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18. Dezember 2007

Wenn Chris Simon die Wut packt...

Die New York Islanders haben den notorischen Flegel Chris Simon auf unbestimmte Zeit suspendiert. Der war am Samstag in einem Willkür-Akt einem Gegner von den Pittsburgh Penguins mit der scharfen Kufe von oben mit Wucht auf den Schlittschuh getreten. Simon war erst im Frühjahr für 25 Spiele gesperrt worden, nachdem er einem Widersacher den Schläger ins Gesicht geknallt hatte. Damals verteidigte er sich mit dem Hinweis darauf, dass in ihm eigentlich ein anderer Mensch steckt, als der Mann, der auf der Eisfläche ausrastet, wenn ihm etwas gegen den Strich geht, und bat um Milde. Die Islanders scheinen das Problem ebenfalls weniger drakonisch anzupacken. Grund: Trainer Ted Nolan und Simon sind beide Mitglieder des Indianerstamms der Ojibwa First Nation. Simon hat unter Nolan bereits in der Jugend gespielt. Und Nolan hat dem Eishockeyprofi geholfen, die Finger vom Alkohol zu lassen - weiteres Problem, mit dem Simon offensichtlich zu kämpfen hatte (via SportsByBrooks)

1. Dezember 2007

Ein Toter, vier Verdächtige und ein paar Merkwürdigkeiten

Das Thema hat seit Tagen die Leute beschäftigt. Vor allem auch weil es eine Reihe von Journalisten gab, die voreilig Rückschlüsse auf den Lebensstil des Footballprofis zogen und das Gefühl hatten, es sei mal an der Zeit eine populistische Haltung zu beziehen. Seit gestern stellt sich die Sache so dar: Die Polizei hat vier Verdächtige verhaftet, die für den Tod von Sean Taylor, dem begabten Safety der Washington Redskins, verantwortlich sein sollen. Und sie hat eine Vorstellung davon, wie es zu der tödlichen Konfrontation kam: Die Tat hatte als Einbruch begonnen, weil niemand damit gerechnet hatte, dass sich der NFL-Profi (und seine Lebensgefährtin mit dem gemeinsamen Kind) während der Saison in der Villa in Miami aufhält. Als Taylor sich den Eindringlingen in den Weg stellte, wurde er von einem Pistolenschuss getroffen. Das Projektil verletzte eine der wichtigen Arterien. Er starb Stunden später, nachdem er Unmengen an Blut verloren hatte.

Und damit wenden wir uns zu den voreiligen Betrachtungen von Leuten, die diesmal gar nicht erst abwarten wollten, zu welchen Ermittlungsergebnissen die Behörden kommen. Und denen es so leicht fiel, den schwarzen Sportler als Vertreter aus dem Ghetto abzustempeln, obwohl sein Vater der Polizeichef im benachbarten Florida City ist. In der Washington Post, die die Meinungsführerschaft rund um die Redksins beansprucht und nicht erst seit Watergate einen Ruf als ausgezeichnete Zeitung genießt, waren gleich zwei Leute ziemlich sicher, dass Taylor nicht das unschuldige Opfer einer Attacke gewesen sein konnte. Leonard Shapiro schrieb (nach ein paar eloquenten Vorbemerkungen, die die Aussage abmildern sollten: "Trotzdem, könnte irgendjemand ehrlich sagen, er hätte das nicht kommen sehen? Man muss blind sein, um nicht die schillernde Vergangenheit von Taylor in Betracht zu ziehen." Sein Kollege Michael Wilbon, der im Nebenberuf bei ESPN die Sendung Pardon the Interruption mitmoderiert, hatte in einem Chat mit Lesern erklärt: Taylor sei in einer gewallttätigen Welt groß geworden und habe sie gut geheißen und "sich geweigert, sich davon zu verabschieden". Ein ESPN-Radiomann (Colin Cowherd), der über ein beachtliches Publikum verfügt, insinuierte in einer ausführlichen Tirade ganz ohne konkrete Anhaltspunkte, dass da bestimmt noch irgendeine Enthüllung käme, die den Toten in einem schlechteren Licht erscheinen lassen würde.

