7. Juni 2008

Keiner will zu den Bulls

Irgendwann nach dem Abschied von Michael Jordan muss sich in der NBA das Gefühl breit gemacht haben, dass ein Wechsel zu den Chicago Bulls kein guter Karriereschritt ist. Sonst wäre nicht Mike D'Antoni neulich von einer Quasi-Zusage abgesprungen und zu den New York Knicks gegangen. Und sonst hätte Doug Collins nicht zu Club-Besitzer Jerry Reinsdorf gesagt: Lass uns Freunde bleiben und diese Freundschaft nicht unnötig durch meine Arbeit als Trainer aufs Spiel setzen. D'Antoni, der kurz zuvor bei den Phoenix Suns auf die Straße gesetzt wurde, hatte zumindest einen überzeugenden Grund: New York zahlt mehr als der als knauserig verschriene Reinsdorf. Collins, der in Chicago in den achtziger Jahren rausgworfen hätte, ehe mit Phil Jackson am Ruder die Titelflut einsetzte, hätte jedoch als Trainer weit mehr verdient als in seiner gegenwärtigen Rolle als Fernsehkommentator. So läuft dann alles auf eine Verpflichtung von Avery Johnson hinaus. Der hatte schon in Dallas bewiesen, dass seine Theorien von der Beeeinflussung eines Spielerkaders so platt sind wie der Hallenboden im American Airlines Center.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Gut für die Knicks, schlecht für die Bulls, dass D'Antoni in NY gelandet ist.

P.S.: Hab mind. vier Tippfehler in Ihrem Beitrag gefunden. Wars die EM-Euphorie?

Jürgen Kalwa hat gesagt…

Ich habe nur vier Tippfehler gefunden (und beseitigt). Sie haben alle ihre Ursache in einer neuen Krankheit meines Laptop-Keyboards. Das "e" spinnt. Ich war auch schon beim Apple-Service, um es zu reparieren. Aber da muss man vier Arbeitstage warten, bis Ersatz angeliefert wird. Die Zeit habe ich im Moment nicht. Ich gehe nächste Woche auf Reisen. Mal sehen, was es von unterwegs (Kaymer bei den US Open, Beckham bei den Los Angeles Galaxy und noch mehr) zu berichten gibt.