Die New York Yankees haben das sechste Match der World Series mit 7:3 gewonnen. Pedro Martinez war als Pitcher für die Philadelphia Phillies kein ernthafter Gegner. Hideki Matsui mit einem Home Run und insgesamt sechs RBIs war der Mann der Stunde. Die Yankees gewinnen zum 27. Mal die World Series. Alex Rodriguez zum ersten Mal. Über ihn wird noch zu reden sein.
Nachtrag: Die Nachrede ist soeben bei faz.net erschienen: Gestelzter Stolz des geläuterten Stars
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4. November 2009
2. November 2009
A-Rod in der World Series: Wie befreit
Wenn jetzt noch jemand erklären könnte, weshalb Alex Rodriguez in diesem Jahr zum ersten Mal so spielt, wie man das von ihm erwarten durfte und wie er bezahlt wird, wäre das sehr schön. Welche Knöpfe sind bei dem Mann aufgegangen, seit er sich von seiner Ehefrau und dann von Madonna trennte, seit er sich aus den Armen seines Agenten Scott Boras befreite und sich am Knie operieren ließ? Seit er öffentlich zugab, dass er Doping à la DomRep betrieb? Und seit er mit Kate Hudson liiert ist? Ganz viele. Der Mann wird einem plötzlich fast sympathisch. Und die Yankees des Jahres 2009, gesteuert von Skipper Joe Girardi, dessen verspanntes Gesicht im Dugout immer so aussieht, als ob ihm gleich das Gebiss rausflutscht, weil er er die zugekorkte mentale Energie nicht länger in sich halten kann, werden einem auch sympathisch. Sagte ich schon, dass die Yankees gestern dank A-Rod mit 3:1 in der World Series gegen die Philadelphia Phillies in Führung liegen? Damit dürfte das meiste gesagt sein.
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8. Juli 2008
Aus dem Wald zurück
Es ist noch nicht ganz klar, wo Alex Rodriguez überall in den Wald hinein gerufen hat. Aber dem Echo nach zu urteilen, dass wir derzeit vernehmen, muss es oft und viel gewesen sein. Der beste Baseballspieler diesseits des Mississippi klettert zwar weiterhin in der ewigen Home-Run-Statistik zielstrebig in Richtung Spitze und zog letzte Woche mit Mickey Mantle gleich, einem der ganz Großen des Spiels. Aber der Erfolg bleibt nicht ohne Folgen. Nicht ausgeschlossen, dass das Gedröhne sogar seine Leistungen beeinflusst. Aber der Reihe nach: Als erstes kam die Klatschgeschichte, wonach er ein Verhältnis zu niemand anderem als der Sängerin Madonna haben soll, was die Dame (verheiratet, Mutter von zwei Kindern) ein paar Tage später dementierte. Dann kam die Nachricht von der von seiner Frau Cynthia eingereichten Scheidung, zu der die Öffentlichkeit mittlerweile sogar Akteneinsicht nehmen kann. Und heute legte noch eine Stripperin aus Boston nach, die ihn einst nach und vor Red-Sox-Spielen nächtelang beim Entspannen half und das Gefühl hat, sie habe ihrer Mannschaft damals, im Jahr 2004, einen unschätzbaren Dienst erwiesen. Denn die Red Sox gewannen das American League Championat gegen Rodriguez und die Yankees erst nach einem furiosen Comeback.Für A-Rod wird das größte Problem darin bestehen, sein Vermögen zusammenzuhalten. Die angedichteten und die tatsächlichen Verhältnisse werden eher seinen Ruhm mehren. Trophäen kommen schließlich in unterschiedlichen Ausführungen daher.
Blick zurück: Michael Jordan und das Thema "teure Scheidung"
Blick zurück: A-Rod, der unbeliebte Star
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24. April 2008
Red-Sox-Trikot bei ebay versteigert
Das angeschmutzte Red-Sox-Trikot, das man aus dem Fundament des neuen Yankees Stadium herausgebohrt hat, wurde bei ebay versteigert. Die Auktion brachte 175.100 Dollar für eine Krebsstiftung.
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17. April 2008
Fundamental anders
In New York ist es am Wochenende zu einer seltsamen Aktion gekommen: zu einer rabiaten Reaktion des Yankees-Management, das eine kleine, aber ungewöhnliche Sabotage-Handlung eines Bauarbeiters mit einer Presslufthammer-Brigade bekämpfen ließ. Es passierte beim Gießen des Fundaments des neuen Yankees Stadium und war es wert, in einer Geschichte in der FAZ nacherzählt zu werden. Wer mehr wissen will, bitte klicken.
27. März 2008
Alex - oder so ähnlich
Jeder kann herausfinden, welcher amerikanische Baseball-Profi ihm typmäßig am meisten ähnelt. Das dürfte besonders für Leute interessant sein, die keine Ahnung von dem Spiel haben. Und die nicht wissen, wer wer ist. Ich streue jedenfalls schon mal Asche auf mein Haupt. Denn das kam dabei heraus, als ich die Fragen des Computers beantwortet habe. 
Find out Which Major Leaguer Are You at LiquidGeneration.com!
Alex Rodriguez ist übrigens der neueste Schlagzeilenlieferant der von seinem ehemaligen Mannschaftkollegen Jose Canseco im Rahmen der PR für seines zweites Buch losgetretenen Dopingverdächtigungen. Cansecos erstes Buch Juiced, das ihm den Ruhm eines Verräters in der Branche eingebracht hat, wurde von den darin Benannten und Beschuldigten pauschal als Unsinn abgetan. Inzwischen wissen wir, wie wahr das alles gewesen muss.

Find out Which Major Leaguer Are You at LiquidGeneration.com!
Alex Rodriguez ist übrigens der neueste Schlagzeilenlieferant der von seinem ehemaligen Mannschaftkollegen Jose Canseco im Rahmen der PR für seines zweites Buch losgetretenen Dopingverdächtigungen. Cansecos erstes Buch Juiced, das ihm den Ruhm eines Verräters in der Branche eingebracht hat, wurde von den darin Benannten und Beschuldigten pauschal als Unsinn abgetan. Inzwischen wissen wir, wie wahr das alles gewesen muss.