Solche Reaktion produzierten ein enormes Echo und Beschwerden. Besonders die Klagen aus dem schwarzen Lager über die Mainstream-Media-Rufschädigung provozierten Jason Whitlock, sich mit einem weitreichenderen Gedanken zu beschäftigen: der Tendenz von schwarzen Amerikanern, die Verbrechen von Schwarzen an Schwarzen zu verharmlosen. Whitlock nannte in diesem Zusammenhang die Täter mit Hilfe eines drastischen historischen Vergleichs: Black KKK.

Die vier Fotos, die die Polizei nach den Festnahmen von den Verdächtigen veröffentlichte, zeigen drei dunkelhäutige Gesichter. Das vierte zeigt einen Latino.

20. April 2007

Kalifornien an Knastverwaltung: Nimm doch Phillips

Die Entwicklung der Talentkultur vieler Sportarten verläuft vermutlich so ähnlich wie die Züchtung von Kampfhähnen. Hahnenkämpfe sind zwar in den USA verboten. Aber das ist kein Problem. Wir haben ja Menschen, die den Platz einnehmen können. Auf dem Weg zum Oberhahn nehmen die einen oder anderen jungen Leute leider nicht immer den geradesten Weg, sondern kommen auf die krumme Tour. So darf Lawrence Phillips damit rechnen, demnächst für 20 Jahre ins Gefängnis zu gehen, weil er zu blöd war, aus Kalifornien wegzuziehen, wo man Straftäter nach dem dritten schweren Gesetzesverstoß summarisch wegschließt. Und zwar ganz egal, wie lang die Strafe für die dritte Geschichte auch war ("Three Strikes-Gesetz", eine Metapher, ja wirklich, aus einer amerikanischen Sportart: Baseball) Was man über Phillips wissen sollte, ist seine Karriererutschbahn. Gefeiert im College mit Nebraska bei zwei Meisterschaften den Jahren 1995 und 1996 sah der Running Back bei den Profis in schneller Reihenfolge folgende Teams: Die St. Louis Rams, Miami Dolphins und San Francisco 49ers in der NFL und dann noch eine ganze Reihe von Clubs, die jenseits der Grenze Canadian Football spielen.

Noch schlechter war seine Laufbahn im Umgang mit Frauen. Die bekamen seine Wut immer gleich körperlich zu spüren. Das Ding, das ihn endgültig hinter Gittern bringen dürfte, war ein cholerischer Anfall, als er mit seinem Auto auf einem Spielfeld in Los Angeles nach einem verlorenen Footballmatch unter Amateuren versuchte, ein paar Leute umzufahren und zu verletzen. Das alles wird im Knast nicht gehen. Das Autofahren, das mit den brutalen Attacken gegen Frauen. Aber vielleicht wird er sich dafür einen guten Platz in der Hierarchie der Gefängnisinsassen erarbeiten. Dort versteht man die Sprache der Gewalt.

21. Februar 2007

Warum knallen so viele Footballspieler in Cincinnati durch?

Wo fängt man mit dem Einordnen an, wenn man feststellt, dass eine einzige Stadt im alten Industriegürtel von Ohio offensichtlich mehr junge Männer anzieht, die Sport, Gewalt, Drogen, Sex und Alkohol als attraktiven hedonistischen Cocktail genießen? Am besten bei der jüngsten Geschichte, die mit einem anonymen Brief beginnt (das Link führt zu einem Faksimile auf der Webseite des Cincinnati Enquirer, wo die Angelegenheit gestern aufgerollt wurde). Dies ist die Kernaussage: Vier Anwärter auf einen Football-Stipendium und vier aktuelle Mitglieder der Footballmannschaft der Universität Cincinnati haben sich neulich nicht nur mit einer einzigen "ehemaligen Fußballspielerin" sexuell vergnügt, sondern dabei auch noch schwer gebechert und das Ganze mit einer Videokamera aufgenommen. Die Aufnahmen zirkulieren unter Studenten, wurden aber wohl noch nicht auf eines der einschlägigen Porno-Video-Portale hochgeladen.

