4. Februar 2007

Super Bowl: Chicago wird alle ü-bear-rushen

Der Kollege dogfood von allesaussersport (auch diesmal wieder die erste Adresse online für alle, die sich in den Stunden vor dem Super Bowl und während der Übertragung in der ARD eine große Tüte Infos und Sportsgeist besorgen wollen) hat als erster gezuckt. Er drückte vor kurzem nach längerem In-sich-Gehen ("Unveränderter Gefühlszustand: ich werde mit dem Superbowl heute nicht warm.") und einem Besuch auf der Bandwagon-Seite der NFL in abwägender Weise den Colts den Favoritenstempel auf die weiße Trikotage. Ich komme gerade von einem Besuch derselben Seite zurück und erhielt die Auskunft: Mein Team seien die Bears.

Das hatte ich schon befürchtet. Nicht, weil man bei der NFL womöglich diesen Blog auswertet und auf heimliche und unheimliche Botschaften hin abklopft. Sondern weil mir hier seit Tagen nur Dinge eingefallen sind, die für Chicagos Chancen sprechen. Damit befindet man sich im Kontrast zu einer riesigen Menge sogenannter Experten. Von denen hat unter anderem kaum jemand Devin Hester auf dem Zettel, den besten Kick-off-Returnspezialisten, den die Liga je gesehen hat. Fünf Touchdowns hat er in diesem Jahr hingelegt (zwei nach Kick-offs, drei nach Punts). Also in jedem dritten Spiel einer. In den zwei Playoff-Spielen fand er nicht die Gasse. Aber wir sagten ja: Er bringt's in jedem dritten Spiel (und die Special-Teams-Formation der Colts - Unterabteilung "Return Coverage" - gehört zum schlechtesten, was die Liga zu bieten hat). Was heißt: Hester wird in jedem Fall Feldvorteile produzieren. Je mehr Field Goals die Colts schießen, desto häufiger. Dann haben wir Cornerback Nathan Vasher. Sammelt Interceptions mit Vorliebe von Quarterbacks ein, bei denen im letzten Moment vor dem Wurf auf der Netzhaut ein freier Mann aufschimmert. Oder wird Manning diesmal den Ball woanders hinwerfen? Zum Beispiel dorthin, wo der Manning (Vorname: Danieal) der Bears herumturnt? Das könnte spannend werden.

Vielleicht sollten wir der Ordnung halber noch Brian Urlacher erwähnen. Wer in der Colts-Offense soll den bremsen oder gar festnageln? Der Tight End? Der Full Back? Mannschaften, die Peyton Manning mit Macht unter Druck setzen, haben ihn immer wieder in Verlegenheit gebracht. Zum guten Schluss: Die Bears werden sich darüber freuen, dass man sie zum Außenseiter erklärt hat. Das war alles, was sie brauchten, um sich bei Laune zu halten. Die Bears packen es - mit einem Tatz-down Vorsprung.

1 Kommentar:

Helmar Steinberg hat gesagt…

Na ja... ;-)