16. März 2009

Was kostet der Name einer U-Bahn-Station?

New York bekommt in diesem Frühjahr gleich zwei neue Baseball-Stadien. Die beiden Kessel wurden gleich neben den alten Betontöpfen errichtet. Für Unsummen von Geld. Zu den Mets, die ihr städtisches Shea Stadium zurückließen, das derzeit ebgetragen wird, führt ebenso die U-Bahn wie zu den Yankees (dort sind es sogar zwei Linien). Die Station der Linie 7 hieß bislang Willets Point/Shea Stadium. Aber das konnte man nicht so stehen lassen. Denn der neue Baseball-Schuppen (Gesamtkosten 800 Millionen Dollar) nennt sich CitiField, wofür eine der größten und fast-pleitesten amerikanischen Banken 20 Millionen Dollar pro Jahr über 20 Jahre zusicherte. Ein Teil der Werbestrategie ist nicht aufgegangen. Die Verkehrsbetriebe von New York (genannt Metropolitan Transportation Authority weigern sich>, neue Schilder mit dem werbeträchtigen Namen aufzuhängen oder die U-Bahn-Pläne entsprechen umzutexten. Sie hatten erwartet, dass sich die Bank vielleicht an solchen Umbenennungskosten beteiligt und vielleicht einen Anteil leistet, um den ziemlich heruntergekommen Bahnhof aufzufrischen. Daraus wurde nichts. Die Bank hängt derzeit am Tropf der Steuerzahler (45 Milliarden Dollar aus dem großen Rettungspaket). Und also sprach die MTA: "Wir sind schon bereit, eine Station mit einem Firmennamen zu versehen, aber nur gegen eine Entschädigung." Der Stopp heißt nun erst einmal einfach "Mets/Willets Point".

(Foto: Joe Shlabotnik/flickr/Creative Commons License)

1 Kommentar:

Herr Wieland hat gesagt…

"Foto: Joe Shlabotnik"
Das ist ja riesig! :-)

Die Fotos auf der verlinkten Wikipedia-Seite zum CitiField sind übrigens auch sehenswert. Da wird auch nochmal deutlich, wie nah die Stadien nebeneinander stehen.