14. August 2009

Olympia: Golf und Rugby eine Runde weiter

Die Zeitung, die als erste darüber berichtete, wie das IOC-Exekutivkomitee in Sachen neue Sportarten für Olympia 2016 tickt, hat jetzt die – erwarteten – Reaktionen zusammengestellt. Wer drin ist (Frauenboxen) oder Chancen hat, reinzukommen (Golf oder Rugby), ist begeistert. Selbst Tiger Woods will 2016 mitmachen. Die Leute, denen die Tür vor der Nase zugeschlagen wurden, haben Katerstimmung.

Noch ein bisschen breiter und vor allem gründlicher kann man sich zum Ablauf des Entscheidungsverfahrens bei Jens Weinreich einlesen. Ich zitiere:

"Nach einem jahrlangen Ringen der sieben Weltverbände, nach einer viele Millionen Dollar teuren PR-Kampagne, lag es also in der Macht von vierzehn IOC-Vorständlern, über die Zukunft ganzer Sportler-Generationen zu entscheiden. Hochinteressant dabei, dass Golf, oft als Sport der alten Männer verspottet, in den ersten beiden Wahlgängen nur eine Stimme erhielt. Rugby setzte sich schnell durch, eliminiert wurden dann in dieser Reihenfolge: Inlineskating, Squash, Baseball, Karate, Softball - bis Golf als zweiter Sieger übrig blieb."

Der Klingelbeutel: Rehabilitation ist schwierig

Michael Vick hat bei den Philadelphia Eagles unterschrieben. Damit haben wir neben Terrell Owens und den Buffalo Bills ein zweites Dauerthema, das die NFL-Experten beschäftigen wird. ie Dauerwurst Brett Favre rückt damit auf einen Schlag endlich nach ganz hinten in den Ballschrank.

• Das Thema "Rick Pitino hat Sex mit einer Frau in einem Restaurant und gibt ihr ein paar Wochen später Geld für eine Abtreibung" bietet das perfekte Material aus dem sonst so lupenreinen College-Basketball für eine weitergehende Boulevardisierung der Sportberichterstattung. Der Fall kam ins Rollen, weil die Dame ganz offensichtlich mit den 3000 Dollar, die ihr der Coach der Mannschaft von Louisville gezahlt hatte, nicht zurecht kam und ihn zu weiteren "Geschenken" nötigen wollte. Eine Art von Erpressungsversuch, könnte man auch sagen. Was den angeht, wird die gute Frau vermutlich im Gefängnis landen. Denn die Gesetze in den USA sehen für vieles ziemlich hohe Strafen vor. Aber auch Pitino dürfte nicht schadlos davon kommen. Dabei geht es nicht nur um die Libido eines verheirateten und hochbezahlten Trainers, der die Aufsichtsperson und das Vorbild für junge Sportler ist, die offiziell zu hohen Verhaltensstandards angehalten werden. Sondern vor allem um das Stichwort "Abtreibung" - damit kann man in weiten Teilen der Vereinigten Staaten ganze Bevölkerungskreise gegen sich aufbringen. Vermutlich auch im Bundesstaat Kentucky. Pitino hatte die pikanten Details übrigens nicht freiwillig der Öffentlichkeit anvertraut. Die kamen aufgrund einer Anfrage der örtlichen Zeitung ans Tageslicht. In den USA gibt es auf Bundesebene, aber auch in den meisten Staaten, Gesetze, die es gestatten, dass man Einsicht in die Akten der Behörden nehmen darf. In dem Fall handelt es sich um Vernehmungsprotokolle der Polizei aus ihren Emittlungen rund um Erpressungsversuch. Wer sich für die Protokolle interessiert, kann sie bei Smoking Gun als pdf-Dateien herunterladen.

