27. Dezember 2007

Doping im Baseball: Clemens streitet ab

Es gilt eine Fehlinformation zu korrigieren, die mit dem Dopingskandal im Baseball und dem Namen Roger Clemens zu tun hat. Der Pitcher wurde NICHT von Jason Grimsley als Doper benannt, wie wir das unter Berufung auf die Los Angeles Times im Oktober gemeldet hatten. Das Protokoll von Grimsleys Vernehmung wurde vor ein paar Tagen öffentlich zugänglich gemacht und es enthält keine Hinweise auf den Mann, den sie The Rocket nennen. Dieser Sachverhalt ist vor allem deshalb wichtig, weil Clemens im Mitchell Report als aktiver Anabolika-Verbraucher angeschwärzt wurde, aber das bestreitet. Für seinen ersten Schritt in die Öffentlichkeit, um seine Unschuld zu beteuern, brauchte er zwar mehrere Wochen. Aber dem wird Anfang Januar eine ganze Medienkampagne folgen. Kernstück der Aktion: Der Hinweis auf die falschen Berichte rund um Grimsley.

Kommentare:

SK hat gesagt…

Clemens brauchte nicht mehrere Wochen für seinen ersten Schritt in die Öffentlichkeit. Er hat am 13.12. eine Erklärung über seinen Agenten verlauten lassen.

Jürgen Kalwa hat gesagt…

Es ist doch nicht das gleiche, ob einer seinen Anwalt oder Agenten für sich reden lässt (aus lauter Angst, sich selbst eventuell in Widersprüche zu verwickeln). Oder ob einer selbst Stellung nimmt. Mal abgesehen davon, dass ich nicht weiß, was wahr ist und ob man Clemenes jemals etwas beweisen kann (durch Zeugenaussagen zum Beispiel). Seine Vorgehensweise ist bezeichnend. Da wartet er erstmal wochenlang, ehe er den Mund aufmacht, erzählt dabei viel Kokolores und benutzt die Falschmeldung aus der LA Times als Plattform für eine Reinwaschaktion. Es wäre schön gewesen, wenn der ach, so unschuldige Herr Clemens gesagt hätte: Ich verklage den Mann, der so etwas über mich im Mitchell Report behauptet, auf Widerruf und Rufschädigung. Dann käme in die Sache endlich Zunder. hat er aber nicht. Vor Gericht muss man nämlich schwören, die Wahrheit zu sagen. Und geht - siehe Barry Bonds, siehe Marion Jones - die Gefahr ein, später wegen Meineid an den Haken genommen zu werden.