25. Juni 2009
Shaq muss wandern – von einem Ort zum andern
18. Dezember 2008
Wie man den Spurs heimleuchtet
Steve Nash gehört zu wenigen Profis in den USA, die hin und wieder eine politische Stellungnahme abgeben. Diesmal geht es um Stromsparen und also auch um Umweltschutz. Das heißt, eigentlich geht es darum, den San Antonio Spurs heimzuleuchten. Mit einem Jux auf deren Kosten. Die Mannschaft ist berühmt für ihre Schwalben-Künstler wie Tony Parker und Manu Ginobili, die bei jedem Windhauch zu Boden gehen. (Englisch: flops).
via With Leather
12. Oktober 2008
NBA-Test: Ein Spiel unter freiem Himmel
26. Juni 2008
Draft-Tag mit vielen Querpässen
Was hat Wie mit der NBA zu tun? In den USA nennt man das Dating. Was viel und wenig heißen kann, solange keiner der beiden - weder Michelle noch Robin - offiziell zum Stand der Dinge Stellung nimmt. Das Foto in diesem Blog aus dem März kann man nur als Scheinbeweis bezeichnen. Wo soll ein so langer Lulatsch wie der ehemalige Center von Stanford seinen Arm hintun, wenn er neben einer nicht gerade kleinen Frau bei einer Veranstaltung sitzt und sie sich an ihn lehnt? Aber, der fleißige espn.com-Kolumnist Andy Katz hat neulich Robin gefragt und herausgefunden, dass zumindest mal etwas an der Klatschgeschichte dran gewesen sein muss. Derzeit befinde sich die Beziehung in einem Schwebezustand.
Das ist sicher auch das beste Wort für Mannschaften wie die New Jersey Nets, die nach Jason Kidd (jetzt in Dallas) heute Richard Jefferson abgaben, um sich den Chinesen Yi Jianlian aus Milwaukee zu holen, der damit endlich in die Nähe einer ordentlichen Chinatown zieht – in Lower Manhattan. Sein neuer Kollege, Robins Zwillingsbruder Brook, ebenfalls ein Center, gilt übrigens als der bessere und fleißigere der beiden Lopez-Burschen. Das Wort Schwebezustand könnte man auch auf die New York Knicks anwenden, die das Kunststück fertig brachten, den Sohn eines ehemaligen Mannschaftskameraden des neuen Trainers zu verpflichten. Das liegt daran, dass Coach Mike D'Antoni einst in Mailand spielte, wo ein gewisser Vittorio Gallinari sein Nebenmann war. Der Trainer denkt europäisch und will Tempo spielen, etwas was die New York Daily News heute schon vorausgeahnt hatte. Und so kam's Danilo Gallinari, ein 19-jähriger Small Forward, ging an Nummer sechs weg.
Aber die Michelle-Wie und die Italian Connection waren nicht mal hübscheste Verbindung der NBA in andere Bereiche. Das Attribut repräsentierte gestern Kevin Love. Sein Vater Stan spielte vier Jahre in Baltimore und bei den Lakers in der Liga. Sein Onkel Mike Love ist der Sänger der Beach Boys.
19. April 2008
Suns verlieren in San Antonio: Unbegreiflich
Unbegreiflich: Die San Antonio Spurs gingen erst zweieinhalb Minuten vor Schluss der regulären Spielzeit zum ersten Mal im gesamten Match in Führung. Sie brauchten einen Dreier von Michael Finley, um sich in die erste Verlängerung zu quälen. Sie brauchten einen Dreier von Tim Duncan - den ersten der gesamten Saison -, um sich in die zweite Verlängerung zu quälen. Und dann machten sie langsam, aber sicher den Sack zu und waren klug genug, die Partie zwei Sekunden vor dem Ende zu entscheiden. Die Suns hatte keine Auszeiten mehr. Ja, und das war's. 117:115.
Unbegreiflich. Denn das war die Begegnung, die die Suns in der Halle der Spurs gewinnen mussten. Denn sie haben in der Best-of-Seven-Serie als schlechter Platzierter nur maximal drei Heimspiele. Das war die Begegnung, die sie dreimal gewinnen konnten. Aber gegen Schluss kulminierte die Leistung in kleinen mentalen Fehlern. Der schwerwiegendste war vermutlich der von Steve Nash im vierten Viertel, als er die Shot Clock aus den Augen verliert und die Suns ohne Wurfversuch den Ball abgeben. O'Neal ist sicher nicht das viele Geld wert, das ihm die Suns bezahlen. Aber er war durchaus ein brauchbarer Fels in der Brandung.