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14. März 2008
When Billy met Paul
Solange Major League Baseball Clubs noch solche Wünsche erfüllen, wird man einen Rest von Sympathie behalten: Der Schauspieler Billy Crystal durfte gestern in einem ernsthaften Spiel der New York Yankees einmal ernsthaft an den Schlag und freute sich hinterher wie Bolle auf dem Milchwagen. 60 Jahre ist der ziemlich kleine Mann, der in Filmen wie When Harry Met Sally und als Oscar-Moderator berühmt wurde und mit City Slickers einen Comedy-Klassiker auf die Beine stellte. Und sicher kein Gegner für einen Pitcher wie Paul Maholm von den Pittsburgh Pirates, um den auch nur annähernd in Schwierigkeiten zu bringen. Lesenswert: Die Geschichte über das Ereignis in der New York Times von heute.
16. Dezember 2007
Der Klingelbeutel: Eine Null weniger
PSSST....DIE MIAMI DOLPHINS haben nach 13 Niederlagen ihr erstes Spiel in dieser Saison gewonnen. Damit haben sie ganz knapp die Chance verpasst, sich zum zweiten Mal mit einer Null in die Rekordlisten der NFL einzutragen. In seinem bisher besten Jahr - 1972 - blieb der Club die ganze Saison über ungeschlagen und gewann den Super Bowl. Die New England Patriots hielten sich die Tür offen, in dieser Saison das gleiche hinzubekommen. Sie schlugen die New York Jets.
DER KOMMENDE Baseball-Home-Run-König Alex Rodriguez hat bei CBS in der Sendung 60 Minutes nicht nur erzählt, weshalb er darauf verzichtete, sich bei der Vertragsverlängerungsverhandlung mit den New York Yankees selbst zu vertreten und seinen Agenten zu Hause zu lassen. Er hat auch bestritten, jemals leistungsfördernde Mittel genommen zu haben. Er sagte sinngemäß,
er sei immer gut genug gewesen und musste sich keine Gedanken über etwas Nachhilfe machen. Was man womöglich glauben kann. Aus seiner Sicht besteht Baseball zu 90 Prozent aus mentaler Leistung.
RUNNING BACK Warrick Dunn von den Atlanta Falcons (rechts) hat neulich etwas extrem Ungewöhnliches getan. Er ging ins Gefängnis, um den zum Tode verurteilten Mörder seiner Mutter zu treffen. Die Tat im Jahre 1993 zwang den Teenager, sich um seine Geschwister zu kümmern. Trotz der Last und Verantwortung gelang ihm eine beachtliche Karriere als Footballspieler.
MAN KANN DIE FRAGE ja mal stellen: Sollte es Männern, die das seltsame Bedürfnis haben, in ihrer Freizeit Trikots von Clubs zu tragen, gestattet sein, sich in Hemden der Frauen-Basketball-Liga WNBA zu zeigen?(via Deadspin). Unsere Antwort ist schnell gegeben: Keine Trikots. Niemals. Egal wo und unter welchen Umständen. Es gibt nichts Dümmeres als diese durchkommerzialisierte Fankultur.
DER KOMMENDE Baseball-Home-Run-König Alex Rodriguez hat bei CBS in der Sendung 60 Minutes nicht nur erzählt, weshalb er darauf verzichtete, sich bei der Vertragsverlängerungsverhandlung mit den New York Yankees selbst zu vertreten und seinen Agenten zu Hause zu lassen. Er hat auch bestritten, jemals leistungsfördernde Mittel genommen zu haben. Er sagte sinngemäß,
er sei immer gut genug gewesen und musste sich keine Gedanken über etwas Nachhilfe machen. Was man womöglich glauben kann. Aus seiner Sicht besteht Baseball zu 90 Prozent aus mentaler Leistung.RUNNING BACK Warrick Dunn von den Atlanta Falcons (rechts) hat neulich etwas extrem Ungewöhnliches getan. Er ging ins Gefängnis, um den zum Tode verurteilten Mörder seiner Mutter zu treffen. Die Tat im Jahre 1993 zwang den Teenager, sich um seine Geschwister zu kümmern. Trotz der Last und Verantwortung gelang ihm eine beachtliche Karriere als Footballspieler.
MAN KANN DIE FRAGE ja mal stellen: Sollte es Männern, die das seltsame Bedürfnis haben, in ihrer Freizeit Trikots von Clubs zu tragen, gestattet sein, sich in Hemden der Frauen-Basketball-Liga WNBA zu zeigen?(via Deadspin). Unsere Antwort ist schnell gegeben: Keine Trikots. Niemals. Egal wo und unter welchen Umständen. Es gibt nichts Dümmeres als diese durchkommerzialisierte Fankultur.
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29. Oktober 2007
Red Sox gewinnen World Series - A-Rod macht von sich reden
So kurz und bündig wie die Boston Red Sox die World Series gewonnen haben, gibt es dann hier ebenso kurz und bündig das Resultat des letzten Spiels: 4:3 für die Red Sox, die erneut den Colorado Rockies in den vielen kleinen Dingen der hohen Baseballkunst überlegen waren.
Die Nachricht des Abends kommt aus New York: Die Wege von Alex Rodriguez und den New York Yankees trennen sich. A-Rod wollte nicht zu den alten Konditionen mit ein paar Millionen Aufschlag verlängern. Die Yankees sahen keinen Sinn darin, einen völlig neuen Deal auf die Beine zu stellen. Denn auf diese Weise hätten sie den enormen finanziellen Nachlass verloren, denen ihnen die Texas Rangers gewähren. Die Rangers hatten Rodriguez ursprünglich den 250-Millionen-Dollar-Wahnsinnskontrakt eingeräumt, dann aber nach einem Club gesucht, der ihnen die Last abnimmt. Es fanden sich nur George Steinbrenners Club und auch nur unter der Vorausetzung, dass die Rangers weiterhin knapp ein Drittel des Gehalts bezahlen. Welcher Club nun einsteigt, ist schwer zu sagen. Die Boston Red Sox haben die Mittel, aber theoretisch auch einen hervorragenden Third Baseman (Mike Lowell), der zum Most Valuable Player der World Series ernannt wurde. Allerdings ist der mit dem heutigen Tag Free Agent geworden. Das Tauziehen möge beginnen.