Der Schreiber des Briefs (oder die Schreiberin) macht sich Sorgen, dass die Angelegenheit erstens die Sportabteilung der Universität in ein schlechtes Licht rückt und zweitens unter den Teppich gekehrt wird. Denn mal abgesehen von der Gangbanger-Komponente war Alkohol im Spiel. Und damit haben die jungen Leute ganz eindeutig gegen die Gesetze verstoßen, die besagen: solchen Strom kann man erst kaufen und konsumieren, wenn man 21 ist. Unterm Teppich - das wird diesmal nichts. Die Aufregung ist riesig.

Cincinnati wäre gerne ein biederes Pflaster, ist es aber nicht. Das örtliche NFL-Team, das auf den kuriosen Namen Bengals hört, hält den unrühmlichen Liga-Rekord in Verhaftungen: Neun Spieler (von 50) in 14 Monaten. Die Palette reicht von Alkohol am Steuer bis Einbruch und illegaler Waffenbesitz, von Körperverletzung bis Widerstand gegen die Staatsgewalt.

Eigentlich müsste man gewisse Sympathien für Cincinnati hegen. Seine Einwohner weisen nach Milwaukee und Umgebung und der Doppelmetropole Minnepolis-St. Paul die drittgrößte Konzentration von Menschen mit deutscher Herkunft auf (St. Louis folgt auf Platz vier). Aber abgesehen von kleinen historischen Bezugspunkten wie dem Namen des zentral gelegenen Stadtteils Over-the-Rhine hat der Ort nur wenig zu bieten, was einem Lust machen würde auf eine Erkundigungsreise auf der Suche nach Geschichte. Denn in den USA hat man seit der großen Einwanderungswelle im 19. Jahrhundert sehr viel getan, um das deutsche Erbe wegzuassimilieren. Was der Erste Weltkrieg nicht schaffte, als Deutsch als Umgangssprache verboten wurde, dafür sorgte der Zweite.

Abgesehen davon kann man in der einstmals blühenden Industriestadt allenfalls all die urbanen Krankheiten hautnah erleben, die auch andere befallen haben, wie ich bei Abstechern nach Atlanta und Memphis (beides 2002) Detroit (2004) Cleveland (2005) und Buffalo im November 2006 aus nächster Nähe sehen konnte. Der Virus ist überall der gleiche: Die Mittelschicht ist in die Vorstädte geflohen und hat Armut, Zerfall und Perspektivlosigkeit zurückgelassen. Das Zeug zum Umschwung haben nur wenige Städte (wie Boston, das anfänglich nach der Schließung des Hafens mit enormen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte).

Cincinnati erlebte im Jahr 2001 den größten gewalttätigen Protest schwarzer Bewohner gegen die Polizei seit dem Aufstand 1992 in Los Angeles. Die Aktionen galten der Arbeit der Behörden, zwischen Februar 1995 und April 2001 im Rahmen ihrer Arbeit 15 schwarze Männer unter 40 erschossen hatte. Kein Polizist wurde zur Verantwortung gezogen. Schwarze Bewohner mussten in jener Zeit damit rechnen, doppelt so häufig von den Ordnungshütern wegen kleiner Vergehen im Straßenverkehr belangt zu werden als weiße. In der dritten Nacht der Brandstiftungen und Plünderungen in der Innenstadt verhängte der Bürgermeister eine Ausgangssperre und sorgte so für ein Ende der Gewalt. Ein Boykott der Stadt, der von prominenten Künstlern unterstützt wurde, fügte der Stadt allerdings einen messbaren wirtschaftlichen Schaden zu. Sie leidet seither unter einer ständig steigenden Mordrate, obwohl niemand eine logische Verknüpfung herstellen kann. Cincinnati belegte im letzten Jahr Platz 18 auf der Liste der gefährlichsten Städte Amerikas - hinter Detroit (2.), Cleveland (7.), Memphis (13.), Atlanta (17.)