• Nach dem schlechten WM-Qualifikationsspiel der Amerikaner in Mexiko (1:2) hatte Landon Donovan zumindest eine Erklärung für seine Leistung: Er hat sich die Schweineinfluenza eingehandelt. Mutmaßlicher Übertragungsweg: zwei Galaxy-Mitarbeiter, die vom Virus in Boston bei den New England Revolution angesteckt wurden. Für die USA war das Resultat auch deshalb nicht gut, weil die Aspiranten in der Sechser-Tabelle näher zusammengerückt sind. Drei kommen weiter. Jedes Team hat noch vier Begegnungen abzuwickeln.

• Für Michael Phelps sind die Tage, an denen er nicht in einem Becken schwimmt, kein Vergnügen. Egal, was er macht, ob er tätowierte Barfrauen anbaggert oder Marihuana inhaliert – immer ist jemand zur Stelle, der die Nachricht ausplaudert. Diesmal ist es die Meldung von einem Autounfall, bei dem Phelps unverletzt blieb. Wer den Crash verursacht hat, steht noch nicht fest.

• Und der Sieger im diesjährigen Sportler-Wettbewerb "Die Reise nach Jerusalem" heißt? Quentin Richardson. Der Basketballprofi wurde zwischen dem Ende der letzten NBA-Saison und heute bereits viermal getradet. Der Trip begann bei den New York Knicks, ging über die Memphis Grizzlies, die Los Angeles Lakers und die Minnesota Timberwolves. Sein derzeitiger Arbeitgeber sind die Miami Heat. Jerusalem, here we come.

10. August 2009

Handball auf New Yorker Art

Wenn man in New York von Handball spricht, meint man damit eine ganz andere Sportart. Es ist eher so etwas wie Squash ohne Schläger. Und findet oft unter freiem Himmel statt. Die besten Spieler in dieser Disziplin haben keine Werbeverträge und keine Fernsehauftritte. Abe manchmal widmet ihnen zumindest eine Zeitschrift ein paar Zeilen.

9. August 2009

Golf oder Rugby: Wer wird olympisch?

Es gibt Spekulationen darüber, welche Sportarten als nächstes in die Liste der olympischen Disziplinen aufgenommen werden. Wir erinnern uns: Zunächst hatte das IOC Baseball und Softball gestrichen und dadurch wieder Platz geschaffen. Natürlich würden vor allem die Amerikaner am liebsten ihre beiden Ziehkinder wieder aufgenommen wissen. Aber es sieht statt dessen danach aus, dass das Vorauswahlkomitee, das am Donnerstag die Aspiranten auf zwei reduziert, sich für Golf und Rugby entscheiden wird. Als Golfspieler und Mensch mit einer beträchtlichen Zuneigung für das Geschäft der Profis fällt mir dazu nur ein: Etwas Alberneres als Golf bei Olympia kann ich mir nicht vorstellen. Die Sportart produziert weltberühmte, wohlhabende Repräsentanten, die regelmäßig auf den schwersten Plätzen der Welt spielen. Sie haben eine Weltrangliste, die als Qualifikationskriterium für die wichtigen Turniere fungiert. Ein Ryder Cup und einen Presidents Cup, in dem die besten in Mannschaftsformaten aufeinander treffen. Es gibt sogar ein Turnier mit jeweils zwei Abgesandten eines Landes. Und bei jeder Gelegenheit stehen Fernsehkameras bereit und Leute mit dicken Schecks. Was hat der Golfsport von einer Teilnahme bei Olympia außer dichtes Gedränge im Kalender? Nichts. Was hat Olympia von einer Teilnahme von Golfern? Nicht viel mehr. Wer von den Leuten, die sich nicht für Golf interessieren, wird sich vier Stunden lange Live-Übertragungen vom Geschehen anschauen? Kaum jemand. Golf ist mangels kämpferischer, spannender Aktion keine Fernsehsportart im eigentlichen Sinne, sondern nur etwas für Afficionados. Aber es ist zu befürchten, dass sich Golf durchsetzt. Erstens, um das amerikanische Olympia-Publikum und amerikanische Sponsoren bei der Stange zu halten. Und zweitens weil das Flair der Sportart die um die Zukunft der Spiele besorgten IOC-Mitglieder dazu verführen wird, sich für Golf zu entscheiden. Leider.