Die Nachricht des Abends kommt aus New York: Die Wege von Alex Rodriguez und den New York Yankees trennen sich. A-Rod wollte nicht zu den alten Konditionen mit ein paar Millionen Aufschlag verlängern. Die Yankees sahen keinen Sinn darin, einen völlig neuen Deal auf die Beine zu stellen. Denn auf diese Weise hätten sie den enormen finanziellen Nachlass verloren, denen ihnen die Texas Rangers gewähren. Die Rangers hatten Rodriguez ursprünglich den 250-Millionen-Dollar-Wahnsinnskontrakt eingeräumt, dann aber nach einem Club gesucht, der ihnen die Last abnimmt. Es fanden sich nur George Steinbrenners Club und auch nur unter der Vorausetzung, dass die Rangers weiterhin knapp ein Drittel des Gehalts bezahlen. Welcher Club nun einsteigt, ist schwer zu sagen. Die Boston Red Sox haben die Mittel, aber theoretisch auch einen hervorragenden Third Baseman (Mike Lowell), der zum Most Valuable Player der World Series ernannt wurde. Allerdings ist der mit dem heutigen Tag Free Agent geworden. Das Tauziehen möge beginnen.
19. Oktober 2007
Der Klingelbeutel: Jäger und Sammler
Endlich schreibt mal einer der Paparazzi in Los Angeles darüber, wie es ist, wenn man es zu seinem Beruf gemacht hat, Tag für Tag Fotos von den Beckhams zu schießen. Danach hat man Mitleid mit den Beckhams UND den Fotografen und fragt sich, wie isses nur möglich und wo wird das alles enden? (via The Big Lead)
Wie macht man Vollblüter schneller? Offensichtlich mit der einen oder anderen Dosis Kobra-Gift. Aus irgendeinem Grund fand man das in den USA allerdings kurz vor dem Breeders Cup eher unangebracht und hat dem Mann mit dem Stoff im Kühlschrank - dem Franzosen Patrick Biancone - gesagt, er brauche gar nicht erst zu kommen. Die sieben Galopprennpferde, die er trainiert und die für den Cup gemeldet wurden, werden jemand anderem in Obhut gegeben.
South Carolina? Muss man nicht hin. Kann man durchfahren. Drüber fliegen. Links liegen lassen. Es sei denn, man möchte mal wissen, wie das ist, wenn man auf der Suche nach einer einzigen Verkaufsstelle für die New York Times an gefühlten 80 Kirchen vorbei fährt. Denn davon haben sie zum Schaufeln. Bildung? Eher nicht. Stört die Praxis der Verdummteufelung der Welt. Aber dann das: Humor, der weiter geht, als was man von normalen Zeitungen gewöhnt ist. Die Ortszeitung in Columbia veräppelt Football Head Coach Steve Spurrier von der sehr verehrten College-Mannschaft der örtlichen Universität, der für Millionen von Dollar verpflichtet wurde, nachdem er in der NFL (bei den Washington Redskins) für viele Millionen von Dollar gezeigt hatte, was er alles NICHT kann (via SportbyBrooks).
Das Bild des Tages hat die New York Times, um das Ende der Ära Joe Torre bei den New York Yankees zu illustrieren. Dem hatte man vor zwei Tagen einen Ein-Jahres-Vertrag zu gekürzten Bezügen angeboten. Was der Erfolgs-Manager dankend ablehnte. Warum auch nicht? Niemand streicht Derek Jeter oder A-Rod das Gehalt.
Wie macht man Vollblüter schneller? Offensichtlich mit der einen oder anderen Dosis Kobra-Gift. Aus irgendeinem Grund fand man das in den USA allerdings kurz vor dem Breeders Cup eher unangebracht und hat dem Mann mit dem Stoff im Kühlschrank - dem Franzosen Patrick Biancone - gesagt, er brauche gar nicht erst zu kommen. Die sieben Galopprennpferde, die er trainiert und die für den Cup gemeldet wurden, werden jemand anderem in Obhut gegeben.
South Carolina? Muss man nicht hin. Kann man durchfahren. Drüber fliegen. Links liegen lassen. Es sei denn, man möchte mal wissen, wie das ist, wenn man auf der Suche nach einer einzigen Verkaufsstelle für die New York Times an gefühlten 80 Kirchen vorbei fährt. Denn davon haben sie zum Schaufeln. Bildung? Eher nicht. Stört die Praxis der Verdummteufelung der Welt. Aber dann das: Humor, der weiter geht, als was man von normalen Zeitungen gewöhnt ist. Die Ortszeitung in Columbia veräppelt Football Head Coach Steve Spurrier von der sehr verehrten College-Mannschaft der örtlichen Universität, der für Millionen von Dollar verpflichtet wurde, nachdem er in der NFL (bei den Washington Redskins) für viele Millionen von Dollar gezeigt hatte, was er alles NICHT kann (via SportbyBrooks).
Das Bild des Tages hat die New York Times, um das Ende der Ära Joe Torre bei den New York Yankees zu illustrieren. Dem hatte man vor zwei Tagen einen Ein-Jahres-Vertrag zu gekürzten Bezügen angeboten. Was der Erfolgs-Manager dankend ablehnte. Warum auch nicht? Niemand streicht Derek Jeter oder A-Rod das Gehalt.