20. Februar 2007

Nach der Show fielen Schüsse: Polizei in Las Vegas schwer im Einsatz

Ein paar Tage schien die Polizei in Las Vegas alles in den Griff zu bekommen, damit die NBA-All-Star-Gäste eine unbeschwerte Zeit genießen konnten. Kaum war die Veranstaltung am Sonntagabend zu Ende, ging es los: Zwei Schießereien - eine in der Parkgarage des riesigen MGM Grand-Hotel, eine an einem Strip Club. Es gab eine Prügelei im Nachtclub des neuen Wynn Hotel. Und involviert waren Rapper, Gangs und auch ein namhafter Football-Profi von den Tennessee Titans, dem das gefährliche Leben auf den Fersen ist, als wäre er nicht ein Defensive Back sondern ein Kick Returner auf dem Weg Richtung Endzone (via The Big Lead). Bei der Ballerei im MGM Grand-Komplex wurde offensichtlich jemand von einer Kugel getroffen (meldet TrueHoop). Unbeteiligte mussten stundenlang in der Garage ausharren, ehe die Situation von der Polizei geklärt werden konnte (berichtet der örtliche Fernsehsender KLAS). Nach ersten Schätzungen hatte das All-Star-Party-Programm 250.000 Besucher angelockt, ein Ansturm, den die Stadt nicht gewöhnt ist.

4. Januar 2007

Die Schüsse von Denver: Polizei noch immer ratlos

Hier in loser Reihenfolge die jüngsten Ermittlungsdetails zum Tod von Denver-Broncos-Footballprofi Darrent Williams:

• Die Polizei hat einen abgestellten weißen, halb umgespritzten Chevrolet Tahoe gefunden, der als Tatfahrzeug in Frage kommt. Einem Zeitungsbericht zufolge gehört der Wagen einem Mann, der zur Zeit in Untersuchungshaft sitzt - wegen Drogendelikten und einem Mordversuch. Er war in der Tatnacht hinter Gittern.

• Der von der NBA gesperrte Carmelo Anthony war in der Silvesternacht ebenfalls in dem Nachtclub in Denver, in dem es mutmasslich einen Streit gab. Er bezeichnet sich als Freund von Williams.

• Die Polizei hat offensichtlich 14 Projektileinschläge ermittelt (sechs mehr als ursprünglich gemeldet). Eine einzige Kugel traf Williams im Hals. Sie war tödlich. Zwei weitere Insassen wurden verletzt und konnten inzwischen das Krankenhaus verlassen.

• Weder die Behörden noch die Medien in Denver haben bisher zu erkennen gegeben, wieviele Leute in der Stretch-Limousine saßen, als der Zwischenfall passierte. Es gibt Mutmaßungen darüber, dass Broncos-Wide-Receiver Javon Walker dabei war und sich dort sein blutverschmiertes Hemd eingehandelt hat, in dem er später fotografiert wurde. Die Insassen-Frage ist auch deshalb von Bedeutung, weil sie die bislang ungeklärten Hintergründe für die Attacke aufhellen könnte.

• Williams hinterlässt einen siebenjährigen Sohn und vierjährige Tochter, die in seiner Heimatstadt Fort Worth in Texas leben.

• Denver-Nuggets-Profi Julius Hodge, der im April auf der Autobahn in Denver nach einem Zwischenfall in einem Nachtclub angeschossen wurde, hat am Dienstag dieser Woche zum ersten Mal seit seiner Genesung wieder ein NBA-Spiel bestreiten können. Es gibt keine Spur von dem oder den Tätern.

1. Januar 2007

Acht Kugeln in der Silvesternacht

Wenn man am ersten Tag des Jahres die Nachricht von einem erschossenen Footballprofi serviert bekommt, bleibt einem ein Teil vom Silvester-Fondue noch nachträglich im Hals stecken. Auch weil die Nachricht vom Tod des Denver Broncos-Verteidiger Darrent Williams, der nur wenige Stunden nach dem letzten Match der Saison in den Straßen der Hauptstadt von Colorado in einem Kugelhagel ums Leben kam, fast überall nur klein mitläuft. Die Sportwelt hat offensichtlich andere Sorgen, als sich zu fragen: Woher kommt die Gewalttätigkeit und die Schießwütigkeit und was ist aus der gesellschaftlichen Rolle von Sport geworden?