Die San Antonio Spurs mögen diese Art von Basketball innerlich richtig gut finden - ein Sieg ist ein Sieg ist ein Sieg. Aber damit stehen sie vermutlich weit und breit alleine da. Am meisten wird sich Mark Cuban ärgern. Der bezahlt noch immer das Gehalt für Michael Finley. Die Mavericks sind übrigens in ein paar Minuten an der Reihe.
9. März 2008
Warum Shaq und Cejka plötzlich wach werden
Im Golf haben wir einen ähnlichen Fall. Obwohl die Anhaltspunkte dafür eher verschwommen sind. Aber wieso spielt Alex Cejka auf einmal so viel besser als in den letzten Jahren, in denen er immer froh sein durfte, wenn er die Tourkarte für ein weiteres Jahr behalten durfte? Falls er die Forumsbeiträge auf seiner eigenen Webseite liest, vermag man nur auf eine Erklärung für den Aufschwung zu kommen: Martin Kaymer. Der 23jährige macht dem einst als Nachfolger von Bernhard Langer apostrophierten Exil-Tschechen mit dem deutschen Pass und dem amerikanischen Lebensmittelpunkt gerade vor, wie man eine Karriere so exerziert, dass die richtigen Leute aufmerksam werden. Der Sieg in Abu Dhabi und der zweite Platz in Dubai war nicht die einzige Botschaft, die Kaymer an die Welt geschickt hat. Die viel deutlichere Nachricht stand in Dubai auf seiner Mütze zu lesen, auf der sich in Abu Dhabi noch kein Sponsorenname befand: Er hatte einen Vertrag mit Titleist abgeschlossen, der renommiertesten Firma im internationalen Ausrüstergeschäft. Das heißt unter anderem: dass er die besten (und populärsten) Bälle im Bag hat. Cejka muss, weil ihn niemand anderer haben wollte, Srixon spielen. Was keine Schande ist. Aber trotzdem ist das so etwas wie der Ausweis seines Zweit-Liga-Status. Ein Status, auf die Stirn gedruckt, mit dem man jede Woche, vertraglich bedingt, öffentlich herumlaufen muss. Natürlich gibt es da nur eins: Besser spielen, positiv auffallen, die Vertreter der anderen Firmen beeindrucken, um bei der nächsten Vertragsrunde ein bemerkenswertes Angebot auf den Tisch zu bekommen. Am besten von einer Firma mit einem guten Namen. Und mit hervorragendem Material (Disclaimer: Ich spiele Ping-Eisen, einen Cleveland-Driver, Callaway-Hölzer, einen Mizuno-Putter und gefundene Bälle der Marken Titleist, Callaway und Nike - ich bin keiner Marke verpflichtet).
7. Februar 2008
Shaq in Phoenix: Einreiher mit drei Knöpfen
Sie müssen auf ihn gewartet haben. Das steht fest. Sehnlich gewartet haben. Und weil sie noch nicht wussten, welches Trikot er tragen wird, haben sie einfach ein anderes Kleidungsstück genommen. Oder heißt das, dass die Phoenix Suns damit rechnen, dass Shaquille O'Neal nur auf der Bank sitzen wird? Zuhause und auswärts? Quelle: Le Basketbawl. Es gab vorher bereits andere Visionen. Zu dem Trade wird es noch mehr zu sagen geben. Zumal keiner so richtig versteht, was die Suns dabei gewonnen haben.
23. Dezember 2007
Nichts zu Weihnachten
Kurz vor Weihnachten schenkte Dirk Nowitzki seinem Freund Steve Nash eine Kleinigkeit, über die er sich nicht so richtig freuen wird: eine Niederlage. Hinterher musste der Sieger mal wieder dumme Fragen zum Thema Kumpeltum beantworten. Von wegen Weihnachtsgeschenke und so. Antwort? Niemand bekommt welche. Eine solche Einstellung gegenüber dem Rummel und Gedöns können wir gut verstehen. Geschenke sind so was von overrated. (via Can't Stop the Bleeding)
2. Oktober 2007
Eine Fratze im Maisfeld
Manchmal sind Ähnlichkeiten mit lebenden Personen durchaus beabsichtigt. Wie hier in einem Maisfeld unweit von Phoenix, wo die Familie Schnepf eine Farm betreibt und sich seit ein paar Jahren in so 'ner Art Land Art versucht. Der Mann, der auf diese Weise porträtiert wurde, hatte nur wenig dazu zu sagen, als er die Farmer-Familie besuchte: "Es ist bizarr", sagte Steve Nash, der zweifache MVP der NBA und Spielmacher der Suns. "Ich weiß wirklich nicht, was ich davo halten soll. Es ist ziemlich cool." Besucher, die das Ganze natürlich nicht aus der Vogelperspektive sehen können, haben aber immerhin die Gelegenheit, auf den herausgemähten Linien durchs Feld zu wandern, und dürfen versuchen, sich dabei nicht zu verlaufen. Familie Schnepf hat natürlich eine Webseite, weiß, wie man Pressemitteilungen verfasst, hat das Lokalblatt da gehabt und einen Kameramann für ein Video aus Anlass derSteve-Nash-Visite. Nicht schlecht für eine riesige Fratze, die noch vor Beginn der neuen Saison abgeerntet sein wird (via Deadspin und 100 Percent Injury Rate)
Blick zurück: Steve Nash versteht Spaß
1. Juni 2007
LeBron James im Alleingang: eine Basketball-Gala
Kerr, der neben Michael Jordan bei den Bulls dreimal Meister wurde und später bei den San Antonio Spurs zwei weitere Titel holte, wird Meldungen zufolge neuer Chefmanager der Phoenix Suns. Ihm gehört bereits ein geringer Anteil des Clubs.