9. Oktober 2007
Yankees und Cowboys: Am Ende nicht vom gleichen Kaliber
Da kam am Montagabend wirklich ein bisschen viel zusammen: Die New York Yankees, die im eigenen Stadion gegen die Cleveland Indians die Playoff-Serie verlieren und nun Manager Joe Torre in den Wind schießen werden und damit rechnen müssen, dass sich Alex Rodriguez ("A-Rod") vom Acker macht. Die Dallas Cowboys, die in Buffalo in letzter Sekunde einen Kicker aufbieten, der nicht nur einmal ein sensationelles 53-Yard-Field-Goald erzielt, sondern zweimal (das erste wurde anulliert, weil die Bills kurz vorher eine Auszeit beantragt hatten). Und die damit ein Spiel mit 25:24 gewinnen, dass sie nie und nimmer hätten gewinnen dürfen (weil Quarterback Tony Romo viele, viele Pässe beim Gegner ablieferte). Da musste man ständig hin- und herschalten, um alles richtig auszukosten. Die Cowboys-Zwischenbilanz ist beachtlich: fünf Siege aus fünf Spielen.
Der Yankees-Abgang ist vor allem aus einer Sicht bemerkenswert. Die Mannschaft war der Quotenbringer fürs Fernsehen. Die restlichen vier - Arizona Diamondbacks und Colorado Rockies in der National League und die Boston Red Sox und Cleveland Indians in der American League - haben nicht annähernd die gleiche Zugkraft.
Nachtrag: Awful Announcing hat ein wunderbares Radio-Dokument gefunden: eine Heulsuse, die normalerweise als Fachkommentator/in für die Yankees im Einsatz ist. Die Frau heißt Suzyn Waldman und sollte dringend mit jemandem ersetzt werden, der seinen Kopf benutzt, solange er in den Medien arbeitet. Ich hatte mich schon an anderer Stelle darüber beklagt: "Die Besetzung von Sportfernsehjobs mit Frauen nimmt überhand." Das gilt wohl inzwischen auch fürs Radio.
Der Yankees-Abgang ist vor allem aus einer Sicht bemerkenswert. Die Mannschaft war der Quotenbringer fürs Fernsehen. Die restlichen vier - Arizona Diamondbacks und Colorado Rockies in der National League und die Boston Red Sox und Cleveland Indians in der American League - haben nicht annähernd die gleiche Zugkraft.
Nachtrag: Awful Announcing hat ein wunderbares Radio-Dokument gefunden: eine Heulsuse, die normalerweise als Fachkommentator/in für die Yankees im Einsatz ist. Die Frau heißt Suzyn Waldman und sollte dringend mit jemandem ersetzt werden, der seinen Kopf benutzt, solange er in den Medien arbeitet. Ich hatte mich schon an anderer Stelle darüber beklagt: "Die Besetzung von Sportfernsehjobs mit Frauen nimmt überhand." Das gilt wohl inzwischen auch fürs Radio.
6. Oktober 2007
Loyalität in Cleveland
Es ist schwierig, mit jemandem eine Diskussion zu führen, der Sport nach dem Schema einer blinden unverbrüchlichen Loyalität betrachtet. Also jemand wie der Kommentator auf 100 Percent Injury Rate, der sich an der Person des Basketballers LeBron James reibt, weil der zu einem Baseball-Playoff-Spiel der Cleveland Indians gegen die New York Yankees eine Kappe der Yankees trägt. James ist einer der überragenden Figuren der NBA und verdient sein Geld bei den Cleveland Cavaliers. Weshalb ihn das automatisch zu einem Anhänger der Indians machen sollte, ist nicht ganz klar. Zumal die Indians normalerweise nichts reißen, wenn es darauf ankommt. Die Yankees - obwohl überall in den USA verhasst - jedoch bieten seit Jahr und Tag ganz oben mit und beschäftigen die teuersten Spieler. Spieler von der Preisklasse eines LeBron halt, der vergangene Woche sogar einen Abstecher in der viel beachteten Comedy-Sendung Saturday Night Live hatte, die nicht etwa in Cleveland zu Hause ist, sondern ...in New York.Wenn Cleveland wirklich eine schicke Stadt wäre, könnte man die Nörgelei ja noch verstehen. Aber ich kam vor zwei Jahren von einem mehrtägigem Ausflug mit dem Gefühl zurück, dass die Leute dort wahrscheinlich am liebsten selbst ganz woanders leben würden (und wohl auch deshalb, abgesehen von den Stadtstreichern, so wenige von ihnen in der Innenstadt zu finden sind). Die anderen sind Touristen, die wegen der Rock 'n' Roll Hall of Fame kommen und Zwischenstation einlegen auf dem Weg zum größten Achterbahn-Park der Welt in Cedar Point in Sandusky.
Immerhin fanden sie gestern in Cleveland einen Weg, sich auch noch bei den Touristen unbeliebt zu machen: mit einem Ausbruch von Abermillionen von kleinen Fliegen, die Yankess-Relief-Pitcher Joba Chamberlain den letzten Nerv raubten und am Ende dazu beitrugen, dass die Indians mit 2:0 in der Best-of-Five-Serie in Führung gingen. Mehr zu dem Match und den Fliegen bei allesaussersport.
• Was der japanische Baseball-Profi Ichiro über Cleveland zu sagen hat
• Profi-Sport in Cleveland und was Washington-Post-Kolumnist Michael Wilbon zu dem Thema denkt
23. September 2007
A-Rod und die Cubs - ein pikantes Gerücht
Die Quelle ist nicht die übliche Pipeline für Sportklatsch, sondern eine seriöse und sehr lesenswerte General-Interest-Zeitschrift namens New York Magazine. Das macht die Information so bemerkenswert: Alex Rodriguez, der bestbezahlte Baseballprofi und zur Zeit im Dienst der New York Yankees, verhandelt angeblich mit den Chicago Cubs. Sein alter Vertrag über 252 Millionen Dollar und zehn Jahre, den er ursprünglich mit den Texas Rangers abgeschlossen hatte, besitzt eine Klausel, die ihm erlaubt, am Ende dieser Saison seiner Wege zu gehen (natürlich ohne die ausstehenden garantierten Bezüge). Das neue Angebot liegt angeblich bei 30 Millionen Dollar im Jahr und schließt einen völlig neuen Dreh ein: Dass der Shortstop (der in New York wegen Derek Jeter Third Baseman spielen muss) einen Anteil am Club erhält. Die Geschichte ist pikant. Denn offiziell hat der mächtige Agent von A-Rod, Scott Boras, gar nicht das Recht, zu diesem Zeitpunkt Gespräche mit wem auch immer zu führen.
