
In Green Bay hat man vor ein paar Tagen ein neues Kapitel in der künstlerischen Darstellung sportlicher Leistungen aufgeschlagen: die Reggie White Statue wurde enthüllt. Die was? Reggie White war der Grundstein für die Wiederbelebung der Green Bay Packers in den neunziger Jahren. Der Defensive End mit der Nummer 92 wechselte 1993 nach einer ausführlichen Erkundungstour zu zahlreichen Clubs als hoch bezahlter Free Agent von den Philadelphia Eagles in den kalten Norden, wo ihm (dank unter anderem einem jungen Quarterback namens Favre) gelang, worauf man in Philly noch immer wartet: der Sieg im Super Bowl. White spielte sechs Jahre in Wisconsin, ehe er sich vom aktiven Sport zurückzog. Er starb jedoch Weihnachten 2004 im Alter von 43 Jahren.
White war ein herausragender Spieler, weshalb ich ihm in meinem Buch
American Sports ein eigenes Kapitel zugestand. Überschrift: "Knochenbruch in Gottes Namen". White war ordinierter Baptistenprediger. Ein Mann mit einer sanften tiefen Stimme, der seine Gegner mit einer Energie in den Boden rammte wie kaum ein anderer.
Braucht so jemand ein Denkmal? In einem Land, in dem jede noch so ausgefallene Sportart eine
Hall of Fame betreibt, wird diese Frage gar nicht gestellt. Manche Sportler werden einfach besonders geehrt. Punktum.
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