31. Januar 2008

Super Bowl: Zahme Werbung, grimmige Gewerkschaft

Hier handelt es sich um einen extrem kurzen Vorgeschmack auf einen Werbespot, der während des Super Bowls Premiere haben wird. Er wird wohl wie die New York Times ermittelt hat, neben anderen allzu zahmen Ideen laufen. Die NFL hat es geschafft und die Gemeinde der Kreativen gebändigt.


Und Kreativität wie diese abgewürgt: ein Werbespot, der im Jahr eins nach dem Zwischenfall mit Janet Jackson als kleine Parodie laufen sollte, aber kurz vorher gestrichen wurde. Merke: Die NFL ist nicht nur moralisch und mächtig, sondern auch humorlos.

Aber das heißt nicht, dass es keine kribbelnde Nachrichten über die Liga zu vermelden gäbe. Der Chef der Spielergewerkschaft hat gestern vorsichtshalber schon mal mit Streik gedroht, wenn die Club-Besitzer glauben, sie könnten an den Grundfesten des laufenden Tarifvertrags rütteln. Der basiert auf zwei Prinzipien: Salary Cap und einem Anteil von 60 Prozent an den Einnahmen für die Spieler.

1 Kommentar:

Björn hat gesagt…

Ich will gar nicht wissen, wieviel Jahre es dauern wird, bis endlich wieder ein aktueller ernstzunehmender Künstler (wie z.B. Lenny Kravitz beim Grey Cup, dem Finale der Canadian Football League) in der Super Bowl Halbzeitshow auftreten darf... nichts gegen Tom Petty, aber muss erst die komplette Rock&Rock-Hall-of-Fame aussterben, bevor wir wieder Jemanden unter 60 Jahren erleben dürfen?

Wenn sich die NFL der weltweiten Bedeutung des Super Bowls bewusst ist, wie kann es sein, dass "Jordin Sparks" die Ehre zuteil wird, die Nationalhymne zu singen? Jordan who? Bei uns wird doch auch nicht Daniel Kübelböck zu Spielen der Nationalelf eingeladen...

Noch ein netter Fact von welt.de:
2004 verfolgten im Februar mehr Amerikaner den Super Bowl am TV als im November an der Präsidentschaftswahl teilnahmen - George W. wird es gefreut haben

Der Link zum besagten Artikel:
www.welt.de/sport/article1621524/Pizza-Boom_
Dollars_und_Kamel-Wahrheiten.html