Blick zurück: Vor der Saison war A-Rod in New York kein bisschen beliebt, inzwischen mögen sie ihn
Blick zurück: Vor der Saison war A-Rod in New York kein bisschen beliebt, inzwischen mögen sie ihn
3. Juni 2007
Der Mann hinter den Boston Red Sox verbrennt sein Geld
Das eigentliche Ziel von Investmentfirmen ist Geld zu vermehren und nicht zu verbrennen. Das ist John W. Henry, dem Haupteigentümer der Boston Red Sox, über weite Strecken seiner Karriere auch gelungen. Aber kaum konnte das Baseball-Team Ende 2004 das Martyrium einer mehr als achtzigjährigen Flaute beenden und die World Series gewinnen, da ging es mit Mr. Henry bergab. Sein größter Aktienfonds, Strategic Allocation, hat seitdem nominell mehr ein Drittel verloren. Ein weiterer mit Namen GlobalAnalytics sank um 20 Prozent. Und das obwohl der Aktienmarkt in den USA in er gleichen Zeit stetig nach oben kletterte. Noch dramatischer ist der Verlust an Kapital, dass Henry im Auftrag von Kunden verwaltet: Das ging von gigantischen 3,3 Milliarden Dollar auf fast anämische 500 Millionen Dollar zurück. Entsprechend schrumpfen die Gebühren, die Henry seinen Kunden abknöpfen kann, um sich solche Vergnügungen wie dieses legendäre Baseball-Team zu leisten.Übrigens: die Red Sox spielen in diesem Jahr wieder ausnehmend gut. Ganz im Unterschied zu den Yankees, bei denen Alex Rodriguez ("A-Rod") allenfalls durch seine Kontakte zu männlich wirkenden Frauen auffällt, mit denen er nicht verheiratet ist (neuer Spitzname: "Stray-Rod"). Die jüngste Gefährtin kann man sich sowohl auf den Seiten der New Yorker Boulevardblätter anschauen als auch in ihrer puren Form auf diesen Seiten. Während dessen profiliert sich Red-Sox-Pitcher Curt Schilling immer mehr als Alpha-Blogger. Er kommt mit 38 Pitches nach Angaben von technorati auf mehr als 2000 Links. Das dürfte über allem liegen, was einem bekannten Sportler bislang auf die Beine gestellt hat.
Blick zurück: New York und die Beziehung der Fans zum teuersten Baseballprofi der Welt
Blick zurück: Das Sockenprogramm in Boston und Schillings Intimfeind
21. April 2007
Bomben und Baseball: Eine explosive Mischung
Wenn einem Reporter die Phantasie durchgeht, drohen irgendwann Konsequenzen. Der Radiomann John Sterling ließ neulich seiner Begeisterung freien Lauf, als er einen Home Run von Alex Rodriguez, dem hochbezahlten, aber bislang ungeliebten Third Baseman der New York Yankees, als "A-Bomb" bezeichnete. Rodriguez hat den Spitznamen "A-Rod". Daraufhin fragten sich einige laut, ob dem Kommentator so etwas eventuell auch in einem Match gegen den japanischen Pitcher Daisuke Matsuzaka ("Dice-K") passieren würde. Die Sache wäre mehr als peinlich. A-Bomb ist ein Kurzwort für Atombombe. Die Amerikaner warfen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs gleich zwei davon auf die Industriestädte Hiroshima und Nagasaki, in dessen Inferno 155.000 Menschen unmittelbar ums Leben kamen. Weitere 110.000 Menschen starben innerhalb weniger Wochen an den Folgen radioaktiver Verstrahlung und geschätzte 100.000 weitere dürften an Folgeschäden in den Jahren und Jahrzehnten langsam zu Grunde gegangen sein. Das Audio-Zitat gibt es hier (via SportsbyBrooks)
"A-Rod" hat übrigens einen berauschenden Saisonstart vollbracht. Seine Home-Run-Bilanz steht bereits bei zwölf. Aber vor allem die Art und Weise, wie er mit seinen Treffern noch Spiele spät im neunten Inning zu Gunsten seiner Mannschaft dreht, hat die Zahl seiner Fans in New York rubbeldiekatz sagen wir mal verdoppelt. Wer weiß, ob ihm das öffentliche Genöle endlich so zugesetzt hat, so dass er sich darauf besann, seinen vielen Widersachern zu zeigen, was er kann. Er selbst schweigt sich dieser Tage lieber, trabt ausgelassen von Base zu Base und genießt die Ovationen.
Blick zurück: Wie A-Rod im Spring Training seine privaten Probleme mit Mannschaftskollege Derek Jeter abhandelte
"A-Rod" hat übrigens einen berauschenden Saisonstart vollbracht. Seine Home-Run-Bilanz steht bereits bei zwölf. Aber vor allem die Art und Weise, wie er mit seinen Treffern noch Spiele spät im neunten Inning zu Gunsten seiner Mannschaft dreht, hat die Zahl seiner Fans in New York rubbeldiekatz sagen wir mal verdoppelt. Wer weiß, ob ihm das öffentliche Genöle endlich so zugesetzt hat, so dass er sich darauf besann, seinen vielen Widersachern zu zeigen, was er kann. Er selbst schweigt sich dieser Tage lieber, trabt ausgelassen von Base zu Base und genießt die Ovationen.