Zumal die Rugby-Initiative einen absurden Zuschnitt hat. Man würde bei den Olympischen mit Siebener-Teams antreten anstatt mit 15 Spielern pro Team (Rugby Union) oder mit 13 (Rugby League). Das soll angeblich besser für die Zuschauer sein. Wer kommt eigentlich immer auf solche Ideen? Warum sollte man jahrhundertealte Sportarten mit Millionen von Fans auf der ganzen Welt auf eine solche hohlstirnige Art und Weise um ihr Kernkonzept bringen? Kommt jetzt demnächst Ski alpin auf einem Brett? Fußball als Tipp-Kick-Version? Oder Mini-Golf?

Wie man mit dem Abmahnen von Journalisten das Ende der Pressefreiheit einläutet

Als eine der wenigen Zeitungen auf der Welt beschäftigt die New York Times einen Menschen, der sich als Advokat der Leser versteht und der jeden Sonntag eine Drittelseite belegt, um sich mit drängenden Beschwerden und kritischen Fragen zu beschäftigen. Seine Berufsbezeichung: Public Editor. Kein Medienprodukt ist unfehlbar, nicht mal das beste der Welt. Weshalb die Times neben den Leserbriefen eine weitere Rubrik pflegt, die man woanders meistens vergeblich findet: eine tägliche Spalte mit Korrekturen genannt Corrections.

Die Arbeit der beiden Instutionen greift bisweilen recht nuanciert und lehrreich ineinander. So wie neulich, als die Flut der Empörung angesichts zahlreicher Fehler in einem Artikel der Times-Fernsehkritikerin über die soeben verstorbenen Fernsehikone Walter Cronkite anschwappte. Die besagte Fernsehkritikerin, die fast in jedem Artikel einen Bolzen schießt und mittlerweile einen eigenen Korrektor zur Seite gestellt bekam, mag eine liebenswürdige Dame mit allerlei lesenswerten Ansichten sein. Sie verfügt allerdings über ein Defizit, das im so genannten "Qualitätsjournalismus" normalerweise zum Arbeitsplatzverlust führt: Sie weiß nicht, was sie nicht weiß.

Der Public Editor, der mit bürgerlichem Namen Clark Hoyt heißt, ist kein scharfer Hund. Er formuliert milde und abgewogen. Weshalb sein Resümé der Cronkite-Affäre besonders vernichtend klang: Sieben sachliche Fehler in einem Artikel, die allesamt korrigiert werden mussten, brachten ihn dazu, der Redaktion folgende Worte ins Stammbuch zu schreiben: "Eine Fernsehkritikerin mit einer Geschichte von Fehlern hat hastig geschrieben und versäumt, ihre Arbeit zu überprüfen. Und Redakteure, die aufmerksam sein sollten, waren es nicht." Ein Kinnhaken allererster Güte.

Clark Hoyt ist allerdings kein Mann, der nur in eine Richtung austeilt. Heute verteidigte er den jungen Reporter Michael S. Schmidt, der seit einer Weile für das Blatt die Dopingthemen beackert und der nach einer ersten Enthüllung über die bis heute offiziell anonym gehaltenen positiven Testresultate der Baseballprofis aus dem Jahr 2003 uns mit dem Namen Sammy Sosa versorgen konnte. Vor zwei Wochen legte er nach und benannte Manny Ramirez und David Ortiz. Die Enthüllung nervt den scheidenden Chef der Spielergewerkschaft, in dessen Büro die Dopingresultate unter Verschluss lagen, ehe die gegen Barry Bonds ermittelnde Staatsanwaltschaft die Akten beschlagnahmte. Also schoss Donald Fehr wenige Tage später gegen den Journalisten und die Zeitung. Informationen zu veröffentlichen, die vom zuständigen Richter zur Verschlusssache erklärt worden waren, sei kriminell.