Wenigstens acht Löcher fand die Polizei im Wagen von Williams, in dem ein Chauffeur und zwei Freunde saßen. Acht Schüsse, das klingt nicht nur nach Kaltblütigkeit und Plan. Das klingt vor allem nicht nach Zufall mitten in der Nacht. Das klingt nach Wildwest und nach Gangs und Ghetto und nach einer neuen Spalte auf der Sportseite (gleich neben den Dopingmeldungen und den anderen Betrugsnachrichten des Tages): der Polizeibericht.

Ergänzung: deadspin hat ein Interview aus der Denver Post von Anfang Dezember mit Williams aufgespürt, in dem er berichtet, dass er als Teenager "mit den falschen Leuten" Kontakt hatte und im Gang-Milieu groß wurde. Das erklärt nicht den Anschlag auf sein Leben, aber es deutet an, woher immer mehr von Amerikas Profis kommen - aus einer Welt, in der ein Menschenleben gar nichts wert ist, eine Waffe jedoch sehr viel.
Blick zurück: Mord an einem College-Footballspieler
Blick zurück: NBA-Profis mit Waffen - der Commissioner mahnt

14. Dezember 2006

Football Sniper: Die brutale Attentäter-Parodie


Es soll eine Parodie sein auf die Verhältnisse im französischen Fußball. Produziert mit Hilfe der neuen Software für Play Station. Aber das kann man in dem kurzen Video nur schwer erkennen. Auf den ersten Blick sieht der Schnipsel so aus, als sollte hier ein Produkt beworben werden, das Kinder anleitet, mit Waffe und Zielfernrohr auf berühmte Fußballer zu schießen. Was soll das? Welche Debatte kommt damit in Gang? Kommentare erwünscht (via soccernista, wo man auch nicht so richtig weiß, wie man damit umgehen soll.)

25. November 2006

Steine, Morddrohungen, Prügeleien - Argentiniens Fußball aus den Fugen?

Worin liegt eigentlich die Wurzel für das gegenwärtige Aufflackern von Gewalt im argentinischen Fußball? Der Verband hat in der Mitte des Monats die Zuschauer von Erstligaspielen ausgesperrt. Nur offizielle Vereinsmitglieder dürfen ins Stadion. Damit die Sperre nicht umgangen wird, dürfen Clubs bis zum Ende der Saison keine neuen Mitglieder aufnehmen. "Wir müssen die Gewalt ausrotten", heißt es nach einem Bericht der amerikanischen Nachrichtenagentur Bloomberg aus Buenos Aires vor ein paar Tagen auf der Webseite der AFA. Gute Idee. Besonders wenn man erfährt, dass Horacio Elizondo, der das WM-Finale Italien-Frankreich gepfiffen hatte, neulich ein Spiel abbrechen muss, bei dem Steine auf den Platz flogen. Einige Profis haben Morddrohungen erhalten. Es hilft natürlich nicht, wenn Spieler, die ihr Land auf der internationalen Bühne vertreten, ohne Scheu die Regeln des Sports verletzen und Prügeleien mit ihren Gegnern anzetteln. Die Kollegen von soccernista haben frisch ein paar Szenen aus einem Beach-Soccer-Spiel zwischen Argentinien und Uruguay bei YouTube ausgegraben. Die Bilder von der FIFA-Strand-WM aus Rio de Janeiro aus der ersten Novemberhälfte sprechen für sich. Man muss nicht mal den italienischen Kommentator komplett verstehen.

Was auch für sich spricht, ist die Vorgehensweise der FIFA, die auf der Webseite fifa.com einen Spielbericht publiziert hat, der den Eklat mit keinem Wort erwähnt. Wahrscheinlich meinen Blatters Handlanger genau das, wenn sie die Wörter Fair Play an die Banden kleben: Immer schön fair zur FIFA sein und bloß kein Aufhebens machen.