Blick zurück: Wie A-Rod im Spring Training seine privaten Probleme mit Mannschaftskollege Derek Jeter abhandelte
21. Februar 2007
Im Baseball gehen die Uhren anders: Die Akte A-Rod
Man kann sagen: Football ist populärer. Und ganz normale NASCAR-Rennen haben mehr Zuschauer. Man kann sagen: die Gehälter sind astronomisch und das Interesse der Spieler daran, einander mit Hilfe von Anabolika, gekorkten Schlägern und eingeschmutzten Bällen zu übervorteilen, ist nahezu kriminell. Aber dann würde man trotzdem nicht verstehen, was Amerikaner an Baseball und vor allem auch an professionellem Baseball finden, und nicht erklären können, weshalb die Beschäftigung mit dem Spiel soviele spirituelle Metaphern produziert. Diese quasi-religiöse Antenne, die da bei etwa 50 Millionen Menschen ausfährt, wenn sie ins Stadion gehen, entspricht interessanterweise einem anderen Phänomen: Kein Land in der westlichen Welt hat - relativ gesehen - so viele Kirchgänger. Sie sind aufgesplittert in hunderte von Konfessionen, aber hängen einmal die Woche irgendwie alle an demselben Aufladegerät.
Sicher, der kleinstädtische Baseballfan ist anders. Für den sind die Spiele aus der Show nicht mehr als ein fernes faszinierendes Echo, das er früher abends über Mittelwelle im Transistorradio aufgeschnappt hätte und das heute in den Übertragungen auf den hinteren Kabelkanälen schleppender wirkt denn je. Aber es gibt ja auch die großen Städte mit ihren Retro-Stadien, in denen ein heimeliges, launiges Gefühl entsteht, wo das Schleppende einfach unwiderstehlich wirkt. Wo gibt es das noch? Ein Spiel, bei dem die Zeit so langsam vergeht, dass man denkt: Sie steht still.Es gibt andere Anzeichen dafür, wie gemächlich die Zeit vergeht: Man denke nur an die seit drei Jahren anhaltenden Antipathien zwischen zwei der prominentesten Baseball-Profis Amerikas: Derek Jeter und Alex Rodriguez. Würde Rodriguez, genannt A-Rod, für die Boston Red Sox spielen oder die Baltimore Orioles, dann wäre das Verhältnis der beiden zueinander weit weniger quälend. Die beiden würden einander die Bälle um die Ohren ballern. Und die Fans würden sich an der Rivalität ergötzen. Dummerweise hat der wohlhabende Club-Besitzer George Steinbrenner die beiden dazu verdammt, für dieselbe Mannschaft zu spielen. Und so gehen sie jeden Sommer, Abend für Abend, für die New York Yankees auf den Platz.
Das Problem, das die beiden miteinander haben, lässt sich an zwei höchst widersprüchlichen Details nachzeichnen. Auf der einen Seite ist Rodriguez nicht nur der am besten bezahlte Baseball-Profi, der im Jahr 2000 (damals bei den Texas Rangers) einen Zehn-Jahres-Vertrag über 252 Milionen Dollar erhalten hatte, er ist auch der Spieler mit dem besten Sammelsurium an
Leistungsdaten: Keiner hat in den letzten zehn Jahren mehr Home Runs, Runs Batted In, Total Bases und Extra-Base-Hits verbucht. Wenn er so weiter macht, könnte er gleich in drei Prestige-Kategorien folgende Legenden überholen: Hank Aaron (Home Runs), Ricky Henderson (Runs Scored) und Pete Rose (Hits).Auf der anderen Seite steht diese dicke fette statistische Größe: Null. A-Rod hat noch nie die World Series gewonnen, nicht mit den Seattle Mariners, nicht mit den Texas Rangers und auch nicht mit den New York Yankees, was wirklich eine Kunst ist, denn diese Mannschaft ist so pickepackevoll mit Qualität besetzt wie der FC Chelsea. Nicht nur das: Vor der Zeit mit Rodriguez gewannen die Yankees jahrelang fast immer.
Womit wir zu dem Phänomen kommen, das Sportlern in anderen Sportarten nur sehr selten gelingt: Man kann im Baseball auf eigene Rechnung extrem gut aussehen, ohne dass die eigene Mannschaft davon profitiert. Bei den Yankees allerdings fällt so etwas - unangenehm - auf. In New York gibt es zu viele Reporter und Zeitungen, die überhaupt keine quasi-religiösen Empfindungen hegen, wenn sie ins Stadion gehen. Sie haben keine Ehrfurcht vor einem Statistik-Weltmeister. Sie wollen Meisterschaften sehen. Und sie können Statistiken lesen, die besagen, dass Rodriguez in Spielsituationen, in denen es darum geht, einen Vorsprung herauszuarbeiten oder einen knappen Rückstand aufzuholen, nicht viel leistet.
Warum aber steht A-Rod in der Schusslinie, wo doch in jeder Mannschaft der American League mindestens zehn Leute mitmischen (wenn man den Designated Hitter einrechnet)? Man muss nur ein bisschen zurückblättern ins Jahr 2000, als Rodriguez in Texas den Monster-Vertrag aushandelte und dabei auch mit den New York Mets buhlte und dort Folgendes verlangte: eine eigene Luxus-Loge im Shea Stadium für die Freunde, ein Privatflugzeug, damit er nicht mit dem Mannschaftsflieger reisen muss, ein großes Zelt während des Trainingslagers in Florida, um dort spezielles Rodriguez-Merchandising zu verkaufen, ein vierköpfiges Marketing-Team, um die außersportlichen Geschäfte abzuwickeln, und eine Garantie, dass er in New York auf mehr Werbetafeln zu sehen sein würde als der Publikumsliebling der Yankees, der bereits erwähnte Derek Jeter.Jeter hatte als Platzhirsch natürlich kein Interesse daran, sich von einer Primadonna wie A-Rod in den Schatten stellen zu lassen, als Steinbrenner vier Jahre danach Rodriguez holte. Er ist nämlich einer, der sich die Hände dreckig macht (und auch das Trikot) und der es im Testosteron-Department mit jedem aufnimmt, wenn auch nicht immer auf die laute Tour. A-Rod wurde also nicht Shortstop, das war Jeters Platz, sondern Third Baseman. A-Rod wurde auch nicht die Nummer 3 in der Reihenfolge der Spieler am Schlag (Batting Line-Up), was die zentrale Position im Angriff ist. A-Rod wurde Schönspieler, Einzelgänger, Weichei, Dekoration - und der Hauptschuldige für die Pleiten in den Playoffs.