Hoyt hat sich mit der Frage beschäftigt und unter anderem Rechtsgelehrte aus dem verfassungsrechtlichen Spezialgebiet Meinungsfreiheit konsultiert, ein Themenkomplex, der in den USA unter Bezug auf den ersten Artikel in der Verfassung meistens als "first amendment" etikettiert wird und über die Jahrhunderte einen sehr viel rigoroseren höchstrichterlichen Katalog an relevanten Präzedenzfällen produziert hat als die sechs Jahrzehnte Bundesrepublik mit ihrem Grundgesetz-Artikel 5. Die Ansicht der zitierten Juristen ist unstrittig: Die Medien haben das Recht zu recherchieren. Und sie haben das Recht zu publizieren. Eine Frage, die Schmidt mit dem Hausjuristen vor Veröffentlichung vermutlich hinreichend abgeklärt hatte.

Es ist gut, wenn hinter Journalisten Institutionen stehen, die es ihnen nicht nur finanziell ermöglichen, ihre Arbeit zu leisten, sondern die auch in heiklen Rechtsfragen nicht gleich die weiße Fahne schwenken. Was mich zu einem jüngeren Fall in Deutschland bringt, der einmal mehr zeigt, dass ohne eine solche Rückendeckung und ohne eine substanzielle Unterstützung von Reportern und Autoren das Berichterstattungsrecht und der Zugang der Öffentlichkeit zu Informationen ausgehöhlt wird. Und zwar mit der Keule des Rechtsmittels.

Der Fall betrifft Jens Weinreich, freier Journalist und als kenntnisreicher und kritischer Archivar der Doping- und Korruptionsaktivitäten im Sport bekannt. Weinreichs juristische Auseinandersetzung mit DFB-Präsident Theo Zwanziger, die mit einer Meinungsäußerung in einem Blog begann, wirde hier im Blog hinreichend belegt. Sie wurde sogar von den etablierten Zeitungen aufgegriffen und illustrierte dabei, wie ein mächtiger Verband seine Muskeln spielen lässt, wenn ihm die Worte eines Journalisten nicht gefallen. Dabei schlug Zwanzigers Anwalt formaljuristisch die Taktik der einstweiligen Verfügung ein (womit er allerdings nicht durchkam). Der eigentliche Effekt der Attacke bestand jedoch darin, den Gegner wirtschaftlich zu treffen. Denn der brauchte nun ebenfalls einen Anwalt und viel Zeit, um sich um die Angelegenheit zu kümmern. Der Streit ist inzwischen beigelegt und kann als Beispiel für das Entstehen eines handfesten Solidargefühls unter deutschen Blog-Lesern gelten. Denn Weinreich erhielt hinreichend Spenden, um zumindest die Anwaltskosten decken zu können.

Der neue Angriff auf seine Arbeit geht über eine artverwandte, aber genau betrachtet etwas andere Schiene. Diesmal wurden ihm aus derselben Kanzlei, die schon Zwanziger vertreten hatte, zwei Unterlassungserklärungen zugestellt, verbunden mit den branchenüblichen finanziellen Forderungen, die sich zusammen auf rund 1500 Euro belaufen. Ein Ausläufer der PR-Kampagne der Eisschnellläuferin Pechstein.

Rechtsformal geht es diesmal um Tatsachenbehauptungen und nicht um eine Meinungsäußerung, aber das macht in der Substanz keinen Unterschied. Wieder schicken die Anwälte keine Briefe, wie sie vielleicht im normalen Miteinander einer Gesellschaft üblich wären, Briefe, in denen einfach eine Richtigstellung einer womöglich falschen Tatsachendarstellung verlangt wird oder man sich im Namen eines Mandanten auf das Presserecht beruft, in dem ein Recht auf Gegendarstellung verankert ist. Nein. Wieder geht es in der Attacke offensichtlich auch darum, den Journalisten wirtschaftlich zu treffen. Der soll der Kanzlei die Arbeit bezahlen.

