszugeben, die copyrightgeschütztes Magnolia-Material hochgeladen haben. Zu den Filmen gehören Titel wie den Dokumentarfilm Enron: The Smartest Guys in the Room und Bubble von Stephen Soderbergh. Cuban gehört zu den lautstärksten Kritikern von YouTube und hatte vor dem Verkauf jeden als Dummkopf bezeichnet, der sich das Videoportal anlacht.
Blick zurück: Liga-Sport in Las Vegas - irgendetwas funktioniert nicht richtig
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