In diesen Tagen würden die Zeitungen in New York die seltsame Ehe am liebsten sprengen. Aber die Spieler reden wie die besten Diplomaten im Auswärtigen Amt. Gemeckert wird nie. Gelobt wird in abgewogenen Sätzen. Man will es wohl miteinander versuchen. Man muss es wohl auch. Denn dass andere Teams ihnen diese Last abnehmen, ist kaum anzunehmen. Nicht, wenn sie schlau sind. Je mehr sich die Yankees miteinander beschäftigen, desto besser sind die Chancen für die anderen.
Blick zurück: Derek Jeter kommt gut an - vor allem bei den Film- und Gesangsstars
13. Oktober 2006
Wieder ein Yankees-Spieler in Flugzeugunglück verwickelt
Erst fliegt einer der Pitcher in ein Hochhaus. Dann sitzt der Third Baseman in einem Flugzeug, das im kalifornischen Burbank über die Landebahn hinausschießt. Das ist die Strähne der New York Yankees. Die Nachricht über den Zwischenfall lief gerade in den Fernsehnachrichten. Natürlich mit Bildern vom Schaden. Der betroffene Spieler - Baseball bestbezahlter Spieler namens Alex Rodriguez - kam mit dem Schrecken davon. Genauso wie die anderen Passagiere und die Besatzungsmitglieder der Gulfstream. Der Jet war von einem speziellen Notfallsystem am Ende der Landebahn aufgehalten worden.
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11. Oktober 2006
Yankee-Pitcher fliegt in Manhattan-Hochhaus: tot
Die kleine Maschine krachte am frühen Nachmittag in ein Hochhaus an der Ostseite von Manhattan und rief sogleich ein paar dunkle Erinnerungen wach. Drei Stunden später scheint klar, dass es sich nicht um einen terroristischen Anschlag handelt und - noch bizarrer - dass ein Pitcher der New York Yankees mutmaßlich der Pilot der Ein-Propeller-Cirrus SR20 war. Lidle kam im Juli von den Philadelphia Phillies zu den Bronx Bombers und wurde einmal in der Americal League Division Series gegen die Detroit Tigers eingesetzt. Sein Auftritt verlief denkbar schlecht. Auf seine Kappe gingen (in nur 1 1/3 Innings) insgesamt drei Runs.
Die New York Times brachte zum Ende der Saison eine Lidle-Geschichte, die seine Leidenschaft fürs Fliegen dokumentierte und ein weiteres Detail berichtete: Schon einmal haben die Yankees einen Spieler verloren, der in seiner Freizeit als Pilot unterwegs war: Thurman Munson im Jahr 1979.
Über die Ursachen der Kollision, bei der neben Lidle noch mindest eines weitere Person ums Leben kam, gibt es noch keine Klarheit. Augenzeugenberichte lassen den Schluss, dass es sich um ein technisches Problem gehandelt haben könnte. Das würde aber noch immer nicht erklären, weshalb Lidle in der geringen Flughöhe am East River unterwegs war.
Die New York Times brachte zum Ende der Saison eine Lidle-Geschichte, die seine Leidenschaft fürs Fliegen dokumentierte und ein weiteres Detail berichtete: Schon einmal haben die Yankees einen Spieler verloren, der in seiner Freizeit als Pilot unterwegs war: Thurman Munson im Jahr 1979.
Über die Ursachen der Kollision, bei der neben Lidle noch mindest eines weitere Person ums Leben kam, gibt es noch keine Klarheit. Augenzeugenberichte lassen den Schluss, dass es sich um ein technisches Problem gehandelt haben könnte. Das würde aber noch immer nicht erklären, weshalb Lidle in der geringen Flughöhe am East River unterwegs war.
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7. Oktober 2006
Abfuhr für die Yankees
Zweimal eine regelrechte Abfuhr in Folge. So was tut weh. Nun sehen die New York Yankees wie die überbezahlten Waisenknaben des amerikanischen Baseball aus. Und die Detroit Tigers gelten plötzlich als respektable Titelanwärter. Amerika ein Herbstmärchen. Nach den Red Sox (2004) und den White Sox (2005), die mit ihren World-Series-Erfolgen Jahrzehnte voller Enttäuschungen und unerklärlicher Leistungseinbrüche abhaken konnten, nun also die Tigers - auch so ein Club, dessen Glanzzeiten lange zurück liegen. Sie haben viermal die World Series gewonnen. Das letzte Mal 1984 gegen die San Diego Padres, die in der National League in der Serie gegen die St. Louis Cardinals mit 1:2 hinten liegen. Für die Tigers geht es am Dienstag gegen die Oakland A's in der American League Championship Series darum herauszufinden, wie gut sie wirklich sind. Die Yankees waren kein richtiger Test. 8:3 lautete der Sieg am Samstag im vierten Match, das die Serie mit 3:1 für Detroit entschied. Hier die Tabelle, die zeigt, welches Team wieviel Geld an seine Spieler bezahlt.