Das deutsche Abmahnrecht, das in seinen historischen Wurzeln aus dem Wettbewerbsrecht stammt, aber inzwischen immer häufiger auf den Arbeitsalltag der Medien angewandt wird, ist der Quell dieses Übels. Denn es gefährdet viel mehr als nur die Arbeit von Sportjournalisten, die sich mit Dopern beschäftigen. Es gefährdet die Arbeit von Journalisten und Verlagen, die eine öffentliche Aufgabe haben und im Rahmen dieser Arbeit durchaus Fehler machen. Warum? Vieles an der Arbeit ist hektisch und steht unter dem Druck, aktuell und schnell die Informationen zu liefern. Wenn sich die Verlage dann nicht vor oder hinter die Reporter stellen, die ihnen diese Arbeit zuliefern, und wenn sie glauben, deren wirtschaftliches Risiko sei mit dem bisschen Zeilenhonorar bereits gedeckt, werden wir auf Dauer eben nicht solche nützlichen Einrichtungen wie die Korrekturen-Spalte erleben und nicht solche Männer wie Clark Hoyt, sondern nur noch fleißige Anwälte, die ihr Kanzleisekretariat mit Abmahnungen auf Touren halten, und Journalisten, die angesichts der Bedrohung verstummen.

Vom vielen Geld bleibt oft nichts übrig

Es gibt da an einer amerikanischen Universität ein ungewöhnliches Institut mit einem mysteriösen Namen. Es nennt sich Professional Athletes Transition Institute. Dessen Webseite gibt zu, dass es sich bei der Arbeit um eine Nischenthematik handelt: Man will zusammen mit seinen Studenten Dienstleistungen entwickeln, die Profisportlern in den unterschiedlichen Phasen ihrer Karriere zugute kommen können. Man scheint sich vor allem auf die populären Mannschaftssportarten eingeschossen zu haben, in denen viel Geld bezahlt wird. Ein elitärer Kreis von etwas mehr als 2000 Athleten. Zunächst mag man gar nicht annehmen, dass angesichts einer solch kleinen Zahl besonders viele Absolventen der Universität eine berufliche Perspektive haben. Aber wenn man liest, wie schlecht es um den Übergang der meisten Top-Sportler ins Privatleben bestellt ist und wieviele kurz nach dem Ende ihrer Laufbahn pleite sind und vor den Trümmern ihrer Ehe stehen, kann man sich zumindest ausmalen, dass rechtzeitige Hilfe und guter Rat not täte.

Mehr zu dem Thema hat die New York Times in ihrer neuesten Ausgabe zu berichten. Zu den interessanten und bislang nicht weiter untersuchten Phänomenen, die der Artikel bietet, gehört übrigens dieses: Spieler, die sich geistig schon früh auf die Zeit nach ihrer Karriere einstellen, entwickeln im Schnitt eine andere Haltung zu Geschäft: Sie zeigen mehr Einsatz in ihren Clubs, haben mehr Erfolg und kommen auf eine längere aktive Zeit als die Sportler ohne Zukunftspläne. Angeblich ergab sich bei Eishockeyspielern folgende Konstellation: Die mit Lebensperspektive stehen mehr auf dem Eis und erleben den Sport weniger als Stressveranstaltung.

Blick zurück: Fünf Jahre nach der aktiven Zeit ist die Mehrheit der NBA-Spieler pleite

6. August 2009

Doping-Fall in der NBA: Zehn Spiele Sperre

Die NBA sperrt Doper für zehn Spiele. Zum Beispiel Rashard Lewis von den Orlando Magic, der soeben bei einem Test mit dem Steroid-Precursor DHEA aufgefallen ist. Lewis verteidigt sich mit dem Spruch, wonach das ohne jede Absicht passiert sei. Die Substanz habe sich in einem normal im Geschäft verkauften Mittel befunden. Die NBA-Doping-Strafenliste sieht so aus: Erster Verstoß – zehn Spiele Sperre, zweiter Verstoß – 25 Spiele Sperre, dritter Verstoß – ein ganzes Jahr (via Deadspin)