Nachtrag: Eine paar Gustostückerl von King James aus dem Spiel gibt es in dieser kurzen Zusammenfassung.
16. Mai 2007
Ende der Fahnenstange für die Warriors
Vieles spricht für die Spurs, die mit ihren biederen Gesichtern so aussehen, als würden sie keinem etwas zu Leide tun können. Wohl kaum: Abgesehen von Bruce Bowen macht sich auch Robert Horry gerne die Hände schmutzig. Und nachdem er Steve Nash am Montag aufs Kreuz legte und daraufhin Amare Stoudamire und Boris Diaw Richtung Spielfeld rannten, sieht die Sache ziemlich gut aus. Horry wurde zwei für zwei Spiele gesperrt. Aber die beiden Suns-Spieler dürfen am Mittwoch in Match 5 ebenfalls zuschauen. Die Provokation hätte nicht wirkungsvoller ausgehen können. Das hat sich die NBA selbst eingeschenkt, dass sie unappetitlich spielende und auf unattraktive Weise gewinnende Mannschaften auf diese Weise weiterkommen lässt. Die Einschaltquoten von Spurs-Spielen sind legendär niedrig. Hier die Horry-Szene und die Reaktionen der Spieler, die zu den Sperren führten:
14. Mai 2007
Der sehr dreckige Herr Bowen arbeitet weiter mit seinen fiesen Tricks
"Auf jeden Star in der besten Basketballliga der Welt kommen mindestens fünf Spieler, deren Namen sich niemand merken kann. Sie sitzen am hinteren Ende der Ersatzbank und sind froh, wenn sie überhaupt zum Einsatz kommen. Manche warten Jahre und erleben schließlich ein bizarres Debüt vor den Kameras des amerikanischen Fernsehens. "Meine Familie in Kalifornien hat zugeschaut", sagt Bruce Bowen in Erinnerung an den Tag in Miami, an dem er sich nervös aus seinem Trainingsanzug pellte und mitten im Spiel gegen die Houston Rockets auf den Platz trabte. Alles schien nach Plan zu laufen, als er wenige Sekunden später mit einer Energieleistung einen sicheren Korb verhinderte. "Das war ein Block von . . .", sagte der Kommentator und stockte. "Er hatte keine Ahnung, wer ich bin", sagt Bowen....
... Bowen, der mit seinem rasierten Kopf und den großen melancholischen Augen eher harmlos aussieht, verläßt schon einmal den grauen Bereich zwischen dem, was man in der NBA als normale körperliche Härte akzeptiert, und unsportlichen Angriffen, bei denen er die Gesundheit seiner Gegner riskiert. Kein Wunder, daß er unter den NBA-Profis den Ruf eines "dirty player" genießt. So wurde er Ende März [2006] von der Liga mit 10 000 Dollar Strafe belegt, weil er Ray Allen von den Seattle Supersonics bei einem Zweikampf, bei dem beide zu Boden gegangen waren, wutentbrannt in den Rücken getreten hatte. Das ist nichts gegen eine Szene aus einer Partie vor ein paar Jahren, als er im Stile eines Fußballers einen Widersacher mit einem Bein voraus ansprang und am Kopf traf......In das erfolgreiche System der San Antonio Spurs paßt er...bestens hinein. Beim Meister von 2005 herrschen drei Grundregeln: Kein Spieler zählt mehr als der andere - auch nicht Center Tim Duncan, der an guten Tagen alleine ein Spiel entscheiden kann. Trainer Gregg Popovich ist der uneingeschränkte Chef und duldet keine Aufsässigkeit. Vor allem aber ist hartnäckige Defensivarbeit der zentrale Bestandteil der Spielkultur..."