Gehaltsummen in Major League Baseball 2006 in Dollar
1. NY Yankees 198,662,180
2. Boston Red Sox 120,100,524
3. LA Angels 103,625,333
4. Chicago Sox 102,875,667
5. NY Mets 100,901,085
6. LA Dodgers 99,176,950
7. Chicago Cubs 94,841,166
8. Atlanta Braves 92,461,852
9. Houston Astros 92,101,503
10. San Francisco Giants 90,862,064
11. Seattle Mariners 87,924,500
12. Philadelphia Phillies 87,148,333
13. St. Louis Cardinals 86,912,217
14. Detroit Tigers 82,302,069
15. Baltimore Orioles 72,585,712
16. Toronto Blue Jays 71,915,000
17. San Diego Padres 68,897,179
18. Texas Rangers 65,129,570
19. Minnesota Twins 63,810,048
20. Washington Nationals 63,267,500
21. Oakland A's 62,322,054
22. Cincinnati Reds 59,162,015
23. Arizona Diamondbacks 58,884,226
24. Cleveland Indians 56,795,867
25. Milwaukee Brewers 50,540,000
26. Kansas City Royals 47,294,000
27. Pittsburgh Pirates 46,867,750
28. Colorado Rockies 40,791,000
29. Tampa Bay Devil Rays 35,417,967
30. Florida Marlins 14,344,500
Gehaltsummen in Major League Baseball 2006 in Dollar
1. NY Yankees 198,662,180
2. Boston Red Sox 120,100,524
3. LA Angels 103,625,333
4. Chicago Sox 102,875,667
5. NY Mets 100,901,085
6. LA Dodgers 99,176,950
7. Chicago Cubs 94,841,166
8. Atlanta Braves 92,461,852
9. Houston Astros 92,101,503
10. San Francisco Giants 90,862,064
11. Seattle Mariners 87,924,500
12. Philadelphia Phillies 87,148,333
13. St. Louis Cardinals 86,912,217
14. Detroit Tigers 82,302,069
15. Baltimore Orioles 72,585,712
16. Toronto Blue Jays 71,915,000
17. San Diego Padres 68,897,179
18. Texas Rangers 65,129,570
19. Minnesota Twins 63,810,048
20. Washington Nationals 63,267,500
21. Oakland A's 62,322,054
22. Cincinnati Reds 59,162,015
23. Arizona Diamondbacks 58,884,226
24. Cleveland Indians 56,795,867
25. Milwaukee Brewers 50,540,000
26. Kansas City Royals 47,294,000
27. Pittsburgh Pirates 46,867,750
28. Colorado Rockies 40,791,000
29. Tampa Bay Devil Rays 35,417,967
30. Florida Marlins 14,344,500
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New York Yankees
New York Yankees stehen vor dem Aus
Es ist nicht ganz leicht zu beschreiben, wie Kenny Rogers am Freitagabend in Detroit den New York Yankees ganz langsam, aber beharrlich die Nadelstreifen aus den Trikots gezogen hat. Denn sein Vokabular an Curve Balls wirkt erst in der Zeitlupenwiederholung im Fernsehen und mit Hilfe einer neuen, vom Computer aufbereiteten optischen Hilfe so richtig genial. Dem 41jährigen Pitcher lief jahrelang der Ruf hinterher, dass er gegen die Yankees vor allem mental einknickt. Er habe zu viel Respekt vor einer beeindruckenden Garde an Battern wie Derek Jeter, Jason Giambi, Alex Rodriguez (wenn er mal in Form ist), der Japaner Matsui etc., hieß es. Der Bann ist gebrochen. Und so gewannen die Detroit Tigers das dritte Spiel gegen die Yankees mit 6:0 und gingen in der auf maximal fünf Begegnungen ausgelegten American League Division Series mit 2:1 in Führung. Sie können bereits heute im vierten Vergleich den Sack zumachen. Ihre Chancen stehen blendend. Auch statistisch gesehen. Die Mannschaften, die in den Bestof-Five-Playoff-Serien mit 2:1 in Führung gehen, kommen in drei von vier Fällen eine Runde weiter.Für Nicht-Baseball-Kenner: Rogers pitcht im Rahmen einer Vier-Pitcher-Rotation. Das heißt: Sollten die Yankees doch noch die Series gewinnen, werden wir ihn in diesem Jahr nicht mehr sehen. Kommen die Tigers weiter, dürfte er gegen die bereits qualifizierten Oakland A's zweimal zum Einsatz kommen. Denn die American League Championchip Series (ALCS) ist ein Best-of-Seven-Programm.
Übrigens: Vor einem Jahr gab es nur Schlechtes über Rogers zu schreiben. Hier ein Ausschnitt aus meinem Bericht aus Anlass des All-Star-Spiels in der FAZ vom 15. Juli 2005:
Es gehört nur sehr wenig Kraft dazu, einem Mann vom Fernsehen die Kamera von der Schulter zu reißen und sie mit Füßen zu treten. Was man vor allem braucht, ist schlechte Laune und das Gefühl, dass man sich als hochbezahlter Profisportler stets sehr viel mehr herausnehmen darf als jeder andere Sterbliche. Das muss auch der amerikanische Baseballspieler Kenny Rogers vor ein paar Wochen gedacht haben, als er kurz entschlossen vor einem Spiel gleich zwei Kameraleute attackierte, von denen sich einer anschließend in die Notfallaufnahme des örtlichen Krankenhauses begeben musste.
Rogers, der vierzigjährige Linkshänder, ist wie ein kleiner Vulkan. Nur zehn Tage vor dieser Attacke hatte er aus lauter Wut mit seiner rechten Hand auf einen Plastikeimer gehauen, als er vom Trainer der Texas Rangers ausgewechselt wurde, und sich dabei einen Knochen gebrochen. Aber er ist auch ein Feigling. Als er zum All-Star-Spiel in Detroit eintraf und von einer riesigen Menge von Journalisten umringt wurde, die ihn zu dem Zwischenfall befragen wollten, wich er einer Antwort aus. Gleichzeitig schien er jedoch seine Rolle zu genießen. Denn eigentlich ist Rogers für zwanzig Spiele gesperrt und muss eine Buße von 50 000 Dollar bezahlen.
Aber da ihn die Kollegen in die All-Star-Mannschaft der American League gewählt hatten, er die Strafe angefochten hatte und die Entscheidung über seine Berufung aussteht, ließen ihn die Baseball-Oberen mitspielen. Sein kurzer Auftritt auf dem Spielfeld im Match gegen die National League hätte seine Mannschaft beinahe die Partie gekostet, weil er Andrew Jones einen Home Run gestattete. Aber er verdarb niemandem die Stimmung. Der Klassiker in der Mitte der Baseball-Saison (die American League gewann 7:5 gegen die National League), zu dem jedes Jahr die besten Profis zusammenkommen, ist nun mal eine sportlich und sportpolitisch bedeutungslose Veranstaltung.
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