22. Oktober 2007

Hopes Solo hat sich gelohnt: US-Coach darf packen

Das Programm für heute sah eigentlich vor, mich in die Telefonkonferenz einzuwählen, die der amerikanische Fußballverband für 16 Uhr New Yorker Zeit anberaumt hatte. Aber irgendwann vorher war ziemlich klar, dass dieser Termin ohne große Spannung ablaufen würde. Präsident Sunil Gulati wollte nur alleine auftreten, um sich zur Frauennationalmannschaft zu äußern. Von einem Auftritt von Trainer Greg Ryan war nicht die Rede. Und so war dann auch keine Überraschung, was wenig später als offizielle Mitteilung der Presseabteilung im Email-Eingangskorb landete: Coach Ryans Vertrag wird nicht erneuert. Der Mann, der ohne besondere Leistungsnachweise vor zwei Jahren in den Job hineingerutscht war, eine der - auf dem Papier - besten Mannschaften der Welt zu trainieren, darf sich eine neue Beschäftigung suchen. Die anspruchsvollen amerikanischen Fußballanhänger können froh sein, dass die Torfrau Hope Solo nach der Pleite bei der WM gegen Brasilien so offen den Mund aufmachte. Denn der von ihr heraufbeschworene Konflikt brachte mehr an den Tag als die pure Unfähigkeit von Ryan, der vor dem Halbfinale einen mysteriösen Goaliewechsel vornahm, der sich als Reinfall erwies. Es heizte eine Psychoterror-Stimmung in der Mannschaft an, die sich unsinnigerweise auch noch mit dem Trainer solidarisierte. So als ob es wirklich eine einzige Entschuldigung für seine Fehlleistung gegeben hätte. Gulati sah durch alles durch, zumal das Brodeln im Team nicht aufhören wollte, wo die gespenstige Abstrafaktion gegen Hope Solo, die beste Torfrau des Landes, in den letzten Wochen ständig weiterging. Er gab Ryan den Laufpass. Der Nachfolger/die Nachfolgerin darf nun im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Peking im nächsten Jahr einen Schnitt im Kader machen, der allen gut tun wird. Vor allem den alteingesessenen Stammspielern, die glauben, sie hätten die Macht im Gruppenprozess.
Blick zurück: Gewalt nach Art des Hauses

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wieso versuchst du eigentlich krampfhaft mit sexy Frauen (Bildern) deine Artikel zu schmuecken?

Jürgen Kalwa hat gesagt…

"Krampfhaft" ist gut. Die Frau ist die Hauptperson des Beitrags. Aber "sexy" ist noch besser. Das ist das offizielle Foto aus der Werbekampagne von Nike. Bitte alle weiteren Fragen an die entsprechenden Stellen richten. Etwa an den Verband: Weshalb stellt ihr Frauen ins Tor, die so gut aussehen, dass die gegnerischen Stürmerinnen völlig verwirrt werden?

Paul Niemeyer hat gesagt…

Die sexy Bilder sind hier sehr gut dosiert, etwa einmal pro Monat gibt es was für's Auge. Warum denn auch nicht?