Bowen spielte übrigens damals im Trikot der Miami Heat, war nur ganze 33 Sekunden im Einsatz und saß anschließend den Rest der Saison auf der Bank. Die NBA täte gut daran, ihn auszusieben. Die Belege seiner Unsportlichkeit sind unübersehbar. Die Attacke gegen Amare Stoudamire war genauso unsportlich wie die gegen Steve Nash (ein Knietritt in die Geschlechtsteile). Bei YouTube gibt es bislang nur das Stoudamire-Video:
15. März 2007
Nash vs. Nowitzki: Eine MVP-Show vom Feinsten
Das Spiel - 129:127 lautete der Endstand - war eine Galavorstellung auf beiden Seiten. Nowitzki zeigte attraktive Pässe und einen mächtigen Dunk, der seinen Anspruch auf die Auszeichnung most valuable player unterstrich. Aber Steve Nash war einfach noch besser. Seine Dribblings und Pässe auf engstem Raum unterstrichen, dass hier ein Einfädler am Werk ist, wie er nur alle zehn bis 20 Jahre in der NBA auftaucht. Von seiner Punktausbeute gar nicht zu reden.
Dallas hatte sich beim Spiel davor gegen Golden State ganz gut ausgeruht und wirkte frisch. Vor allem im dritten und über weite Strecken des vierten Viertels. Aber irgendwann schien die Mannschaft zu glauben, dass sie das Ding lässig als Sieg abbuchen kann und leistete sich zu viele kleine Fehler. Die beiden Mannschaften werden vor den Playoffs noch einmal aufeinander treffen. Das Match könnte nicht nur entscheiden, wer als Nummer eins im Westen rangiert, sondern, wer MVP wird. Steve Nash hat heute viele der stimmberechtigten Journalisten beeindruckt.
22. Januar 2007
Zahlenspiele: Das definitive Power Ranking in der NBA
Immer mehr kluge Amerikaner mit Spass am Mannschaftssport akzeptieren, dass es statistische Analyseansätze gibt, um den rein sportlichen Wert von einzelnen Spielern und ganzen Teams mit Hilfe von Zahlen zu objektivieren. Das Interesse hängt unmittelbar mit dem Erfolg der Fantasy-Ligen zusammen, die in Deutschland als Manager-Spiele für den Fußball adaptiert wurden. Der Grund: Wer sich als Fantasy-Clubbesitzer einen Kader zusammenstellt, will schließlich eine vernünftige Grundlage für seine Entscheidungen haben. Das funktioniert mit den meisten amerikanischen Ligen auch deshalb so gut, weil sie mit ihren zahllosen Spielen eine ordentliche Datensammlung gestatten. Stichwort: Sample-Größe.Nach dieser Vorrede blenden wir uns ein in das Geschehen in der NBA, wo eine halbe Saison vorbei ist und damit bereits ein ordentliches Power Ranking möglich ist. Das Ranking ist kein bombensicheres Prognoseinstrument, wenn es um die Playoffs geht, aber eine gute Ausgangsbasis, um seinen Blick zu schulen.
Das Power Ranking von John Hollinger gefällt Statistikern wie Wages of Win sehr gut (da kommt auch der Hinweis auf diesen Post her). Es nutzt folgende Zahlenwerte:
• Die durchschnittliche Punktedifferenz von erzielten und erhaltenen Körben
• Die durchschnittliche Punktedifferenz von erzielten und erhaltenen Körben der letzten zehn Begegnungen
• Die Anforderungen des Spielplanes (sind die Gegner stärker oder schwächer)
• Die Anforderungen des Spielplanes in den letzten zehn Begegnungen
• Die Tatsache, ob eine Mannschaft bislang hauptsächlich Heimspiele oder Auswärtsspiele ausgetragen hat
Das wird in einer Formel, die einzelnen Faktoren unterschiedliche Gewichtungen gibt, durchgerechnet. Im Vergleich zu diesen Ergebnissen verliert der klassische Tabellenstand, der Siege und Niederlagen gleich schwer gewichtet, deutlich an Aussagewert.
Und so kommt es, dass zur Zeit in der NBA die Phoenix Suns auf dem ersten Platz von Hollingers Power Ranking stehen und die Dallas Mavericks nur auf Platz zwei, obwohl sie nach dem Tabellensystem höher eingestuft werden. Nach den gleichen Kalkulationen landet der amtierende Meister Miami Heat, den die Mavericks am Sonntag vor den NFL-Playoffs in einer Revanchebegegnung knapp bezwangen, sage und schreibe auf Platz 24. Viel schlechter geht in der NBA gar nicht.
Die Liste wird jeden Tag aktualisiert und ist deshalb immer auf dem neuesten Stand.