27. September 2006

Verdrängungswettbewerb im Basketball

Wenn das so weiter geht, spielen bald in der deutschen Basketball-Bundesliga BBL so wenig Deutsche wie in der NBA. Die Deutsche Presse-Agentur meldet heute, dass der Anteil der Eigengewächse auf 10 Prozent abgesunken ist. In der NBA liegt die Quote der Deutschen zur Zeit bei 0,25 Prozent (plus/minus ein paar Hundertstelprozent, je nachdem ob jeweils alle 15 Plätze im Team besetzt sind). Der Gesamtanteil der Ausländer in der NBA strebt langsam aber sicher auf die 30 Prozent zu. Wo landen die vielen Amerikaner, die in ihrem Heimatland nach und nach verdrängt werden? Richtig geraten - in der BBL (via yahoo).

Blick zurück: Nowitzki verlängert seinen Vertrag um drei Jahre

Kommentare:

Serkan hat gesagt…

Finde ich ebenfalls eine gefährliche Entwicklung! Die 3 "Pflicht-Deutschen" pro Kader sollen ja bis 2009 auf 4 oder 5 aufgestockt werden, aber einfach Nachwuchsleute zu nehmen - die dann kaum spielen - schadet dem deutschen Basketball. Hoffe dennoch auf eine spannende Saison und auf mehr Identifikationsfiguren die länger bei einem Verein bleiben, wie z.B. Steffen Hamann bei Bamberg oder Pascal Roller aus Frankfurt (die jetzt ja auch leider weg sind),

gruß,
serkman

jkalwa hat gesagt…

Das interessante ist wirklich, dass die internationalen Spieler in den USA den Amerikanern die Arbeitsplätze dort streitig machen. Der Druck setzt sich fort - in andere Himmelsrichtungen. Dagegen hilft wirklich nur restriktives Denken und Handeln. So viele Nowitzkis wird Deutschland nicht produzieren, um wirklich konkurrenzfähig zu sein.