10. Januar 2008

Der Klingelbeutel: Kohle, Knast und Kitt für gebrochene Herzen

DIE MONATE, in denen man in Österreich einen der ihren als den höchstbezahlten Eishockey-Profi in der NHL bezeichnen konnte, sind definitiv vorbei. Der Russe Alexander Owetschkin hat einen neuen Kontrakt bei den Washington Capitals abgeschlossen: Sechs Jahre, 54 Millionen Dollar.

WIR WARTEN auf das Strafmaß für Marion Jones. Es werden wohl um die sechs Monate Gefängnis für die Doperin werden, die wahr von unwahr nicht unterscheiden wollte. Am Freitag wird es verkündet. Ach ja, und Pleite ist sie auch.

AUCH REICHE TENNIS-DIVAS leiden manchmal an profanen Schwächen. Zum Beispiel: Serena Williams. Sie jammert neuerdings auf ihrer Webseite über gebrochene Herzen. Das weiß man aber nur, wenn man diese Geschichte liest, geschrieben von der französischen Agentur Agence France Press. Aber wir sind ja durchaus froh, wenn jemand die Gefühle eines kreischenden Traktors versteht. Wir würden ja sonst nur denken: Lasst uns mal den Keilriemen wechseln.

DIE SAISON ging für Running Back Reggie Bush schon vor einer Weile zu Ende. Es war die zweite in der Profi-Karriere des Heisman Trophy-Gewinners und keine Offenbarung. Die kommt jetzt aus anderen Quellen und wird seine Zeit an der University of South California (USC) in Los Angeles in ein hässliches Licht werfen. Während die NCAA-Aufsicht junge Basketballer aus Deutschland auf die Bank verbannt, weil sie in einer Mannschaft gespielt haben, in der andere ein wenig Geld bekommen haben, soll Bush und seine Familie unter dem Tisch Geld und Sachwerte in Höhe von 300.000 Dollar erhalten haben. Die Enthüllungen stehen in einem neuen Buch und werden voraussichtlich mehrere Konsequenzen haben: darunter die Aberkennung der Heisman Trophy und der letzten Meisterschaft für USC. Kein Wunder, dass Coach Pete Carroll zur Zeit extrem mit den Atlanta Falcons und der NFL flirtet. Der Kelch wird nämlich nicht an ihm vorüber gehen. Niemand glaubt ihm, dass er schlichtweg gar nichts geahnt oder gesehen hat.

Kommentare:

mexico.hockey hat gesagt…

Tja, nun ist der Vertrag von Alex Ovechkin sogar noch etwas üppiger. 13 Jahre und 124 Mio $ dürften ausreichend sein, um die ärgsten materiellen Bedürfnisse zu stillen...

Jürgen Kalwa hat gesagt…

Manchmal überschlagen sich die Nachrichten. Der Sinn einer solchen Laufzeit entgeht mir. P.S. Falls jemand grübelt: Wir schreiben alle russischen Namen nach den deutschen Transkriptionsregeln. Ovechkin ist die englische Version.

mexico.hockey hat gesagt…

Man denkt natürlich sofort an Alexei (deutsch transkribiert ;-)) Jaschin und seinen 10 Jahre/87,5 Millionen Dollar Kontrakt.
Interessant dürfte werden, welche Auswirkungen der Owetschkin-Deal auf die Zukunft von Olie Kölzig hat. Diese Saison war ja bislang eher durchwachsen für ihn, zuletzt ging es wieder aufwärts. Das ganz große Geld zur Verplichtung eines anderen verfügbaren Torwarts auf dem Free Agent Markt ist jetzt nicht mehr da. Vielleicht verlängert Kölzig also zu reduzierten Bezügen, oder es gibt doch noch ein Tauschgeschäft zur Trade-Deadline. Je nachdem natürlich, wie sich die Chancen der Capitals auf die Play-Offs entwickeln.