Ein seltenes Fußball-Fest auf der Osterinsel

Es gibt sehr wohl Bier auf Hawaii. Und es gibt Fußball auf der Osterinsel. Keinen richtig guten Fußball, aber immerhin. Das Eiland mit den berühmten figurativen Steinstatuen, die aussehen, als könnte man mit überlebensgroßes Tip-Kick spielen, liegt mehr als 3000 Kilometer vom Mutterland Chile entfernt und mehr als 2000 Kilometer von Pitcairn, der am nächsten gelegenen bewohnten Insel weit und breit. Man könnte auch sagen: Es ist einsam da unten im Pazifik. Jetzt kam im Rahmen der Copa Chile Besuch vom Festland - die Spieler vom Club Colo Colo aus Santiago flogen ein. Und jemand war so liebenswürdig, das Ganze etwas ausführlich auf Video festzuhalten (via Offside. reuters hat die Einzelheiten über die Vorbereitungen zum Match und den Spielverlauf).

Olympia-Aspiranten nicht versichert

Die NHL-Profis, die sich für einen Platz in den Nationalmannschaften von Kanada und den USA bei den Olympischen Spielen in Vancouver interessieren, spielen mit einem unkalkulierbaren Risiko. Die Trainingslager werden nicht von den Versicherungspolicen der Clubs gedeckt. Die Verbände haben keine Zusatzversicherungen. Und so kann eine Verletzung erhebliche Folgen haben. Man wird es deshalb wohl langsam und vorsichtig angehen lassen. Zumal Steve Yzerman, Chefmanager des kanadischen Teams, die Aspiranten zu beruhigen versucht hat: "Das Trainingslager ist kein Leistungstest. Das wäre nicht fair. Es geht darum, sich zu organisieren. Die Auswahl der Spieler findet auf der Basis ihrer Leistungen während der NHL-Saison statt."

5. August 2009

Der Klingelbeutel: Listen und Pläne

Die Liste der NBA-Spiele, die in der kommenden Saison amerikaweit übertragen werden, kam in dieser Woche heraus. Sie zeigt ein wunderliches Bild vom Stellenwert einzelner Clubs. So tauchen die Houston Rockets bei den mehr als 70 Sendeterminen (meistens zwei Spiele pro Abend) gar nicht auf dem Plan auf. Die Phoenix Suns, obwohl zuletzt deutlich schwächer und nicht mal in den Playoffs im letzten Frühjahr, scheinen die Darlings des Planungsstabes zu sein. Die Dallas Mavericks sind gut vertreten mit Übertragungen von Begegnungen mit (unter anderem) den Los Angeles Lakers, San Antonio Spurs, New Orleans Hornets und Boston Celtics.

• Das Blog-Ranking bei wikio produziert im Monatstakt auch im Themensektor Sport eine Rangliste. Wie es funktioniert und wer dabei am besten abschneidet, erfährt man hier. Um's nicht zu spannend zu machen: Jens Weinreich, allesaussersport und Trainer Baade stehen ganz oben.

• Ein Mann, der Adolf Hitler als einen "großartigen Führer" lobt, kann in den USA durchaus noch Karriere machen. Auch in der Politik. Und erst recht im Fall von Lou Holtz, dem ehemaligen College-Football-Trainer und mittlerweile Fernsehkommentator. Der denkt laut über eine Kandidatur für den amerikanischen Kongress nach. Seine Partei: die Republikaner, die in diesen Tagen die politischen Bemühungen von Präsident Obama und des Kongresses in Washington abwechselnd als Weg in den Sozialismus und dann wieder in den Faschismus bezeichnen und deren politischen Freunde Horden von übergewichtigen Menschen bezahlen, um in öffentlichen Veranstaltungen von demokratischen Abgeordneten zum Thema Gesundheitsreform die Redner niederzubrüllen.
The Daily Show With Jon StewartMon - Thurs 11p / 10c
Master Rebators - The Crank Cycle
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Holtz passt in diese Landschaft vermutlich sehr gut hinein. Mehr über das Urgestein, dessen Ruhm mit Erfolgen bei der Universität Notre Dame verknüpft ist, in diesem Film: